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Filmfortschalteinrichtung an photographischen Kameras
Die Erfindung betrifft eine Filmfortschalteinrichtung an photographischen Kameras, mit einer im Kameragehäuse in zwei Lagern gehaltenen und zwischen den Lagern eine Hülse mit einem Paar von Filmfortschaltritzeln tragenden Schaltachse, die zur drehfesten Verbindung mit der Hülse einen in einen polygonalen Innenquerschnitt der Hülse eingreifenden Abschnitt mit Polygonquerschnitt aufweist, an den sich einerseits ein in das eine Lager eingreifender, dünnerer Lagerzapfen anschliesst, während ausserhalb des andern Lagers auf der Schaltachse ein Zahnrad drehfest sitzt, über das die Schaltachse von einer Filmtransporthandhabe aus drehbar ist.
Eine Filmfortschalteinrichtung der genannten Art ist bereits aus der deutschen Auslegeschrift 1092762 bekannt. Die Schaltachse besteht aus einem Stab mit kreisförmigem Querschnitt, der die darüber gesteckte Hülse, auf welcher die Filmfortschaltritzel sitzen, über den grössten Teil ihrer Länge ausfüllt.
An einem Ende der Hülse ist der Querschnitt der Schaltachse verkleinert und als Polygon ausgeführt, worauf sie in den Lagerzapfen übergeht.
Ein Randflansch der Hülse weist eine Öffnung auf, deren Querschnitt dem Polygon auf der Schalt-
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dieses ist entweder mit einer Passfeder drehfest mit der Schaltachse verbunden oder einteilig mit dieser hergestellt.
Die Herstellung der bekannten Filmfortschalteinrichtung ist nicht ganz einfach. Es muss nämlich einerseits zur Fertigung der Schaltachse ein zylindrischer Stab mit einem polygonalen Abschnitt versehen werden, was nur durch Fräsen oder Abschleifen erreicht werden kann. Ferner muss die auf der Schaltachse sitzende Hülse mit zwei verschiedenen Innenquerschnitten erzeugt werden, da sie einerseits auf dem polygonalen, anderseits auf dem zylindrischen Abschnitt der Schaltachse gelagert ist. Die Herstellung wird noch weitaus schwieriger, wenn das Zahnrad einteilig mit der Schaltachse ausgeführt wird.
Wenn die Schaltachse und das Zahnrad nicht einteilig ausgeführt werden, dann muss bei der Montage eine Passfeder eingesetzt werden, um das Zahnrad drehfest mit der zylindrischen Schaltachse zu verbinden ; hiedurch werden zusätzliche Arbeitsvorgänge notwendig.
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hergestellt und leichter montiert werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass sich an den polygonalen Abschnitt der Schaltachse an der dem Zahnrad zugewandten Seite eine Eindrehung anschliesst, die eine Einschuböff- nungim Kameragehäuse durchsetzt und an die sich ein weiterer, die drehfesteverbindung mit dem Zahnrad herstellender, polygonaler Abschnitt anschliesst, und dass zum Lagern des das Zahnrad tragenden Schaltachsenendes die Nabe des Zahnrades dient, welche in einer sich an die Einschuböffnung anschlie- ssenden Gleitlagerausnehmung sitzt.
Bei der erfindungsgemässen Filmfortschalteinrichtung wird die Schaltachse aus einem Stab mit Poly-
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gonquerschnitt hergestellt. Der Lagerzapfen an der dem Zahnrad abgewandten Seite der Schaltachse wie auch die Eindrehung an der dem Zahnrad zugewandten Seite der Schaltachse können durch einfaches Abdre- hen des polygonalen Stabes erzeugt werden. was wesentlich einfacher ist, als die Ausformung eines polygona- len Querschnittes an einem ursprünglich kreiszylindrischen Stab. Der Polygonquerschnitt dient sowohl zur drehfesten Verbindung der Schaltachse mit der Hülse als auch zur Schaffung eines drehfesten Sitzes des
Zahnrades auf der Schaltachse. Die Hülse hat einen durchgehend gleichen Innenquerschnitt.
