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Schleifmaschine für Platten
DieErfindung betrifft eine Schleifmaschine für Platten, insbesondere für Holzplatten, mit zwei endlosen Schleifbändern, die oberhalb und unterhalb der Ebene für den Transport der Platten am Maschinengehäuse angeordnet sind, wobeiJedesSchleifband durch einen besonderen Motor angetrieben ist und über drei parallel und im Dreieck angeordnete Rollen läuft, von denen die eine dem Antrieb, die zweite dem Spannen und die dritte dem Andrücken des Bandes dient. Derartige Maschinen dienen vorwiegend zur Bearbeitung grosser Platten, wie etwa Sperrholzplatten.
Bei den bekannten Schleifmaschinen zum beidseitigen Bearbeiten planparalleler Platten mittels spie- gelbildlich zueinander an der Maschine angeordneter, endloser Schleifbänder, die zwischen Rollen an den
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te wirksam sind. Bei diesen Maschinen ist die Einstellung des Abstandes der beiden Schleifbänder, der die Dicke der Platte bestimmt, verhältnismässig kompliziert. Weiterhin ist die Wärmeentwicklung in der beidseitigenSchleifzone beträchtlich und die Einstellung der Lage der Schleiforgane mit Bezug auf die Werk- stückführungen der Maschine zeitraubend und empfindlich.
Eine geringfügige Verbesserung wurde bereits bei Bandschleifmaschinen erreicht, bei denen das Schleifband über drei parallel im Dreieck angeordnete Rollen geführt ist, von denen die eine dem Antrieb, die zweite dem Spannen und die dritte dem Beistellen dient. Bei diesen Maschinen ist jedoch dasSchleifbandnurauf einer Seite des Werkstückes wirksam, weil zur Erzielung der Gegendruckkräfte auf derdemSchleifbandgegenüberliegendenSeitederzu bearbeitenden Platte Rollenbänder oder Gegendruckrollen verwendet werden. Es ist bei diesen Maschinen zwar eine linienförmige Schleifstelle erreicht, wenn Gegendruckrollen verwendet werden, doch ist ihre Leistung gering, weil bei jedem Durchgang nur eine Plattenseite geschliffen wird.
Beim zweimaligen Durchgang derselben Platte durch die Maschine wird nicht überall die gleiche Dicke erreicht. Geringe Unterschiede in der Einstellung des Schleifbandes und der Gegendruckrolle führen zu Ungenauigkeiten.
Ziel der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile und die Vereinigung der Vorteile derbeiden beschriebenen bekannten Schleifmaschinenbauarten. Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass bei einer Schleifmaschine der eingangs angeführten Art die beiden Schleifbänder in voneinander unabhän- gigenGehäuseteilen untergebrachtund in der Vorschubrichtung gegeneinander versetzt sind, sowie. dass jede Andrückrolle mit einer Gegendruckrolle zusammenwirkt, welche durch eine an dem der Andrückrolle gegenüberliegenden Gehäuseteil befestigte Einstelleinrichtung verstellbar ist. Durch eine solche Maschine ist die Fertigbearbeitung einer Platte bei einem Durchgang durch die Maschine möglich.
Die Einstellbarkeit der Gehäuseteile und der jedem Schleifband zugeordneten Gegendruckrolle lässt die genaue Abstimmung der Schleif Vorgänge aufeinander und mit Bezug auf die Lage der Werkstückführungen gegenüber den Schleifstellen zu. Durch die Zustelleinrichtung sind Einstellvorgänge schnell und genau auch während des Laufes der Maschine durchführbar. Schliesslich gewährleisten die Gegendruckrollen ein sicheres Abfangen der Andrückkräfte, was in der Präzision der Einhaltung der angestrebten Plattendicke und der Gleichmä- ssigkeit der geometrisch genauen Oberflächen der so hergestellten Schleifflächen. zum Ausdruck kommt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann jeder Gehäuseteil eine Stütze besitzen, an der die Spannplatten der drei Rollen eines Schleifbandes mittels verschiebbarer Keilleisten festgespannt sind. Bei
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sichere Verspannung durch Kräfte erreichbar ist, die quer zur Einstellrichtung vollkommen ruckfrei aufgebracht werden.
