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Jalousie, insbesondere für Lüftungsanlagen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Jalousie, insbesondere für Lüftungsanlagen, mit einem Rahmen und in diesem beweglich gelagerten Lamellen, bestehend aus Grundkörpern und über deren Begrenzungskanten vorstehenden gummielastischen Dichtungssträngen. Bei solchen Jalousien ist es wichtig, die LuftEintrittsöffnung und die Abluft-Austrittsöffnung luft-und wärmedicht abschliessen zu können.
Der bisher übliche Dichtungvorgang mittels an den Lamellen angeordneten gummielastischen Dichtungssträngen besteht darin, dass die Lamellen bis zur Berührung ihrer Begrenzungsbereiche aneinandergeschwenkt werden. Der in einem Begrenzungsbereich als Auflage angeordnete Dichtungsstreifen legt sich in der letzten Phase der Schwenkbewegung der Lamellen an die Nachbarlamelle mehr oder weniger lose an. Über die Begrenzungskanten von Schwenkfenstern vorstehende gummielastische Dichtungsstränge sind zur Anlage an sickenartige Anschlagleisten des Rahmens vorgeschlagen worden. Hiebei erfolgt die Anlage der Dichtungsstreifen an die Anschlagleisten von der Seite her ebenfalls mehr oder weniger lose.
Solche lose Berührungen von Dichtungssträngen mit zugehörigen Begrenzungsteilen sichern die beabsichtigte vollkommene Dichtungswirkung nicht.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe einer demgegenüber wesentlich verbesserten Dichtungswirkung bei gleichzeitiger Warmdämmung der Lamellen einer Jalousie untereinander und mit dem Rahmen gestellt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zumindest sämtliche Längsbegrenzungskanten der vorzugsweise aus einem wärmedämmenden Kern und aus Schutzauflagen bestehenden Grundkörper der Lamellen mit Dichtungssträngen ausgestattet sind, wobei in der Schliessstellung der Jalousie die an benachbarten Grundkörpern vorgesehenen Dichtungsstränge unter elastischer, einen Dichtschluss gewährleistender Verquetschung ihrer Profilquerschnitte aneinandergepresst sind.
In den Zeichnungen ist in Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Lüftungsanlage veranschaulicht.
Die Fig. 2-4 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei Fig. 2 ein Längsschnitt, Fig. 3 eine Längsansicht und Fig. 4 ein Querschnitt ist.
Gemäss Fig. 1 wird dem zu belüftenden bzw. zu klimatisierenden Raum 7 Luft in der Richtung 3 mit Hilfe eines Ventilators 4 über einen Eintrittsstutzen 21 zugeführt. Ein weiterer Ventilator 8 besorgt in der Richtung 22 die Abfuhr der Abluft. Im Zuluftkanal sowie im Abluftkanal befinden sich die erfindunggemässen Jalousien 1, 2. Die Skizze zeigt auch noch schematisch einen Wärmeaustauscher 6. Es ist klar, dass eine möglichst luft- und wärmedichte Absperrung am Eintritt der Zuluft und am Austritt der Abluft für eine Lüftungsanlage von entscheidender Bedeutung ist.
Da beispielsweise bei niedrigen Kältetemperaturen aus dem Freien eintretende Kaltluft zu Eisniederschlägen im Zuführungskanal oder in den in seinem Bereich vorgesehenen Apparaturen führen kann, ist eine gummielastische Abdichtung durch eine Jalousie 1 im Sinne der Erfindung zum Zwecke einer möglichst vollkommenen Luft- und Wärmedichtung von grösstem Vorteil. Ähnliches gilt für die im Abluftkanal vorgesehene Jalousie 2.
Bei dem in den Fig. 2-4 veranschaulichten Ausführungsbeispiel sind sämtliche Längsbegrenzungskanten 23 der Lamellen mit über diese Begrenzungskanten vorstehenden gummielastischen Dichtungssträngen 12 (Fig. 2) ausgestattet. Ausserdem weisen auch die Querbegrenzungskanten der Lamellen beim Ausführungsbeispiel gleichartig vorstehende Dichtungsstränge 13 (Fig. 4) auf. Zum Zwecke einer guten Wärmedämmung besteht jede Lamelle aus einem wärmedämmenden Kern 11 und aus Schutzauflagen 9, 10, welche vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff bestehen.
Diese Schutzauflagen 9, 10 können als ebenflächige Streifen oder-wie insbesondere in Fig. 4 dargestellt-deckelartig mit umgebogenen Rändern ausgebildet sein, so dass auch die Randbereiche der Kerne 11, welche aus verhältnismässig leicht verletzbarem Material bestehen, gegen Beschädigungen weitestgehend geschützt sind.
Beim Ausführungsbeispiel ist eine Klappjalousie dargestellt, wobei die Klappgelenke mit 16 bezeichnet sind. Die Zeichnung zeigt in Fig. 2 auch, dass in der Schliessstellung der Jalousie die gummielastischen Dichtungsstränge 12 zweier benachbarter Lamellen unter Verquetschung aneinandergepresst sind. Die unverformt, spannungsfreie Gestalt der Dichtungsstränge 12 ist aus Fig. 3 ersichtlich, welche die Jalousie in der Offenstellung zeigt.
Aus Fig. 3 ist auch der Öffnungsmechanismus zu entnehmen, welcher aus den Gelenken 16 und den Stellhebeln 17, 18, 19 besteht.
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Die Verquetschung der gummielastischen Dichtungsstränge 12 benachbarter Lamellen presst diese luftdicht aneinander, während die oberste und die unterste Lamelle durch die über ihre äusseren Längsbegrenzungskanten 23 vorstehenden gummielastischen Dichtungsstränge 12 und deren Verformung einen luftdichten Abschluss der Jalousie an den Rahmenteilen 14, 15 gewährleisten. Eine ähnliche Abdichtung erfolgt gegen den seitlichen Teil 20 des Jalousierahmens durch die Verquetschung der gummielastischen Dichtungsstränge 13.
Die im Vorstehenden am Beispiel einer Klappjalousie veranschaulichte Erfindung ist auch auf Jalousien anderer Bauarten anwendbar. In ihrer Verwendung ist sie nicht auf Lüftungsanlagen oder die speziell darunterfallenden Klimaanlagen beschränkt.