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Angemeldet am 13. März 1964 (A 2233/64).-Beginn der Patentdauer : 15. März 1965.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritz-und Trockenanlage bestehend aus einer Spritz- und Trokkenkammer und einer Heizkammer. Die Erfindung bezweckt eine Spritz-und Trockenanlage, insbeson- dere zur Durchführung von Instandsetzungsarbeiten an Kraftfahrzeugen zu schaffen, die eine einfache und raumsparende Konstruktion aufweist und daher leicht in bestehenden Hallen oder im Anschluss an solche aufgestellt werden kann.
Die Erfindung bezweckt insbesondere, die Durchführung des Spritzvorganges unter Einhaltung der bestehenden Sicherheitsvorschriften rasch durchführen zu können und anschliessend an den Spritzvorgang in der gleichen Kammer die Instandsetzungsarbeiten durch einen Trockenvorgang abschliessen zu können.
Rein konstruktiv wird dabei angestrebt, dass die Spritz- und Trockenanlage eine möglichst geringe Sokkelhöhe aufweist, um Kraftfahrzeuge ohne lange Auffahrtsrampen in die Spritz- und Trockenkammer einbringen bzw. sicher aus ihr ausfahren zu können.
Das wesentliche Merkmal der erfindungsgemässen Spritz- und Trockenanlage, das die Erfüllung der angegebenen Zweckbestimmungen ermöglicht, besteht darin, dass in einem Sockel eine Mittelkammer und zwei Seitenkammern durch einen Bodenkanal verbunden sind, der mittels einer zweiteiligen Mischklappe in "Spritzstellung" an einen Abluftkanal angeschlossen ist, wobei mittels der Mischklappe in derselben Stellung gleichzeitig ein Frischluftkanal mit einem Sammelkanal verbunden wird, der über ein Heizregister zu einer Filterdecke der Spritz- und Trockenkammer führt, wogegen durch die Mischklappe in"Trockenstellung"der Bodenkanal und der Frischluftkanal an den Sammelkanal angeschlossen sind.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung weist die Mischklappe zwei voneinander getrennte Kammern auf, in-denen je eine segmentförmige Klappe angeordnet ist, die um 900 gegeneinander versetzt auf einer gemeinsamen Betätigungswelle befestigt sind, wobei die eine Kammer nach oben hin in den Frischluftkanal, die andere in den Abluftkanal und nach unten hin in den Bodenkanal mündet, und beide Kammern waagrecht an den Sammelkanal angeschlossen sind.
In dem Abluftkanal ist dabei ein Abluftventilator angeordnet, dessen Schalter mittels derBetäti- gungswelle bei Umstellung der Mischklappe auf "Spritzstellung" eingeschaltet und auf"Trockenstellung" abgeschaltet wird. Ausserdem ist in dem über das Heizregister führenden Sammelkanal erfindungsgemäss ein Heiz- und Umluftgebläse angeordnet.
Die in dem Sockel der Anlage angeordnete Mittelkammer ist im Rahmen der Erfindung mit der Spritzkammer über einen Bodenrost, mit dem Bodenkanal über Umluftklappen und mit den Seitenkammern über Filter verbunden, wobei zwischen den Seitenkammern und dem Bodenkanal Stellklappen angeordnet sind. Die Filter bestehen dabei erfindungsgemäss aus im spitzen Winkel zueinander angeordneten Filterplatten.
Die erfindungsgemässe Spritz- und Trockenanlage kann in einfacher Weise durch Umstellung der Mischklappe, der Umluftklappen und der Stellklappen aus der "Spritzstellung" in die "Trockenstellung" und wieder zurück in die "Spritzstellung" umgeschaltet werden. Die Betätigung der Klappen und die notwendige Ein- und Abschaltung des Abluftventilators und des Heiz-und Umluftgebläses kann dabei von einer gemeinsamen Betätigungswelle aus erfolgen.
Die Ausbildung der in Kammern angeordneten Filter und die Anordnung der Kammern und der Kanäle ergibt dabei eine geringe Sockelhöhe. Die raumsparende Ausbildung der Spritz- und Trockenanlage nach der Erfindung hat auch den Vorteil kurzer Luftwege und damit geringer Antriebsleistung für die Gebläse.
Der minimale Raumbedarf ergibt auch einen guten Wärmehaushalt und die Möglichkeit eines Betriebes
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mit einer wirtschaftlichen Heizleistung. Schliesslich erfordert die Spritz- und Trockenanlage nur geringe Herstellungskosten und kann daher auch von kleineren Reparaturwerkstätten wohlfeil angeschafft werden.
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, die eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Spritz- und Trockenanlage schematisch veranschaulicht.
Eszeigen : Fig. l einen waagrechten Schnitt durch die Anlage gemäss der Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 ein Schaubild zur Veranschaulichung der Luftwege und die Fig. 4 und 5 Schrägansichten der Mischklappe in zwei verschiedenen Stellungen.
