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Schalttafel für elektro-automatische Steuerungsanlagen
Elektro-automatische Steuerungsanlagen sprechen an, sobald eine Anzahl von Bedingungen durch den Aufbau elektrischer Stromkreise erfüllt ist.
Bis in die jüngste Zeit erfolgte der Aufbau elektrischer Stromkreise in industriellen Anlagen durch die Schliessung materieller Kontakte, die entweder durch äussere physikalische Einflüsse oder elektromagnetische Geräte, wie Relais oder Schaltschütze gesteuert wurden.
Man hat bereits vorgeschlagen, die materiellen Kontakte, insbesondere die durch Relais oder Schaltschü'ze elektromagnetisch gesteuerten, durch sogenannte "statische" Relais zu ersetzen, die den Aufbau elektrischer Stromkreise ohne Beeinflussung mechanischer Organe durch Änderung elektrischer, elektronische. oder elektromagnetischer Zustände bewirken. Das hat den Vorteil, dass das Geräusch und die Abnutzung ausgeschaltet wird und dass die Abmessungen der den Steuerstromkreis aufnehmenden Tafel verringert werden, wobei die Installation und die Anordnung der Schaltgerätetafeln aus Gründen des Ersatzes der mechanischen Verbindungen durch elektrische Leiter erleichtert wird.
Gemäss einem noch nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlag konnte nachgewiesen werden, dass Schaltungen, die den herkömmlichen, mit elektromagnetischen Steuerungselementen ausgerüsteten Schaltungen völlig entsprechen, mittels statischer "und" - Relais verwirklicht werden können, und dass es-was weit wichtiger ist-möglich ist, auf einer Tafel die statischen Relais an den Stellen anzuordnen, die in einem herkömmlichen Schaltbild den Stellen entsprechen, an denen die Kontakte eingezeichnet sind, die durch die statischen Relais ersetzt werden.
Die Erfindung bezieht sich auf Schalttafeln für die Installation elektro-automatischer Steuerungsanlagen und bezweckt in erster Linie, derartige Schalttafeln so zu gestalten, dass die Ursachen von Fehlern sehr schnell festgestellt und die Fehler durch Austausch von Einzelteilen an der installierten Tafel in kürzester Zeit beseitigt werden können, ohne dass hiezu besonders qualifiziertes Personal erforderlich ist.
Die Erfindung bezweckt ausserdem, die Tafel durch eine lineare Anordnung ihrer Elemente nach einer festgelegten Teilung so auszubilden, dass ihre Bestückung leicht veränderbar ist und dass auf ihr andersartige oder weitere Elemente installiert werden können, falls die automatische Wirkungsweise der Anlage abgewandelt werden soll.
Im Fall, dass die Elemente der Tafel elektronisch ausgebildet, z. B. Transistoren sind, bezweckt die Erfindung eine Vereinfachung der Verbindungen in der Weise, dass eine bestimmte Anzahl dieser Elemente in austauschbaren Blöcken untergebracht wird, wobei jeder Block eine Kombination vonin Reihe oder parallelgeschalteten Kontakten repräsentiert, wie sie in üblichen Schaltbildern automatischer Schaltanlagen vorkommen, und dass auf diese Weise äussere Leiter zur Herstellung der Verbindungen eingespart werden, indem die gemeinsamen Verbindungspunkte der in diesen Blöcken enthaltenen Elemente ins Innere der Blöcke verlegt werden.
DieErfindung betrifft konkret eine Schalttafel für elektro-automatische Steuerungsanlagen, bei welchen als Schaltblöcke ausgebildete Steuerstromkreise in auf der Schalttafel befestigte, durch elektrische Leitungen miteinander verbundene Sockel eingesetzt sind, wobei jeder Schaltblock mindestens ein stati-
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sches Relais enthält und wobei die der Schalttafel abgewendeten, zur Tafel parallel verlaufenden Ober- flächen der eingesetzten Blöcke blanke Prüfklemmen aufweisen, die an den Eingang und den Ausgang des statischen Relais angeschlossen sind.
Die Erfindung kennzeichnet sich bei einer solchen Schalttafel dadurch, dass die Gesamtheit der Schaltblöcke A, B, H durch eine lösbar aufgesetzte Platte aus isolierendem Material rückseitig abge- deckt ist, wobei diese Platte Öffnungen besitzt, durch die die Prüfklemmen erreichbar sind, und dass auf der Platte das Schaltschema der an der Schalttafel vorgesehenen Teile des Stromkreises einschliesslich der
Schaltorgane bzw. der den statischen Relais äquivalenten Kontakte wenigstens schematisch aufgezeichnet ist, wobei diese Aufzeichnungen lagenmässig den Schaltblöcken entsprechen, die unterhalb der genannten Platte angeordnet sind, und wobei die Aufzeichnungen ferner die Prüfklemmen zu identifizieren erlauben, die durch die genannten Öffnungen erreichbar sind.
Eine zweckmässige Ausführungsform besteht darin, dass die Sockel reihenweise angeordnet sind und dass die an den der Tafel abgekehrten Oberflächen der Schaltblöcke A angeordneten Prüfklemmen ebenfalls in Reihen angeordnet sind, die den gleichen Abstand voneinander haben wie die Sockelreihen . und dass die Prüfklemmen in jeder Reihe im gleichen Abstand aufeinanderfolgen, so dass die durchsichtige
Platte mit Vorschiebung mit im gleichen Abstand vorgesehenen Reihen von Öffnungen versehen ist, wobei die gegenseitige Entfernung der Öffnungen in den einzelnen Reihen gleich diesem Abstand ist.
Es ist nicht erforderlich, dass die Blöcke selbst in einem ihren Zusammenbau zeigenden Schema mit einem Kennzeichen versehen werden, da z. B. ein Block mit zwei statischen Relais, die zwei in Reihe liegenden Kontakten äquivalent sind, je nach seiner Verbindungsweise mit der übrigen Installation ander
Tafel entweder zwei Arbeitskontakten oder zwei Ruhekontakten oder einem Ruhe- und einem Arbeitskon- takt entsprechen kann. Diese Bezeichnungen sind bereits auf der durchsichtigen Platte eingetragen, und das Verständnis des auf der Platte aufgezeichneten Schaltbildes würde daher erschwert sein, wenn die Be- zeichnungen in abweichender Form auf der Oberfläche der Blöcke aufgetragen wären, die durch die Platte hindurch sichtbar ist.
Die Anzahl der austauschbaren Blöcke kann beschränkt sein. Im Prinzip genügt eine Ausführungsform für jeweils nur einen Kontakt darstellende Blöcke. Um den Aufbau der Anlage zu vereinfachen, können mehrere Ausführungen vorgesehen sein, u. zw. eine mit statischen Relais entsprechend zwei, drei oder mehr in Reihe geschalteten Kontakten, und eine, die zwei, drei oder mehr parallel liegenden Kontakten entspricht. In der aus mehreren parallel liegenden elektrischen (oder statischen) Organen zusammenge- setzten Ausführung kann man ohne Nachteil bis auf eines dieser Organe alle oder einige der übrigen un- benutzt lassen, so dass nur eine Sorte von Blöcken mit mehreren parallel liegenden statischen Relais für alle Fälle genügt.
