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Vorliegende Erfindung betrifft einen allen Anforderungen des Tierschutzes entsprechendon, gebisslosen Pfordezaum, durch welchen die Lenkung und Zügelung der Pferde unter möglichster Schonung der empfindlichen Maulteile vorgenommen werden kann und mit welchem den Pferden nicht wie bei den bekannten Systemen der Kopf abwärts gezerrt oder zurlickgerissen wird, wodurch leicht ein Sturz verursacht wird, sondern unter dessen Anwendung selbst bei scharfem Anzug der Zügol bloss eine Festbannung derselben auf dem jeweiligen Standorte bewirkt wird.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform dieses Pfordezaums ; Fig. 2-4 veranschaulichen, wie derselbe praktisch verwendet wird, während in Fig. 5 eine andere Ausführungsform dargestellt ist. Fig. 6--8 sind Einzelheiten dieser letzteren.
Der Pferdozaum, wie er in don Fig. 1-4 dargestellt ist, besteht aus den beiden durch den Nasenriemon a zusammengehaltenen Mundwinkelscheiben b, an welchen sich die zur Befestigung des Nasen- und der Backenriemen h erforderlichen Schlitze i, k be-
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lagert. An den kürzeren nach abwärts gerichteten Hebelarmen ist die Kinnkette e be- festigt, an den längeren nach aufwärts gerichteten Hebelarmes greifen die Züge ! an. Die Stellung dieser im allgemeinen aufrechtstehenden Scherhebel bei dem am Pferde angeschnalltem Zaum ist eine derartige, dass beim Anziehen der Zug") die Kinnkette sich unter dem Kinn etwas nach vorwärts und aufwärts schiebt und hiebei das Pferd zwingt,
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leistet.
Dadurch wird ein Durchgehen beim Scheuwerden, sowie das schädliche Maulöffnen der Pferde während des Laufens verhindert. Selbst wenn die Zügel lose gehalten werden. befindet sich die Kinnkette nahe der vorderen Maulöffnung, so dass auch in diesem Falle ein übermässiges Maulöffnen nicht stattfinden kann. Nachdem sich der Nasenriemen a im Vergleich zur Kinnkette e weiter rückwärts befindet (Fig. 3), wird beim Anziehen der Ziig'l die Kette e unter Abstützung des Druckes durch den Nasenriemen der Kopf nur mässig nach aufwärts bewegt, während das bei den bisherigen Systemen erfolgende heftige
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störrische Pferde rasch gezähmt und leicht dirigiert werden.
Bei der in Fig. 5-8 dargestellten Ausführungsform besitzt jeder der Scherhobel c eine dosenförmige Erweiterung j, in welcher sich eine Spiralfeder l befindet, deren eines Ende in ihr das andere an der zugehörigen Mundwinkelscheibe b befestigt ist. Diese Feder/hat den Zweck, beim Nachlassen der Zügel den Hebel c selbsttätig derart zurück zu bewegen, dass der Druck der Kinnkctte e sofort nachgibt. Auch bei dieser Ausführungsform ist wesenttich, dass die Kinnketto e weiter vorne als der Nasenriemen liegt, wodurch
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bewegung sind an der Mundwinkelscheibe b Anschlagstifte m, n angebracht. Fig. 5 veranschaulicht gleichzeitig eine für das beschriebene System geeignete, von den üblichen etwasabweichendeHaifterkonstruktion.