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Druck- oder Schwimmerwächter mit Motorschutzeinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druck- oder Schwimmerwächter, bei dem in Abhängigkeit von der Druckhöhe eines Strömungsmittels bzw. von der Höhe eines Flüssigkeitsstandes die elektrischen Hauptkontakte von einer über eine Momentschalteinrichtung betätigten Schaltbrücke in die Schliess-bzw.
Öffnungsstellung gebracht werden und der mit einer Motorschutzeinrichtung ausgestattet ist. Die Motorschutzeinrichtung soll den Schutz des Elektromotors gegen zu hohe Belastungen übernehmen und im Gefahrenfalle den Elektromotor rechtzeitig von der Energiequelle trennen.
Bereits bekannt ist eine Vereinigung von einem Druck-oder Schwimmerwächter und einem Motorschutzschalter in einem Gehäuse, wobei der Motorschutzschalter einen Schutz des Elektromotors gegen Überlastung und Phasenausfall übernimmt. Der Motorschutzschalter ist hiebei auswechselbar. Er besitzt in gleicher Weise wie der Druck- oder Schwimmerwächter besondere Hauptkontakte, die der Schaltleistung entsprechend zu bemessen sind.
Ebenso ist die Vereinigung von einem Druckwächter und einem thermischen Überstromauslöser bekannt.
Bei dieser bekannten Ausführung biegt sich bei Überlastung des Elektromotors ein indirekt beheizter Bimetallstreifen durch und wirkt auf einen Kipphebel ein, der unter dieser Einwirkung schlagartig die Kontaktbrückedes Druckwächters in die Ausschaltstellung bringt. Mit einem Handgriff kann der Kipphebel wieder in die Ausgangslage gebracht werden. Der Kipphebelgriff kann jedoch in beiden Schaltstellungen durch Handbetätigung blockiert werden. Hiedurch ist die Forderung eines einwandfreien Motorschutzes nicht erfüllt, da eine Freiauslösung fehlt und somit eine Behinderung des Auslösers nicht ausgeschlossen ist.
Die Erfindung dient dem Zweck eine Vereinigung von einem Druck-oder Schwimmerwächter mit einer einwandfreien Motorschutzeinrichtung mit einer Mindestanzahl von Teilen, geringsten Abmessungen und einfachem Zusammenbau zu schaffen. Es soll vor allem die Anzahl der störanfälligen Schaltkontakte verringert werden.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Motorschutzeinrichtung aus einem mit Freiauslösung versehenen thermischen und bzw. oder elektromagnetischen Überstromauslöser besteht, der mechanisch auf die Schaltbrücke des Druck-oder Schwimmerwächters einwirkt, wobei ein die Schaltbrücke unmittelbar betätigender Kraftspeicherhebel über ein Kniehebelsystem gegen ie Kraft einer Feder an einer thermisch und bzw. oder elektromagnetisch betätigbaren Auslöseklinke sich abstützt.
Durch die Betätigung eines Einschaltdruckknopfes an dem Kniegelenkmechanismus kann nach Rückkehr der Auslöseklinke in ihrer Ausgangslage der Mechanismus wieder in eine Stellung gebracht werden, in der der automatisch mit Momentschaltung arbeitende Schaltmechanismus des Druck- oder Schwimmerwächters ungehindert arbeiten kann.
Vorzugsweise sind die den Auslösevorgang des Überstromauslösers auf die Schaltbrücke übertragenden Bauteile, allenfalls mit für die manuelle Betätigung des Überstromauslösers vorgesehenen Druckknöpfen, zu einer selbständigen Baueinheit zum Anbau an die ebenfalls eine selbständige Baueinheit bildenden Bauteile der Grundform eines Überstromauslösers zusammengefasst. Mit dem Hebelwerk des Überstrom-
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auslösers bzw. mit der Schaltbrücke können vorteilhaft Anzeigevorrichtungen und bzw. oder Hilfskontakte verbunden sein.
Da je nach der Stromaufnahme des zu schützenden Elektromotors verschiedene thermische oder thermisch und elektromagnetische Überstromauslöser benötigt werden, wird die. Fertigung dadurch ver- einfach, dass nur Grundformen des Überstromauslösers herzustellen und zu lagern sind, die sich entweder mit den selbständigen Baueinheiten für die Übertragungseinrichtung zusammenbauen lassen oder auch mit Auslöseeinrichtungen für Überstromrelais zum Motorschutz bei Schützen und Schützkombinationen verwendet werden können. Hiedurch werden die Herstellungskosten und die Lagerhaltungskosten gesenkt.
Weiterhin sollen vom Kraftspeicherwinkelhebel ein oder mehrere Hilfskontakte gesteuert werden.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Figuren der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Fig.1 schematisch die Vereinigung von einem Druck-oder Schwimmerwächter mit einem thermischen und elektromagnetischen Überstrornauslöser in der Ruhestellung, bei welcher der automatisch arbeitende Schaltmechanismus des Druck- oder Schwimmerwächters ungehindert
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auslösers bezeichnet, die elektrisch in den Verbraucherkreis eingeschaltet sind und sich bei Überlastung erwärmen und durchbiegen. Hiedurch wird ein Schieber 2 bewegt, der auf die Auslöserklinke 3 einwirkt. Die Einwirkung auf die Auslöserklinke 3 kann aber auch bei elektromagnetischer Überstromauslösung durch einen Elektromagneten 4 erfolgen. Die Auslöserklinke 3 ist um eine feste Achse 5 drehbar und steht unter Wirkung einer Feder 6.