Vorzugsweise haben grössere Blöcke dieselbe Höhe und Breite, aber eine Länge, die ein ganzzahliges
Vielfaches der Länge der kleinsten Blöcke beträgt, während die auf der Oberfläche der Blöcke vorgesehe- nen Klemmen gleichen Abstand voneinander haben, und die Sockelreihen gleichweit voneinander ent- fernt sind, so dass die durchsichtigen Platten im voraus mit Öffnungen versehen werden können, durch die die Klemmen erreichbar sind. Dadurch wird die Aufzeichnung des Schaltschemas auf diesen Platten er- leichtert.
Die Platten können biegbar und für die Reproduktion des Schaltschemas auf photographischem Wege geeignet sein.
Die Tafel und die Reihen der Sockel, die zur Aufnahme der aufsetzbaren Blöcke bestimmt sind, wer- den zweckmässig so ausgebildet, wie es in der franz. Patentschrift Nr. 1, 209,198 beschrieben ist. In die seitlichen Ränder der in dieser Patentschrift beschriebenen, auf einer Tafel in Viereckanordnung befestig- ten Sockel sind Nuten eingearbeitet, die die Enden biegsamer Verbindungsleitungen aufnehmen. Die En- den dieser Leitungen sind mit Elementen zur Herstellung eines elektrischen Anschlusses versehen, von denen ein Teil mit der Leitung verbunden ist und der andere Teil vom aufsetzbaren Block getragen wird.
Auf diese Weise werden die Verbindungen zwischen dem Block und seinem Sockel unmittelbar durch die Enden der sich am Sockel abstützenden Leitungen hergestellt, wobei die Leitungen zwischen den Sok- kelreihen verlaufen.
Die Erfindung hat im übrigen im Rahmen ihrer Anwendungsmöglichkeit an elektro-automatischen
Steuerungsanlagen eine Schalttafel geschaffen, die eine Verbesserung der an sich bekannten Gerätetafeln insofern darstellt, als sie speziell für die Aufnahme von statischen Relais geeignet ist, insbesondere von solchen, deren Träger aus zwei sich gegenüberstehenden, mit aufgedruckten Schaltungen versehenen Plat- ten bestehen, zwischen denen die das Relais bildenden, durch die leitenden Spuren der aufgedruckten
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Schaltungen miteinander verbundenen elektrischen Elemente angeordnet sind.
Die nachfolgende Beschreibung zeigt an Hand von Ausführungsbeispielen, auf die die Erfindung nicht beschränkt sein soll, wie die Erfindung verwirklicht werden kann.
Die aus den Zeichnungen und der Beschreibung sich ergebenden Einzelheiten gehören mit zum Erfin- dungsgegenstand.
Es zeigen : Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Schalttafel im Grundriss, Fig. 2 einen Schnitt nach
Linie li-lui von Fig. 1, Fig. 3 den Grundriss einer durchsichtigen Platte, die zum Abdecken der in Fig. 1 gezeigten Schalttafel dient und einen Teil derselben bildet, Fig. 4 einen Teil der durchsichtigen Platte im vergrösserten Massstab, Fig. 5 einen Sockel für das Schaltelement mit Deckel in perspektivischer Darstel- lung, Fig.
Sa einen Grundriss dieses Sockels, Fig. 6 einen Schnitt durch den Sockel nach Linie VI-VI von
Fig. 5 mit zwei darauf angeordneten unabhängigen Schaltelementen, Fig. 7 einen Schnitt nach Linie
VII-VII von Fig. 6, Fig. 8, 10,12 und 14 Schaltbilder der Schaltblöcke, Fig. 9, 11,13 und 15 die Deckel für die entsprechenden Sockel im Grundriss, Fig. 16 einen Teilschnitt durch einen Sockel, einen Blockund einen Deckel, Fig. 17 einen Längsschnitt durch ein Element zur Summierung der Schaltbedingungen, wel- ches am Ende eines Zweiges des Stromkreises vorgesehen ist, und Fig. 18 einen Schnitt nach Linie XVm-XVin von Fig. 1 in vergrösserter Darstellung.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Schalttafel wird aus Elementen 1 gebildet. Diese bestehen aus in U-
Form gefalteten Blechen und weisen in gleichem Abstand voneinander in gemeinsamer Axialebene ange- ordnete Löcher 2 auf. Auf der Oberfläche der aus den ortsfesten Elementen 1 gebildeten Schalttafel sind die Löcher 2 in einem Viereck mit der Seite a angeordnet.
Die verschiedenen Elemente 1 werden durch zwei ähnliche Elemente la und 1b zusammengehalten, welche zur Befestigung an einer Wand benutzt werden können.
Längs der in Richtung der Elemente 1 verlaufenden, aufeinanderfolgenden Löcher 2 sind in nachfolgend noch zu beschreibender Weise Sockel 3 mit angenähertem T-Querschnittreihenweisein gleichen Abständen voneinander angeordnet. Auf diese Sockel sind einerseits Schaltblöcke Al, A2, A3, A4 und anderseits, in Fluchtlinie mit diesen, auf die Sockel 10, die einen den Sockeln 3 (Fig. 17) entsprechenden Querschnitt haben und in Verlängerung zu diesen an der Tafel befestigt sind, Blöcke B1' B, B und B für die Summierung der Schaltbedingungen aufgesetzt.
Es ist nicht in jedem Fall erforderlich, dass eine Reihe von Schaltblöcken durch einen Summierungsblock abgeschlossen ist, falls der oder die Blöcke einer Reihe nur eine Abzweigung zwischen den Blöcken beider Reihen, die sie trennen, darstellen. Die verschiedenen Blöcke liegen an Spannung über drei blanke Leiter 4,5, 6, die quer zu den Sockeln 10 und den Blöcken Bl - B4 angeordnet und an diese angeschlossen sind, wie nachfolgend noch beschrieben wird.
Senkrecht zur Fluchtlinie der Sockel 3, an deren linkem Ende, kann eine Reihe von ähnlichen Sockeln vorgesehen sein, die Blöcke von Klemmen C für den äusseren Anschluss der Tafel tragen. Am unteren Teil der Tafel, vorzugsweise senkrecht zu den ersten Reihen der Sockel 3 sind VerstärkerblÏcke H angeordnet, die auf ähnlichen Sockeln aufgesetzt sind, welche mittels der Löcher 2 befestigt sind.
