AT246978B - Holzschutzmittel - Google Patents

Holzschutzmittel

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AT246978B
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Artur Dipl Kfm Stromenger
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Artur Dipl Kfm Stromenger
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Holzschutzmittel 
Zahlreiche Holzarten weisen eine Neigung zur Verfärbung auf, wenn sie längere Zeit Sonnen- oder auch Tageslicht ausgesetzt sind. Diese Eigenschaft wirkt sich besonders nachteilig bei Möbelfurnieren,
Parkettböden, Wandtäfelungen und andern Anwendungsmöglichkeiten dieser Holzarten aus. Solche Holz- arten sind z. B. Ahorn, Esche, Rüster, Nussbaum sowie zahlreiche tropische Hölzer, wie Teakholz usw. 



   Durch diesen Nachteil wird die Anwendungsmöglichkeit von Edelhölzern stark beeinträchtigt, da die aus ihnen bereiteten Produkte ihre   ursprüngliche Farbe   nicht beibehalten können, sondern bereits nach kurzem
Gebrauch stark nachdunkeln. 



   Es wurden bereits zahlreiche Versuche unternommen, diesem Nachteil dadurch zu begegnen, dass man diese Hölzer mit sogenannten Lichtschutzlacken überzog. Es handelt sich hiebei um farblose Lacke, die eine Verbindung enthalten, die den U. V.-Anteil des Tageslichtes absorbiert und dadurch die Verfärbung des Holzes verhindert. Diese als Absorberlacke bezeichneten Produkte weisen zwar eine gewisse Wirksamkeit auf, können jedoch auf die Dauer die Verfärbung des Gegenstandes, der aus einem hellen Holz angefertigt wurde, nicht verhindern. Eine zufriedenstellende Lösung dieses Fragenkomplexes ist bis zum heutigen Tage nicht bekannt. Die Erfindung beschäftigt sich mit einer Verbindungsklasse, die dazu geeignet ist, diese Verfärbung von Holzarten vollständig zu unterbinden, soferne diese mit diesem Lichtschutzmittel imprägniert worden sind.

   Diese weisen auch nach jahrelanger Belichtung mit künstlichen oder natürlichen Lichtquellen keinerlei Verfärbung auf. 



   Die Erfindung betrifft ein Holzschutzmittel zur Verhinderung von Farbveränderungen hiezu neigender Holzarten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es Verbindungen der allgemeinen Formel   R-CO-CH = CH-R'    enthält. Hiebei stellt R einen aliphatischen oder aromatischen, gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Rest, R'einen unverzweigten aliphatischen oder aromatischen Rest dar, der beliebig substituiert sein kann. Die Länge der Kohlenstoffkette dieser Reste kann   Cl - CIS   umfassen. Die aromatischen Reste können einen oder mehrere Substituenten tragen, wie etwa Methyl, Methoxy,-OH u. a. Typische Vertreter dieser Verbindungsklasse sind etwa   folgende : Benzalazetophenon, p-Methylbenzylidenaceton, p-Chlorbenzylidenaceton.

   Benzylidendiaceton-    alkohol, Benzylidenaceton, Terephthalaceton, Benzalmethyloctadezylketon und deren Homologe. 



   Mischungen von mehreren Vertretern dieser Verbindungsklasse zeigen manchmal eine erhöhte Wirksamkeit. 



   Alle diese Produkte weisen eine gute lichtstabilisierende Wirkung auf, soferne sie von dem zu imprägnierenden Holz in ausreichender Menge aufgenommen werden. Die Imprägnierung geschieht am zweckmässigsten in einer   10 - 30%gen   Lösung dieser Verbindungen in organischen Lösungsmitteln, wie Alkohol, Aceton, Essigester, Benzol usw. Manche Hölzer enthalten zahlreiche phenolische Begleitstoffe oder Harze und sind daher für diesen Stabilisator nicht sehr aufnahmsfähig. In diesem Falle ist es erforderlich, diese durch eine entsprechende, den Gegebenheiten angepasste Vorbehandlung für den Stabilisator aufnahmsfähig zu machen. Dieses kann durch Aufweichen mit Wasser, Alkohol oder andern organischen Lösungsmitteln geschehen oder aber durch Vorbehandlung mit alkalischen Beizen.