Schleifmaschinen nach der Erfindung besitzen einen nahezu schwingungsfreien Lauf und stellen im Dauerbetrieb fertigpolierte Platten mit glanzenden riefenfreien Oberflächen her, die auch nicht durch festhaftenden Staub beeinträchtigt sind..
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht der Schleifmaschine, Fig. 2 eine Rückansicht der Schleifmaschine, Fig. 3 einen S chniit nach der Linie 2a-2a in Fig. 2, Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Maschine, Fig. 5 einen
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Fig. 9 eine Seitenansicht zu Fig. 7, teilweise geschnitten, Fig. 10 einen Schnitt durch die Lagerung einer Spannrolle für das Schleifband, Fig. 11 eine Seitenansicht zu Fig. 10, Fig. 12 eine Draufsicht auf die Vorrichtung zur Einstellung der Plattendicke, Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie 11-11 in Fig. 12, Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie 12-12 in Fig. 13, Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie 13-13 in Fig. 13, Fig.
16 eine Ansicht der Einstellvorrichtung für die Gegendruckrolle, Fig. 17 eine Draufsicht zu Fig. 16, Fig. 18 einen Schnitt nach der Linie 16-16 in Fig. 17, Fig. 19 eine räumliche Darstellung einer EinspanneinrichtungfüreineStützefürdieBandrollen, Fig. 20 einen Schnitt nach der Linie 18-18 inFig. 19, Fig. 21 einenschnitt durch die Ver. stellschraube für die Klemmleiste und Fig. 22 eine Einrichtung zum Lö- sen der Klemmleiste.
Die Schleifmaschine besteht aus zwei übereinander angeordneten Gehäuseteilen, die die obere und die untere Schleifvorrichtung enthalten, und zwischen denen die Platten geschliffen und durch Führungsrollenpaare transportiert werden. Jede Schleifvorrichtung besteht aus einem endlosen über drei parallel im Dreieck angeordnete Rollen geführten Schleifband. Eine dieser Rollen dient als Antriebsrolle, eine weitere Rolle zum Spannen und die dritte Rolle als Andrückrolle. Jede der Antriebsrollen wird durch einen besonderen Motor angetrieben. Die Antriebsrolle ist verstellbar und führt das Schleifband in der richtigen Schleifstellung zur Plattenoberfläche.
Jeder Anpressrolle ist eine Gegendruckrolle zugeordnet, die einstellbar ist, um die Platten auf die vorgeschriebene Dicke zu schleifen. Ausserdem ist der Abstand der übereinanderliegenden Gehäuseteile verstellbar. Dadurch werden auch die Plattenführungsrollen in ihrem Abstand zueinander verstellt, so dass Platten verschiedener Dicke geschliffen werden können.
Der untere Gehäuseteil L und der obere Gehäuseteil T haben gleiche waagrechte Abmessun- gen. Zwischen ihnen ist ein Spalt S vorgesehen, durch den die zu schleifenden Platten geführt werden und dessen Dicke einstellbar ist. Die zu schleifenden Platten P werden, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, von einem Zuführungstisch 1 aus einzeln der Maschine zugeführt und kommen nacheinander auf der andern Seite der Maschine aus dieser heraus, um durch ein Förderband-2 weiter transportiert zu werden.
Der obere und der untere Gehäuseteil T und L sind in einzelne Gehäuse H und fIt unterteilt.
In das obere Gehäuse H' münden oben und an beiden Enden Saugleitungen : 3 zum Absaugen des Schleifstaubes. Entsprechende Saugleitungen sind auch für das untere Gehäuse vorgesehen.
Die beiden Schleifvorrichtungen a und b (s. die Fig. 1 und 2) können auch zu mehreren Paaren in einer Maschine vorgesehen sein.
