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Betätigungsgestänge für vertikal verschiebbar geführte Abdeckplatten von Lade- und Lüftungsöffnungen, besonders an gedeckten schienengebundenen Güterwagen
Zu beiden Seiten der Schiebetüren von gedeckten, schienengebundenen Güterwagen und waggonaussenseitig sind zur Abdeckung der im oberen Drittel der Wagenseitenwand angebrachten rechteckigen Lade- und Lüftungsöffnungen Abdeckplatten angeordnet, die sich in vertikalen U-Schienen als Schieber bewegen lassen. An der unteren Kante dieser ebenfalls rechteckigen Abdeckplatten ist ein Betätigungsgestänge befestigt. Es dient zum Bewegen der Abdeckplatten und damit zum wahlweisen Öffnen oder Verschliessen der Lade- und Lüftungsöffnungen durch lotrechtes Verschieben.
Dabei ist das Betätigungsgestänge zumeist eine Stahlrohrschweisskonstruktion in Form eines gleichschenkeligen Dreieckes mit der Spitze nach unten zeigend.
Die beidseitig über die Schenkel hinaus verlängerte Basis am oberen Ende dient als Zapfen zur Aufhängung in den zugeordneten Lagern auf der Vorder- oder Unterseite der Abdeckplattenunterkante. An der Spitze des Rohrdreieckes ist senkrecht zur Basis und nach unten weisend der Handgriff angebracht.
Einer der beiden Haken auf der an der Waggonaussenwand angebrachten Rastenschiene greift je nach Ver- schluss-oder Offenstellung der Abdeckplatten in ein zugepasstes Vierkantloch im Handgriff und gestattet das Einrasten in zwei Stellungen und damit die Arretierung in der gewünschten Lage.
Da solche Lade-und Lüftungsseitenwandöffnungen auch mit geringem Abstand beidseits der Schiebetür liegen und letztere sich beim Öffnen über diese Öffnungen hinwegbewegen können muss, dürfen sowohl Abdeckplatte und U-Schiene und vor allem das Betätigungsgestänge mit den Aussenlagern nur eine sehr niedere Bauhöhe über der Waggonseitenwand haben.
DurchBautoleranzen der Wagen bedingt und durch Gefügeverschiebungen während der Fahrt und durch
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nicht zu verhindern.
Als Stahlschweisskonstruktion, wie seither bekannt und verwendet, ist das Betätigungsgestänge ausserdem sehr schwer und neigt, da es wagenaussenseitig Wettereinflüssen ausgesetzt ist, zur Korrosion.
Im Fahrbetrieb kommt es häufig vor, dass das Betätigungsgestänge nicht in den zugeordneten Haken der Rastenschiene eingerastet wird. Der scharfe Fahrtwind in Verbindung mit Kurvenschub und Schlingern wirft das Gestänge hoch. Es kann dabei während der Fahrt senkrecht von der Wagenwand abstehen und durch Hinternisse auf der Strecke abgerissen oder beschädigt werden.
Das erfindungsgemässe, selbst arretierende Betätigungsgestänge beseitigt diese Unvollkommenheiten.
Ähnlich wie die Abdeckplatte aus Kunststoff und hier vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Polyester
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herzustellen ist, kann auch das erfindungsgemässe Betätigungsgestänge aus Kunststoff bestehen. Durcheipe
Gewichtseinsparung über 50% gegenüber den bisher gebräuchlichen Gestängen kommt die Neukonstruktion der modernen Leichtbauforderung im Wagenbau sehr entgegen. Darüber hinaus garantiert es durch die
Korrosionslosigkeit der anzuwendenden Kunststoffe Wetterbeständigkeit und Wartungsfreiheit.
Der Eigenart der Kunststoffe zufolge muss naturgemäss eine deren Eigenschaften angepasste Kon- struktionsart gewählt werden. Dabei wird ausserdem zur Erreichung einer geringen Bauhöhe über der Wa- genwand das Verbindungselement zwischen Abdeckplatte und Betätigungsgestänge nicht auf, sondern un- terhalb der Unterkante der Abdeckplatte gelegt. Eine ähnliche raumsparende und leichte Bauweise könnte auch mit einem Leichtmetall- oder Stahlrohrbetätigungsgestänge erreicht werden. Naturgemäss müssten
Abstriche an der Korrosionsbeständigkeit und der Wartungslosigkeit gemacht werden.
