<Desc/Clms Page number 1>
Stereophonischer Empfänger
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
den Darstellung ersichtlich sein wird, besteht die Funktion der Steuervcrrichtung 16 in einer Steuerung desDämpfungszustandes des Schwingkreises des Oszillators 18 in Abhängigkeit davon, ob das Empfangssignal stereophonisch ist oder nicht.
Die Steuervorrichtung 16 erzeugt eine Anzeigespannung In Abhängigkeit von der Art des empfangenen Signals. Sie umfasst eine Röhre 31, zu derem Eingangskreis das Ausgangssignal des Demodulators 13 über eine Eingangsklemme 28 und einen Kondensator 29 gelangt. Am Eingang liegt der übliche Gitterableitwiderstand 30 und im Kathodenkreis die Parallelschaltung 32,33 zur Erzeugung einer Vorspannung. Das Schirmgitter hat einen ähnlichen Vorspannungskreis 34,35. Im Anodenkreis liegt ein Transformator 36, der auf die Frequenz 19 kHz abgestimmt ist. Der Ausgang des Transformators liegt an einer Diode 37 mit Widerstand 38 und einstellbarem Widerstand 39 für die Empfindlichkeitseinstellung sowie einem Kondensator 41.
Diese Teile bilden einen Gleichrichterkreis, der einen von zwei Spannungszuständen haben kann in Abhängigkeit davon, ob die Bezugsschwingung von 19 kHz am Ausgang des FM-Demodulators 13 vorhanden ist oder nicht. Die Ausgangsspannung des Gleichrichterkreises wird dem Steuergitter eines Gleichstromverstärkers üblicher Art zugeführt, der eine Röhre 40, Gittervorspannungswiderstand 42 und Anodenwiderstand 43 umfasst. Der Widerstand 42 ist so bemessen, dass die Gittervorspannung der Röhre 40 etwa Erdpotential entspricht, wenn kein stereophonisches Signal vorhanden ist.
Die Steuervorrichtung 16 besitzt ausserdem einen elektronischen Schalter 44, der auf die erzeugte Anzeigespannung anspricht, die an der Anode der Röhre 40 vorhanden ist, um den stereophonischen Teil des Empfängers zu sperren, wenn kein stereophonisches Signal eingeht. Der Schalter 44 umfasst Dioden 47 und 48, die an der Anode der Röhre 40 in Reihenschaltung liegen und auf der andem Seite über einen Widerstand 49 mit der einstellbaren Anzapfung eines Spannungsteilers 50 verbunden sind. Ein Kondensator 45 liegt über denDioden 4'1., 48 und ein Kondensator 46 zwischenderDio- de 48 und Erde.
Der gemeinsame Punkt der Dioden 47 und 48 steht über einen Kondensator 51 und eine Ausgangsklemme 53 mit dem einen Ende des Schwingkreises des Oszillators 18 in Verbindung. Ausserdem ist eine Neonlampe mit der Anode der Röhre 40 verbunden, die auf die Anodenspannung anspricht und eine sichtbare Anzeige des Typs des empfangenen Signals liefert und ausserdem eine stabilisierende Wirkung auf die Anzeigespannung hat.
Wirkungsweise der Steuervorrichtung 16.
Bei nicht-stereophonischem Empfang gelangt die ganze Ausgangsspannung des Demodulators 13 zu der Klemme 28. Da aber keine Bezugsschwingung von 19 kHz vorhanden ist, tritt kein Signal an der Anode der Röhre 31 auf, weil der Anodenkreis auf 19 kHz abgestimmt ist. Das Gitter der Röhre 40 liegt nahe an Erdspannung und die Röhre führt einen ziemlich starken Strom. Die Anode befindet sich daher an einer niedrigen Spannung, die unter der Löschspannung der Neonlampe 52 liegt, welche folglich gelöscht ist. DerSpannungsteiler 50 wird so eingestellt, dass die Spannung an der Anzapfung höher als die genannte Anodenspannung der Röhre 40, jedoch niedriger als die Dauerbrennspannung der Lampe 52 ist. Vorzugsweise liegt sie ungefähr in der Mitte zwischen den genannten beiden Werten.
Da somit die beidenDioden 47 und 48 in der Durchlassrichtung vorgespannt sind, wird der Schwingkreis des Oszillators 18 durch sie und durch die Kondensatoren 51,45 und 46 stark gedämpft.
