AT24755B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gußstücken, deren Teile verschiedene Härte besitzen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gußstücken, deren Teile verschiedene Härte besitzen.

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AT24755B
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coquille
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Robert Samuel Logan
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Robert Samuel Logan
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Description


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 brechungen oder Vertiefungen e angeordnet. 



   Bevor die Form geschlossen ist, wird ein zerstörbarer Einsatz (Mulde oder   Rinne)/   (im vorliegenden Falle von ringförmiger Gestalt und vorteilhafterweise aus Papier oder anderem leicht entzündlichen oder verbrennbaren Material hergestellt) in den Unterkasten   gestellt. Dieser   Einsatz ruht auf dem Boden auf Pflöcken oder Stiften   g,   die vorteilhafterweise aus leicht schmelzbarem Material verfertigt sind. Die Einsatzmulde oder Rinne wird vorteilhaft in solcher Grösse hergestellt, dass sie gerade die erforderliche Menge von Mangan fasst (und nicht mehr), welche man mit dem in den Vertiefungen oder Durchbrechungen der Coquille befindlichen Stoffe verbinden will. Dadurch, dass man die   Einsatzmuldo   gerade in einer bestimmten Grösse herstellt, kann sie als Mass für das Mangan dienen. 



   Um das Verfahren im Sinne der Erfindung durchzuführen, werden die Vertiefungen oder Durchbrechungen e vorerst mit einem Gemenge gefüllt, welches aus Sand   (l Teil)   und pulverisiertem Koks (2 Teile) besteht und mit   Melasse-oder Zuckorsirupwasser   (1 Tell Melasse auf 5 Teile Wasser) befeuchtet ist. Hierauf wird die Coquille mit Melassewasser gleicher Mischung, in dem sich Mangan   (1   Teil) und Koks (2 Teile) befinden, ausgoschwemmt oder begossen. Während die Coquille trocknet, wird das trockene Mangan in Pulverform in die Form gebracht, und zwar in einer derartigen Menge, dass diese im Vereine mit dem beim Ausschwemmen der Coquille eingeführten Mangan genügt,   um   dem zu giessenden Gegenstande die gewünschte Harte zu geben.

   Das Einführen des Mangans geschieht in folgender Art :   Die leicüt zerstörbare Einsatzniulde f wird   auf die Stifte oder Pflöcke   g   gestellt und mit trockenem, pulverisiertem Mangan zur Gänze angefüllt ; der Fassungsraum dieser Mulde ist derart bemessen, dass die Menge des sie füllenden Mangans zuzüglich der Menge des in der Mischung zum Ausschwemmen oder Begiessen der Coquille enthaltenen Mangans nahezu   10/0   bis   20/0 des Metalles beträgt,   je nach dem Grade der lliirte und der Festigkeit, den man zu erzielen wünscht. 



   Sobald die Coquille trocken ist, wird die Form geschlossen und das geschmolzene Metall - vorteilhafterweise Siemens-Martin-Stahl oder mittels   sas'eu   oder   basischen Prozess   hergestellter Stahl - durch das Eingussloch h eingegossen; das weitere Verfahren ist dasselbe wie bei dem gebräuchlichen   Giessen   von   Waggonradern. wobei   nur ein besonderer Umstand hinzukommt ; sollten nämlich die Stifte   g nicht geschmolzen sein,   dann können 
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Der Vorgang nach Eingiessen des geschmolzenen Metalles und beim Fliessen desselben vom Eingiessloche zur Coquille ist folgender :

   Wenn das Metall in Berührung mit der Einsatzmulde kommt, wird letztere nach und nach zerstört, wobei das in der Mulde an-   gehäufte Mangan von dem geschmolzenen Metall nach   und nach zur Gänze absorbiert wird. Infolge des Umstandes, dass das Fliessen des geschmolzenen Metalles eigentlich ein Rollen oder Sichvorwärtswälzen ist, wird das Mangan über den Boden der Form fortgetragen und nur von jenem Teile des geschmolzenen Metalles absorbiert, welcher sich nahe an der Coquille und in Berührung mit derselben befindet, während der Guss vollzogen wird. 



   Diese Art der Beimengung des Mangans zu dem geschmolzenen Metall sichert eine gleichmässige Verteilung und Aufnahme des ersteren in jenem Teile des Metalles, dem man eben das Mangan beimengen will. 



   Der sich nun schliesslich ergebende chemische Vorgang ist der, dass das geschmolzene Metall, nachdem es den Manganzusatz absorbiert hat, nunmehr den Kohlenstoff aus dem in den   Vertiefungen   oder Durchbrechungen enthaltenen Gemenge absorbiert, wodurch der derart behandelte Teil des Gusses andere chemische und physikalische Eigenschaften als der Rest erhält, indem nämlich dieser Teil durch die in der Coquille befindlichen kohlen-   hältigen   Substanzen nochmals oder welters gekohlt und aus einer an Mangan reichen Legierung gebildet wird, so dass er hart und fest und infolgedessen sehr dauerhaft wird. 



   Das nach dem vorstehenden Verfahren hergestellte Gussstück besteht aus einem inneren Hauptteile aus Material, welches einen bestimmten gewünschten Kohlenstoffgehalt besitzt,   beispielsweise 0'25f/Q   bis annähernd   0-350/0, während   der Radkranz und die Felge des hergestellten Rades aus Stahl bestehen, der   0'750/0   bis   annähernd 1, 9/0   Kohlenstoff und   10/c   bis annähernd   20/0   Mangan enthält. 

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 grossen Vorteile gezeigt, welche das vorliegende Verfahren bietet. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Verfahren zum Giessen von Gegenständen mit Einzelteilen, die grössere   Harte   besitzen als der Rest des Gegenstandes, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Zwecke entsprechende (d. i. die Härte und Zähigkeit des Metalles erhöhende) Substanz in den Weg des geschmolzenen Metalles zu jener Wandung der Matrize gelegt ist, an welcher in bekannter Art eine das Metall härtende Substanz festgehalten wird, wobei die in den Weg des geschmolzenen Metalles gelegte Substanz Affinität zum Gussmetall und zu der in der Wandung festgehaltenen Substanz besitzt, welch letztere von anderer chemischer Zusammensetzung ist als das Material, aus dem die Gussformwandung besteht.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, dass die von dem geschmolzenen Metall auf seinem Wege zur Gussformwandung aufzunehmende die Härte des Metalles erhöhende Substanz erhöht über den Boden des unteren Formstückes derart angebracht ist, dass das sich fortwälzende Metall die erwähnte Substanz nach und nach aufnimmt, über den Boden hin zur Formwandung trägt, wo das Metall, welches die Substanz absorbiert hat, auch jene Substanz absorbiert, welche an der Formwandung sich befindet.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen l null bestehend aus einer mit einem Eingussloche versehenen Gussform gebräuchlicher Art, deren als Coquille ausgebildete Wandung des Unterkastons Durchbrechungen zur Aufnahme des EMI3.2 loche und der erwähnten Wandung eine leicht zerstörbare Plattform oder Mulde auf Stiften aus leicht schmelzbarem Metall am Boden ruhend, angebracht ist, die zur Auf- EMI3.3
AT24755D 1905-03-04 1905-03-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gußstücken, deren Teile verschiedene Härte besitzen. AT24755B (de)

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