Jede der aus einem über drei im Dreieck angeordnete parallele Rollen geführten Schleifband beste- hende Schleifvorrichttungen wird von einer waagrecht liegenden Stütze 8, 9 gehalten, deren Befestigung aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich ist. Die beiden Stützen 8 und 9 sind fest in einer Rahmenkonstruktion angeordnet, die von den beiden Gehäuseteilen H und H'gebildet ist (s. die Fig. 6-8). Die
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sich senkrecht über der GrundplatteDerobereGehäuseteil T besteht aus einer oberen Deckplatte 20 und hiezu senkrechten Wänden
21, 22 und 23, wobei die beiden letzteren eine Rahmenkonstruktion bilden, die über der Rahmenkon- struktion aus den Wänden 11 und 12 des unteren Gehäuseteils angeordnet ist.
Eine waagrechte Platte
23x schliesst den oberen Gehäuseteil nach unten ab (s. Fig. 3). Zwischen den Wänden 22 und 23 sind mit diesen verschweisst zylindrische Führungen 24 vorgesehen, die auf die Säulen 16 und 17 aufge- schoben sind. Auf den Säulen 16 und 17 kann also der obere Gehäuseteil T lotrecht verschoben und damit der Spalt S zwischen den Gehäuseteilen verändert werden.
Die Stützen 8 und 9 für die Schleifvorrichtungen bestehen aus einem zylindrischen Tragrohr, das aus einem äusseren Teil 30 und einem inneren Teil 30'besteht. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist die untere Stütze 9 mit dem Tragrohrteil 30 in der Rahmenkonstruktion befestigt, die aus den Wänden
11 und 12 des unteren Gehäuseteiles besteht. Die Wände 11 und 12 haben je ein kreisförmiges Loch 25 und 25', in diese Löcher ist der Tragrohrteil 30 eingeschoben und verspannt. Eine Anschlagplatte 31 rechteckiger Form ist mit dem Tragrohr verschweisst. Vor das innere Ende des Tragrohres ist eine Endplatte 32 geschweisst. DieAnschlagplatte 31 liegt bei eingebautem Tragrohr flach an der Wand 12 der Rahmenkonstruktion an. Das Ende des in die Tragkonstruktion eingebauten Rohrteils 30 schliesst mit der Aussenfläche der Seitenwand 11 ab.
Eine Spannplatte 33, deren Durchmesser grösser ist als das Loch 25 in der Platte 11, ist mit Bolzen 34 mit dem Tragrohr verschraubt und liegt fest an der Aussenwand 11 an.
Das innere Ende 301 des Tragrohres ragt in einen quaderförmigen Kasten hinein, der sich von der Anschlagplatte 31 aus über die ganze Breite des Gehäuseteils H erstreckt (s. Fig. 7).
Dieser kastenförmige Teil der Stütze 9 besteht, wie Fig. 9 zeigt. aus einer oberen Wand 35. einer unteren Wand 36 und Seitenwänden 37 und 38. Die Seitenwände 37 und 38 sind mit den Platten 31 und 32 verschweisst. Am äusseren Ende ist der Kasten durch eine angeschweisste Platte 39 verschlossen. Die Stütze 8 ist in ähnlicher Weise ausgebildet und im oberen Gehäuse H'befestigt.
Selbstverständlich ist das Schleifband 5 einer jeden Schleifvorrichtung breiter als die zu schleifenden Platten P. Jedes Schleifband läuft über drei Rollen 40, 41 und 42, die parallel zueinander an der Stütze gelagert sind.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, liegen die Seitenwände 37, 38 der Stütze 9 im Winkel zu der durch die Achse der Stütze verlaufenden senkrechten Ebene. An der oberen und unteren Wand 35 und 36 deskastenförmigenTeilsderStützesinddieKonsolenzurLagerung der Rollen 40 und 41 abnehmbar angebracht. DieSeitenwand 38, die am weitesten von der die Platten schleifenden Rolle entfernt liegt, trägtdieSpannrolle 42. Durch die Rolle 41 wirddasBandangetrieben. Die Andrückrolle 40 drückt das Band gegen die zu schleifende Platte P.