Bei stereophonischem Empfang liegt eine Bezugsschwingung oder ein Unterträger von 19 kHz an der Eingangsklemme 28 vor und wird in der Röhre 31 verstärkt. Die Ausgangsspannung der Röhre wird durch die Diode 37 gleichgerichtet und ergibt eine negative Vorspannung am Gitter der Röhre 40, die dazu ausreicht, die Anodenspannung der Röhre über die Zündspannung der Lampe 52 heraus zu erhöhen. Beim Zünden der Lampe fällt dann die Anodenspannung auf die Dauerbrennspannung der Lampe herab, die, wie gesagt, höher als die Spannung an der Anzapfung des Spannungsteilers 50 ist. Die Dioden 47 und 48 sind dann in der Sperrichtung vorgespannt, und die Dämpfung des Schwingkreises des Oszillators 18 ist abgeschaltet, so dass er seine normale Funktion für den stereophonischen Empfang er- füllen kann.
Gleichzeitig gibt die Lampe 52 eine selbsttätige Anzeige der Art des empfangenen Signals, wodurch sich die Einstellung des Empfängers vereinfacht.
Es hat sich gezeigt, dass wenn die sperrende Vorspannung über die Dioden 47 und 48 veränderlich ist, dies zu Phasenschwankungen im Oszillator 18 führen kann. Um dem entgegenzuwirken, wird die Lampe 52 mit der Anode der Röhre 40 derart verbunden, dass sie als Spannungsregulator wirkt und zur Konstanthaltung der sperrenden Vorspannung über die Dioden bei veränderlichem Eingangssignal beiträgt.
<Desc/Clms Page number 3>
Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Form der Steuervorrichtung 216, bei der der elektronische Schalter 44 und Spannungsteiler 50 nach Fig. l durch ein Relais 54 ersetzt sind. Die Lampe 52 ist mit der positiven Versorgungsspannung B+ und über einen Widerstand 52a mit einem Kontakt des Relais verbunden. Bei nicht-stereophonischemEmpfang ist die Gittervorspannung der Röhre 40 nahe an 0, das Relais 54 zieht an und schliesst den Schwingkreis des Oszillators 18 kurz. Bei stereophonischem Emp- fang ergibt sich eine Vorspannung am Gitter der Röhre 40, die den Anodenstrom herabsetzt, so dass das Relais 54 abfällt. Der Oszillator 18 schwingt und die Lampe 52 brennt und ergibt eine sichtbare Anzeige davon, dass ein stereophonisches Signal vorhanden ist.
Empfänger nach Fig. 3.
Bei diesemEmpfänger besitzt der Stereozusatz 314 einen nicht-oszillierendenFrequenzverdoppler 58 zur Erzeugung eines Unterträgers von 38 kHz. Die SteuervorrichtUng 316 dient hier zur Abschaltung desFrequenzverdopplers 58 und des dasSeitenband L-R übertragenden Kreises 56 vom Unterträgerdemodulator 61, wenn kein stereophonisches Signal vorhanden ist.
Die im Vergleich zur Fig. l gleich bezeichneten Teile sind gleicher Art und bedürfen keiner Erläuterung.
In der Einheit 314 findet eine Abtrennung des niederfrequenten Signalteils L+R, d. h. der Sum- me der links- und der rechtsseitigen Information der stereophonischen Übertragung in dem Filter 55 statt. dessen Ausgangsspannung einer zum Demodulator 61 gehörenden Matrixschaltung zugeführt wird. die
EMI3.1
Frequenzverdopplers 58 über einen Widerstand 59 zugeführt wird, um einen mit L-R in der Am- plitude modulierten Unterträger zu erzeugen. DerFrequenzverdoppler 58 erzeugt die zweite HarmonischederBezugsschwingungoderdesUnterträgersvon19kHz. derineinemBandpassfilter57mitseht engemDurchlassbereich abgetrennt wird.
Bei einem üblichen Empfänger würde der so erzeugte, mit L- R modulierte Unterträger dem Eingang des demodulators 61, wie mit dem gestrichelten linienzug angedeutet, zugeführt werden. Gemäss der Erfindung gelangt er statt dessen zu der Eingangsklemme 79 der Steuervorrichtung 316.
Steuervorrichtung 316.