Zur Befe- stigung des Zahnrades ist keine Passfeder erforderlich, so dass insofern die Montage vereinfacht ist. Die
Schaltachse kann ausserhalb der Kamera fest mit dem Zahnrad verbunden werden. Sie wird dann bei der
Montage durch eine Einschuböffnung in einem Wandteil der Kamera eingeschoben und gleichzeitig durch die bereits in die Kamera eingesetzte Hülse hindurchgesteckt. Die Einschuböffnung in dem genannten
Kamerawandteil muss dabei wenigstens den Durchmesser der Schaltachse in deren polygonalem Abschnitt besitzen und kann somit die Lagerung der Schaltachse auf der dem Zahnrad zugewandten Seite nicht übernehmen. Die Lagerung der Schaltachse wird jedoch auf dieser Seite von der Nabe des Zahnrades übernommen, die in einer entsprechenden Ausnehmung oberhalb der Durchtrittsöffnung im genannten
Kamerawandteil gleitet.
Um eine Axialverschiebung der eingesteckten Schaltachse zu verhindern, wird auf das Ende des Lagerzapfens an der dem Zahnrad abgewandten Seite der Schaltachse eine Klemm- scheibe aufgesetzt.
Um ein axiales Abziehen des Zahnrades von der Schaltachse ohne besondere Anschlagorgane zu verhindern, ist nach einer zweckmässigen Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Innenquer- schnitt der Zahnradnabe am äusseren Ende eine konische Aufweitung besitzt, und dass das Schaltachsen- ende im Bereich dieser Aufweitung nietartig aufgespreizt ist. Das aufgespreizte Ende der Schaltachse verhindert dann ein axiales Abziehen des Zahnrades, ohne dass hiefür Zusatzteile montiert werden müssen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Längsschnittes durch eine
Filmfortschalteinrichtung einer Kamera gezeigt.
In der Zeichnung sind la und lb zueinander parallele obere und untere Wände eines Kameragehäuses. In diesen Wänden ist eine Schaltachse 2 drehbar gelagert, die zwischen den Wänden eine Hülse 3 trägt, welche an ihrem oberen und unteren Ende als Filmschaltritzel 4a bzw. 4b ausgebildet ist. Wie bei 2'in der Zeichnung angedeutet, besitzt die Filmschaltachse im Bereich der Hülse 3 einen quadratischen Querschnitt. Der Innenquerschnitt der Hülse 3 ist entsprechend quadratisch. Die Hülse 3 sitzt dadurch drehfest auf der Schaltachse 2.
Auf das obere Ende der Schaltachse 2 ist ein Zahnrad 5 mit einer Nabe 5a aufgesetzt, das zum Übertragen der Schaltbewegung von einer nicht gezeichneten Filmtransport-Handhabe dient. Über einen Teil der Länge der Nabe 5a besitzt die Schaltachse 2, wie bei 2" angedeutet, ebenfalls einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt, wobei die Kanten jedoch bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel abgerundet sind, damit der Durchmesser der Nabe 5a nicht zu gross gewählt werden muss. In dem Querschnittsbereich 2" der Schaltachse 2 besitzt auch die Zahnradnabe 5a einen entsprechenden Innenquerschnitt, so dass das Zahnrad gegenüber der Schaltachse 2 hicht verdrehbar ist. Beiderseits des Querschnittabschnittes 2"ist die Schaltachse eingedreht, wie bei 2a und 2b ersichtlich.
Der Endabschnitt 2b erstreckt sich durch eine zylindrische Innenbohrung 6 der Zahnradnabe 5a, die in eine konische Erweiterung 6a ausläuft. Im Bereich der konischen Erweiterung 6a ist das Ende der Schaltachse 2, wie aus der Zeichnung ersichtlich, nietartig aufgespreizt, so dass das Zahnrad 5 gegen Axialbewegung in dieser Richtung gesichert ist.
