AT236908B - Verfahren zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Fasern, Gespinsten oder Geweben aus Polyamiden - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Fasern, Gespinsten oder Geweben aus PolyamidenInfo
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Description
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Verfahren zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Fasern,
Gespinsten oder Geweben aus Polyamiden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Fasern, Gespinsten oder Geweben aus Polyamiden bei Einwirkung von erhöhten Temperaturen im Bereich von 160 bis 2000C, insbesondere von aus Polyamiden hergestellten Mangelnunterlagen, Bügelpressenbezügen u. dgl.
Es ist bekannt, dass die an sich ausgezeichneten Festigkeitseigenschaften von Polyamidfasern bei er- höhten Temperaturen, beispielsweise bei Temperaturen von 160 bis 200 C, bei gleichzeitiger Einwirkung von Luft stark herabgesetzt werden. Beispielsweise geht die Festigkeit von Polyamidfasern beim Erhitzen auf 1800c während 50 h auf 10 - 150lu des ursprünglichen Festigkeitswertes zurück. Dieser Nachteil macht sich auf bestimmten Anwendungsgebieten, insbesondere bei der Verwendung von Polyamidgeweben für
Unterlagen von Mangeln in Wäschereien und Plättereien, für Bügelpressenbezüge u. dgl., unangenehm bemerkbar, und in ungünstigen Fällen wird die Verwendbarkeit von Polyamiden für diese Zwecke über- haupt ausgeschlossen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, diesen Schwierigkeiten durch eine Imprägnierung der Polyamidgewebe mit Chinonen entgegenzuwirken. Die Impragnierung mit Chinonen bringt tatsächlich eine erhöhte
Hitzebeständigkeit des Polyamidmaterials mit sich, jedoch dauert die Wirkung verhältnismässig nur kur- ze Zeit (etwa 20 h) und sie bringt den Nachteil mit sich, dass die behandelten Gewebe intensiv gelb ge- färbt werden, was von den Verbrauchern nicht gewünscht wird.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der erwähnten Nachteile und Schwierigkeiten. Ziel der Erfindung ist die langdauernde Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Fasern, Gespinsten oder Geweben aus Polyamiden bei Einwirkung von Temperaturen im Bereich von 160 bis 200 C, wobei gleichzeitig unerwünschte Nebenerscheinungen vermieden werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass die Fasern, Gespinste oder Gewebe aus Polyamiden mit einer Tanninlösung und einer Lösung, die Tannin fällende Metallsalze, vorzugsweise ein Salz eines Metalls der vierten oder fünften Gruppe des periodischen Systems, enthält, imprägniert werden.
Die Imprägnierung kann ein-oder zweibadig erfolgen. Eine zweibadige Imprägnierung kann durchgeführt werden, indem man die Fasern, Gespinste oder Gewebe aus Polyamiden zuerst mit einer Tanninlösung und anschliessend mit einer Metallsalze enthaltenden Lösung durchführt, wobei die Metallsalze auf das Tannin fällend wirken und es auf das Gewebe od. dgl. niederschlagen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Imprägnierung in einbadiger Arbeitsweise mit einer Lösung durchgeführt, die Tannin, ein Tannin fällendes Metallsalz, vorzugsweise ein Salz eines Metalls der vierten oder fünften Gruppe des periodischen Systems, und einen Komplexbildner, vorzugsweise eine Oxysäure, wie Weinsäure oder Zitronensäure, enthält. Bei dieser Ausführungsform wird auch das Aufziehve. mögen wesentlich begünstigt.
Durch die erfindungsgemässe Behandlung wird die Festigkeit des behandelten Polyamidmaterials bei dauernder Einwirkung stark erhöhter Temperaturen vorteilhaft beeinflusst ; in günstigen Fällen geht die Festigkeit auch nach 50stündiger Erhitzung auf 180 C in Luft nur um etwa 10-20% zurück, d. h., dass die Festigkeit nachher noch 80-90% des ursprünglichen Wertes beträgt.
