AT240877B - Verfahren zur katalytischen Erzeugung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Erzeugung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
AT240877B
AT240877B AT295363A AT295363A AT240877B AT 240877 B AT240877 B AT 240877B AT 295363 A AT295363 A AT 295363A AT 295363 A AT295363 A AT 295363A AT 240877 B AT240877 B AT 240877B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sulfur
carbon disulfide
gaseous hydrocarbons
catalyst
charcoal
Prior art date
Application number
AT295363A
Other languages
English (en)
Inventor
Marco Dr Preda
Original Assignee
Marco Dr Preda
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Marco Dr Preda filed Critical Marco Dr Preda
Application granted granted Critical
Publication of AT240877B publication Critical patent/AT240877B/de

Links

Landscapes

  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur katalytischen Erzeugung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstoffen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff unter Verwendung eines Katalysators. 



   Schwefelkohlenstoff wird seit vielen Jahren fabriksmässig hergestellt. Ohne auf die Beschreibung von Anlagen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts einzugehen, sei festgestellt, dass um ungefähr 1880 die Peroncel-Anlage in Verwendung stand, die Schwefel und Holzkohle als Rohmaterial verwendet. Der Betrieb dieser Anlage ist auch heute für gewisse Methoden in der Art typisch, dass die erhitzte Holzkohle mit den Schwefeldämpfen in Berührung gebracht wird, ebenso in der Anordnung der Metallkessel, der Kondensierung der Dämpfe, dem Umlauf von freiem Schwefel, Sammlung und Reinigung von Schwefelkohlenstoff, Absorbierung von nicht kondensierten Schwefelkohlenstoffdämpfen in Mineralöl und Verwendung von Schwefelwasserstoff. 



   Bei den früheren Verfahren und Vorrichtungen bzw. Anlagen sind im Laufe der Zeit Veränderungen eingetreten. Die Gestalt und Grösse der Kessel wurde geändert, neue Materialien wurden für die Herstellung derselben verwendet und neueHeizmethoden und   neueGewinnungsarten eingeführt.   Die Grundeigenschaften sind jedoch geblieben, insbesondere bis man von der gebräuchlichen Verwendung von Holzkohle abkam. 



   Es wurden sehr bald Versuche-angestellt, um dieses teure Material durch kohlenstoffhältige Produkte zu ersetzen, die wirtschaftlich passender wären. Diese Versuche blieben aber durch lange Zeit ohne Erfolg. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Koks und den Kohlenwasserstoffen zugewendet. 



   Erst in der Mitte dieses Jahrhunderts gelangte eine neue Technik in Anwendung, obwohl die Patentliteratur bis in die Jahre vor dem zweiten Weltkrieg zurückreicht. 



   Die Verwendung passender Katalysatoren, ihre Regenerierung und das sorgfältige Studium der Kinetik der Schwefeldampf-Kohlenwasserstoff-Reaktion erlaubte ein neues technologisches Verfahren in Anlagen, die von den bisher verwendeten Anlagen ganz verschieden sind, besonders wenn ein Wirbelschicht-Katalysator verwendet wurde. Holzkohle wurde durch   flüssige   und gasförmige Kohlenwasserstoffe ersetzt. Gasförmige Kohlenwasserstoffe waren hiebei von besonderem Interesse. Diese hatten eine einfache Zusammensetzung, besonders bei geringem Molekulargewicht. 



   Es war bereits bekannt, dass einige Kohlenwasserstoffarten bei der Berührung mit Schwefeldämpfen bei hoher Temperatur Schwefelkohlenstoff ergaben. Es war aber noch nicht bekannt, wie man das Verfahren fabriksmässig gestalten, passende Katalysatoren finden konnte, die eine genügende Aroeitsdauer hatten. Es wurden verschiedene Produkte,   Kieselgalerte,   aktivierte Alaunerde, Bauxit usw. womöglich unter Beimischung von Metallen oder Metalloxyden und Sulfiden vorgeschlagen. Doch ist trotz unternommener Schritte zur Vermeidung von Verschmutzung und durch Verminderung der Aktivität des Katalysators eine periodische Regenerierung des Katalysators nötig, die dadurch erreicht wird, dass man bei Verwendung eines fest eingespannten Katalysators die Anlagen mit zwei Reaktoren ausrüstet, wobei einer sich in Betrieb, der andere in Regenerierung befindet.

   Wenn ein Wirbelschicht-Katalysator verwendet wird, kann ein Teil des Katalysators ständig abgenommen, regeneriert und in Umlauf gesetzt werden. 



   Es konnte gefunden werden, dass Holzkohle ein besonders geeigneter Katalysator ist, sowohl wegen ihrer Aktivität, als auch wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzung, bei der Reaktion von 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Schwefeldämpfen   und gasförmigen Kohlenwasserstoffen zur Bildung von Schwefelkohlenstoff und   Schuw     felwasserstoff.   



   Holzkohle bleibt durch lange Zeit unverändert, so dass auch ihre Aktivität unverändert bleibt.   Es.   daher möglich, die Erzeugungsanlagen durch eine äusserst lange Zeit zu betreiben, ohne den Produktion prozess abstellen zu müssen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Verfahren in den   gebräuchliche   Anlagen zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und Holzkohle durchgeführt werden kan indem man bei den Anlagen nur kleinere Veränderungen durchführt, um die Einleitung von Kohlenwasse stoffen in den Kessel zu ermöglichen. Die Grösse der Teilchen kann die normalerweise verwendete sei wenn Holzkohle als Rohmaterial im Verfahren verwendet wird. Es kann aber auch ein kleineres Korn Ve wendung finden.

