AT244707B - Verfahren zum Regenerieren salzsaurer Eisenlösungen - Google Patents

Verfahren zum Regenerieren salzsaurer Eisenlösungen

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AT244707B
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Austria
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pickling
iron
chlorine
iron solutions
hydrochloric acid
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AT645863A
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Andreas Dr Hake
Othmar Ing Ruthner
Original Assignee
Othmar Ing Ruthner
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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Regenerieren salzsaurer Eisenlösungen 
Bei den bekannten Regenerationsverfahren   für salzsaure   Eisenlösungen, z. B. Eisenbeizen, wird Eisen-   - (II)-Chlorid   aus der Beize in Gegenwart von Wasserdampf und Luftsauerstoff gemäss 
 EMI1.1 
 zu F errioxyd abgeröstet, um die beim Beizen gebundene Salzsäure zu freier Salzsäure zu regenerieren. Das in den Ofen eingegebene Röstgut muss dabei keineswegs nur festes Salz sein, es kann auch zum Teil gelöst und/oder mit   Fe.O angeteigt   sein, aber die Grundreaktion bleibt dieselbe. 



   Nun deckt aber naturgemäss diese wiedergewonnene Salzsäure nicht den gesamten Bedarf. Insbesondere die mit dem Beizgut ausgeschleppte Beizsäure geht in die Spülwässer und muss in irgendeiner Form wieder ergänzt werden. Dasselbe gilt für   Verdunstungs- und   sonstige Verluste. 



   Am nächstliegenden ist nun, diesen Bedarf durch laufende Zugabe von wässeriger Salzsäure in handelsüblicher, zirka   30% figer   Konzentration zu decken. Da man aber zwangsläufig für den Ersatz von   30%   HC1 jeweils 70% Wasser dem Beizbad zufügt, nimmt das Beizbadvolumen immer mehr zu, so dass trotz der Säureregeneration ein Teil Beizsäure abgestossen und neutralisiert werden muss. Die Verwendung von   100% igem   komprimiertem HCl-Gas   scheidet wegen der enorm hohen Kosten und wegen des äusserst schwie-   rigen Transportes sowie der Manipulation aus. 



   Gemäss der Erfindung benutzt man zum Ersatz des Salzsäureverlustes statt   30% figer   Salzsäure   100% igues   Chlor, das vom zweiwertigen Eisen zum Chlorion reduziert wird nach der Gleichung 
 EMI1.2 
 Das   Fe2C   röstet man nun mit dem restlichen FeCl2 ab und erhält nach der Gleichung 
 EMI1.3 
 je Mol Eisen zusätzlich ein Mol   10 Öliges   HCl-Gas. 



   Man verfährt nach der Erfindung in der Weise, dass man geregelte Mengen entspannten, gasförmigen Chlors in Kolonnen, Kaskadenabsorbern od. dgl. entweder der Beizlösung selbst oder beliebigen Konzentraten daraus zuführt, also entweder flüssigen oder flüssigfesten Systemen von Wasser, Salzsäure und   Eisen-II-Chlorid.   Selbst festes Eisenchlorid lässt sich so behandeln, weil es gemäss 
 EMI1.4 
 in eine wässerige Lösung übergeht. 



   Man kann auch beide Verfahren kombinieren und dem System nur einen Teil des verlorengehenden 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Chlorions durch wässerige Salzsäure ersetzen (so dass der Wasserhaushalt des Beizkreislaufes nicht gefähr-   det   ist), und den Rest durch Zugabe elementaren Chlors decken. 



   Besonders vorteilhaft ist es, das Chlor jenem Materialstrom zuzusetzen, der zur Gänze in den Röstofen geht, weil dabei das gesamte gebildete   Fie-ils   als   Fe,0 abgeschieden   wird. 



   Bei kleinen, robusten Anlagen kann es aber regeltechnisch einfacher sein, das Chlor nicht nur dem geringen Teilstrom zuzusetzen, der in den Röstofen geht. Zumindest ein Teil des gebildeten Fe2Cl6 wird dann beim Beizen gemäss 
 EMI2.1 
 am Beizgut selbst reduziert. 



   Diese an sich bekannte Reduktion kann man vorteilhaft auch in einem separaten Reduktor mittels Schrott von der   Besäumschere   od. dgl. vornehmen, wodurch man den Beizverlust des Beizgutes herabsetzt und bei Anlagen, in denen Ferrochlorid gefällt wird, die Ausfällung fördert. 



   PATENTANSPRÜCHE. : 
1. Verfahren zum Regenerieren salzsaurer Eisenlösungen durch Abrösten von Eisenchloride zu Eisenoxyden in Gegenwartvon Sauerstoff   undWasserdampf, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlor-   verluste durch Austrag, Verdampfung usw. mindestens teilweise durch Absorption von gasförmigem Chlor in der Beizlösung oder Beizablauge an irgendeiner Stelle des Regenerationskreislaufes unter Oxydation von Eisen-   (II)- zum   Eisen-   (IH)-chlorid   gedeckt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zu röstende Teilstrom chloriert wird, also Beize, eingedampftes Konzentrat, Eisen- (II)-chloridkristalle- oder Aufschlämmun- gen.
    3. Regenerationsverfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise das gebildete Ferriion ganz oder teilweise entweder während oder nach der Chlorierung durch Eisenabfälle reduziert wird.
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