Um ein selbsttätiges Abschwingen im Fahrbetrieb, zumal des sehr leichten Kunststoffbetätigungs- gestänges, zu unterbinden, sind mancherlei Einrichtungen vorzusehen, die einzeln oder kombiniert die
Arretierung des Betätigungsgestänges an der Waggonwand und über jeweils einem Haken der Rastenschie- ne gewährleisten.
So ist der Durchbruch des Handgriffes, der als Einrastöse über den Haken der Rastenschiene dient, mit einer einseitig schwingenden und sich nur von der Wagenwand abdrehenden pendelartigen Klapp- falle ausgerüstet, die durch ihr Eigengewicht bedingt, immer nach unten fällt. Das Betätigungsgestänge rastet, mit dieser Klappfalle versehen, durch Eigengewicht und pendelartig Aufhängung in seiner Lage- rung bedingt, selbsttätig über je einen Haken der Rastenschiene ein, arretiert sich selbständig und kann nur durch Handbedienung, u. zw. durch Anheben über die Falle, gelöst werden. Dabei wäre es möglich, die Wirksamheit der Falle durch Federdruck zu verstärken.
Wenn ausserdem das Verbindungselement zwischen Abdeckblech und Betätigungsgestänge nicht als allgemein bekanntes Drehlager, sondern entweder als Rastgelenk oder als Drehlagerung mit Torsionsfeder ausgebildet ist, wird die Anlage des Betätigungsgestänges an der Waggonwand allein durch die Wirkungs- weise des Rastgelenkes bzw. dieser Torsionsfeder erzwungen, die durch Verdrehung der Aufnahmedurch- brüche von Lagerung zu Auge, also mit Einsatz der Torsionsfeder mit. Vorspannung, noch erhöht werden kann.
Die mit Abdrehen des Betätigungsgestänges stetig wachsende Federkraft erlaubt ein genügend weites Entfernen von der Wagenwand zur bequemen Handhabung der Schiebeeinrichtung und drückt das Betätigungsgestänge nach Aussetzen der Abziehkraft immer gegen die Wagenwand.
Mit einerweiterbildung der Erfindung, darin bestehend, dass das Gestänge in an sich bekannter Weise y-förmig ausgebildet ist und dass die in den Kopistücken vorgesehenen Gelenkbohrungen als durchgehende Rundbohrungen mit einer rechteckigen, sich radial über die Bohrung nach oben erhebenden Nut erweitert sind, wobei jede dieser Gelenkbohrungen von einem in die Nut passenden Flachbolzen durchsetzt ist, der in dem der Abdeckplatte angeformten Lager starr befestigt und dessen Breite kleiner als der Durchmesser der Rundbohrung ist, wird durch Eigengewicht bestimmt und durch Überfall der Nut auf den Rechteckstab das Gestänge auch immer selbsttätig gegen ungewolltes Abdrehen arretiert.
Zur Erreichung der geschilderten Effekte weicht also die erfindungsgemässe Gestaltung von Abdeckplatte und Betätigungsgestänge erheblich von der eingangs geschilderten Konstruktionsart der seither verwendeten Schiebereinrichtungen für Lade- und Lüftungsdurchbrüche an gedeckten Güterwagen ab.
Wie bereits erwähnt, wird mit Verwendung der erfindungsgemässen Einzelheiten am Betätigungsgestänge und bei Kombination von Rast- oder Federgelenk mit fallenarmiertem Handgriff, eine doppelte Sicherung gegen selbsttätiges Abklappen erreicht.