Die Platten P werden durch den Spalt S zwischen dem oberen und unteren Gehäuseteil auf Rollen 43 geführt, die parallel zueinander nahe der Oberseite des unteren Gehäuseteils L gelagert sind. Über jeder Führungsrolle 43 ist eine an der Unterseite des oberen Gehäuseteils T gelagerte Gegendruckrolle 44 angeordnet. Die Führungsrollen 43 sind von gleicher Grösse und werden mit gleicher Geschwindigkeit und in derselben Drehrichtung angetrieben.
Wie aus den Fig. 4, 5 und 6 ersichtlich ist, ist auf der Welle 45 jeder Rolle 43 innerhalb eines Gehäuses 46 ein Schneckenrad 47 befestigt, das mit einer Schnecke 47'kämmt. Die den einzelnen Wellen 45 zugeordneten Schnecken 47'sind auf einer durchgehenden Antriebswelle 48 befestigt, die von einem Elektromotor 49 über Riementriebe 49a und 49b und eine Zwischenwelle 50 angetrieben wird.
DieAchsen 45'derGegendruckrollen 44 sind in Lagern 51 gelagert, die in Führungen 51g lotrecht beweglich geführt sind und von Federn 52 nach unten gedrückt werden, so dass die Gegendruckrollen 44 die Platten auf die angetriebenen Führungsrollen 43 drücken.
Jeder das Schleifband an die zu schleifenden Platten P drückenden Andrückrolle 40 ist eine Gegendruckrolle 55 zugeordnet, deren Lage verstellbar ist, so dass der Druck zwischen dem Schleifband und der Platte P genau eingestellt werden kann.
Die Achse 55'jeder Gegendruckrolle 55 ist in Lagern 56 gelagert, die in den freien Enden von Armpaaren 57 befestigt sind (s. die Fig. 16 und 17). Die Arme 57 sind auf Achsen 58 befestigt, die sich in an einer Gehäusewand befestigten Lagern 59 drehen (s. Fig. 4).
DurchDruckluftzylinder 60 wird auf die Arme 57 ein Druck ausgeübt. DieDruckluftzylinder 60 sind an Konsolen 60' gelagert, die ebenfalls an den Gehäusezwischenwänden w befestigt sind. Der Hub der Rollen 55 in der Andrückrichtung ist durch Anschläge 61 begrenzt, die an den Lagern der Bandandrückrollen 40 befestigt sind (s. die Fig. 4 und 16). An den äusseren Enden der Arme 57 sind lotrecht verstellbar Gewindebolzen 57x vorgesehen (s. die Fig. 4 und 16 -18).
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DurchVerstellenderGewindebolzen 57x indenArmen 57 ist die endgültige Dicke der zu schlei- fendenPlatten genau einstellbar. Jeder Gewindebolzen 57x ist in einem am Arm 57 befestigtenLa-
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Die Schnecke einer Schneckenwelle 58s kämmt mit dem Schneckenrad 58e durch Drehen der
Schneckenwelle 58s. Mittels des Handrades 58e kann der Gewindebolzen 57x in Richtung zum
Anschlag 61 verstellt werden, so dass sich der Hub der Gegendruckrolle 55 in Richtung auf die zu schleifende Platte P verstelen lässt. Eine in das Auschlagende des Gewindebolzens 57x eingeschraub- te Verstellschraubedientzurpeineinstellung der Endstellung der Gegendruckrolle 55 (s. die Fig. 16-18).
Die lotrechte Verstellung des oberen Gehäuseteiles T gegenüber dem unteren Gehäuseteil L und und damit die Einstellung des Spaltes S wird durch lotrecht angeordnete hydraulische Zylinder 62 bewirkt, dieim Rahmengestell des Unterteils befestigt sind (s. die Fig. 2 und 6). Aus jedem Zylinder 62 ragt nach oben ein Stempel 65 heraus, der gegen eine Anschlagplatte 66 im oberen Gehäuseteilzur
Anlage kommt.