Die verschiedenen Leiter, die die'SchaltblöckeA-A mit den Summierungsblöcken B-B sowie den Klemmen C und den Verstärkern H verbinden, sind, wenn sie zu den Reihen der Sockel 3 und 10 parallel verlaufen, in den zwischen diesen vorhandenen Kanälen 7 (Fig. 2) untergebracht. Wenn sie zu den Sockelreihen quer verlaufen, können sie einerseits in dem Zwischenraum 8 gelagert werden, der zwischen den Reihen der Klemmen C und dem Anfang der Blöcke A vorhanden ist und anderseits in dem Kanal 9 (s. auch Fig. 17), der aus den Sockeln 10 ausgeschnitten ist, die die Blöcke ss tragen. Die verschiedenen Blöcke tragen auf ihrer Oberseite Klemmen 11 (s. auch Fig. 7 und 17j, die z.
B. durch leitende Hülsen gebildet werden können, welche in die Öffnungen des Gehäuses der Blöcke eingesetzt sind. Diese Blöcke werden durch Schrauben 12 gehalten, welche ausserdem zum Ausheben der Blöcke dienen, wie nachfolgend noch beschrieben wird.
Am äusseren Umfang des von den verschiedenen Blöcken eingenommenen Raumes sind Säulen 13 vorgesehen, die senkrecht zur Schalttafel angeordnet sind und eine durchsichtige Platte 14 (Fig. 3) tragen.
Diese Platte ist mit Reihen von in gemeinsamer Axialebene liegenden Löchern 15 versehen. Die Lage der Löcher entspricht derjenigen der in gleichmässigem Abstand angeordneten Klemmen 11 für die verschiedenen Blöcke, so dass die Löcher, wenn die Platte 14 über der Schalttafel angebracht ist, Zugang zu den Klemmen gewähren.
Jeder Block B trägt, um seinen Betriebszustand anzuzeigen, eine elektrische Lampe 16, welche
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durch die Platte-14 hindurch sichtbar und in dem Zwischenraum angeordnet ist, welcher zwischen den Reihen der Löcher 15 besteht, die den Klemmen 11 der Blöcke A und den Klemmen der Blöcke B entsprechen.
Auf der durchsichtigen Platte ist ein im Ganzen mit 17 bezeichnetes Schaltschema aufgezeichnet, welches nur beispielhafte Bedeutung hat und in der Fig. 4 zwecks besserer Klarheit vergrössert dargestellt ist. Die räumliche Verteilung der Elemente und deren Abmessungen hat man sich derart vorzustellen, dass das Viereck mit der Grundseite oder dem "Schritt" a welches die Löcher 2 bildet, der Grösse der viereckigen Grundrissform des kleinsten Schaltblockes A2 entspricht, und dass die andern Blöcke A, A, A im Grundriss als Verdoppelung des Blockes A2 anzusehen sind, d. h. als zwei aneinander gereihte Vierecke. Die Entfernung zwischen zwei Klemmen 11, d. h. die Entfernung zwischen den Ach-
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zwischen zwei Reihen von Löchern 15 dem Schritt a des Geviertes der Löcher 2 entspricht.
Die Sockel 3 (Fig. 5, 6,7), die die Schaltblöcke aufnehmen, haben, wie bereits erwähnt, einen
Querschnitt, welcher der T-Form angenähert ist. An beiden Enden besitzen sie Fussflansche 18, die ihreStabilität verstärken und die beiderseits der Achse des Sockels die Länge 2 besitzen. Die Fussflan- schen zweier paralleler Reihen von Sockeln berühren sich, woraus sich der Vorteil ergibt, dass die Lage der Sockel genau bestimmt ist, und dass die in den Kanälen 7 gelagerten Verbindungsleitungen von der metallischen Masse der Schalttafel entfernt gehalten sind.
Jeder Sockel ist an der Schalttafel mittels zweier Schrauben 20 befestigt, die je eine Bohrung 2 ) durchqueren. Zum Einsetzen der Schrauben 20 sind an jeder Seite des Sockels 3 Aussparungen 21 vorgesehen.
Die beiden seitlich überstehenden Flanschen des Sockels (Fig. 5a) weisen Nuten 22 in Viereckform auf, beispielsweise 7 an jeder Seite, von denen jede eine in C-Form gebogene leitende Zwinge 23 aufnehmen kann, die das Ende des Leiters 19 bildet. Die umgebogenen Teile der C- Form stützen sich auf zwei Schultern 22a (Fig. 6) ab. Die Schultern liegen innerhalb einer die Nuten 22 in Trapez- form erweiternden Aussparung.
Ein Leiter 19, der mit über den Sockel 3 herausstehender Klemme 23 in die Nut 22 ein- geführt und seitlich in die trapezförmige Aussparung eingelegt ist, kann axial so verschoben werden, dass die Zwinge bis zu ihrer Anlage an den Schultern 22a in die Nut eintritt. Dann legt man einen Deckel
24 auf den Sockel, so dass die verschiedenen Zwingen, die der Sockel aufnimmt, in den Nuten festge- legt sind.
Der Deckel 24 ist an jedem Ende mittels zweier Schrauben 25 am Sockel befestigt. Die Schrau- ben 25 sind, wie Fig. 6 zeigt, durch Scheiben 26 unverlierbar am Deckel 24, dessen Bohrungen
49 sie durchqueren, festgelegt.
Jeder Deckel 24 besitzt entsprechend den Schaltblöcken (s. Fig. 9, 11,13, 15), die er aufnehmen soll, eine bestimmte Anzahl von rechteckigen Öffnungen 27, die von Nuten 28 ausgehen, welche in die Oberseite des Deckels eingearbeitet sind und deren Lage und Abmessungen denjenigen der recht- eckigen Öffnungen entsprechen. Jeder Deckel besitzt entweder eine Zentralbohrung 29 oder zwei sym- metrisch angeordnete Bohrungen 30 oder auch nur eine Bohrung 30. Diese Bohrungen sind dazu be- stimmt, entweder eines oder zwei der drei mit Gewinde versehenen Rohre 31 zugänglich zu machen.
Die Rohre sind in das Material des Sockels eingebettet und vorzugsweise ein wenig gegen die Symmetrie- ebene des Sockels versetzt (s. Fig. 7).
Jeder Schaltblock A-A weist eine Isolierhülle 32 (Fig. 7) in Form einer offenen Haube auf, in der zwei einander parallele Platten 33 aus Isoliermaterial befestigt sind, welche auf ihren nach aussen gekehrten Flächen 33a gedruckte Schaltungen 34 tragen. Zwischen den beiden Platten sind elektrische Elemente 35, z. B. Widerstände, Kondensatoren oder Transistoren angeordnet, deren Ver- bindungen mit den gedruckten Schaltungen der Platten in üblicher Weise mittels Leitungsdrähten 36 hergestellt sind, welche die Platten 33 durchqueren und an den Streifen der gedruckten Schaltun- gen 34 angelötet smd. Der Inhalt jeder Haube 32 ist in erstarrtes Isoliermaterial 37 eingebettet, beispielsweise ein Epoxyharz.