Wenn ausserdem Lager, Augen und Handgriff, ähnlich der Abdeckplatte, aus glasfaserverstärktem Kunststoff und hier vorzugsweise Polyester, die Verbindungsrohre aus Hart-PVC und die Verbindung durch Kleben erreicht und Gelenkbolzen, Flachstab oder Torsionsfederstab sowie die Falle des Handgriffes und nötige Verbindungselemente, wie Niete oder Schrauben aus nicht korrodierendem Metall gefertigt wären, würde das erfindungsgemässe selbstarretierende Schieberbetätigungsgestänge auch korrosionsfrei und durch Ersparung einer speziellen Oberflächenbehandlung durch Bestreichen oder Bespritzen mit Farbe auch wartungslos sein.
In den Fig. 1-16 der Zeichnungen ist das erfindungsgemässe selbstarretierende Betätigungsgestänge dargestellt.
Fig. l zeigt einen gedeckten, schienengebundenen Güterwagen mit Lade- und Lüftungseinrichtungen sowie Abdeckschiebern hiefür. Fig. 2 ist die Vorderansicht einer Abdeckplatte mit Betätigungsgestänge und Rastschiene. Fig. 3 ist die Seitenansicht der Fig. 2 und damit die Seitenansicht einer Abdeckplatte mit Betätigungsgestänge und Rastenschiene. Fig. 4 ist die Vorderansicht eines Lagers als Drehgelenk mit
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Gelenkbolzen und Auge des Betätigungsgestänges. Fig. 5 ist der senkrechte,. mittige Schnitt I-I durch die Fig. 4. Fig. 6 ist die Vorderansicht eines Lagers als Rastgelenk mit Flachgelenkstab und Auge des Be- tätigungsgestänges. Fig. 7 ist der senkrechte, mittige Schnitt IN IL durch die Fig. 6.
Fig. 8 ist die Vorder- ansicht eines Lagers als Federgelenk mit Torsionsfederstab und Auge des Betätigungsgestänges, wobei das Auge mittig axial geschnitten ist. Fig. 9 ist der Schnitt III-III durch den Finger des Lagers nach Fig. 8. Fig. 10 ist der Schnitt IV-IV durch das Lager und das Auge des Betätigungsgestänges nach Fig. 8.
Fig. 11 ist die Draufsicht auf einen Torsionsfederstab aus Gummi oder Kunststoff. Fig. 12 ist der Schnitt
V-V nach Fig. ll. Fig. 13 ist die Draufsicht auf einen Torsionsfederstab als Metallblattfederpaket. Fig. 14 ist der Schnitt VI-VI nach Fig. 13. Fig. 15 ist die Vorderansicht eines Handgriffes des Betätigungsge- stänges. Fig. 16 ist der Schnitt VII-VII nach Fig. 15 und damit durch einen auf einem Haken der Rasten- schiene eingerasteten Handgriff.
Die für Lade-und Lüftungseinrichtungen an den Seitenwänden von gedeckten Güterwagen vorgesehenen
Durchbrüche sind mit Schiebereinrichtungen abgedeckt. In Fig. l ist eine Waggonseitenwand mit Schieber- einrichtungen gezeigt. Jede dieser Einrichtungen besteht, wie mit den Fig. 2 und 3 gezeigt, aus der Ab- platte 1 und dem Betätigungsgestänge, welche Teile durch ein mehrgestaltiges Gelenk verbunden sind.
An den unteren Rand der Abdeckplatte 1 sind unterhalb der Unterkante, in möglichst weitem Abstand voneinander, die Lager 2 angeformt.
Zwischen je zwei Fingern des Lagers ist das Auge 3 des y-förmigen Betätigungsgestänges mit- tels des Gelenkbolzens 4 als Achse befestigt. Die freien Schenkel des Y-Winkels am Betätigungsge- stänge sind durch Rohre 5 gebildet, die im Scheitel des Y-Winkels an dem Handgriff 6 ange- bracht sind.
Die Gesamtkonstruktion einschliesslich Abdeckplatte 1 kann aus Stahl, Leichtmetall oder Kunststoff bestehen. Aus Leichtbaugründen ist die Fertigung der Abdeckplatte 1 aus glasfaserverstärktem Polyester vorzuziehen und dieser gewichtsmässig zugepasst, sind die Teile des Betätigungsgestänges auch sehr leicht, also gleichfalls aus Kunststoff ausgeführt. Dabei ist das Lager 2'direkt angeformt, an die Abdeckplatte 1 auf diese aufgeklebt, angenietet od. ähnl. befestigt und besteht aus einem Kunststoff, auch in diesem Falle vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Polyester.
