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Gattersägeblatt mit Hartverchromung
Gegenstand der Erfindung ist einGattersägeblatt mitHartverchromung und hat zum Ziele, einen bes- seren Verlauf der Zugkräfte in den Randzonen sowie die Beseitigung bisher bestandener und als unvermeidbar hingenommener Mängel und Nachteile zu erreichen.
Die Ableitung der Zugkräfte in die Randzonen wird bei Gattersägeblättern durch Walzen, d. h. Strekken der Mittelzone erzielt, was durch keine andere Massnahme gleichwertig ersetzt werden kann. Mit zunehmender Güte dieser Streckung ergibt sich ein besserer Zugkräfteverlauf in den Randzonen, wobei aber der ideale Zugkräfteverlauf (also keine Zugkräfte in der Mittelzone) durch die begrenzte Streckmöglichkeit der Mittelzone wegen der Auswirkung auf die Planheit des Blattes nicht erreicht werden kann.
Im Streben nach Verbesserung des durch Walzen der Mittelzone herbeigeführten Zugkräfteverlaufes in den Randzonen wurden bereits Massnahmen getroffen, wie z. B. die Verwendung von dünnerem oder weicherem Material in der Mittelzone, die aber nicht nur Nachteile in der Erzeugung oder/und Zurichtung bzw. im Einsatz der Blätter mit sich bringen, sondern selbst bei normaler Abnutzung des Blattes den Vorteil des Nachwalzens nicht aufzuwiegen vermögen.
Weiters wurde dieMittelzone mitDurchbrechungen versehen. Die Nachteile dieser Ausbildung liegen aber darin, dass das Rückgrat der arbeitenden Zahnreihe geschwächt ist und daher weniger Leistung erzielt werden kann, sowie darin, dass bei grossen Schnitthöhen die Durchbrechungen sich so fest mit Sägespänen füllen, dass ein weiterer einwandfreier Schnitt in Frage gestellt ist. Auch ist der Verschleiss dieser Blätter bedeutend höher als der eines vollen Blattes.
Die bisherigen Gattersägeblätter mit Hartverchromung haben im Vergleich mit andern Gattersäge- blättern einen ganz besonders mangelhaften, oft sogar ausgesprochen schlechten Zugkräfteverlauf in den Randzonen, wenn die Chromschichten sich durch hohe Güte (d. h. grösse Härte und Dicke) auszeichnen.
Dies aus dem Grunde, weil ein einwandfreies Walzen der Mittelzone wegen der Unnachgiebigkeit der Chromschichten nicht möglich ist.
Durch diesen Umstand wirkt sich auch die bei allen Gattersägeblättern beim Schnitt auftretende Erwärmung und Dehnung der die Zähne tragenden Randzone bei gleichzeitiger Verlagerung von Zugkräften in die Mittelzone besonders krass aus, weil der schon ohnehin mangelhafte Zugkräfteverlauf in den Randzonen bei den bisherigen Gattersägeblättern mit Hartverchromung, sich noch weiter verschlechtert und das Blatt daher sehr leicht zum Flattern und Verlaufen neigt.
Ausser den genannten Nachteilen der bisherigen Gattersägeblätter mit Hartverchromung ergibt sich bei deren Hartverchromen oft ein hoher Anteil Ausschuss durch Rissbildung, welcher grösstenteils erst bei Benutzung der Blätter erkannt wird. Diese Rissbildung steht mit den in den hartzuverchromenden Sägeblättern befindlichen Spannungsgrössen im Zusammenhang und wächst somit mit zunehmender Güte und Grösse der vorhandenen Innenspannung (gestreckte Mittelzone). Aus diesem Grunde bestand bisher oft der Zwang, Innenspannungen überhaupt zu vermeiden oder sie nur in solcher Güte und Grösse zu halten, dass der Ausschuss noch in tragbaren Grenzen blieb.
Mit diesen Mängeln behaftet kamen die bisherigen Gattersägeblätter mit Hartverchromung zum Verbraucher, der aber keine Möglichkeit hatte, diese zu beseitigen bzw. das mit Benutzung der Blätter erforderliche einwandfreie Walzen zwecks Erhalten und Erneuern der Innenspannung vorzunehmen, also den Zugkräfteverlauf in den Randzonen positiv zu beeinflussen.
(War das Walzen der Blätter aber möglich, dann war die Hartverchromung von geringer Güte.)
Somit ergab sich bei den bisherigen Gattersägeblättern mit Hartverchromung nicht nur ein unzureichender und schlechter Zugkräfteverlauf in den Randzonen bzw. eine schlechte Stabilität der Blätter im
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Schnitt mit den daraus resultierenden negativen Auswirkungen aufSchnittleistung, Schnittgüte und Schnitt- verlust, sondern auch ein hoher Anteil an Ausschuss durch Rissbildung beim Hartverchromen.
Gemäss der Erfindung werden die den Gattersägeblättern mit Hartverchromung bisher anhaftenden Mängel und Nachteile dadurch behoben, dass sich die Hartverchromung zumindest im ungefähren Längenbereich der Zahnung über die Randzonen des Blattes erstreckt, wogegen die Blattmittelzone zumindest im ungefähren Längenbereich der Zahnung von Chromdeckschichten freigehalten ist. Eine weitere Verbesserung des Zugspannungsverlaufes ergibt sich, wenn die bekannten, die Zugspannung von den Angeln auf das Blatt übertragenden Mittel, wie Nieten, Schrauben, Bolzen, Beleistung, Löt- und Schweissverbindungen u. dgl. zumindest auch im Bereich der hartverchromten Randzonen bzw. in deren Verlängerung angeordnet sind.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Gattersägeblattes erübrigt sich bei normaler Belastung der Sägeblätter das Walzen der Blattmittelzone durch den Verbraucher. Die durch das Weglassen der Verchromung rauher wirkende Blattmittelzone erwärmt sich nämlich durch die grössere Reibung in stärkerem Masse als die glatter wirkenden Randzonen, wodurch sich die Blattmittelzone stärker ausdehnt und sich selbsttätig eine Ableitung der Zugspannung in die Randzonen ergibt.
Bei abnormaler Belastung, wie sie etwa durch Fremdkörper im Holz entstehen kann, wobei sich das Blatt deformiert, kann aber das Walzen in der nichtverchromten Blattmittelzone jederzeit vorgenommen werden.
Auch dort, wo sich beim Hartverchromen infolge der im Sägeblatt befindlichen Spannungen eine Neigung zurRissbildung zeigte, entfallen nunmehr diese Schwierigkeiten, da die erfindungsgemässenSägeblätter spannungslos hartverchromt. werden können und das Walzen der Mittelzone nachher durchführbar ist.
Bevorzugte Anwendung findet die erfindungsgemässe Ausbildung an Gattersägeblättern mit beidseiti- ger Zahnung, deren beide Randzonen in ungefährer Länge der Zahnung hartverchromt sind, wogegen die Blattmittelzone und die Blattenden unverchromt sind, wobei die beiden Enden mit einer zu Einschubangeln passenden Beleistung versehen sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gattersägeblatt mit Hartverchromung und ein-oder beidseitiger Zahnung, dadurch gekennzeich- net, dass sich die Hartverchromung zumindest im ungefähren Längenbereich der Zahnung über die Rand- zonen des Blattes erstreckt, wogegen die Blattmittelzone zumindest im ungefähren Längenbereich der
Zahnung von Chromdeckschichten freigehalten ist.