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eines bistabilen Multivibrators, bei der Gleichrichter zum vorher beschriebenen Zweck nicht verwendet sind und deren Gesprächsrichtungsschalter dadurch nahezu trägheitslos arbeitet.
Die erfindungsgemässe Wechselsprechanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zweig des bistabilen Schaltelementes ein in Abhängigkeit von Zustand des bistabilen Schaltelementes betätigtes Relais mit mindestens je einem Ruhe- und Arbeitskontakt liegt, wobei jeweils mindestens ein Ruhekontakt in einer der Verbindungsleitungen der einen Gesprächsrichtung und mindestens ein Arbeitskontakt in einer der Verbindungsleitungen der andern Gesprächsrichtung eingeschaltet ist.
Gegenüber herkömmlichen sprachgesteuerten Wechselsprechanlagen, bei welchen in der Regel in jeder der beiden Teilnehmerstellen ein sprachgesteuerter Gesprächsrichtungsschalter angeordnet ist, ist bei der erfindungsgemässen Wechselsprechanlage nur noch ein sprachgesteuerter Gesprächsrichtungsschalter in einer der beiden Teilnehmerstellen erforderlich, der die Funktion der Gesprächsrichtungsschaltung für beide Teilnehmerstellen übernimmt. Die Schaltzeit des sprachgesteuerten Gesprächsrichtungsschalters der erfindungsgemässen Wechselsprechanlage ist lediglich von der Anzugs-bzw. Abfallzeit eines Relais abhängig und kann dementsprechend klein gehalten werden.
Weiters ist der sprachgesteuerte Gesprächsrichtungsschalter der erfindungsgemässen Wechselsprechanlage als steckbarer Bauteil ausgebildet und ermöglicht daher auf besonders einfache Art das Umrüsten älterer nichtsprachgesteuerter Wechselsprechanlagen auf Wechselsprechanlagen mit sprachgesteuerter Gesprächsrichtungsschaltung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Wechselsprechanlage dargestellt. Fig. l der Zeichnung zeigt eine prinzipelle Schaltung der Wechselsprechanlage mit sprachgesteuertem Gesprächsrichtungsschalter, während in Fig. 2 der Zeichnung die Schaltung des sprachgesteuer-
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ten Gesprächsrichtungsschalters selbst dargestellt ist. Die Teilnehmerstelle I in Fig. 1 der Zeichnung besteht im wesentlichen aus einem Mikrophon 1 mit nachgeschaltetem Verstärker 2 zur Verstärkung der Mikrophonspannung in Richtung zur Teilnehmerstelle II. Die Teilnehmerstelle I besitzt weiters einen Lautsprecher 3 zum Empfang des Signals der Teilnehmerstelle II.
In der Teilnehmerstelle I ist ferner ein sprachgesteuerter Gesprächsrichtungsschalter 4 angeordnet, der an die Verbindungsleitungen 5 und 6, über welche die beiden Teilnehmerstellen I und II miteinander verbunden sind, angeschlossen ist. Die Teilnehmerstelle II in Fig. 1 der Zeichnung besteht aus einem Mikrophon 7 mit nachgeschaltetem Verstärker 8 zur Verstärkung der Mikrophonspannung in Richtung zur Teilnehmerstelle I. Weiters besitzt sie einen Lautsprecher 9 zum Empfang des Signals der Teilnehmerstelle 1. In der Verbindungsleitung 5 liegt ein Arbeitskontakt 10 eines in Ruhestellung sich befindenden Relais 12 des sprachgesteuerten Gesprächsrichtungs- schalters 4. Ein Ruhekontakt 11 des gleichen Relais 12 liegt in der Verbindungsleitung 6.
Bei Ruhestellung des Relais 12 befinden sich somit die Teilnehmerstelle II im Sende-und die Teilnehmerstelle I im Empfangs zustand.
Eine detailierte Schaltung des sprachgesteuerten Gesprächsrichtungsschalters 4 zeigt Fig. 2 der Zeichnung. Ein bistabiler Multivibrator III, mit zwei Transistoren 13 und 14 bestückt, hat in einem seiner beiden Zweige das Relais 12 eingeschaltet. Die beiden Teilnehmerstellen I und II sind jeweils zweidrähtig über Buchsenpaare 15, 16 und 17,18 an die ebenfalls zweidrähtig ausgebildeten Verbindungsleitungen 5 und 6 angeschlossen. Die verstärkte Mikrophonspannung der Teilnehmerstelle I wird über das Buchsenpaar 15,16 einem Verstärker 19 mit einstellbarer Verstärkung zugeführt, während über das Buchsenpaar 17, 18 die verstärkte Mikrophonspannung der Teilnehmerstelle II einem Verstärker 20 mit gleichfalls einstellbarer Verstärkung angeboten wird.
Die in den Verstärkern 19 und 20 verstärkten Signale werden an den Ausgängen der Verstärker 19 und 20 entnommen, den Verstärkerausgängen jeweils nachgeschalteten Dioden 21 und 22 zugeleitet, welche die Aufgabe haben, die für die Umschaltung des bistabilen Multivibrators nicht benötigten Halbwellen zu unterdrücken.
Die einseitig beschnittenen Signale sind in weiterer Folge den Basen der Transistoren 13 und 14, welche als Steuerelektroden des bistabilen Multivibrators in dienen, zugeführt. Der Schaltung der Dioden 21 und 22 gemäss, gelangen an die Steuerelektroden positive Signalhalbwellen. Der bistabile Multivibra- tor III hat nun zwei stabile Schaltzustände A und B, die jeweils durch das Wirken einer der beiden positiven Signalspannungen an den Steuerelektroden eingestellt werden. Wird z. B. bei der Teilnehmerstelle I gesprochen, so gelangt an die Steuerelektrode (Basis) des Transistors 13 eine positive Signalspannung, die den bistabilen Multivibrator III in den Schaltzustand A versetzt.
Im Schaltzustand A zieht beispielsweise das Relais 12 an, wobei der in Fig. l dargestellte Arbeitskontakt 10 geschlossen und der ebenfalls in Fig. 1 gezeichnete Ruhekontakt 11 geöffnet wird. Die Teilneh merstelle I befindet sich dann im Sendezustand, während die Teilnehmerstelle II auf Empfang geschaltet ist. Umgekehrt wird eine positive Signalspannung, bei Sprechen an der Teilnehmerstelle II, der Steuerelektrode (Basis) des Transistors 14 zugeführt, wodurch der bistabile Multivibrator III in den Schaltzu stand B versetzt wird. Folglich fällt im Schaltzustand B das Relais 12 ab, wodurch der Arbeitskontakt 10 in
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im Empfangszustand, während die Teilnehmerstelle II auf Senden geschaltet ist.
Es ist jedoch auch möglich, vom bistabilen Multivibrator III aus eine rein elektronische sprachgesteuerte Umschaltung der Teilnehmerstellen I und II vorzunehmen, wobei die Steuersignale für in den Teilnehmerstellen I und II angeordnete elektronische Elemente über die Buchsen 23 und 24 abgenommen werden können. In diesem Fall ist an Stelle des Relais 12 im bistabilen Multivibrator III ein Widerstand angeordnet. Das Relais 12 in Fig. 2, sowie sein Arbeitskontakt 10 und sein Ruhekontakt 11 in den Verbindungsleitungen 5 und 6 der Fig. l entfällt dann natürlich.