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Steuereinrichtung für das Beschicken eines Schütttrichters mit körnigem oder stückigem Gut
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für das Beschicken eines Schütttrichters mit körnigem oder stückigem Gut mittels einer elektrisch angetriebenen Fördereinrichtung. Dieses Gut kann z. B. Kohle oder Getreide sein.
Die Steuereinrichtung ist insbesondere für das Beschicken des Schutttrichters eines Heizkessels, der mit festem Brennstoff gefeuert wird, geeignet, wobei die Kohle oder der andere feste Brennstoff durch eine Fördereinrichtung von einem Vorratsbunker zugeführt wird. In vielen Fällen, insbesondere im Falle von Wohnungsheizungen ist es wünschenswert, häufiges kurzzeitiges Inbetriebsetzen der Fördereinrichtung zu vermeiden, um Störungen, welche dadurch entstehen, möglichst gering zu halten. Es ist eine Auf- gabe des Gegenstandes der Erfindung, dies zu erreichen.
Eine weitere Aufgabe des Gegenstandes der Erfindung besteht darin, eine möglichst einfache Steuer- einrichtung zu schaffen, die bewirkt, dass der Schütttrichter sich niemals ganz entleert.
Diese Ziele werden erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass im Schutttrichter in der Nähe einer Wand zwei flächige Steuerorgane schwenkbar angeordnet sind, die mit einem Schaltmechanismus für die Förder- einrichtung zusammenwirken und unter Wirkung einer Einstellkraft, welche sie von der Wand weg nach innen ausschwingt, stehen, so dass der Druck des im Schütttrichter enthaltenen Gutes der Einstellkraft ent- gegenwirkt, wobei das obere Steuerglied den Schaltmechanismus im Sinne der Ausschaltung der Fördereinrichtung betätigt, wenn es diesem Druck unterworfen wird und das untere Steuerglied den Schalt- mechanismus im Sinne der Einschaltung betätigt, wenn der Druck aufhört.
Vorzugsweise sind die Steuerorgane aus je einer Platte gebildet, die längs einer Kante an einer Achse sitzt, die an den beiden Enden am Schütttrichter drehbar gelagert ist, wobei das eine Ende jeder Achse an der Aussenseite des Schütttrichters einen Hebel trägt, der den Schaltmechanismus betätigt. Diese beiden Achsen tragen an der Aussenseite des Schütttrichters an dem dem Schaltbetätigungshebel gegenüberliegenden Ende einen weiteren Arm, der durch ein Gewicht belastet ist, welches darauf längseinstellbar und feststellbar ist.
Vorzugsweise verläuft die Wand des Schütttrichters, die den Steuergliedern benachbart ist, vom Boden schräg nach innen oben. Der Schaltmechanismus kann einen Schwinghebel aufweisen, der am Schritttrichter schwenkbar gelagert ist und vom Hebelarm der einen bzw. der andern Achse der Steuerglieder betätigbar ist, wodurch der Schaltmechanismus zwischen seiner Einschaltstellung und seiner Ausschaltstellung verschwenkt werden kann.
Weiters kann der Schaltmechanismus einenQuecksilberschalter enthalten, der auf dem Schwinghebel oberhalb dessen Schwenkachse montiert ist und kann der Schwinghebel zum Schnappen zwischen der Einund der Ausschaltstellung des Schalters unter Einfluss einer exzentrisch angreifenden Feder stehen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung ein Ausführungbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Schutttrichters, der mit der Steuereinrichtung versehen ist, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schütttrichter nach Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt durch den Schutttrichter nach Linie III-III der Fig. 1 und Fig. 4 einen lotrechten Schnitt durch eine geänderte Ausführungsform des Schutttrichters.
Unter Bezug auf die Fig. 1-3 der Zeichnung besitzt der Schütttrichter ein Gehäuse 10, das im Grundriss rechteckig ist, sich im Teil 10a nach unten verjüngt und in den Auslassstutzen 10b einmündet. Die
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Einrichtung zur Betätigung des Schaltmechanismus enthält ein Paar von Steuergliedern 11 und 12 in Form von Platten, welche längs einer Randkante an den Achsen 13 und 14 festsitzen, die in den Seitenwänden des Gehäuses 10 schwenkbar gelagert sind. Die Achsen 13 und 14 besitzen am einen Ende an der Aussenseite des Gehäuses abgekröpfte Hebelarme 13a bzw. 14a, welche den Schaltmechanismus betätigen.
Die andern Enden der Achsen liegen ebenfalls ausserhalb des Gehäuses und tragen Arme 13b bzw. 14b, an welchen in Längsrichtung ein- und feststellbar Gewichte 15 und 16 sitzen, welche die Platten gegen den Sinn des Uhrzeigers zu drehen versuchen und sie in der Gleichgewichtslage halten.
In der gezeichneten Ausführungsform enthält der Schaltmechanismus, welcher das In- und Ausserbetriebsetzen der Fördereinrichtung steuert, die das Material dem Schutttrichter zufuhrt, einen gelenkig bei 18 an der einen Seitenwand des Gehäuses 10 gelagerten Schwinghebel 17, der mit dem einen Ende einer U-förmig gebogenen Feder 19 verbunden ist, deren anderes Ende am Gehäuse 10 befestigt ist. Die Feder 19 bewirkt, dass der Schwinghebel 17 von der in Fig. 1 in vollen Linien gezeichneten Stellung sich nur mit einer Schnappbewegung in die in strichpunktierten Linien bezeichnete Stellung verdrehen kann.