   Alkalische Beizen sind 

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 ganz besonders dann wirksam, wenn viele phenolische Komponenten vorhanden sind, da sie auf diese Art entfernt werden können. Bei der Verwendung von alkalischen Beizen, die hauptsächlich aus verdünnter Alkalilauge bestehen, ist es allerdings notwendig, dass das Holz durch nachträgliche Behandlung mit verdünnter Säure neutralisiert wird. Diese Stabilisation kann auch in Verbindung mit den bereits bekannten Holzschutzmitteln, wie etwa Entflammungsschutzstoffe oder Termitengifte, verwendet werden, ohne deren Wirksamkeit zu beeinträchtigen. 



   Im übrigen zeigt diese Verbindungsklasse auch eine ausgeprägte Wirksamkeit gegen Holzschädlinge und Mikroorganismen aller Art. 



   Zur Erläuterung dieser Erfindung sollen folgende Beispiele im nachstehenden beschrieben werden :
Beispiel 1 : Eine Probe aus Ahornfurnier wurde durch Erhitzen mit einer   lololgen   Benzalazetophenonlösung in Methylalkohol stabilisiert. Die Erhitzungsdauer betrug etwa 10 min, die Imprägnierung wurde in siedender Lösung durchgeführt. Die Holzprobe wurde getrocknet und anschliessend einem später beschriebenen Belichtungstest ausgesetzt. 
 EMI2.1 
 wurde einem Belichtungstest unterworfen. 



   Beispiel   3 : Eineprobe aus bereits stark verfärbtem rhodesischem Teakholz wurde mit einem Ab-   beizmittel   auf Zellulosebasis,   das einen   lozingen   Zusatz an Benzalazetophenon aufwies, bestrichen. Nach 12stündiger Einwirkung wurde das Abbeizmittel abgewaschen. Die so behandelte Probe zeigte einen wesentlich helleren Farbton als vor der Behandlung. Die Probe wurde dann einem Belichtungstest unterworfen. 



   Beispiel 4 : Eine Teakholzprobe wurde in einer   folgen   Natronlauge kurz aufgeweicht, sodann durch Eintauchen in eiger Salzsäurelösung neutralisiert und mit kaltem Wasser gewaschen. Anschliessend wurde diese Probe mit einer   ISigen   Lösung von Terephthalaceton in Äthylalkohol imprägniert. Die getrocknete Probe wurde einem Belichtungstest unterworfen. 
 EMI2.2 
 genommen :
Eine stabilisierte und eine   unstabilisierteHolzprobevon der betreffenden   Holzart wurden jeweils einer einwöchigen Bestrahlung mit einerQuarzlampe der   Fa. Quarzlampen Ges. m. b. h.   Hanau, ausgesetzt. Die unstabilisiertenProdukte wiesen bereits nach wenigen Stunden eine deutliche Vergilbung bzw.

   Braun-oder Rotfärbung auf. wogegen die imprägnierten Holzproben auch nach einwöchiger Belichtung ihren ursprünglichen Farbton nicht veränderten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Holzschutzmittel zur Verhinderung von Farbveränderungen hiezu neigender Holzarten, dadurch gekennzeichnet, dass es eine oder mehrere Verbindungen der allgemeinen Formel R-CO-CH=CH-R*, vorzugsweise gelöst in einem organischen Lösungsmittel, enthält, wobei R einen aliphatischen oder aromatischen, gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Rest, R', einen unverzweigten aliphatischen oder einen aromatischen Rest bedeutet, der beliebig substituiert sein kann.
AT263662A 1962-04-02 1962-04-02 Holzschutzmittel AT246978B (de)

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