Die Klemmen 11 werden von kleinen zylindrischen Hülsen gebildet, die bei 11a diemetral geschlitzt sind und die Ränder einer der Platten 33 derart abdecken, dass sie mit einem Teil der gedruckten Schaltung 34 in Berührung stehen. Gegebenenfalls kann ein Lötpunkt 38 den elektrischen Anschluss einer Klemme 11 an die gedruckte Schaltung bilden. Das äussere Ende jeder Hülse 11 kann in die Öffnung der Haube 32, die den Durchgang für die Hülse bildet, eingesteckt sein. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass man die Hülse am Eintrittsende trichterförmig erweitern kann.
In Richtung auf die Sockel 3 sind die Platten 33 (Fig. 6) in Form einer Reihe von Zungen 39
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ausgeschnitten, die den rechteckigen Öffnungen des Deckels 24 entsprechen. Auf jeder Zunge setzt sich die gedruckte Schaltung in einem Streifen 40 fort, welcher mit dem C-förmigen Teil der Zwinge 23 in Berührung kommt, die das Ende eines Leiters 19 bildet. Im Bereich der Basis der Zungen an den
Platten gehen die letzteren über den freien Rand 32a der Haube 32 hinaus (Fig. 6 und 7), wodurch die Zungen an ihrem schwächsten Teil verstärkt werden.
Die Schraube 12, die durch alle Blöcke der Ausführung A oder B in der Nähe ihrer zur Schalt- tafel senkrechten Achse durchgeht, besitzt einen mit Gewinde versehenen Teil 41, der in ein Gewin- derohr 31 einschraubbar ist. Die Schraube 12 wird durch die Scheiben 42 und 43 gegen Längs- verschiebung im Block gesichert. Diese Scheiben stützen sich einerseits auf der Grundfläche des in der ) Decke der Haube 32 vorgesehenen Hohlraumes und anderseits gegen ein Element 45 ab, welches die Gegenlage für die Platte 33 in der Haube 32 bildet.
Wenn, wie aus Fig. 16 hervorgeht, die Lage der Zunge 39 über dem Block nicht der Lage der Öff- nungen 27 und der sie einschliessenden Nuten 28 entspricht, nachdem der Block über dem Deckel des Sockels in Stellung gebracht ist, dann kann der mit Gewinde versehene Abschnitt 41 der Schraube
12 nicht in das Gewinderohr eingreifen. Infolgedessen kann ein nicht dem darunterliegenden Sockel angepasster Schaltblock auch nicht in den Sockel eingesetzt werden. Ebensowenig ist es möglich, in den
Deckel, z. B. durch Druck mit einem Schraubenzieher, eine oder mehrere Zungen einzudrücken, da die
Gewinde nicht zum Eingriff gelangen.
Wenn dagegen der Block zum Sockel passt, greifen die Zungen 39 bis auf den Grund der Nuten 28 und gelangen vor die Öffnungen 27. Man kann daher die Schraube 12 in das Gewinderohr einschrau- ben, so dass die Zungen 39 in die Zwingen 23 eingedrückt werden. Sobald der Schaltblock einge- setzt ist, dringen die tube-stehenden Teile 33b in die Nuten 28 ein und verstärken dadurch den Zu- sammenhalt zwischen dem Block und dem Sockel. Dadurch wird der Gefahr vorgebeugt, dass die Zungen abbrechen, wenn auf den Block eine Querkraft einwirkt.
Beim Ferausschrauben der Schraube 12 entsteht eine Kraft, die zum Herausziehen der Zungen aus den Zwingen selbst dann genügt, wenn die Zungen 39 infolge grösserer Abnutzung das Bestreben haben, in den Zwingen hängenzubleiben oder zu kleben. Infolgedessen können alle Blöcke Al - A4 eine zu- sammenhängende Oberfläche haben, d. h. ihre der Schalttafel abgekehrte Oberfläche braucht keine Un- terbrechungen aufzuweisen, da es nicht nötig ist, die Blöcke an ihren seitlichen Flächen zu erfassen, um sie auszuheben. Dadurch wird die Oberfläche der Schalttafel auf ein Minimum vermindert.
Bemerkenswert ist ausserdem, dass die unsymmetrische Lage der Gewinderohre 31 in bezug auf die
Symmetrieebene des Sockels 3 verhindert, dass ein Schaltblock umgekehrt eingesetzt wird, d. h. um
1800 um die Schraube gegenüber seiner richtigen Lage verdreht wird.
Eine sehr beschränkte Anzahl von Schaltblöcken erlaubt es, praktisch alle Probleme des Schaltungs- aufbaues zu lösen. Alle Stromkreise können mittels Schaltblöcken aufgebaut werden, die das Äquivalent für einen einzelnen Kontakt sind, der je nach der ihm mitgeteilten Polarisierung ein Arbeits- oder ein
Ruhekontakt sein kann. Wenn ein Kontakt mit Verzögerung zur Wirkung kommen muss, kann die Anle- gung der Spannung an den ihm entsprechenden Schaltblock verzögert werden, ohne dass es notwendig ist, den Schaltblock selbst zu verändern.
Um die äusseren Verbindungen zu vereinfachen, ist es vorteilhaft, zwei, drei oder noch mehr in
Reihe liegenden Kontakten entsprechende Blöcke, die individuell polarisiert werden können, vorzusehen und Möglichkeiten für Abzweigungen zwischen diesen Kontakten zu schaffen, ausserdem aber eine Aus- führung von Blöcken, die einer Mehrzahl parallelgeschalteter Kontakte entsprechen. Hiebei müssen die
Abmessungen der benutzten Hülle grösstmögliche Berücksichtigung finden, derart, dass es bei Parallelan- ordnung, um den Block zur Wirkung zu bringen, genügt, ein einziges von den Elementen, welches einem
Einzelkontakt entspricht, zu beeinflussen.
Praktisch ist festgestellt worden, dass es genügt, ausser dem einen einzelnen Kontakt entsprechenden
Block A2 Blöcke, die zwei und drei in Reihe liegenden Kontakten Ag bzw. A4 entsprechen, sowie solche zu verwenden, die drei parallel liegenden Kontakten Al entsprechen. Von letzteren sind in dem in den Fig. l, 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen nur zwei Kontakte verwendet.
Beispielsweise enthält jede der an sich bekannten, aus den vier Ausführungen von elektronischen Schaltblöcken (s. Fig. 9, 11,13, 15) bestehende Schaltung einen oder mehrere Transistoren T, T, T, T,. in denen die Übertragung auf den Wege Emitterkollektor durch die Polarisierung der Basis gesteuert wird. In den einzelnen Schaltungen wird eine Polarisierungsdauerspannung, die zur Stabilisierung des Funktionspunktes der Transistoren im Falle von Temperaturschwankungen dient, an alle Basen der Transistoren über eine Klemme P und einen Widerstand Z bzw. Z, Z, Z angelegt.