Beim Auslösevorgang wird durch Bewegung der Auslöserklinke 3 ein Sperrhebel 7 freigegeben, der um eine ortsfeste Achse 8 bis zu einem Anschlag 9 drehbar und mit dem ein Gelenkteil 10 beweglich verbunden ist. Dieser Gelenkteil 10 bildet einen Teil eines an sich bekannten Kniegelenkmechanismus mit einem Einschaltdruckknopf 11, der eine Führungsausnehmung für das Kniegelenk besitzt und unter Wirkung einer Feder 12 steht. Der andere Gelenkteil 13 des Kniegelenkes ist drehbar mit einem Kraftspeicherwinkelhebel 14 verbunden, der um eine feste Achse 15 drehbar ist und auf den eine Kraftspeicherfeder 16 einwirkt.
Der Schaltmechanismus des Druck - oder Schwimmerwächters besitzt eine Schaltspindel mit Anschlägen 17. Bei Bewegung der Schaltspindel 17 wirken die Anschläge auf einen Hebel 20 ein. Die SchwenkbewegungdesHebels 20 wird über eine Feder 21, z. B. eineOmega-Feder, auf die Schaltbrücke 18 mit den Kontakten 19 übertragen, wodurch diese Schaltbrücke sprunghaft umgeschaltet wird und die Kontakte in die Ein- oder Ausschaltstellung bringt.
BeimAuslösevorgangschlägtderKraftspeicherwinkelhebel 14 mit seinem freien Ende unter Wirkung der Federkraft der Kraftspeicherfeder 16 aufdieSchaltbrücke 18 des Druck-oder achwimmerwächters und bringt die Kontakte 19 in die Ausschaltstellung (s. Fig. 2).
Das Ausschalten eines Druck- oder Schwimmerwächters kann aber auch unabhängig von der Wirkung des Überstromauslösers durch Betätigung eines unter Spannung der Feder 22 stehenden Druckknopfes 23 erfolgen, der auf die Auslöseklinke 3 einwirkt, und den Sperrhebel 7 freigibt.
Um die Auslöseeinrichtung wieder in die Ruhestellung zu bringen, in welcher der Schaltmechanismus des Druck-oder Schwimmerwächters ungehindert abhängig vom Druck eines Strömungsmittels oder der Höhe eines Flüssigkeitsstandes arbeiten kann, ist es erforderlich, den Einschaltdruckknopf 11 zu betätigen.
Weiterhin sollen vom Kraftspeicherwinkelhebel 14 Hilfskontakte 24 gesteuert werden. Ebenso kann das Auslösen des Überstromauslösers durch eine Anzeigevorrichtung an der Auslöseklinke angezeigt werden.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass ein Schauzeichen 25 an der Auslöseklinke 3 vorgesehen ist, das in der Ruhestellung des Überstromauslösers in einem Fenster 26 nicht sichtbar und in der Auslösestellung sichtbar ist.
Ferner soll dieschaltgerätevereinigung auch eine Anzeigevorrichtung zur Anzeige des Schaltzustands des Druck- oder Schwimmerwächters erhalten, z. B. durch Kontaktpaare 27 für einen Signalstromkreis, die von der Schaltbrücke 18 geöffnet oder geschlossen werden.
InFig. 3 ist ein Schwimmerwächter 28 dargestellt, neben dem dieGrundformeinesÜberstromaus- lösers 29 mit der selbständigen Baueinheit mit der Übertragungseinrichtung 30 angeordnet ist. Ein
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gemeinsames Gehäuse, dessen Deckel nicht gezeichnet ist, umschliesst die Geräteteile. Der Schwimmerwächter 28, dessen Schaltspindel von einem Gehäuse 32 umgeben ist und dessen Schaltmechanismus in Abhängigkeit von der Höhe eines Flüssigkeitsstandes die Schaltbrücke 18 und damit Schaltkontakte in die Ein-oder Ausschaltstellung bringt, kann ungehindert arbeiten. Beim Auslösevorgang wird die Schaltbrücke 18 unter Einwirkung des Winkelhebels 14 schlagartig in die Ausschaltstellung gebracht.
Die Bauteile der Übertragungseinricht mg 30 sind in einem U-förmigen Bügel 31 gelagert, der an der Grundform eines Überstiomauslöscrs 29 lcicht auswechselbar angebracht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Druck- oder Schwimmerwächer, bei dem in Abhängigkeit von der Druckhöhe eines Strömungs-
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schutzeinrichtung aus einem mit Freiauslösung versehenen thermischen und bzw. oder elektromagnetischen Überstromauslöser besteht, der mechanisch auf die Schaltbrücke (18) des Druck-oder Schwimmerwächters einwirkt, wobei ein die Schaltbrücke (18) unmittelbar betätigender Kraftspeicherhebel (14) über ein Kniehebelsystem (10, 13) gegen die Kraft einer Feder (16) an einer thermisch und bzw. oder elektromagnetisch betätigbaren Auslöseklinke (3) sich abstützt.