AT244257B - Verfahren zur Flotation von Feldspatmineralien - Google Patents

Verfahren zur Flotation von Feldspatmineralien

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AT244257B
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feldspar minerals
minerals
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Dieter Dipl Ing Uhlig
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Akad Wissenschaften Ddr
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Flotation von Feldspatmineralien 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, mit dem die Flotation von Feldspatmineralien aus einem feldspathaltigen Sand oder Gestein vorgenommen wird. 



   Zur Flotation von Feldspatmineralien wurden bisher ausschliesslich Reagenzien verwendet, die vorwiegend aus primären aliphatischen Aminen bestehen. Es handelt sich hiebei um Produkte vom Typ   R-NH,   deren Kohlenwasserstoffketten (R) mehr als zehn C-Atome enthalten. Diese Produkte bestehen zudem meist aus Aminen mit verschieden langen Kohlenwasserstoffketten. Bedingt durch den Herstellungsprozess können die Amine einen gewissen Anteil an sekundären und eventuell tertiären Aminen enthalten. In jedem Fall wird dieser jedoch so geführt, dass vorwiegend primäre Amine entstehen, da allgemein die Ansicht vertreten wird, dass die Wirksamkeit eines kationaktiven Sammlers durch den Gehalt an primären Aminen bestimmt wird. 



   Beim Flotieren mit primären Aminverbindungen muss mit einem hohen Reagenzienverbrauch gerechnet werden. Das hat zur Folge, dass die Restkonzentrationen in den Abwässern der Flotation so hoch liegen können, dass sie nicht ohne weiteres in die Vorflut geleitet werden dürfen. Weiterhin ist auch dann Aminmenge, die an den Oberflächen der Feldspatmineralien gebunden ist, so hoch, dass das Konzentrat erst nach einem Auswaschen der Amine verwendbar wird. Zudem erzeugt die hohe Aminkonzentration einen starken Schaumanfall, der den gesamten Flotationsprozess sehr erschwert. 



   Hinzu kommt noch, dass gerade die primären Amine, die für die Feldspatflotation in Frage kommen, die Grundstoffe für eine Anzahl chemischer Produkte bilden und daher einen Engpass darstellen. 



   Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zu schaffen, mit dem die Flotation von Feldspatmineralien aus einem feldspathaitigen Sand oder Gestein vorgenommen wird. 



   Erfindungsgemäss ist die Aufgabe dadurch gelöst, dass als   Sammler-Schäumer   entweder allein oder zusammen mit andern polaren und unpolaren Sammlern und Schäumern Reagenzien verwendet werden, die überwiegend aus sekundären aliphatischen Aminverbindungen mit Kohlenwasserstoffkettenlängen zwischen C   5 - C   14 bestehen. Die Zugabe von sekundären Aminen erfolgt hiebei beispielsweise in Form von Hydrochloriden oder Azetaten, eventuell auch emulgiert. 



   Beim Flotieren mit Reagenzien, die entweder allein oder vorzugsweise aus sekundären Aminen bestehen,   liegen die Zugabemengen, die notwendig   sind, um ein einwandfreies Flotationsergebnis zu erhalten, tiefer als beim Einsatz von primären Aminverbindungen. Als besonderer Vorteil erweist sich noch, dass die Restkonzentration an Aminen in den Abwässern der Flotation und in dem   ausgeschwommenen   Feldspatkonzentrat beim Arbeiten mit sekundären Aminverbindungen geringer ist. Ausserdem entsteht mit den letztgenannten Produkten ein Schaum, dessen Eigenschaften für die Weiterverarbeitung günstiger sind.

   Wesentlich ist weiterhin, dass sich die   sekundären A minen, die   beim Herstellen von primären Verbindungen zwangsläufig anfallen, bisher für andere Zwecke nur beschränkt verwenden liessen und zum Teil als Abfallprodukte betrachtet wurden. 



   Die Erfindung wird an Hand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert :
1. Ausführungsbeispiel :
Das Verfahren zur Flotation von Feldspatmineralien aus einem feldspathaltigen Sand unter Zugabe eines Reagenzes, das vorwiegend aus sekundären Aminen der Kettenlänge C   7-C 9   besteht, geht folgendermassen vor sich :
Zunächst wird das für die Flotation zu grobe Korn über etwa 0, 3 mm abklassiert. Danach bereitet 

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 man das Gut unter 0,3 mm für die Flotation durch Abreiben in dicker Trübe und anschliessendes Entschlämmen vor. Das Aktivieren der Feldspatminerale bzw. das Drücken der Quarzkörner erfolgt durch Zugabe und Einwirken von etwa 1500 g/t Flusssäure.

   Als Sammler und Schäumer für die Feldspatmineralien werden 300 g/t sekundäre Amine mit einer   Kohlenwas, serstoffketten1änge   von C 7 bis C 9 als Hydrochloride zugegeben. 



   Unter diesen Bedingungen wurde aus einem Haufwerk mit   30%   Feldspat ein Konzentrat mit 95% Feldspat bei einem Feldspatausbringen von 90% geschwommen. 



   2. Ausführungsbeispiel :
Das Verfahren zur Flotation von Feldspatmineralien aus einem feldspathaitigen Gestein unter Zugabe eines Reagenzes, das vorwiegend aus sekundären Aminen der Kettenlänge C 10 - C 12 besteht, geht folgendermassen vor sich :
Das Haufwerk wird zunächst auf eine obere Korngrösse von 0,3 mm vermahlen. Hiernach wird das Aufgabegut für die Flotation   entschlämmt.   Das Aktivieren der Feldspatminerale bzw. das   Drückender   Quarzkörner erfolgt durch Zugabe und Einwirken von 1000 g/t Flusssäure und 500 g/t Schwefelsäure. Das Ausflotieren der Feldspatmineralien geht nach Zugabe und Einwirken von 600 g/t vorwiegend sekundärer   Amin-Hydrochloridverbindungen   der Kettenlänge G 10 - C 12 sowie 800 g/t eines Heizöles vor sich. 



   Das Ergebnis entspricht dem des im 1. Ausführungsbeispiel beschriebenen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : EMI2.1 durch gekennzeichnet, dass als Sammler-Schäumer entweder allein oder zusammen mit andern polaren und unpolaren Sammlern und Schäumern Reagenzien verwendet werden, die überwiegend aus sekundären aliphatischen Aminverbindungen mit Kohlenwasserstoffkettenlängen zwischen C 5 und C 14bestehen.
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