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Die Gesamtheit der metallischen Schalttafel ist Träger dieser Polarisationsspannung, die (Fig. 5) über einen Bügel 46, eine Schraube 20 und eine biegsame Leitung 47 einer Zwinge 23 zugeführt wird.
Die Steuerspannung wird an die Basen über andere Widerstände R, R, angelegt. Um eine Parallelschaltung der einzelnen elektronischen Schaltelemente zu ermöglichen, sind ihre Eingangsklemmen E, E, E, E und ihre Ausgangsklemmen S, S, S, Ss verdoppelt und miteinander verbunden.
Wenn das Element mehr als einen Transistor enthält, sind auch die Eingangsklemmen P für die Polarisationsdauerspannung doppelt vorgesehen.
Im Falle der Fig. 8 und 9 für einen Schaltblock der Ausführung A enthält das Schaltelement nur einen einzelnen Transistor T. Die beiden Eingänge E und die beiden Ausgänge S entsprechen zwei Zungen, die durch die Öffnungen Ea bzw. Eb und Sa bzw. Sb des Deckels 24 durchgehen. Die. Klemmen P und D von Fig. 8 entsprechen den in Fig. 9 gleichlautend bezeichneten Öffnungen.
- Der Block A besitzt also sechs Zungen, und der Deckel bietet nur einem der am Ende mit Gewinde versehenen Rohre 31 durch eine Bohrung 30 Zugang. An der den Zungen abgewendeten Seite besitzt der Block A zwei Klemmen 11, die an den Eingang und Ausgang angeschlossen sind, d. h. beiderseits des einem Kontakt äquivalenten Übertragungsweges Emitter-Kollektor.
Es ist demnach, wenn der Strom bis zur Eingangsklemme E gelangt, durch eine Prüfung feststellbar, ob er unter normalen Bedingungen bis zur Ausgangsklemme S in der Weise durchgeht, dass er beide Klemmen 11 kurzschliesst, d. h. ob der Transistor wie ein Kontakt wirkt.
Das Schaltbild Fig. 10 entspricht einem Block von der Ausführung A ; er entspricht zwei in Reihe liegenden Kontakten, die durch zwei unabhängige Zustände gesteuert werden. Er besitzt zehn Klemmen, u. zw. zwei Eingangsklemmen E, zwei mittlere Eingangsklemmen E, zwei Ausgangsklemmen S, zwei Klemmen P zur Polarisierung und zwei voneinander unabhängige Steuerklemmen D und D, um jeweils eine Steuerspannung an die Basen der Transistoren T bzw. Tg anzulegen.
In diesem Falle hat der Deckel eine Zentralbohrung 29 und vier Nuten 28, die zehn Öffnungen
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Wie man aus Fig. 11 erkennt, kann hier nur ein zehn in bestimmter gegenseitiger Lage angeordnete Zungen aufweisender Schaltblock aufgesetzt werden. In diesem Falle befindet sich. von den Klemmen 11 je eine an einem der Enden der zwei Kontakte enthaltenden Kette und eine dritte zwischen diesen.
-Das Schaltbild nach Fig. 12 entspricht einem Schaltblock der Ausführung A. Dieser besitzt einen einzelnen Transistor, dessen Basis abwechselnd von den Klemmen D, D oder D aus über die Dioden G, G oder G angesteuert werden kann. DieseSchaltung ist demnach drei parallel liegenden Kontakten äquivalent, die individuell gesteuert werden können und von denen jede beliebige eine Verbindung zwischen dem Eingang E und dem Ausgang S ermöglicht.
Der Deckel 24 besitzt dementsprechend ausser den in den Bohrungen 49 gelagerten Schrauben 25 eine Zentralbohrung 29 und sechs Nuten 28, die acht Öffnungen freilassen, u. zw. ein Paar an den Enden vorgesehene Öffnungen Ea Eb und Sa, Sb, die den Eingang bzw. Ausgang der Schaltungen bilden, die Öffnungen Pa und Pb, die der Polarisierungsklemme P des Schaltschemas entsprechen, und die Öffnungen D, D und D, die imSchaltschema mitdengleichenBezeichnungen versehen sind.
Zwei Klemmen 11 dienen zur Kontrolle des Stromdurchganges durch den Block.
Im Schaltschema nach Fig. 14, welches einem Schaltblock der Ausführung A. entspricht, wird der Durchgang durch die drei in Reihe liegenden Transistoren T, T, T, der vom Eingang El bis zum Ausgang S reicht, durch Spannungen gesteuert, die an die drei Klemmen D, D, D angelegt wer- den. Die Polarisierung erfolgt über die Klemmen Pa und Pb.
Das Schaltschema nach Fig. 14 enthält demnach dreizehn Klemmen, die durch dreizehn Öffnungen im Deckel nach Fig. 15 verkörpert werden, u. zw. die paarweise gegenüberliegenden Öffnungen E1a und
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In diesem Falle sind vier Klemmen 11 vorgesehen, die an vier Stellen auf der Oberfläche eines Bauteiles angeordnet sein können, welches einen Sockel vollständig abdeckt. Je eine Klemme ist an den Enden der Kontaktkette angeordnet und zwei sind zwischen den aufeinanderfolgenden Kontakten vorgesehen.
Gemäss der bei "logischen" Schaltungen verwendeten Fachsprache stellt das Schaltbild nach Fig. 8 je nach dem Vorzeichen derPolarisationsspannung ein "Ja" - oder ein "Nein" - Relais, dasjenige nach Fig. 10 ein "Und" - Relais mit zwei Schaltbedingungen, dasjenige nach Fig. 12 ein "Oder"- Relais und dasjenige
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nach Fig.14 ein "Und"- Relais mit drei Schaltbedingungen dar.
Um die in den Fig. 8, 10,12, 14 gezeigten, mit Transistoren p-n-p bestückten Schaltungen in Be-
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an eine positive Spannung angeschlossen werden. Ausserdem müssen die Klemmen für die Dauerpolarisierung der Basen ein gegenüber den Eingängen positives Potential haben. Schliesslich muss an die Klemmen D eine negative Spannung angelegt werden, um die Transistoren leitend zu machen. Die Art des Aufbaues der nötigen Verbindungen wird nachfolgend erläutert.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, unterscheiden sich die verschiedenen Ausführungen As - A4 von Schalt- blöcken durch ihre Abmessungen, ihre Lage und die Zahl der an ihnen vorgesehenen Klemmen 11. Um sie voneinander zu unterscheiden, kann man ihre Hülle 32 entsprechend färben und auf der Seitenfläche eine Beschriftung vorsehen, die ihre elektrische Äquivalenz angibt.