Das Auge 3 des Betätigungsgestänges kann ebenfalls aus Kunststoff, vorzugsweise gleichfalls aus glasfaserverstärktem Polyester bestehen.
Die Rohre 5 können als Kunststoffteile, vorzugsweise aus Hart-PVC oder Hart-Polyäthylen, gefertigt sein. Der Handgriff 6 kann aus Metall, in diesem Falle vorzugsweise Leichtmetall, aber auch aus einem widerstandsfähigen Kunststoff, auch hier vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Polyester, geformt sein. Die Verbindung zwischen den Rohren 5 und den Anlenkgliedern kann durch Verkleben erfolgen.
In den Fig. l, 2 und 3 ist weiterhin gezeigt, wie der Handgriff 6 in die Haken 8 auf der in der an der Waggonaussenseite angebrachten Rastenschiene 7 einrastet. Die Verschlussstellung der Abdeckplatten und damit das Einrasten des Handgriffes 6 in den oberen der beiden Haken 8 ist bildlich dargestellt.
In den Fig. 4-10 sind in grösserem Massstabe die abgewandelten Ausführungsmöglichkeiten des Gelenkes, u. zw. in den Fig. 4 und 5 als Drehgelenk, in den Fig. 6 und 7 als Rastgelenk und in den Fig. 8, 9 und 10 als Federgelenk dargestellt. Auf der Unterkante der Abdeckplatte 1 und in möglichst weitem Abstand voneinander sind die Lager 2 vorgesehen (Fig. 4 und 5). Sie unterragen die untere Abdeckplattenkante mit den durch Rippen 14 verstärkten Fingern 9 und bilden eine gabelförmige A ufnah- me für das Auge 3 des Betätigungsgestänges, wobei die Ösen 13 mit den Bohrungen für den Gelenk- bolzen 4 unter die Abdeckplattenkante gezogen sind.
Die Rippen 14'stossen im gleichen Abstand von der Abdeckplatte wie die vordere Begrenzung der Öse auf diese und laufen materialverbunden in diese über. Die eigentliche Anlage des Lagers 2 an die Abdeckplattenkante bildet die rechtwinkelige Grundplatte 12, bestehend aus der vorderen Anlageplatte 10 und der an der Unterkante der Abdeckplatte 1 fiächenschlüssig anliegenden Randanlage 11.
Das Kopfstück 3 der Rohre'5 ist in der Lagergabel 9 um den Gelenkbolzen 4 leicht beweglich. Das Kopfstück 3 ist im wesentlichen ein Hohlzylinder 17, der sich über eine kegelförmige Verjüngung 15 in den Zapfen 18 fortsetzt, der mit der Verjüngung 15 einen Absatz 16 bildet und an dem das Rohr 5 befestigt ist. Um geradlinige Rohre verwenden zu können, ist der Zapfen parallel zur Wagenwand in einem zu den Gabelwinkeln der Rohraufnahme am Handgriff 6 korrespondierenden Winkel leicht zur Mitte der Abdeckplatte abgehoben.
Der Gelenkbolzen 4 ist vorzugsweise ein nicht korrodierendes Metallrohr mit mehreren Schlitzen 19
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an den beidseitigen Stirnwänden, die das Aufbördeln erleichtern und damit einer bequemen Montage des
Gelenkbolzens mittels Körnerschlag dienen. Zwischen Aufbördelung und Lageröse 13 wird zweckmä- ssigerweise noch je eine Scheibe 20 aus Kunststoff oder nichtrostendem Metall angeordnet.
Zur Begrenzung des Abdrehwinkels des Betätigungsgestänges von der Wagenwand ist der Grundplatte
12 des Lagers in Verlängerung der Randanlage 11 eine zur Abdeckplattenkante parallel verlaufende
Anschlagrippe 21 angeformt, auf die der zugeordnete Nocken 22 am Hohlzylinder 17 des Auges
3 des Betätigungsgestänges auffährt.