Obwohl ein nicht0oszillierenderFrequenzverdopplet an sich weniger Geräusch bei nicht-stereophoni- schem Empfang erzeugt als ein Oszillatorkreis. ergibt sich doch eine erhebliche zusätzliche Herabsetzung desGeräuschesdurchdieHinzufügungderSteuervorrichtung 316 zur automatischen Abschaltung des LR-Kanals und des Verdopplers bei nicht-stereophonischem Empfang. Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich durdchdasBaschaltenderGeleichrichterdesdemodulators61, denneinAbschneidendesnicht-stereiophonischenSignalteils L + R wird hiedurch verhindert. Dies ist von Bedeutung. weil dieser Signalteil etwas stärkere Amplitude hat als der stereophonische Teil.
Die AusgangsspannungdesFrequenzverdopplers 58 gelangt zur Eingangsklemme 28 der Vorrichtung 316 und weiter über einen Kondensator 72 zu der Anode des einen Teils 73a einer Doppeltriode 73. Der Teil 73a ist alsDiodegeschaltetundhateinenBelastungswiderstand 74. Das gleichgerichtete Signal wird dem Steuergitter des andern Teils 73b, der als Verstärker geschaltet ist, über einen Widerstand 75 zugeführt. Ein Kondensator 76 dient als Siebkreis für den Belastungskreis des Gleichrichters und ein Widerstand 78 hält die Gitterspannung des Teils 73b annähernd bei 0. wenn keine Schwingung von 38 kHz vom Frequenzverdoppler 58 ausgeht. Ein paar Dioden 81 und 82 bilden einen elektronischen Schalter 80.
Sie liegen in einer Gleichstrom-Reihenschaltung zwischen der Anode des Röhrenteils 73b und Erde über einen einstellbaren Spannungsteiler 85 in ähnlicher Weise wie der Schalter 44 nach Fig. 1, nur ist hier die Durch lass richtung der Dioden die umgekehrte, Eine AnzeigeNeonlampe 89 liegt an der Anode des Teils 73b.
Wirkungsweise von Fig. 3.
EMI3.2
<Desc/Clms Page number 4>
nicht-stereophonischem Empfang ist kein Signal am Ausgang des Verdopplersschen dieser Anodenspannung des Teils 73b und der Dauerbrennspannung der Neonlampe eingestellt.
Die Dioden 81 und 82 sind dann in der Sperrichtung vorgespannt, und die unerwünschten Geräusche an der Klemme 60 sind von den Dioden. 62 und 63 abgeschaltet, wodurch keinGeräusch vom Filter 56 oder vom Vervielfacher 58 zum Eingang der Tonfrequenzverstärker 23 und 24 gelangen kann. Ausserdem können die Dioden nicht den nicht-stereophonischen Signalteil abschneiden.
BeistereophonischemEmpfangisteineSignalspannung an der Anode der Röhre des Frequenzverdopplers 58 vorhanden, die vom Röhrenteil 73a gleichgerichtet wird. Die gleichgerichtete Spannung gelangt zum Gitter des Röhrenteils 73b, dessen Anodenspannung hiedurch auf die Höhe der Zündspannung der Neonlampe 89 gebracht wird und danach auf die Dauerbrennspannung der Lampe herabgeht. Die Dioden 81 und 82 führen einen Strom in der Durchlassrichtung, wodurch deren Widerstand auf einen niedrigen Wert gebracht wird, und der Unterträger von 38 kHz und die Seitenbänder L - R gelangen zu den Gleichrichterdioden 62 und 63. Die Widerstände 83 und 84 haben zur Aufgabe, die Belastungswirkung des elektronischen Schalters herabzusetzen.
Es ist offensichtlich. dass der elektromechanische Schalter nach Fig. 2 ohne weiteres den elektronischen Schalter 80 nach Fig. 3 ersetzen kann. Es liegt auch auf der Hand, dass der Schalter sich an einem nach den Unterträgergleichrichtem liegenden Punkt befinden kann, wobei er einen Teil für jeden Kanal umfassen muss. Es ist aber bei einer Anlage wie nachFig. 3 darauf zu achten, dass eine solche Schalteranordnung nicht den nicht-stereophonischen Teil des Empfängers beeinflussen darf.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Stereophonischer Empfänger mit einer Steuervorrichtung zur Erzeugung einer Anzeigespannung in
Abhängigkeit davon, ob das Empfangssignal stereophonisch ist oder nicht, welche Anzeigespannung bei
EMI4.1
lators steuert, der zur Erzeugung einer örtlichen Trägerschwingung für den stereophonischen Teil des Empfängers dient.