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Einrichtung zur Drehklemmung von zueinander verschieb- und verdrehbaren Rohren
Es ist bekannt. für die Klemmung von zueinander verschieb- und verdrehbaren Rohren - sogenannten Teleskoprohren - zwischen dem Innen-und Aussenrohr eine geschlitzte Klemmbüchse anzuordnen, die z. B. am oberen Ende des Innenrohres lagegesichert und gegenüber dem Innenrohr drehbar angebracht ist.
Durch am Innenrohr vorgesehene Nocken od. dgl. wird die Büchse beim Verdrehen des Innenrohres ge- spreizt und stellt eine kraftschlüssige Verbindung der beiden Rohre miteinander her, (deutsches Gebrauchsmuster 1867188).
Ferner ist es bekannt, mit Hilfe eines verschraubbaren Kegelkörpers Klemmbacken zur Anlage zu bringen, wobei mit dem Kegelkörper ein Schleifglied verbunden ist, durch das die zum Drehen des Kegelkörpers nötige Reibungsverbindung mit dem Aussenrohr hergestellt wird (deutsche Patentschrift Nr. 562064).
Es ist auch eine Verklemmung zueinander ausziehbarer Rohre bekannt, bei der auf dem Prinzip einer
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Gebrauchsmuster 1879744).
Bei allen bis jetzt bekannten Drehklemmungen ist es von entscheidendem Nachteil, dass die Klemmung immer ausschliesslich auf einer kraftschlüssigen Verbindung der beiden Rohre miteinander beruht, die in Abhängigkeit der Reibung zwischen dem Rohr und den jeweiligen Klemmteilen mehr oder weniger wirksam ist. Um diesen Nachteil zu vermeiden, schlägt die Erfindung unter Verwendung einer Klemmhülse zwischen den beiden Rohren vor, dass die Klemmhülse formschlüssig-z. B. durch eine Stirnverzahnung - mit dem einen Rohr in Verbindung gebracht und ferner durch Drehen des andern Rohres über Nocken od. dgl. eine kraftschlüssige Verbindung der beiden Rohre miteinander erzielt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die formschlüssige Verbindung zwischen der Klemmhülse und dem Rohr dadurch hergestellt, dass an dem Rohr eine oder mehrere Nasen - z. B. in Form von Einbzw. Ausdrückungen in der Rohrwand - angebracht sind, mit denen die Stirnverzahnung an der Klemm- hülse in Eingriff gelangt. Erfindungsgemäss erfolgt dabei der Eingriff derart, dass zwischen den Spitzen der Verzahnung an der Klemmhülse und den Nasen am Rohr immer ein kleiner Spalt verbleibt. In Verbindung mit der weiteren erfindungsgemässen Massnahme, das Ende des Rohres, an dem die für den Formschluss nötigen Nasen angebracht sind, konisch zu gestalten, gelangen die Spitzen der Verzahnung in einen konisch zulaufenden Ringspalt und verkeilen sich darin spielfrei.
Es wird dadurch trotz des erforderlichen und Toleranzen unterliegenden Spieles zwischen den beiden Rohren eine völlig wackelfrei Verbindung der beiden Rohre miteinander geschaffen.
Die Rohrverbindung nach der Erfindung zeichnet sich dabei weiterhin dadurch aus, dass die kraft- schlüssigeAnlagestelleunddieformschlüssigeAnlagestelle, die beide etwa an je einem Ende der Klemm- hülse liegen, einen grossen Abstand voneinander aufweisen, womit eine grosse Klemmbasis geschaffen wird.
Von Vorteil ist dabei ferner, dass die jeweilige Länge der Klemmbasis durch die Längenbestimmung der
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Klemmhülse beliebig festgelegt werden kann.
Durch die von der Erfindung vorgeschlagene Anwendung einer gleichzeitig form-und kraftschlüssi- gen Verbindung im Verein mit den weiteren erfindungsgemässen Massnahmen* wird mit einfachen Mitteln eine bis jetzt in ihrer Wirkung unerreichte, absolut zuverlässige Verbindung von zueinander ausziehbaren Rohren erzielt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur DrehkIemmung kann zur Verbindung aller beliebigen teleskopartig zueinander verschiebbaren bzw. verdrehbaren Rohre Anwendung finden. Vorzugsweise ist die Einrichtung für rohrförmige, ausziehbare Stativbeine für Photo-und Kinostative oder auch für Projektionstische geeignet, insbesondere auch durch die damit erzielte kleine Bauweise, die eine Anwendung auch
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gen der Vorteil, dass beim Ineinanderschieben der einzelnen Auszüge keine nutzbare Baulänge verloren geht.
An Hand der Zeichnung werden weitere Einzelheiten und die Wirkungsweise der Erfindung erläutert. Fig. l zeigt eine Klemmeinrichtung im Längsschnitt, bei der die Klemmhülse in Formschluss mit dem Innenrobr gebracht wird, Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch Fig. l nach der Linie II - II, Fig. 3 zeigt eine Klemmeinrichtung im Längsschnitt, bei der die Klemmhülse in Formschluss mit dem Aussenrohr gebracht wird, Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch Fig. 3 nach der Linie IV-IV.
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dem Innenrobr l und dem Aussenrohrist eine Klemmhülse 3 angeordnet, die am Aussenrohr 2 in Längsrichtung fixiert und um einen be- stimmten Winkel verdrehbarist. DieKlemmhülse 3 weistan einem Ende eine Stirnverzahnung 4 auf.