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reren Blöcken A gebildet wird, unterbrochen ist, dagegen einen von dieser Spannung unterschiedlichen Ausgangswert, wenn der Eingangsstromkreis aufgebaut ist.
Umgekehrt werden diese zwei Ausgangsspannungswerte an die Blöcke der Ausführung A-A über die Klemmen D, D, D, D zurückgeliefert, um entweder jeden darin enthaltenen Transistor zu sperren, oder ihn leitend zu machen, um die Speisestromkreise für die Summierungsblöcke entweder zu unterbrechen oder aufzubauen.
Nur drei Ausführungen von Summierungsblöcken sind erforderlich, die nachstehend beschrieben werden sollen.
1. Die erste Ausführung sind Blöcke, die ohne jede Verzögerung augenblicklich eine Spannungsände- rung an ihrem Ausgang liefern, wenn sie über die Schaltblöcke A eine Steuerspannung erhalten.
2. Die zweite Ausfübrung umfasst Blöcke mit zeitlich abgestimmter Verzögerung, die die vorerwähnte Spannungsänderung nach Ablauf einer veränderbaren Zeitspanne nach Empfang der Steuerspannung liefern.
3. Di Blöcke der dritten Ausführung mit "permanenter Speicherung" stehen im Gegensatz zu den vorerwähnten beiden Ausführungen, die nur eine"zeitweilige"Speicherung bewirken, d. h. eine solche, die verschwindet, sobald der Speisestrom aufhört. Die Blöcke mit permanenter Speicherung liefern dagegen nach Empfang einer Steuerspannung ständig eine Ausgangsspannung von gleichem Wert selbst dann, wenn diese Steuerspannungverschwindet oder die Stromspeisung unterbrochen wird.
Die Schaltungen der Blöcke der ersten Ausführung können in bekannterweise von zwei in Kaskade geschalteten Transistoren gebildet sein. Hiebei ist der Kollektor des ersten, dessen Basis die Steuerspannung erhält, an die Basis des zweiten angeschlossen. Der zweite Transistor ist entweder blockiert oder leitend, je nachdem, ob ein Steuerbefehl beim ersten Transistor eintrifft oder nicht. Der Kollektor des zweiten Transistors, von dem die Ausgangsspannung abgenommen wird, führt dann entweder das Potential seines Emitters oder das Speisepotential seines Kollektors, je nachdem, ob der Transistor leitend ist oder nicht.
Weitere Informationen über derartige Elemente, ebenso wie über die Schaltblöcke Al - A4 können aus der Arbeit von P. Naslin"Circuits a relais et automatismes sèquences" Ausgabe Dunod 1958 - Seite 206 ff entnommen werden.
Die Blöcke der zweiten Ausführung sind aus Transistoren bestehende Kippschaltungen, bei denen die unter dem Einfluss einer Steuerspannung erfolgende Kippwirkung durch die Zeitkonstante eines aus Widerstand und Kapazität bestehenden Netzes zeitlich abgestimmt ist (s. z. B. USA-Patentschrift Nr. 249, 547 Zimmermann). Der unverzögerte Übergang einer Kippschaltung oder einer Kaskadenschaltung von zwei Transistoren von einem Zustand ihrer Leitfähigkeit zum andern kann mittels einer Zener-Diode erreicht werden, die augenblicklich in den ketenden Zustand übergeht, wenn die an sie angelegte umgekehrte Spannung, die aus dem vorgenannten Netz abgegriffen ist, einen vorbestimmten Wert erreicht (s. die USA-Patentschriften Nr. 2, 949, 545 White-und Nr. 2,924, 724 - Brooker).
Schliesslich bestehen die Blöcke der dritten Ausführung aus bistabilen Kippschaltungen mit einer Selbstinduktion mit sättigungsfähigem Kern, die je nach dem Magnetisierungszustand des Kernes den Stromdurchgang durch den einen oder andern der beiden Transistoren der Kippschaltung begünstigen. Auf diese Weise wird die Kippschaltung beim Empfang eines Impulses in den einen oder andern Zustand der Leitfähigkeit versetzt. Dieser Zustand wird selbst dann aufrechterhalten, wenn die Stromspeisung verschwindet. Es ist stets ein Impuls entgegengesetzter Polarität i, Z) tig, um die Kippschaltung von einem in den andern Zustand ihrer Leitfähigkeit zu überführen. Aus diesem Grunde müssen zwei Eingänge vorgesehen sein.
Weitere Einzelheiten hierüber sind dem "Bulletin de la Société Francaise des Electericiens" zu entnehmen (April 1960, Nr. 4, Seiten 233 ff).
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Diese drei Arten von Summierungselementen können, wie bereits angegeben, unmittelbar für die Polarisierung der Schaltblöcke verwendet werden, oder ihre Ausgangsspannung kann einem Verstärker zugeführt werden, der einen genügend starken Strom liefert, um ein durch Kraftstrom steuerbares Gerät zu betrieben, wie z. B. ein elektromagnetisches Schaltschütz, welches die automatische Schaltung mit In- dustriestrom speist.
Zu diesem Zweck wird die Spannung eines ein Summierungselement enthaltenden Blockes an einer.
Verstärker, z. B. H, angelegt. Ein solcher Verstärker für Gleichstrom kann aus einem sogenannten Schalttransistor gebildet werden, der über die Basis gesteuert wird, und dessen Überlragungsweg Emitterkollektor mit einem durch Gleichstrom gespeisten Stromkreis in Reihe liegt, der das zu steuernde Gerät enthält.
FürWechselstrom kann dieser Verstärker ein einfaches Relais sein, welches mit einem einzelnen Arbeitskontakt ausgerüstet ist, der den Speisestromkreis des elektromagnetisch gesteuerten Gerätes unterbricht.
Der Ausgang des Verstärkers'H in Richtung auf das Schaltschütz ist durch den Pfeil Y angegeben.
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spannungsimpulse ohne Aufrechterhaltung dieser Spannung (s. oben). Jedoch kann der Block Bu, welche in dem Schema 17 das Bezugszeichen R12 trägt, als einfaches Relais betrachtet werden, da die Aus- gangsspannungen, die er liefert, nicht gegen die Blöcke der Ausführung A gerichtet sind. Dagegen trägt der Block Bs das Bezugszeichen C10, denn sein Ausgang ist nicht nur mit einem der Blöcke der
Ausführung A, sondern auch mit einem Verstärkerblock H mit Bezugszeichen A10 (Fig. 4) vurbunden, welcher die Steuerung eines aussen liegenden Schaltschützes ermöglicht.
Der Block B2 (Bezugszeichen)., im Schema der Fig. 4) ist ein solcher der zweiten Ausführung, d. h. er liefert Steuerspannungen mit Verzögerung ; beispielsweise sind diese Steuerspannungen nur gegen die Blöcke A gerichtet.