Eine in dem unteren Gehäuseteil angeordnete Pumpe 67, die von dem Motor 68 angetrieben wird, beaufschlagt die Zylinder und bewirkt dadurch das Anheben des oberen Gehäuseteils T, der auf den senkrechtenSäulen 16 und 17 geführt ist. Wird der Druck in den Zylindern 62 gesenkt, so senkt sich der obere Gehäuseteil T. die Pumpe 67 saugt die Druckflüssigkeit aus dem Vorratstank 70 an und drückt sie durch die Leitungen 80 in die beiden Zylinder 62. Ein Ventil 80v (s. Fig. 2) ermöglicht das Ablassen der Druckflüssigkeit aus den Zylindern in den Vorratsbehälter und damit das Absenken des Gehäuseoberteils T.
An beiden Enden der Maschine ist je eine Dickeneinstellvorrichtung G vorgesehen, die insbesondere aus den Fig. 12-15 ersichtlich ist. Sie besteht aus einem Kasten 85 mit einer Deckplatte 85', durch die eine lotrechte Welle 86 hindurchgeführt ist. Am oberen Ende dieser Welle 86 ist eine Scheibe 87 und am unteren Ende der Welle ein Arm 88 befestigt, an dessen äusserem Ende ein Paar stromführende Metallbürsten 89, 89'befestigt sind. die bei drehender Welle S6 mit paarweiseangeordneten Kontakten 90, 90' in Berührung kommen, welche auf einer nicht leitenden Scheibe 91 angebracht sind, die konzentrisch zur Welle 86 an der Bodenplatte 85b des Kastens 85 befestigt ist.
Auf der Welle 86 ist eine Bremstrommel 92 verkeilt, gegen die Bremsbacken 93 anliegen.
Unterhalb der Bremstrommel ist auf der Welle 86 ein Klinkenrad 94 befestigt, mit dessen Hilfe durch eine Klinke 911 die Welle 86 gedreht werden kann. Die Klinke 91' ist bei 95' auf dem einen Arm eines doppelarmigen Hebels 96 gelagert, der auf der Welle 86 gelagert ist und an dessen anderem Arm bei 86'eine Kolbenstange 87 angreift, deren Kolben in einem Druckluftzylinder 88 verstellbar ist. Durch eine Druckluftleitung 89 kann der Kolben im Zylinder 88 beaufschlagt werden.
Auf diese Weise ist es möglich, durch eine Druckknopfsteuerung dem Zylinder 88 Druckluft zuzuführen und über Klinke 91'und Klinkenrad 94 die Welle 86 zu drehen.
Die am oberen Ende der Welle 86 befestigte Scheibe 87 ist an ihrem Umfang mit radial nach aussen gerichteten Abstandhaltern 97 versehen die in gleichen Winkelabständen angeordnet sind. Diese können nacheinander wahlweise durch Drehung der Scheibe 87 zwischen die Gehäuseteile H und H' gebracht werden. DerSpalt S zwischen den Gehäuseteilen entspricht dann stets der Dicke der gerade in den Spalt eingefügten Abstandhalter.
Auf der Vorderseite der Maschine ist, wie Fig.1 zwigt, eine schalttafel 100 mit Druckknöpfen 99 vorgesehen, um durch diese die gewünschte Drehung der Scheibe 87 zu bewirken.
Soll der Abstand S der beiden Gehäuseteile verändert werden, so wird zunächst die hydraulische Pumpe 67 eingeschaltet. Demzufolge heben die Zylinder 62 den oberen Gehäuseteil an, so dass die im Eingriff befindlichen Abstandhalter 97 frei kommen. Dann wird die Welle 86 durch Betätigung des Zylinders 88 so lange gedreht, bis der Abstandhalter mit der gewünschten Dicke sich zwischen den beiden Gehäuseteilen befindet. Wird dann durch Betätigung des Ventils 80v der obere Ge- häuseteil wieder abgesenkt, so ruht er auf den beiden Abstandhaltern der beiden Dicken-Einstellvorrich- tungen G.