Das in den Fig. 6 und 7 dargestellte Rastgelenk ermöglicht die Arretierung des Betätigungsgestänges an der Wagenwand, um ein selbsttätiges Abklappen zu verhindern. Auch hier ist das Lager 2 mit der rechtwinkeligen Grundplatte 12 durch Aufformen, Kleben od. dgl. auf der Unterkante des Abdeckble- ches befestigt. Die beiden Finger 9 umgreifen die Unterkante der Abdeckplatte gabelförmig. Zur Erhö- hung ihrer Stabilität sind sie durch je eine breite Rippe 14 verstärkt.
Der für den Gelenkbolzen verwendete Flachbolzen 23 liegt unterhalb der Unterkante der Abdeckplatte 1 und ist in eine zugeordnete Nut 24 an den Unterkanten der Finger verdrehungssicher eingelassen. Mit den Nieten 25 ist er festgehalten. Der Flachbolzen, vorzugsweise aus zähhartem Kunststoff oder korrosionsfreiem Metall, ist ein beidkantig abgerundeter Flachstab.
Über dem Flachbolzen 23 hängt das Auge 3, das als prismatischer Körper 26 ausgebildet ist und das sich beidseitig leichtbeweglich an die Flanken der Finger 9 anlehnt. Nach unten ist dem Prisma 26 eine Muffe 27 angeformt, die zur Aufnahme der Rohre 5 des Betätigungsgestänges dient. Um nur geradlinige Rohre verwenden zu können, werden die Muffen 27 parallel zur Wagenwand leicht zueinanderstrebend in einem Korrespondenzwinkel zu dergabelförmigenRohraufnahmedesHand- griffes geneigt.
Der Durchbruch im Auge 3 zur Aufnahme des Flachbolzens 23 ist eine Rundbohrung 28, deren Durchmesser weiter als die Breite des Flachbolzens ist. Axial und nach oben gerichtet ist die Rundbohrung durch eine rechteckige Nut 29 erweitert, die durch ihre Dimensionierung den Flachbolzen 23 leichtgängig aufnehmen kann. Die Übergänge von Rundbohrungen in Nut müssen gut abgerundet sein.
Durch das Gewicht des Handgriffes, als schwerster Teil des Betätigungsgestänges, wird das nichteingerastete Betätigungsgestänge nach unten gezogen. Die Nut 29 fällt über den Flachbolzen 23 und das Betätigungsgestänge ist vor selbsttätigem Abdrehen gesichert.
In den Fig. 8, 9 und 10 ist ein Federgelenk im vergrösserten Massstab dargestellt.
Die Grundplatte 12 des Lagers 2 umfängt rechtwinkelig die Unterkante der Abdeckplatte 1 und die Finger 9, durch die Rippen 14 verstärkt, unterragen gabelförmig die Unterkante der Abdeckplatte. In beiden Figuren ist vorderseitig eine rechteckige Vertiefung 30 vorgesehen. In ihr ist ein Federbolzen 31 gelagert, der mittels Abdeckplatte 38 und den Nieten 25 befestigt ist.
Über dem mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt ausgebildeten Federbolzen 31 hängt das Auge 3 und lehnt sich mit den Stirnflächen des waagrecht liegenden prismatischen, quadratisch oder rechteckig profilierten Oberteiles 33 an die Flanken der Finger 9 an.
Dem Prisma ist nach unten ragend die parallel zur Wagenwand und zur Abdeckplattenmitte 1 geneigte und gleichzeitig mit ihrem Abweisungswinkel zum Gabelwinkel der Muffen des Handgriffes 6 korrespondierende Muffe 27 als Hohlzylinder zur Aufnahme des Verbindungsrohres 5 angeformt.
Zur Aufnahme des Gummifederbolzens 31 erhält das Prisma 33 einen dem Querschnitt des Federbolzens angepassten axialen Durchbruch 34, der beidseitig eine Durchbrucherweiterung 35 erhält. Über der Prismaachse ist der Durchbruch 34 mit Erweiterungen 35 zur Wagenwand leicht geneigt verdreht, um den Gummifederbolzen 31 ebenfalls leicht verdreht und damit mit Vorspannung montieren zu können.