Endlich gehört der Block B. der dritten Ausführung an und ist ein solcher, der die Eingangssteuerspannung in der oben angegebenen Weise dauernd speichert und der infolgedessen wechselweise gesteuert werden muss, um den einen oder andern Kippzustand hervorzurufen, entweder durch den Block A4 cder durch einen ändern, nicht dargestellten Block, der an B4 durch die im Schema dargestellte Verbindung 51 angeschlossen ist.
Die Blöcke B-B sind unabhängig von der Ausbildung ihrer inneren Schaltung (die Schaltungen sind an sich bekannt und gehören nicht zur Erfindung) im übrigen ähnlich wie die Blöcke A gestaltet.
Sie enthalten, wie Fig. 17 zeigt, einander parallel angeordnete Platten 52 aus Isolierstoff, die auf ihren Aussenseiten mit gedruckten Schaltungen versehen sind.
Zwischen diesen sind die elektrischen Elemente (Transistoren, Widerstände, Kapazitäten usw.) untergebracht. Wie die Blöcke A sind sie mit als Prüfklemmen dienenden Hülsen sowie mit einer Schraube 12 versehen, die mit ihrem Ende in ein Gewinderohr 31 eingreift, welches im Sockel 10 sitzt und zur Befestigung des Blockes auf dem Sockel und zum Ausheben aus demselben dient. Der Sockel 10 hat denselben Querschnitt wie der Sockel 3. Er besitzt einen Ausschnitt 9 für die Durchführung der quer zu den Sockelreihen angeordneten Leitungen. In diesem Ausschnitt ist ein Anschlag 53 vorgesehen, der den Abstand von den letzten Sockeln 3 einer Reihe bestimmt, welcher nötig ist, um den Block auf den Sockel aufzusetzen.
Jeder Sockel 10 besitzt, wie der Sockel 3, einen Deckel 54, dessen rechteckige Öffnungen wie im Fall der Schaltblöcke A so angeordnet sind, dass sie der jeweiligen Anordnung der Zungen jedes Blockes B-B entsprechen.
Vorzugsweise weist jeder Block der Ausführung B eine Mehrzahl von einander parallelen Zungen auf, von denen je eine der beiden von diesem Block gelieferten Ausgangsspannungen abgeleitet werden kann. Eine Leitung, die von der jeder Zunge entsprechenden Nute'ausgeht, ist an eine Klemme D eines Blockes der Ausführung A, der diesem Block angehört, angeschlossen.
Die Schaltblöcke haben für dieSteuerung eines Transistors (Fig. 8-15) nur eine Klemme D (oder D, D, D), damit eine Rückführung der Steuerspannung an einen Schaltblock unmöglich ist. Auf diese Weise werden Irrtümer in der Schaltung vermieden, deren Folgen sehr schwerwiegend sein können, weil derartige Verbindungen die Steuerbefehle übertragen.
Wenn ausnahmsweise ein Block der Ausführung B eine Anzahl von Schaltblöcken A mit Steuerspannung versorgen soll, die grösser ist als die Zahl seiner Klemmen, könnte man nicht dargestellte Zwischenblöcke für die Rückführung verwenden, d. h. solche, die nur eine Mehrzahl von miteinander verbundenen Klemmen besitzen, von denen eine als Eingang dient, und die andern Ausgänge sind.
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Jedoch kann man unter der Voraussetzung, dass die Blöcke B ausser den Speiseklemmen nur eine oder zwei Eingangsklemmen besitzen und dass ihre Länge die Länge der grössten Blöcke A übersteigt, ohne Schwierigkeit eine Anzahl von zehn Ausgangsklemmen vorsehen, die zwei parallelgeschaltete Grup- pen darstellen.
Die blanken Leiter 4,5, 6 sind in den drei Quernuten 55 der Sockel 10 eingelegt. Diese
Sockel bilden in vertikaler Richtung (s. Fig. l) eine Kolonne am Ende der Sockelreihen. Die vorgenann- ten Leiter sind durch den Deckel 54 festgelegt. Von jedem dieser Leiter wird der Strom durch eine ausgeschnittene Zwinge 56 abgenommen, die durch Nieten 57 auf einer der Platten 52 befestigt ist und sich mit ihren Schenkeln auf zwei benachbarte Zungen 39 abstützt. Die inneren Ränder 56a der Zwinge sind leicht in V-Form gefaltet, um den Schenkeln die nötige Elastizität zu verleihen.
Da die Leiter 4,5 und 6 den benachbarten Zungen 39 entsprechende Stellung einnehmen, wird der Strom vom Leiter 5 durch eine mit einer der Platten 52 verbundene Zwinge abgenommen, während zur Stromabnahme von den Leitern 4 und 6, die zu beiden Seiten angeordnet sind, zwei ähn- liche Zwingen dienen, die an der andern Platte 52 befestigt sind. Beim Aufsetzen eines Blockes auf einen Sockel stellt man auch dessen Verbindung mit den drei Leitern 4,5 und 6 des Blockes E und der Blöcke A derselben Reihe her. Gleichzeitig wird eine vierte Spannung, wie vorher für die Blöcke
A und die Sockel 3 beschrieben, über einen Leiter 47 und einen mit der Schraube 20 zusam- menwirkenden Bügel 46 zugeführt.
Wie bei den Blöcken A-A müssen auch bei den Blöcken B-B, wenn sie p-n-p-Transisto- ren enthalten, die Emitter dieser Transistoren an eine Quelle positiver Spannung angeschlossen sein, wo- bei die Dauerpolarisierung der Basen durch eine noch mehr positive Spannungsquelle erfolgen muss, deren
Potentiale durch die Elemente 1 der Schalttafel und die Leiter 47 zugeführt wird, während eine ne- gative Spannungsquelle mit den Kollektoren der Transistoren verbunden und deren Potential zur Steuerung der Transistoren deren Basen zugeführt werden muss. Für die Lampen 16 wird eine noch weiter positive
Spannungsquelle benötigt, wenn man Gasentladungslampen wegen ihrer guten Widerstandsfähigkeit und ihrer langen Lebensdauer verwendet.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform, die aber nur als grundsätzliches Beispiel aufzufassen ist, wird der Wert der positiven Spannungsfälle bei Null Volt gewählt, während diejenige für die Dauerpolarisierung der Basis + 12 V, die an die Kollektoren und für die Steuerung derselben an deren Basen angelegte negative Spannungsquelle - 36 V und die Spannung für die Speisung der Lampen - 80 V betragen möge. An die drei Leiter 4,5, 6 werden z. B. jeweils Spannungen von 0,-36 und-80 V angelegt, während die Elemente 1, die Bügel 46 und die Leiter 47 eine Spannung von + 12 V führen können.