In der Gehäusewand la ist ein Lagersitz 7 ausgebildet, der das untere Ende der Zahnradnabe 5a drehbar aufnimmt. Gegen Axialverschiebung ist die Zahnradnabe 5a - und damit auch die Schaltachse 2 - durch eine Stirnfläche 8 im Anschluss an den Lagersitz 7 gesichert. Koaxial zum Lagersitz 7 ist eine Durchtrittsbohrung 9 in der Gehäusewand la angeordnet, die von dem eingedrehten Abschnitt 2a der Schaltachse 2 durchsetzt ist. Die Durchtrittsbohrung 9 ist in ihrem Querschnitt so gewählt, dass der polygonale Abschnitt 2'der Schaltachse 2 hindurchgesteckt werden kann. Die "Bohrung" kann daher auch quadratischen Querschnitt haben.
Das andere Ende der Schaltachse 2 läuft in einen Lagerzapfen 2c mit kreisförmigem Querschnitt aus, der in einer Lagerbohrung 10 der Gehäusewand 1b drehbar gelagert ist. Auf das freie Ende des Lagerzapfens 2c sind eine Unterlegscheibe 11 und eine in radialer Richtung stark federnde offene Klemmscheibe 12 aufgesetzt. Die letztgenannten beiden Teile sichern die Schaltachse 2 gegen Axialbewegung nach oben.
Zur Montage der gezeichneten Filmfortschalteinrichtung werden ausserhalb des Gehäuses die Schalt-
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achse 2 und das Zahnrad 5 fest miteinander verbunden, indem die Zahnradnabe 5a auf den Querschnittsabschnitt 2" aufgeschoben wird, bevor das dortige Ende der Schaltachse einer Aufweitung unterzogen wird. Danach wird die Aufweitung vorgenommen, so dass das Zahnrad 5 gegen Abziehen von der Schaltachse 2 gesichert ist. Nach Einsetzen der Hülse 3 mit den Ritzeln 4a und 4b zwischen die Wände la und Ib wird die Schaltachse 2 von oben durch die Bohrung 9 hindurchgesteckt, bis die Stirnseite der Zahnradnabe 5a an die Stirnfläche 8 anstösst. Dabei dringt der Lagerzapfen 2c in die Lagerbohrung 10 ein und kann anschliessend durch Aufsetzen der Scheiben 11 und 12 gesichert werden.
Eine eventuelle Demontage verläuft in umgekehrter Richtung.
Wie ersichtlich, sind Montage und Demontage der Einrichtung nach der Erfindung denkbar einfach.
Sämtliche aus derBeschreibung und der Zeichnung, einschliesslich deren konstruktiven Einzelheiten, hervorgehenden Merkmale können auch in beliebigen Kombinationen erfindungswesentlich sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filmfortschalteinrichtung an photographischen Kameras, mit einer im Kameragehäuse in zwei Lagern gehaltenen und zwischen den Lagern eine Hülse mit einem Paar von Filmfortschaltritze1n tragenden Schaltachse, die zur drehfesten Verbindung mit der Hülse einen in einen polygonalen Innenquerschnitt der Hülse eingreifenden Abschnitt mit Polygonquerschnitt aufweist, an den sich einerseits ein in das eine Lager eingreifender, dünnerer Lagerzapfen anschliesst, während ausserhalb des andern Lagers auf der Schaltachse ein Zahnrad drehfest sitzt, über das die Schaltachse von einer Filmtransport-Handhabe aus drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den polygonalen Abschnitt (2') der Schaltachse (2) an der dem Zahnrad (5) zugewandten Seite eine Eindrehung (2a) anschliesst, die eine Einschuböffnung (9) im Kameragehäuse (la)
durchsetzt und an die sich ein weiterer, die drehfeste Verbindung mit dem Zahnrad herstellender, polygonaler Abschnitt (2") anschliesst, und dass zum Lagern des das Zahnrad tragenden Schaltachsenendes die Nabe (5a) des Zahnrades dient, welche in einer sich an die Einschuböffnung anschliessenden Gleitlagerausnehmung (7) sitzt.