Das Betätigungsgestänge wird dann durch das beschriebene Federgelenk, d. h. durch Wirkung des Gummifederbolzens 31 als Torsionsfederstab, immer gegen die Wagenwand gedrückt. Das Abheben geschieht entgegen der Federkraft'und ist durch das als Hebel wirkende lange Betätigungsgestänge bequem möglich. Um den Gummifederbolzen vor Überbeanspruchung und in diesem Falle vor Überdrehung zu schützen, wird nur ein bestimmter Abdrehwinkel des Betätigungsgestänges von der Wagenwand und hier vorzugsweise 150 zugelassen.
Zu diesem Zweck dient die oberste Fläche des Prisma 33 als Anschlag 36 gegen eine Querrippe 21, die eine Verlängerung der unteren Randanlage 11 der rechtwinkeligen Anlageplatte 12 des Lagers 2 nach vorne darstellt.
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ist mittig, einseitig und bei Wahl einer rechteckigen Profilierung auf einer Breitfläche eine Metallplatte
37 aufvulkanisiert. Auf der Gegenseite, aber mit den Stirnflächen fluchtend, ist am Gummifederbolzen je eine weitere Metallplatte 38 aufvulkanisiert. Die Metallplatten liegen mit der Oberfläche fluchtend im Gummi- oder Kunststoffkörper, so dass die Ursprungsprofilierung in der Gesamtausdehnung des Feder- bolzens nicht gestört ist.
Die Längendimensionierung der sich gegenüberliegenden Metallplatten lässt einen nicht armierten Zwischenraum 39 frei, dessen Länge in bezug zum Querschnitt und der Material- wahl die Federkraft des Gummifederbolzens bestimmt.
Nur über der Länge des armierungsfreien Zwischenraumes 39 darf sich der Gummifederbolzen ver- drehen. Deshalb ist die mittlere Metallplatte 37 gleich lang oder etwas länger als die Länge des ) Durchbruches 34 im prismatischen Auge 3 und die endseitigen Metallplatten 38 sind gleich lang oder etwas länger als die Länge der Rechteckvertiefung - 30 in den Fingern 9 des Lagers 2 des Be- tätigungsgestänges. Damit ist die Zweckmässigkeit der beidseitigen Durchbrucherweiterung 35 im Auge erklärt. Sie gestattet die ungestörte, durch Verdrehung bedingte Verformung des Gummifederstabes auf der gewünschten Arbeitslänge. Damit der Gummi oder der Kunststoff bei Verdrehung an eventuell scharfen Kanten der aufvulkanisierten Armierungsplatten nicht verletzt wird, sind die Anschlusskanten letzte- rer mit Abrundungen 41 versehen.
Vorzugsweise bestehen die Metallplatten 37,38 aus nichtrosten- dem Stahl oder Leichtmetall. Die gleichermassen die endseitigen Metallplatten 38 und den Gummi- körper durchdringenden Bohrungen 40 dienen zur Montage im Lager 2 mittels Nieten 25 oder
Schrauben.
Gemäss den Fig. 13 und 14 kann anstatt des Gummifederbolzens 31 auch ein Metallfederbolzen
42 verwendet werden. Dieser Bolzen ist ein Blattfederpaket, bestehend aus einer beliebigen Anzahl Blatt- federn 43, die mittig, beidendig und auf beiden Breitflächen durch die metallischen mittleren Platten
44 und endseitigen Platten 45 abgedeckt sind. Die Längenmasse der Abdeckplatten sind wieder ähn- lich wie am Gummifederstab 31 derart bestimmt, dass ein nichtarmierter Freiraum 39 erhalten bleibt, der wieder in seiner Ausdehnung der Durchbrucherweiterung 35 im prismatischen Auge 3 des
Betätigungsgestänges gleich ist. Die Länge des Freiraumes in bezug zur Dimensionierung und Anzahl der
Blattfedern 43 und der Materialqualität lässt die Bestimmung der Federkraft des Metallfederstabes 42
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Die mittleren Platten 44 sind mittels Senknieten 46 fest mit dem Blattfederpaket verbunden.
