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Beleuchtungsvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Beleuchtungsvorrichtung mit einer Lichtquelle zur Aussendung sichtbarer und unsichtbarer Strahlen und mit einem Reflektor aus einem durchsichtigen Träger, der an einer
Seite eine sichtbares Licht reflektierende und für infrarotes Licht durchlässige Beschichtung aufweist. Das
Aufbringen solcherBeschichtungen kann nachbekannten Verfahrengeschehen, die z. B. in den USA-Patent- schriften Nr. 2, 660, 925 (Turner), Nr, 2, 742, 819 (Koch et al), Nr. 2, 852, 980 (Schroder) oder Nr. 2, 861, 896 (Kraus) beschrieben sind. Die Anwendbarkeit beider in diesen Druckschriften beschriebenen Herstellungs- verfahren solcher Schichten ist jedoch bei krummflächigen Schichtträgern beschränkt.
Wenn die Krüm- mung der Oberfläche zu gross ist, können gleichmässige Überzüge nicht aufgebracht werden, so dass es in diesen Fällen unmöglich wird, zufriedenstellende Beläge herzustellen. Diesen Schwierigkeiten lässt sich jedoch begegnen, wenn bei Beleuchtungsvorrichtungen der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss der Reflektor aus einer Anzahl krummflächiger Abschnitte aufgebaut wird, deren Krümmung zum Aufbringen einer im wesentlichen gleichmässigen Beschichtung beschränkt ist und diese Abschnitte zur Ausbildung einer durchgehend gekrümmten, reflektierenden Fläche dicht nebeneinander angeordnet werden.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand beispielsweiser Ausführungsformen näher beschrieben, die in der Zeichnung veranschaulicht sind.
In dieser zeigen Fig. l eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Beleuchtungsvorrichtung mit Blickrichtung gegen die reflektierendeFläche des Reflektors, Fig. 2 einenschnitt nach Linie lI-lI der Fig. 1 und in Richtung der Pfeile gesehen, Fig. 3 eine vergrösserte, schaubildliche Darstellung einer Gelenksverbindung an einem Ende der Vorrichtung, wobei einige Teile abgebrochen sind, Fig. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren Variante, die eine Anzahl von Abschnitten zur Ausbildung eines krummen Reflektors aufweist, Fig. 5 eine Seitenansicht eines glockenförmigen, aus Abschnitten zusammengesetzten Reflektors zur Verwendung mit den üblichen birnenförmigen Glühlampen teilweise ausgebrochen und Fig. 6 eine Draufsicht auf den Reflektor nach Fig. 5.
Das in Fig. l dargestellteAusführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Beleuchtungsvorrichtung weist einen Rahmen 12 und einen von diesem getragenen Reflektor 13 sowie eine linienförmigeStrahlungsquelle In Gestalt einer langgestreckten Lampe 14 mit einer durchsichtigen Wandung 19 und einem Faden oder einer Wendel 20 auf.
Der Rahmen 12 kann z. B. aus Metall bestehen und enthält ein Paar einander gegenüberliegender End- platten 16, die miteinander mittels Stäben 18 (Fig. l) verbunden sind. Die beidenEndplatten sind von genau gleicher und wie in Fig. 2 gezeigt, im. wesentlichen trapezförmiger Gestalt.
Die Lampe 14 kann dem"Quartzline type" angehören. In Verbindung mit der erfindungsgemässen Beleuchtungsvorrichtung können jedoch offensichtlich auch andere Lampen Verwendung finden.
Der Reflektor 13 besteht aus einem Paar von Abschnitten 27, die in Längsrichtung gerade, in den zu dieser senkrechten Querschnitten jedoch bogenförmig oder gekrümmt verlaufen, und deren benachbarte Kanten dicht nebeneinander liegen, um eine kontinuierlich verlaufende, nicht unterbrochene, reflektierende Fläche zu bilden. Die einander gegenüberstehenden Enden jedes Abschnittes liegen in Nuten von Armen 28, die mittels Gelenken 29 (Fig. 3 und 8) miteinander verbunden sind. Jedes dieser Gelenke enthält einen Zapfen 30, der in geeigneter Weise mit der entsprechenden Endplatte verbunden ist und der das bequeme Abnehmen der Reflektoren von der Beleuchtungsvorrichtung gestattet. Der Zapfen 30 ist an der Platte daher derart befestigt, dass er leicht von ihr abgenommen werden kann.