Die seitlich an der Schalttafel angeordneten Klemmen (Fig. 18) sind gleichfalls von Sockeln 58 gebildet, die denselben Querschnitt haben wie die Sockel 3. Die Sockel 58 sind in gleicher Weise durch Schrauben 20 an den Elementen 1 befestigt. Die Sockel haben, ebenso wie die mit 3 und 10 bezeichneten Nuten 22 zur Aufnahme der Zwingen 23, welche an den Enden der Leiter für die Verbindung zwischen den Sockeln vorgesehen sind. Im speziellen Falle der die Klemmen tragenden Sockel sind die Nuten 22 lediglich an der Sockelseite angeordnet, die den Blöcken Al - A4 zugekehrt ist.
Wie vorher dient ein Deckel 59 dazu, die Klemmen 23 in den Nuten festzulegen.
Der diesem Sockel angepasste Klemmenbock besitzt für jede Klemme ein Paar leitende Zungen 60, die in Zwingen 23 eingreifen. Jedes Zungenpaar 60 ist an einem Ende in Form eines metallischen Vierecks 61 zugeschnitten, welches mittels einer Klemmschraube 62 zur Verbindung der Schalttafel mit äusseren Leitungen 63 dient. Die Vierecke 61 werden sowohl durch die Klemmschrauben 62 als auch durch den Schrauben 12 entsprechende Schrauben 64 gehalten. Die Schrauben 64 befinden sich im Inneren einer Platte 65 aus Isoliermaterial, die auf ihrer Aussenseite ein Etikett 66 zur Bezeichnung des Leiters 63 trägt.
Aus den vorstehenden Beschreibungen der verschiedenen Bauelemente der Schalttafel ergibt sich der Bestimmungszweck der durchsichtigen Platte 14 und der zwischen den Blöcken verlaufenden Verbindungen, welche das Schaltschema 17 versinnbildlicht (Fig. 4).
Die elektrische Leitung 67 stellt die Eingänge der Blockreihen Al dar. Sie besteht aus der gegenseitigen Verbindung der Eingangsklemmen E der verschiedenen Blöcke. Diese Leitung wird durch Stromabgriff vom Leiter 4 auf einem verhältnismässig positiven Potential gehalten, z. B. auf dem Potential Null.
Die verschiedenen Blockreihen sind mit fortlaufenden Ziffern bezeichnet ; z. B. sind die Ziffern 71 bis 74 durch umgebende Kreise bezeichnet, wodurch angedeutet wird, dass dem gezeigten Abschnitt der
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Schalttafel ein anderer vorausgeht, welcher siebzig Reihen von Sockeln enthalten würde. Jede Reihe be- sitzt eine bestimmte Anzahl von Blöcken A und wird durch einen Summierungsblock B abgeschlos- sen. Falls notwendig, kann man zwischen zwei Reihen von Sockeln 3 einen Zwischenraum lassen, wel- cher zwei Teilungen entspricht, um für einen Sockel 3 Platz zu gewinnen, der quer zu den andern an- geordnet und zur Aufnahme eines entsprechenden Blockes bestimmt ist. Durch diese Massnahme soll er- reicht werden, dass die körperliche Anordnung der Blöcke einem Schema entspricht, welches die Querver- bindung enthält.
Die erste Reihe 71 enthält beispielsweise einen Block A, d. h. einen solchen, den das Schalt- schema der Fig. 12 zeigt. Der mit Tl bezeichnete Kontakt ist ein Arbeitskontakt, d. h. er wird durch die Spannung gesteuert, die der Block Bz liefert, welcher ebenfalls mit T bezeichnet ist. Diese
Spannung ist an die Klemme D des in Fig. 12 gezeigten Schaltschemas angelegt. Parallel zu dem
Kontakt T, ist ein Arbeitskontakt Rs vorhanden, welcher durch einen Block gesteuert ist, der einer der vorhergehenden, nicht dargestellten Reihen angehört. Die folgende Reihe 72 enthält nur einen
Block A mit einem Einzelkontakt, und der freie Raum links von ihm entspricht einem äusseren Kon- takt F, beispielsweise einem Endkontakt einer Werkzeugmaschine.
Dieser äussere Kontakt ist über die
Leiter 63 an zwei Klemmen in der Fluchtlinie der Klemmen C (Fig. l) angeschlossen. Die beiden dem Block C entsprechenden Klemmen (auf diesem Block mittels Etiketten 66 beispielsweise mit
110 und 112 bezeichnet) sind an den Eintritt Eb des Blockes A bzw. den mit Ela bezeichneten des Blockes A. sowie an einen Eintritt Eb des Blockes A2 angeschlossen.
Die Reihen 73 und 74 enthalten, wie bereits angegeben, je einen Block A und einen Block B.
Die Ruhekontakte R9 und M, die die Blöcke A und A4 verkörpern, entsprechen Transistoren, deren
Basen ständig an einer negativen Polarisationsspannung liegen (-36 V), so dass diese Transistoren im Ruhe- zustand Leiter bilden und ihre leitende Eigenschaft solange aufrechterhalten, bis die nicht dargestellten
Blöcke für die Steuerung von R9 und M zur Wirkung kommen.
Die Klemmen S der Blöcke A sind an die Eingänge der Blöcke B, u. zw. vorzugsweise an die Basis eines Eintrittstransistors angeschlossen. Die Schaltung wird ausser durch die Polarisationshilfsspannung vom Leiter 5 aus gespeist, welcher in dem gewählten Ausführungsbeispiel eine Spannung-36 V führt. Diese Verbindung ist im Schaltbild durch die Leitung 68 dargestellt, die zur Leitung 67 parallel verläuft.
Zur Feststellung der Identität der Elemente des Schaltschemas kann man für jede der Reihen auf der Platte 14 mittels der Beschriftungen 69 die Ordnungszahlen der andern Reihen angeben, in denen Blöcke der Ausführung B eingefügt sind, die auf die Blöcke A dieser Reihe einwirken. Ebenso kann man die durch das gesteuerte Schaltschütz erzielte Funktion angeben, wenn es sich um einen Block z. B. C10 handelt, der mit Hilfe eines Verstärkers auf ein solches Schaltschütz wirkt. Angenommen, die Schalttafel diene zur automatischen Steuerung des Laufes einer Werkzeugmaschine, so kann beispielsweise die Funktion "Gewindeschneiden" verzeichnet sein.
Es leuchtet ein, dass die Erfindung umso grössere Bedeutung hat, je verwickelter die gewünschte Automation ist, d. h. je grösser die Anzahl der Bedingungen für die Steuerung einer Bewegung ist.
Diese Bewegung hängt letztlich von der Einschaltung eines einzigen Schaltschützes ab, während die verschiedenen für die Speisung dieses Schaltschützes notwendigen Bedingungen durch Blöcke mit sehr geringen Dimensionen erfüllt werden können, welche von schwachen Strömen gespeist werden und deren Wirkungsweise vollkommen statisch ist, was bedeutet, dass sie keinerlei bewegliche Teile besitzen.
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