   Gewöhnlich arbeitet man in stöchiometrischen Verhältnissen, womöglich mit einem   gE   ringen Mehr an Schwefel. Die Temperatur kann innerhalb von 500 bis 9000C gehalten werden, wenn   mö   lich 750-8300C. Die Raumgeschwindigkeit kann sich in breiten Grenzen von 120 bis   1400 bewegen   Raumgeschwindigkeit ist das Verhältnis des Gasvolumens, das unter normalen Temperatur-und Druckvei hältnissen, in 1 h durch den Katalysator durchgeht, zum tatsächlichen Volumen des Katalysators. 



   Es ist nötig, die Gase zu mischen und ratsam sie vorzuwärmen. 



   Zur Erläuterung sei folgendes Beispiel angeführt :
400   kgHolzkohle inNussgrösse   werden in einen gusseisernen Reaktor mit einem Inhalt von 1200   l   ein geführt, der mit feuerfestem Material ausgekleidet ist und von aussen erhitzt werden kann. Ein Gemisc von 200 kg/h Schwefeldämpfen und 25 kg/h Methan, das   auf 5000C vorge''lärmt   ist, wird von unten i 
 EMI2.1 
 gekühlt. 



   Nachdem sie mit Mineralölen gewaschen wurden, um die nicht kondensierten Schwefelkohlenstoff dämpfe zu absorbieren, wird der Schwefelwasserstoff zwecks Messung gesammelt und in einen Oxydier ofen geleitet. 



   Hiebei werden 116,5 kg Schwefelkohlenstoff erhalten. 



   Natürlich ist der Gegenstand der Erfindung nicht auf den Umfang dieses Beispieles beschränkt, son dem lassen sich beliebig viele Anwendungsbeispiele anführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstof fen, vorzugsweise Methan, wobei ein Gemisch aus Schwefeldampf und Kohlenwasserstoff mit einem Kata lysator in Berührung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass Holzkohle als Katalysato verwendet wird, und dass Schwefeldampf-Kohlenwasserstoff-Gemisch bei einer Temperatur von 500 bi 900 C, vorzugsweise 750 - 8300C zweckmässig bei einer Raumgeschwindigkeit von 120 bis 1400 mit den Katalysator in Berührung gebracht wird.
AT295363A 1962-04-20 1963-04-10 Verfahren zur katalytischen Erzeugung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstoffen AT240877B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT7029362 1962-04-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT240877B true AT240877B (de) 1965-06-25

Family

ID=11313725

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT295363A AT240877B (de) 1962-04-20 1963-04-10 Verfahren zur katalytischen Erzeugung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstoffen

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT240877B (de)
ES (1) ES286899A1 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ES286899A1 (es) 1963-08-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3111030C2 (de)
DE3224870A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur crackung von schwefelwasserstoff
DE3228481A1 (de) Reaktionsmasse, verfahren zu ihrer herstellung und deren verwendung
DE1545446C3 (de) Mehrstufenverfahren zur Herstellung eines Wasserstoff, Kohlenmonoxyd, Kohlendioxyd und Methan enthaltenden Gases aus schwefelhaltigen Kohlenwasserstofffraktionen
DE2750006C2 (de)
DE2345230C2 (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichem Erdgas
DE69006860T2 (de) Verfahren zur Reinigung eines reduzierenden Gases hoher Temperatur.
DE2335659C2 (de) Verfahren zur Erzeugung eines methanhaltigen Gases
AT240877B (de) Verfahren zur katalytischen Erzeugung von Schwefelkohlenstoff aus Schwefel und gasförmigen Kohlenwasserstoffen
DE2257733A1 (de) Verfahren zur herstellung eines wasserstoffreichen gases
DE2951442A1 (de) Verfahren zur herstellung von wasserstoff und kohlenmonoxid enthaltenden gasgemischen und eine entsprechende anlage hierfuer
DE4109891A1 (de) Verfahren zum erzeugen von elementarschwefel aus einem h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)s enthaltenden gas
DE2438790B2 (de) Verfahren und anlage zur reduktion von eisenerzen, insbesondere von eisenerzpellets
AT206101B (de) Verfahren zur thermischen oder thermisch/katalytischen Umwandlung organische Schwefelverbindungen enthaltender, flüssiger oder gasförmiger Kohlenwasserstoffe
DE3586728T2 (de) Methode zum vergasen von kohle und/oder koks.
DE2359741A1 (de) Verfahren zur erzeugung eines methanhaltigen gases
DE1247279B (de) Verfahren zur katalytischen Umsetzung von kohlenoxydhaltigen Gasen, die harzbildendeStoffe enthalten
DE1542333A1 (de) Katalysator fuer die Reformation von Kohlenwasserstoffen
DE3017998C2 (de) Verfahren zur katalytischen Behandlung von Partialoxidationsrohgas
DE765842C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen und Stadtgas
DE1567728B2 (de) Verfahren zur erzeugung eines an wasserstoff und kohlenstoff reichen gases aus kohlendestillationsgasen
DE2314491C2 (de) Verfahren zur Erzeugung eines methanhaltigen Gases
DE1667628A1 (de) Verfahren zur thermisch-oxydierenden Spaltung von Kohlenwasserstoffen
DE2226065C3 (de) Verfahren zur Erhöhung des Deuteriumgehaltes im Wasserstoff bei der Gewinnung eines Wasserstoff enthaltenden Gases durch Umsatz
AT208816B (de) Verfahren zur Erhöhung des Anreicherungsfaktors des schweren Wassers auf Werte über 1,1, insbesondere über 1,35