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Verfahren zum Herstellen von Ozon und Anlage zur
Durchführung des Verfahrens
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Wird das Verfahren in Verbindung mit einemOzonisator des oben erwähntenRöhrentyps durchgeführt, dann ist es vorteilhaft, die Enden der inneren Röhre zu verschliessen, so dass die in den Ozonisator gesaugte Luft ausschliesslich durch den ringförmigen Zwischenraum zwischen den Elektroden hindurchstreicht.
Man erhält dann ein ozonisiertes, verdünntes Gas. Die dadurch erhaltene, verringerte Kühlwirksamkeit wird ziemlich bedeutungslos, wenn die innere Röhre in bekannter Weise vollständig aus Metall, das leicht gekühlt werden kann, besteht. Wegen Korrosionsgefahr wird die innere Röhre im allgemeinen aus Aluminium hergestellt.
- Diese Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung.
Die Anlage enthält eine Kühlvorrichtung und mindestens einen'Ozonisator aus zwei Elektroden, die so angeordnet sind, dass zwischen ihnen ein als Entladungskammer dienender Zwischenraum ausgebildet ist, bei welcher der Ozonisator und die Kühlvorrichtung in zwei voneinander getrennten Kammern angeordnet sind, und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Ozonisator und die Kühlvorrichtung über zwei Kanäle die am oberen bzw.
unteren Ende der Kühlkammer ausgebildet sind, miteinander verbunden sind, und dass ein Gebläse vorgesehen ist, welches die Luft zur Zirkulation durch die beiden Kammern zwingt, wobei ein Ende des Ozonisators mit der ihn umgebenden Kammer in Verbindung steht, während das andere Ende mit einer Auslassöffnung verbunden ist, und wobei die die Kühlvorrichtung umgebende Kammer über eine Öffnung, welche in ausreichendem Abstand von den Kanälen angeordnet ist, mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Erfindungswesentliche Merkmale werden an Hand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch den gemäss der Erfindung in Kammern unterteilten Schrank, Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch den oberen Teil eines Ozonisators des Röhrentyps, Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch den unteren Teil eines Ozonisators des Röhrentyps.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist ein Schrank 4 durch eine vertikale Scheidewand 5 und eine horizontale Scheidewand 6 in drei Kammern 7,8, 9 unterteilt. Die Kammer 7 enthält eine Anzahl von Ozonisatoren (in dem Ausführungsbeispiel sind zwei gezeigt) und einen Hochspannungstransformator 11. Die Kammer 8 enthält einen Kompressor 12, der über Rohrleitungen 13,14 mit einem Kühlaggregat 15 in der Kammer 9 verbunden ist. Die Kammern 7 und 9 sind vorzugsweise wärmeisolierend, und die Kammer 9 steht über die Öffnung 16 mit der Atmosphäre in Verbindung. Die Kühlvorrichtung 15 hat einen vertikalen Kanal 17, dessen unteres Ende offen ist. Ein Kanal 18 stellt die Verbindung zwischen dem oberen Ende des Kanals 17 und dem oberen Teil der Ozonisationskammer 7 her.
Ein in dem Kanal 18 angeordnetes Gebläse 19 saugt die Luft durch die Kühlvorrichtung nach oben und drückt die gekühlte Luft in die Kammer 7. Ein vertikaler Kanal 20 verbindet das untere Ende der Ozonisationskammer 7 mit der Kühlvorrichtungskammer 9 und mündet dort nächst der Einlassöffnung des Kanals 17.
Die Ozonisatoren 10 sind vorzugsweise vom Rohrtyp und die Elektroden sind durch Drähte 21 bzw. 22 mit dem Hochspannungstransformator 11 verbunden. Die äussere Elektrode besteht aus einer mit Metall 23 überzogenen Glasröhre 24 und dient als Elektrikum, während die innere Elektrode aus einer Aluminiumrohre 25 bestehen kann. Beide Enden der inneren Röhre sind mit Deckeln 26 verschlossen, die von Schraubenmuttern 27 gehalten werden, welche auf einer Verbindungsstange 28 aufgeschraubt sind, die in axialer Richtung über eine in dem Deckel angeordnete Öffnung aus der Röhre herausragt. Ein mit Aussengewinde versehener Flansch 29 ist an beiden Enden der äusseren Röhre 24 angeordnet und ist in eine mit Innengewinde versehene Hülse 30 geschraubt.