Dagegen liegen die endseitigen Platten 45 zunächst nur lose auf, und sie werden bei Montage des Metallfederbolzens 42 durch ihre mit denen der Blattfedern mittelachsfluchtenden Bohrungen 47 durch Nieten 25 oder Schrauben gleichermassen auf dem Blattfederpaket als auch in der ihr zugeformten Rechteckvertiefung 30 des Lagers 2 befestigt.
Als Material für die Blattfedern und Abdeckplatten kann vorzugsweise nichtrostender Stahl gewählt werden. Die sowohl zur Befestigung des Gummifederstabes 31 als auch des Metallfederstabes 42 dienenden Nieten können aus nichtrostendem Stahl oder Leichtmetall bestehen.
Eine nichtlösliche Verbindung der Federbolzen 31, 42 im Lager 2 und im Auge 3, beispielsweise durch Kleben, ist unzweckmässig, da dadurch die Reparaturfähigkeit und Auswechselbarkeit der Hauptteile, Abdeckplatte und Betätigungsgestänge, verloren ginge.
In den Fig. 15 und 16 ist der Handgriff 6 in vergrösserter Darstellung gezeigt. Er ist der untere Abschluss des y-förmigen Betätigungsgestänges und besteht aus den zusammengeformten drei Hauptteilen. der gabelförmige Doppelmuffe 48 zur Aufnahme der Gestängerohre 5, dem Rastkasten 49 mit Falle 50 und dem Griffstück 51.
Der Haken 8 der Rastschiene 7 ragt in das rechteckige Rastloch 52 des ebenfalls rechteckigen Rastkastens 49. Nach oben wird der Rastlochdurchbruch durch die Falle 50 teilweise abgedeckt.
Letztere ist ein Hebel mit einer etwa mittigen, aber aus der Hebelachse versetzten Bohrung 53, dessen Hebelarme ausserdem unterschiedlich schwer sind. Wenn die Bohrung, wie in Fig. 16 gezeigt, in Richtung Wagenwand aus der Pendelmitte verlagert ist, wird die Falle durch Wirkung des unterhalb des Drehpunktes zu legenden Schwerpunktes mit dem nach oben ragenden leichteren Hebelarm 54 gegen einen zugeordneten Anschlag 56 im Rastkasten 49 gedreht.
Beim Einrasten des Hakens 8 wird die Falle 50 mit dem unteren Hebelarm 55 von der Wagenwand, d. h. nach der Fig. 16 im Uhrzeigersinn, verdreht. Nach Durchtritt des Hakens 8 fällt die Falle 50 in Ausgangsstellung zurück und versperrt dem Haken 8 den Rücklaufweg. Durch ein grosszügig gewähltes Spiel von Fallenachse 57 zur Lagerbohrung 58 in den Seitenwänden des Rastkastens 49 muss die Falle leicht beweglich gehalten werden. Die Fallenachse 57 wird vorzugsweise ein in der Fallenbobrung festgekeilter Kerbstift sein.
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7 zum Rastloch 52 und damit zur Falle 50, d. h. deren Funktionsabstände zueinander, durch Auflage der Abdeckplatte l im geöffneten Zustand auf den Rasten 59 der Führungsschiene 60 nach
Fig. 1 gewährleistet sein.
Da sich das Rastloch 52 noch über die untere Hakenkante ausdehnt und so einen freien Raum 61 mit einer Höhe bildet, die etwas grösser als die Höhe der Nase 62 des Hakens
8 ist, kann der Handgriff 6 durch Anheben aus seiner Arretierung gelöst und die Abdeckplatte 1 in
Verschlussstellung gebracht werden.