Die Spritz- und Trockenanlage gemäss der Erfindung besteht aus einer Spritz- und Trockenkammer 1 und einer an diese angebauten Heizkammer 2. Im Sockel unterhalb der Spritz- und Trockenkammer 1 befindet sich eine Mittelkammer 3, die über einen Rost 4 mit der Spritz-und Trocken- kammer in Verbindung steht. Zu beiden Seiten der Mittelkammer 3 sind zwei Seitenkammern 5 angeordnet. Die Mittelkammer 4 steht mit den beiden Seitenkammern 5 über Abluftfilter in Verbin-
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je aus zwei in einem spitzen Winkel zueinander schräggestellten FilterplattenSowohl die Mittelkammer 3 als auch die beiden Seitenkammern 5 stehen mit einem Bodenkanal 7 in Verbindung, der etwa U-förmig um die Anlage herumgeführt ist.
Zwischen der Mittelkammer 3 und dem Bodenkanal 7 sind Umluftldappen 8 und zwischen den Seitenkammern 5 und dem Bodenkanal 7 Stellklappen 9 angeordnet. Diese Klappen stehen im rechten Winkel zueinander, so dass entweder die Mittelkammer 3 oder die Seitenkarnmern 5 mit dem Bodenkanal 7 verbunden sind. Auf dem Bodenkanal 7 ist eine Mischklappe 10 aufgesetzt, an die nach oben hin ein Abluftkanal 11 und ein Frischluftkanal 12 und waagrecht ein Sammelkanal 13 angeschlossen sind. Die Mischklappe 10 besteht aus zwei Kammern 14 und 15, die nebeneinander liegen und voneinander durch eine Mittelwand getrennt sind. Jede Kammer nimmt eine segmentförmige Klappe 16 bzw. 17 auf.
Die Segmentklappen 16,17 stehen in rechtem Winkel zueinander und sind auf einer gemeinsamen Betätigungswelle 18 befestigt. In dem Abluftkanal 11 ist ein Abluftventilator 19 angeordnet, der über die Betätigungswelle 18 ein-und ausgeschaltet werden kann.
Der an die Mischklappe 10 waagrecht angeschlossene Sammelkanal 13 führt über ein Heizregister 20 nach oben zu einem Heizkanal 21, der über eine Filterdecke 22 in die Spritz- und Trockenkammer mündet. In dem Sammelkanal 13 ist ein Heiz- und Umluftgebläse 23 angeordnet.
Während des Spritzvorganges ergeben sich folgende mit gestrichelten Pfeilen eingezeichnete Luft- wege : Die Luft wird aus der Spritzkammer 1 durch den Bodenrost 4 in die Mittelkammer 3 befördert und bei geschlossenen Umluftklappen 8 durch die Abluftfilter 6 in die Seitenkammern 5 befördert, von welchen sie durch die geöffneten Stellklappen 9 in den Bodenkanal 7 gelangt. Die Mischklappe 10 befindet sich in der in Fig. 4 eingezeichneten Lage, in der der Bodenkanal 7 durch die geöffnete Segmentklappe 16 an den Abluftkanal 11 angeschlossen ist. Mit Hilfe des Abluftventilators 19 wird daher die Luft aus der Spritzkammer 1 nach entsprechender Filterung in das Freie abgeführt.
Die Zufuhr von Frischluft erfolgt durch den Frischluftkanal 12 und die Kammer 15 der Mischklappe 10 in den Sammelkanal 13 und wird aus diesem durch das Heiz-und Umluftgebläse 23 über das Heizregister 20 in den Heizkanal 21 und durch die Filterdecke 22 in die Spritzkammer 1 befördert.
Der nach Beendigung des Spritzvorganges eingeleitete Trockenvorgang ergibt folgende Luftwege : Die Mischklappe 10 befindet sich in der in Fig. 5 eingezeichneten Lage und die Umluftklappen 8 sind geöffnet und die Stellklappen 9 geschlossen. Die Luft gelangt durch den Bodenrost 4 aus der Spritzkammer 1 in die Mittelkammer 3 und über die geöffneten Umluftklappen 8 in den Bodenkanal 7, aus dem sie durch die Kammer 14 der Mischklappe 10 in den Sammelkanal 13 gelangt, aus dem sie über das Heiz- und Umluftgebläse 23 das Heizregister 20, den Heizkanal 21 und die Filterdecke 22 wieder in die Spritzkammer 1 gebracht wird. Bei dieser Stellung der Mischklappe und der Umluftklappen bzw. Stellklappen ist daher ein Umluftbetrieb gegeben, wie er in den Zeichnungen mit voll ausgezogenen Pfeilen angedeutet ist.
Die Umstellung der Umluftklappen 8 und der Stellklappen 9 kann von der Betätigungswelle 18 der Mischklappe 10 aus erfolgen.
Die dargestellte Ausführungsform einer Spritz-und Trockenanlage dient nur zur Erläuterung des Wesens der Erfindung, ohne dass diese aber auf die dargestellten Einzelheiten beschränkt ist.