Auf dem Schwinghebel 17 ist in der Mitte oberhalb des Drehzapfens 18 ein Quecksilberschalter 21 montiert, dessen Kontakte durch Leitungen 22 zu einer Verbindungsdose 23 führen, durch welche die leitende Verbindung mit dem Fördermotor hergestellt ist. In der in vollen Linien gezeichneten Stellung des Schalters 21 gemäss Fig. 1 sind die Kontakte der Leitungen 22 miteinander verbunden, so dass Strom von einer Stromquelle zum Antriebsmotor fliesst. In der strichpunktierten Stellung sind die Kontakte des Quecksilberschalters und damit auch die Stromzuleitung zum Antriebsmotor unterbrochen.
Die Fördereinrichtung ist vorzugsweise nach Art einer Förderschraube gebaut und fördert das Material von einem Bunker zu jener Seite des Schütttrichters, welche den Platten 11 und 12 gegenüberliegt. Der Schütttrichter ist oberhalb eines Heizkessels montiert, so dass der auf demFeuerrost verbrauchte Brennstoff durch Brennmaterial ersetzt wird, welches dem Kessel durch die Auslassöffnung lOb zuströmt. Die Gegen- gewichte 15 und 16 sind so eingestellt, dass die Platten 11 und 12 in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung im Gleichgewicht sind, wobei sie an nicht dargestellten Anschlägen anliegen.
Bei Beginn des Kreislaufes, in welchem die Fördereinrichtung in Betrieb gesetzt wird, um Brennstoff in den Schütttrichter zu liefern, nehmen die verschiedenen Teile die in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Lage ein. Wenn indessen der Brennstoff nach oben steigt, kommt es bei einer gewissen Höhe dazu, dass die Platte 12 durch die herabfallenden Kohlenstücke nach links gegen die Wand verschwenkt wird, aber nicht mehr unter der Wirkung des Gewichtes 16 zurückschwingen kann, weil die Kohlen dies verhindern.
Damit dreht sich auch die Achse 14 um den gleichen Winkel, und der Schalthebel 14a entfernt sich von dem Schwinghebel 17, welcher trotzdem unter der Wirkung der Feder 19 in seiner Stellung verharrt.
Die Fördereinrichtung läuft so lange weiter, bis der Brennstoffspiegel im Schutttrichter ober die untere Kante der Platte 11 ansteigt und diese in einer nach links verschwenkten Stellung festhält, wobei auch der Schalthebel 13a verschwenkt wird und den Schwinghebel 17 mitverschwenkt, der in die Ausschaltstellung umschnappt, welche in Fig. l in strichpunktierten Linien gezeichnet ist. Damit wird die Fördereinrichtung ausgeschaltet und bleibt so lange in Ruhe, bis der Schütttrichter im wesentlichen leer und der darin enthaltene Brennstoff unter der unteren Kante der Platte 12 abgesunken ist.
Sobald der Druck des Brennstoffes von der Platte 12 weggenommen ist, bewirkt das Gegengewicht 16 eine Schwenkung der Achse 14, und der Schaltbetätigungshebel 14a wird angehoben, stösst an den Schwinghebel 17, und dieser schnappt in die Einschaltstellung, die in vollen Linien in Fig. 1 gezeichnet ist, um, wodurch der SchUtttrichter wieder automatisch mit Brennstoff beliefert wird.
Nach einer andern Ausführungsform gemäss Fig. 4 ist die auf der Seite der Platten 11 und 12 liegende Gehäusewand 25 des Schütttrichters von oben innen nach unten aussen geneigt ausgebildet. Diese ermöglicht den beiden Platten 11 und 12, nachdem der Druck des Brennstoffmaterials aufgehört hat, eine Hängelage einzunehmen, die der Seitenwand des Gehäuses näher ist, als wenn dieses vertikale Wände besitzt. Auch ist die Möglichkeit reduziert, dass sich hinter den Platten Material ansammelt und diese an der Ausschwingung behindert.
Es ist klar, dass in beiden Ausführungsformen fast der gesamte Inhalt des Schütttrichters verbraucht werden muss, bevor eine neuerliche Beschickung beginnt und dass daher die Fördereinrichtung nur in langen Intervallen in Wirkung gesetzt wird.
Nach einer andern, nicht dargestellten Ausführungsform trägt der Schaltbetätigungshebel 13a einen weiteren Quecksilberschalter, welcher dazu dient, die Betätigung einer Entschlackungseinrichtung zu steuern, die am Rost des Kessels angebracht ist. Auf diese Weise kann der Kessel jedesmal, wenn der SchUtttrichter gefüllt wird, gerüttelt und entschlackt werden.
Wenngleich die Einrichtung speziell für die Beschickung eines Heizkessels mit Brennstoffen beschrie-
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ben ist, kann sie ebenscgut für die Beschickung eines Schutttrichters mit anderem stückigen oder körnigen Material verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuereinrichtung für das Beschicken eines SchUtttrichters mit körnigem oder stückigem Gut mittels einer elektrisch angetriebenen Fördereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass im SchUtttrichter in der Nähe einer Wand zwei flächige Steuerorgane (11,12) schwenkbar angeordnet sind, die mit einem
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ter enthaltenen Gutes der Einstellkraft entgegenwirkt, wobei das obere Steuerglied (11) den Schaltme- chanismus im Sinne der Ausschaltung der Fördereinrichtung betätigt, wenn es diesem Druck unterworfen wird und das untere Steuerglied (12) den Schaltmechanismus im Sinne der Einschaltung betätigt, wenn der Druck aufhört.