Ein Dichtungsring 31 zwischen Hülse 30 und Flansch 29 bewirkt eine wirksame Abdichtung gegenüber der Röhre 24. Die innere Röhre 25 ist in der äusseren Röhre 24 durch an den zwei Deckeln 26 angeordnete Flansche 32 befestigt. Die Flansche 32 tragen Aussengewinde, mit denen sie in die Hülsen 30 geschraubt sind. Auf diese Weise wird der ganze Ozonisator durch einfache Vorrichtungen zusammengehalten und kann leicht zerlegt werden, falls Teile auszutauschen sind. An den Flanschen 32 der Deckel 26 sind Aussparungen 34 ausgebildet, durch die die Luft in den ringförmigen Zwischenraum 33 zwischen äusserer Röhre 24 und innerer Röhre 25 gelangt. Natürlich müssen die Hülsen 30 aus isolierendem Material wie Kunststoff od. dgl. hergestellt sein.
Die Hülsen 30 am unteren Ende des Ozonisators werden von an den Wänden der Kammer 7 verankerten Auslegern 35 festgehalten. Die oberen Hülsen 30 sind mit einem gewöhnlichen Sammelkasten 36 verbunden, der über einen Auslass 37 mit einer Saugpumpe (nicht gezeigt) verbunden ist, die das Ozongas an den Ort seiner Verwendung weiterbefördern soll.
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Das Gebläse 19 hat also die Aufgabe, die Luft durch die Kühlvorrichtung durchzuleiten, wo sie z. B. auf-10 oder-15 C gekühlt wird. Die gekühlte Luft wird am oberen Ende der Kammer 7 eingeführt und sinkt dann nach unten, wobei sie die Elektrodenröhren 23 bzw. 24 umspült. Ein kleiner Teil der Luft wird in die Entladungskammer 33 zwischen den Elektroden 23,25 gesaugt und über den Auslass 37 nach erfolgter Ozonisation abgeleitet. Der grösste Teil der Luft wird jedoch zur Kühlkammer 9 über den Kanal 20 zurückgeführt und etwas frische Luft, der Menge des durch den Auslass 37 abgeleiteten Gases entsprechend, wird über den Einlass 16 angesaugt.
Wie bereits erwähnt, ist die Anlage vorzugsweise so bemessen, dass maximal 51o der von dem Gebläse gelieferten Luftmenge durch die Ozonisatoren entzogen wird. Diese rasch zirkulierende Kühlluft bewirkt eine wirksame Kühlung der Elektroden, wodurch eine wesentliche Steigerung der Ozonausbeute erreicht wird. Zur gleichen Zeit ist der Energieverbrauch durch die dauernde Zirkulation der Luft sehr gering.
Natürlich kann die Anlage des beschriebenen Ausführungsbeispieles in Einzelheiten verändert werden. So kann z. B. das Gebläse 19 an einer andern Stelle angeordnet werden, und es sollte auch die Möglichkeit offen gelassen werden, die zirkulierende Luft in entgegengesetzter Richtung, d. h. vom Boden der Ozonisationskammer nach oben hin, zu leiten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von Ozon, bei welchem ein elementaren Sauerstoff enthaltendes Gas in einer Kühlvorrichtung gekühlt und sodann durch den zwischen zwei Elektroden eines Ozonisators befindlichen, als Entladungskammer dienenden engen Zwischenraum geleitet wird, wobei zwischen diesen bei-
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haltende Gas durch die Kühlvorrichtung und eine den Ozonisator umgebende Kammer zirkulieren gelassen wird, wobei nur ein kleiner Teil des zirkulierenden Gases in das eine Ende des Ozonisators eingeleitet und an dem andern Ende das gewünschte Ozongas abgezogen wird, und wobei das abgezogene Gas durch eine entsprechende, der Kühlvorrichtung zugeführte Menge frischen sauerstoffhaltigen Gases, das einem Vorratsbehälter oder vorzugsweise der Atmosphäre entnommen wird, ersetzt wird.