In dieser Stellung, also beim Einrasten des Handgriffes 6 in den oberen Haken 8 der Rasten- schiene 7, muss das Einhaken durch Handbetätigung vorgenommen werden. Ohne letztere fällt die Ab- deckplatte mit ihrer Unterkante auf die Rasten 59 der Führungsschiene, also in die Offenstellung, und der Handgriff rastet durch Zusammenwirken des Federbolzens 31,42 im Gelenk des Betätigungsgestän- ges und der Falle 50 im Handgriffrastloch 52 auf den unteren Haken der Rastenschiene 7, selbst- arretierend ein.
Der Handgriff 6 besteht vorzugsweise aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff, hier aus Polyester, oder aus Festigkeits- und Abtriebsgründen aus einer Leichtmetallegierung. Die Falle 50 und derell Ach- se 57 können aus nichtrostendem Stahl sein.
Mit der bereits erwähnten Ausbildung der Achse 57 als Knebelkerbstift und der Wahl der Verbin- dungen zwischen Rohren 5, Augen 3 und Handgriff 6 durch Kleben ist eine wohlfeile Fertigungs- möglichkeit der nach der vorstehenden Beschreibung sehr leichten, korrosionsfreien und wartungslosen
Schiebereinrichtung gegeben.
Das vorbeschriebene und in den Fig. 1-16 dargestellte selbstarretierende Betätigungsgestänge für La- de- und Lüftungseinrichtungen an gedeckten und schienengebundenen Güterwagen ist nut eine beispielhafte Ausführung. Die Fertigung mit den erfindungsgemässen Funktionseigenschaften ist in mancherlei Ab- wandlungen möglich. Wie die Wirkungsweise nicht von der Materialauswahl abhängig ist, ist diese grundsätzlich auch nicht durch die Form des Betätigungsgestänges bestimmt.
Anstatt der vorbeschriebenen Materialauswahl könnte jede andere Komposition von reinem Stahlbau über Leichtmetall zur Kunststoffertigung gewählt werden. Die Form des Betätigungsgestänges könnte anstatt der Y-Form eine T-Form oder jegliche andere haben. Für den Federbolzen 31,42 könnte eine andersartig wirkende Feder, beispielsweise eine gewundene Biegefeder, verwendet werden und die arretierende Falle 50 im Handgriffdurchbruch 52 könnte durch einen Fallriegel ersetzt werden. Dabei wäre es denkbar, die Rücklaufbewegung von Falle oder Riegel durch Federdruck zu unterstützen. Ausser- dem bieten sich für die Anformung des Griffstückes 51 an den Handgriff 6 mehrere Möglichkeiten an. Dieser könnte ebenso gut entgegen der gezeichneten Darstellung anstatt am unteren Ende des Betätigungsgestänges auch über dem Rastkasten 49 liegen.
Zu diesem Zweck müsste allerdings die Gabelmuffe 48 mit weiterem Abstand über dem Durchbruch liegen. Das Verbindungsstück zwischen Gabelmuffe und Rastkasten könnte zum Handgriff geformt werden. Die Vorspannung des Federbolzens 31,42 könnte anstatt durch Verdrehung seiner Lagerungsdurchbruches 34 im Auge 3 bei flächenparalleler Anordnung der zugeordneten Aufnahmevertiefungen 30 in den Lagerfingern 9 zur Abdeckplatte 1 bzw. zur Wagenwand auch durch Verdrehung der Verteifungen 30 im Lager 2 bei flächenparalleler Montage des Augendurchbruches 34 zur Abdeckplatte 1 erzeugt werden.
Bei allen Abwandlungen würden aber die erfindungsgemässen Merkmale des arretierenden Schieberbetätigungsgestänges konstruktiv bestimmend sein : a) das Gelenk zwischen Abdeckplatte und Betätigungsgestänge wird durch ein Rast- oder Federgelenk gebildet, wobei mit Federgelenlmusstattung der mit Vorspannung montierte Federbolzen das Betätigungsgestänge immer an die Wagenwand anpresst. b) der Durchbruch des Handgriffes ist durch eine Klappfalle oder Riegel versperrt, der dem Haken der Rastenschiene die ungehinderte Einrastung erlaubt, aber den Rücklauf verhindert und das Lösen aus der Arretierung nur durch Anheben des Betätigungsgestänges gestattet.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.