Aus den Fig. l, 4 und 9 ist ersichtlich, dass die drei Schleifbandrollen 40,41 und 42 jeder Schleifvorrichtung an dem Kasten jeder Stütze 8, 9 angeordnet sind. Die Andrückrolle 40 ist inStehlagern 101 gelagert, dieanentgegengesetztenEnden einer Spannplatte 102 befeStigt sind. welche in der Wand 35 des Kastens der Stütze verspannt ist. Die Längskanten der Spannplatte 102 sind in einem Winkel von 600 abgeschrägt und in Schwalbenschwanznuten gehalten. Auf der einen Seite wird der abgeschrägte
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Leisten 104undo5 und 105 in Längsrichtung verschoben werden.
Die Keilleiste 105 ist verschiebbar in einer Führung, die durch ein Abstandsstück 106 und eine Deckleiste 107 gebildet ist. Die Teile 104,106 und 107 sind durch Schrauben 108 an der W and 35 des Kastens befestigt. Die Keilleiste ist keilförmig, wie aus Fig. 19 ersichtlich ist. Wird sie von einem Ende her in die Führung 106, 107 hineingetrieben, so spannt sie die Spannplatte 102 fest. Nach Herausziehen der Keilleiste 105 kann die Spannplatte 102 mit der Rolle 40 entfernt werden.
Ist die Spannplatte 102 durch die Keilleiste 105 verspannt, so wird die Keilleiste durch eine Sperrplatte 110 gegen Lösen gesichert, die flach auf die Kastenwand 39 aufgeschraubt ist und das Ende der Führungsrille für die Keilleiste überfasst.
DurcheineGewindebohrungin der Sperrplatte 110 ist ein Gewindebolzen 112 geschraubt, dessen im Durchmesser verringertes vorderes Ende 112' gegen den Boden einer Bohrung 113 in der Keilleiste anliegt. Durch Einschrauben der Schraube 112 in die Platte 110 wird die Keilleiste fest in die Spannstellung gedrückt.
Soll die Keilleiste 105 gelöst werden, so wird die Schraube 112 durch einen Gewindebolzen 114 ersetzt, der in die Gewindebohrung 113 der Keilleiste eingeschraubt wird. Der Aussendurchmesser des Gewindebolzens ist kleiner als der Innendurchmesser des Gewindeloches in der Sperrplatte 110.
Durch Aufschrauben einer Mutter 114' auf das äussere Ende des Gewindebolzens 114 gegen die Sperrplatte 110 wird die Keilleiste 105 aus der Spannsstellung herausgezogen (s. Fig.22).
InähnlicherWeisewiedieSchleifbandandrückrolle 40 sindauchdieRollen 41 an der Seitenwand 36 und die Spannrollen 42 an Platten 115 und an der Kastenwand 38 lösbar befestigt.
Die Spannrolle 42 beider Schleifvorrichtungen ist mit Achszapfen 116, 116' in Pendelkugel- lagern 117. 117'gelagert. Das Lager 117 ist in einem Arm 118. der sich senkrecht von einer Grundplatte 115 aus erstreckt, befestigt. Das andere Pendellager 117! ist in einem winkligen Hebel 120 befestigt, dessen nach unten weisender Arm 122 auf einem Wellenstumpf 123 gelagert iSt, der sichvoneinemArm118'rechtwinklignachaussenerstreckt. DerArm118'erstrecktsichwieder Arm 118 von der Grundplatte 115 aus. Er weist eine Aussparung 118s auf, durch die der Rollenzapfen 116'mit Spiel hindurchragt. Das andere Ende des Hebels 122 ist bei 125 an einer Kolbenstange 126 angelenkt, deren Kolben in dem Druckluftzylinder 127 verstellbar ist, welcher mit seinem oberen Ende bei 128 an einer Verlängerung 129 des Armes 118'angelenkt ist.