Am Innenrohr l sind spitzwinkelige Nasen 5 angebracht. vorzugsweise in Form von Lappen, die aus der Rohrwand nach aussen gedrückt sind. Die Nasen 5 weisen mit ihrem spitzen Winkel zur Stirnverzahnung 4 an der Hülse 3, und beim Ausziehen des Innerohres 1 in seine Endlage greifen die Nasen 5 in die Stirnverzahnung 4 und stellen somit eine förmschlüssige Verbindung zwischen der Hül- se 3 und dem Innenrohr 1 her. Es kann eine beliebige Zahl von Nasen 5 am Umfang verteilt vorgesehen sein, wobei zweckmässig drei Nasen gewählt werden.
An dem der Stirnverzahnung 4 entgegengesetzten Ende der Klemmhülse 3 sind über den Umfang verteiltz. B. dreifederndezungen 6 vorgesehen. und am Aussenrohr 2 sind den Zungen 6 zugeord- neteKurvenoderNockeÌ1 7 angebracht. Bei einer Drehbewegung der Zungen 6 in Richtung der Nokken 7 oder umgekehrt werden die Zungen 6 an das Innenrohr 1 angedrückt und somit eine kraft- schlüssigeKlemmverbindungzwischen den beiden Rohren hergestellt. Die Nocken 7 können in vorteilhafter Weise in die Wandung des Rohres 2 eingedrückt werden.
DieZungen 6 werdenzweckmässig aus der Hülse 3 gestanzt. und in Verbindung mit jeder Zunge kann ein Ausschnitt 8 erstellt werden, in den jeweils ein Nocken 7 ragt, womit die Klemmhülse 3 auf dem Rohr 2 in Achsrichtung in ihrer Lage gesichert wird. Die Fertigung der Klemmhülse 3 kann dabei auf einfache und billige Weise z. B. derart erfolgen, dass die Hülse aus einer entsprechend vorgearbeiteten Platine zu einer dann geschlitzten Hülse gerollt wird. Um zu verhindern, dass die Hülse 3 möglicherweise herausrutscht, kann die untere Stirnkante des Aussenrohres 2 am Innenumfang an einigen Stellen etwas eingedrückt werden.
Die formschlüssige Verbindung zwischen den Nasen 5 und der Stirnverzahnung 4 erfolgt erfindungsgemäss in der Weise, dass zwischen den Spitzen der Verzahnung 4 und den Nasen 5 immer ein kleinerspalt verbleibt. In Verbindung mit der weiters von der Erfindung vorgeschlagenen Massnahme, dass sich das Ende 9 des Innenrohres 1 konisch nach aussen erweitert, gelangen die Spitzen der Verzahnung 4 in den konisch zulaufenden Ringspalt und verkeilen sich darin spielfrei. Gleichzeitig werden beim Verdrehen in Spannrichtung die Klemmzungen 6 an der Hülse 3 gespreizt.
Im verspannten Zustand wird somit erfindungsgemäss eine Klemmbasis A geschaffen, deren Länge von dem Abstand der Ebene der Spreizklemmeinrichtung 7,8 bis zum Ende der Stirnverzahnung 4 bestimmt ist. Durch die jeweilige Länge der Klemmhülse 3 kann die Klemmbasis A beliebig festgelegt und in jedem Fall eine absolut wackelfreie Verbindung der beiden Rohre miteinander erzielt werden.
Die nach der Erfindung erfolgende Anwendung einer gleichzeitig form- und kraftschlüssigen Verbindung bringt den beachtlichen Vorteil mit sich, dass die Klemmverbindung nicht in Abhängigkeit von der Grösse und Wirkung eines Reibschlusses als einleitende Kraft steht, sondern vielmehr der nur kraftschlüssigen Klemmverbindung ein formschlüssiger Eingriff vorangeht. Auf Grund des Formschlusses der Klemmhülse 3 mit dem Rohr 1 wird eine in jedem Falle voll wirksame Spreizklemmung erzielt.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Klemmeinrichtung im umgekehrten Sinne als in den Fig. l und 2 darge-
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stellt. DieStirnverzahnung 14 an der Hülse 13 greift hier zur Herstellung einer formschlüssigenVer- bindunginNasen 15, dieimAussenrohr 12 eingedrücktsind. DieSpreizklemmungderHülse 13 wird über federnde Zungen 16 durch Nocken 17 am Innenrohr 11 bewirkt. Zur spielfreien Fixierung derHülse 13 istdasuntere Ende 19 des Aussenrohres 12 konisch eingezogen. Die Spitzen derVerzahnung 14 werden in dem konischen Ringspalt am Rohrende 19 spielfrei verkeilt. Die Funktion der Verbindung ist dabei dieselbe, wie in dem an Hand der Fig. 1 und 2 erläuterten Beispiel.
Zu erwähnen ist schliesslich noch, dass zur kraftschlüssigen Klemmverbindung neben der an Hand der Zeichnung erläuterten Konstruktion auch jede beliebige andere Ausführung einer durch Verdrehen bewirkten Spreizklemmeinrichtung Anwendung finden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Drehklemmung von zueinander verschieb- und verdrehbaren Rohren unter Verwendung einer Klemmhülse, die zwischen den Rohren drehbar und lagegesichert angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse formschlüssig, z. B. über eine Stirnverzahnung, mit einem Rohr in Verbindung gebracht und ferner durch Drehen des jeweils andern Rohres eine kraftschlüssige Verbindung der beiden Rohre miteinander erzielt wird.