Die Erfindung wird in den folgenden Ausführungsbeispielen noch näher erläutert : Beispiel l : Ein aus Polyamidfasern bestehendes Gewebe, das als Mangelnunterlage für Wäschereien bestimmt ist, auf welchem Anwendungsgebiet das Gewebe dauernd Temperaturen von etwa 170 C ausgesetzt ist, wird in zweibadiger Arbeitsweise zuerst in einem Bad mit einem Gehalt von 10 g/l Aluminium-
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sulfat und anschliessend in einem Bad von 5 g Tannin pro Liter behandelt. Das Tanninbad wird auf einer
Temperatur von 60 bis 700C gehalten. Die Imprägnierungsdauer in jedem Bad kann 10 - 15 min betragen. Nach der Imprägnierung wird das Gewebe kalt gespült und getrocknet.
Beispiel 2 : Polyamidfasern werden in einbadiger Arbeitsweise mit einer Imprägnierungslösung, die 10 g Tannin und 5 g Kupfersulfat pro Liter enthält, in Gegenwart von so viel Ammoniak, dass eine klare Imprägnierungsflüssigkeit entsteht, behandelt. Die Temperatur des Bades kann zwischen Raumtemperatur und 800C liegen ; die Behandlungszeit beträgt einige Minuten. Nach der Imprägnierung werden die Fasern kalt gespült und getrocknet.
Beispiel 3 : Ein Gewebe aus Polyamidfasern wird in einem Bad, das 2 - 5 g Tannin, 2 - 10 g Brechweinstein und 10 - 20 g Weinsäure oder Zitronensäure pro Liter enthält, bei einer Temperatur von etwa 60 bis 700C während 1/2 h behandelt. Dann wird das behandelte Gewebe kalt gespült und getrocknet.
Beispiel 4 : Ein Gewebe aus Polyamidfasern wird in einem Bad mit einem Gehalt von 2 bis 5 g/l Tannin und 5 g/l Zirkonoxychlorid, welches mit Weinsäure maskiert und mit Natronlauge neutralgestellt ist, behandelt. Gegen Schluss der Behandlung werden dem Bad noch weitere 10 - 15 g/l Weinsäure oder Zitronensäure zugefügt. Die Behandlungstemperatur und-dauer ist die gleiche wie im Beispiel 3. Nach der Behandlung wird das Gewebe kalt gespült und getrocknet.
Beispiel 5 : Ein Gewebe aus Polyamidfasern wird in einem Bad mit einem Gehalt von 2 bis 5 g/l Tannin, 5 g/l Zinnchlorid und 10- 15 g/l Oxypropionsäure als Komplexbildner einbadig behandelt. Die Behandlungstemperatur beträgt 60 700C ; Behandlungsdauer : 1/2 h. Nach der Imprägnierung wird das Gewebe kalt gespült und getrocknet.
PATENTANSPRÜCHE : JL. Verfahren zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Fasern, Gespinsten oder Geweben aus Polyamiden bei Einwirkung von erhöhten Temperaturen im Bereich von 160 bis 200 C, insbesondere von aus Polyamiden hergestellten Mangelnunterlagen, Bügelpressenbezügen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern, Gespinste oder Gewebe aus Polyamiden mit einer Tanninlösung und einerLösung, die Tannin fällende Metallsalze, vorzugsweise ein Salz eines Metalls der vierten oder fünften Gruppe des periodischen Systems, enthält, imprägniert werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Imprägnierung in einbadiger Arbeitsweise mit einer Lösung durchgeführt wird, die Tannin, ein Tannin fällendes Metallsalz, vorzugsweise ein Salz eines Metalls der vierten oder fünften Gruppe des periodischen Systems, und einen Komplexbildner, vorzugsweise eine Oxysäure, wie Weinsäure oder Zitronensäure, enthält.
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