Durch die beschriebene Einrichtung ist es möglich, die Spannrolle 42 so um das Pendellager 117 zu bewegen, dass das Schleifband in Längsrichtung der Spannrolle 42 hin und herwandert und so eine Riefung der zu bearbeitenden Platte P vermieden wird. Das Ausmass der Hin- und Herbewegung der Spannrolle 42 ist dadurch begrenzt, dass die Schwenkbewegung des Hebels 120 durch die Kolbenstan-
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DurchwechselseitigeBeaufschlagungder Endendes DruckluftzylindersUm die erforderliche Spannung des Schleifbandes einstellen zu können, ist die Grundplatte 115 mit derLagerungderSpannrolle 42 in Richtung der Pfeile xundy schwenkbar (s. Fig. 4). Zudiesem Zweck ist die Grundplatte 115 über an ihr angebrachte Arme 140 und eine Achse 141 in an der Wand 38 befestigten Lagern 142 gelagert.
Die Arme 140 sind an einer Spannplatte 144 befestigt, deren abgeschrägte Längskanten durch eine sechseckige Leiste 104 und eine Keilleiste an der Grundplatte 115 in der gleichen Weise verspannt ist, wie dies im Zusammenhang mit den andern beiden Schleifbandrollen 40 und 41 an Hand der Fig. 19-22 beschrieben wurde.
Innerhalb eines jeden Kastens der beiden Stützen 8 und 9 für die beiden Schleifvorrichtungen ist in der Mitte ein Luftdruckzylinder 150 angeordnet, der bei 146 an der Innenseite der Kastenwand 37 angelenkt ist (s. Fig. 9), und dessen Kolbenstange 150'bei 152 an der Grundplatte 115 angelenkt ist (s. Fig. 4). Wird der Druckluftzylinder 150 derart beaufschlagt, dass die Kolbenstange 150' aus ihm herausgeschoben wird, so schwenkt diese die Grundplatte 115 und damit die Spannrolle 42 derart, dass das Schleifband gespannt wird.
Zum Antrieb der Schleifbänder 5 durch die Antriebsrollen 41 sind Elektromotoren 154 und 155 auf der Hinterseite der Maschine angebracht (s.die Fig.2 und 8), die über einen Riemenantrieb 158 und eine Riemenscheibe 156 die Welle 157 der Antriebsrolle 41 antreiben.
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haltern an den beiden Enden der Maschine ermöglichen, die den gewünschten Abstand sichern.
Die Spannrollen der Schleifbänder sind um ein Zapfenlager schwenkbar und ausserdem in der Spannrichtung schwenkbar gelagert (s. die'Fig. 10 und 11).
Die Gegendruckrollen 55 sind zwecks Veränderung der Schleiftiefe verstellbar (s. die Fig. 16-18).
Verstellschrauben an den Enden der Anschlagschrauben ermöglichen eine Feineinstellung.
DieLagerungderSchleifbandrllenistderartandenSttzen8und9derSchleivorrichtungenbefestigt, dass sie leicht ausgebaut und in Achsrichtung der Rollen verstellt werden kann. Hiefür ist wesentlich die Verwendung von Keilleisten 105 (s. die Fig. 19-22).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schleifmaschine für Platten, insbesondere für Holzplatten, mit zwei endlosen Schleifbändern, die oberhalb und unterhalb der Ebene für den Transport der Platten am Maschinengehäuse angeordnet sind, wobeijedes S chleifband durch einen besonderen Motor angetrieben ist und über drei parallel und im Dreieck angeordnete Rollen läuft, von denen die eine dem Antrieb, die zweite dem Spannen und die dritte dem Andrücken des Bandes dient, dadurch gekennzeichnet, dass die beidenSchleifbänder (5) in voneinander unabhängigen Gehäuseteilen (H, T) untergebracht und in der Vorschubrichtung gegeneinander versetzt sind, sowie dass jede Andrückrolle (40) mit einer Gegendruckrolle (55) zusammenwirkt,
welche durch eine an dem der Andrückrolle gegenüberliegenden Gehäuseteil (H bzw. T) befestigte Einstell- einricbtung (57-60) verstellbar ist.