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Die Gelenke, mit denen die Reflektorabschnitte verbunden sind, können reibungsschlüssig und selbst- hemmend sein, so dass die Sektoren in jeder gewünschten eingestellten Lage gehalten sind. Es ist leicht einzusehen, dass wegen der gegenseitigen Verschwenkbarkeit der Reflektorabschnitte der von der Beleuch- tungseinrichtung ausgehende Lichtkegel in an sich bekannterweise durch Einstellen der gegenseitigenLage der Reflektorabschnitte 27 änderbar ist.
Jeder der Reflektorabschnitte weist einen durchsichtigen Träger 31 auf, der an einer seiner Flächen mit einer Beschichtung oder einem Überzug 32 versehen ist. Vorzugsweise besteht der Träger aus Glas, das hohe Temperaturen und plötzliche Temperaturänderungen aushalten kann.
Für Zwecke der Beleuchtung ist der Reflektor mit einem Belag zu versehen, der die Infrarotstrahlung ausfiltert. Dieser Anteil der Strahlung tritt durch den Reflektor hindurch, wogegen die sichtbare Strahlung reflektiert wird.
Die reflektierende Schicht kann sich auf jeder der beiden Seiten des Trägers befinden. Bevorzugt ist eine Anordnung an der der Strahlungsquelle zugekehrten Seite, wie dargestellt, weil der zurückgeworfene Strahlungsanteil in diesem Falle reflektiert wird, ohne einen Teil des Trägers zu durchsetzen. Wenn die infrarote Strahlung durch den Reflektor hindurchtreten kann, so sendet der Reflektor vorwiegend kaltes Licht aus.
Wenn der Reflektor aus zwei Abschnitten besteht, wie dies insbesondere in den Fig. l und 3 gezeigt ist, sind diese vorzugsweise mittels Gelenken miteinander verbunden, obwohl sie, wenn keine Notwendigkeit zur einstellbaren Fokussierung der Beleuchtungsvorrichtung besteht, auch fest miteinander verbunden sein können.
Ein abgeänderter Reflektor ist in Fig. 4 gezeigt und mit 13a bezeichnet. Er besteht aus einer Anzahl von reflektierenden Abschnitten 27a, sieben an der Zahl, welche aneinander anliegen, um einen Reflektor von gewünschter Form zu bilden. Je nach dem Wellenlängenbereich des Anteiles an Strahlungsenergie, dessen Hindurchtreten oder dessen Reflexion erwünscht ist, muss der selektiv reflektierende Belag ausgewählt werden. Je nach dem Verwendungszweck der Vorrichtung können die Abschnitte 27a fest oder verschwenkbar miteinander verbunden sein.
Ein Reflektor, der zur besseren Belegung einer seiner Flächen aus Sektoren aufgebaut ist, kann auch glockenförmig ausgebildet sein, wenn er in Verbindung mit einer z. B. birnenförmig gestalteten Strahlungs- quelle oder Lampe verwendet werden soll. Ein glockenförmiger Reflektor ist in Fig. 5 mit 33 bezeichnet und aus einer Anzahl von im wesentlichen meridianstreifenförmiggestaltetenAbschnitten oder Sektoren 34 aufgebaut, die zusammengeschlossen sind und eine Öffnung in einem Halsteil 35 freilassen, in dem das Anschlussende einer birnenförmigen Lampe 36 untergebracht ist. Wie bei den andern Reflektoren ist der Belag vorzugsweise an der Innenoberfläche des Reflektors vorgesehen. Die einzelnen Sektoren können auf verschiedene Weise miteinander zu einem Reflektor verbunden sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Beleuchtungsvorrichtung mit einer Lichtquelle zur Aussendung sichtbarer und unsichtbarer Strahlen und mit einem Reflektor aus einem durchsichtigen Träger, der an einer Seite eine sichtbares Licht reflektierende und für infrarotes Licht durchlässige Beschichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet. dass der Reflektor (13) aus einer Anzahl krummflächiger Abschnitte (27) besteht, deren Krümmung zum Aufbringen einer im wesentlichen gleichmässigen Beschichtung (32) beschränkt ist und dass diese Abschnitte zur Ausbildung einer durchgehend gekrümmten, reflektierenden Fläche dicht nebeneinander angeordnet sind.