AT236572B - Verfahren zur Vernichtung von Abfall und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Vernichtung von Abfall und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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AT236572B
AT236572B AT507061A AT507061A AT236572B AT 236572 B AT236572 B AT 236572B AT 507061 A AT507061 A AT 507061A AT 507061 A AT507061 A AT 507061A AT 236572 B AT236572 B AT 236572B
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Description


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  Verfahren zur Vernichtung von Abfall und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vernichtung von Abfällen und eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens. 



   Die Beseitigung von Abwässern stellt ein immer brennender werdendes Problem dar und an vielen
Stellen bestehen in Anbetracht der Überlastung der Einrichtungen zur Beseitigung von Abwässern bedenk- liche sanitäre Zustände. In vielen Gebieten sind die Einrichtungen zur Beseitigung der Abwässer nicht der stets zunehmenden Bevölkerungsdichte angepasst worden. Darüber hinaus wird für die Beseitigung von Ab- fällen nach herkömmlicher Weise in den meisten Fällen Wasser zur Abführung der Abfälle verwendet und aus diesem Grunde wird ein beträchtlicher Teil des gesamten von der Menschheit verbrauchten Wassers einzig und allein für die Beseitigung von Abfällen verwendet.

   Es besteht daher eine rege Nachfrage nach zufriedenstellenden Einrichtungen zur Beseitigung von Abfällen, als es die auf Wasser als Transportmittel angewiesenen sanitären Einrichtungen, welche eine grosse Menge häufig sehr knappen Wassers benötigen und welche sowohl kostspielige Kanalsysteme als auch kostspielige Abwasserbeseitigungseinrichtungen er- fordern, sind. 



   Darüber hinaus stellt die Beseitigung von Abfall in vielen Fällen ein individuelles Problem dar. da überhaupt kein Abwasserkanalsystem existiert. Das Fehlen eines Kanalsystems machte in vielen erst in letzter Zeit erschlossenen Vorstadtgebieten die Verwendung einzelner septischer Tanks od. dgl. erforderlich und hiefür sind relativ grosse Ablagerungsgebiete erforderlich und ausserdem entstehen dadurch viele schwer zu lösende   Instandhaltungs- und Reinigurgsprobleme. Solche   auf den Betrieb mit Wasser abgestellte Einzeleinrichtungen zur Behandlung und Beseitigung von Abwässern benötigen darüber hinaus, wenn sie den sanitären Bestimmungen gerecht werden sollen, in den einzelnen Haushalten relativ viel Raum und sind in ihrer Arbeitsweise durchaus nicht zufriedenstellend. 



   In gewissen andern Fällen, beispielsweise beim Transport von Personen, insbesondere Militärpersonen in Fahrzeugen, Flugzeugen u.   dgl.,   ist im allgemeinen keine Möglichkeit vorhanden, irgendeine der gebräuchlichen, mit Wasser zu betreibenden Einrichtungen zur Beseitigung von Abfall zu benutzen, und es müssen deshalb andere Massnahmen getroffen werden. Bisher wurde in solchen Lagen eine Übergangslösung getroffen und es wurden hiebei Chemikalien verwendet, welche die Fäulnis so lange hinauszögerten, bis der Abfall auf eine hiefür bestimmte Ablagerungsstelle gebracht werden konnte. Es wurden auch solche Chemikalien verwendet, welche die Zersetzung des Abfalls beschleunigen. 



   Die bekannten Methoden zur Beseitigung von Abfall werfen somit ein ernst zu nehmendes und drängendes Problem hinsichtlich der für die Beseitigung des Abfalls zu verwendenden Wassermenge und der für das Sammeln, die Behandlung und die Umwandlung des Abwassers in eine ausreichend für eine Überführung des Abwassers in einen Fluss oder einen andern grossen Vorfluter entgiftete Form aufzuwendenden Zeit und Kosten auf. Die Sammlung von Abwässern bringt auch häufig das Problem mit sich, die Abwässer während ihres Verweilens im Abwassersystem so weit keimfrei zu halten, dass keine üblen Gerüche auftreten und das Grundwasser nicht verunreinigt wird. Trotz der in jüngster Zeit erzielten Fortschritte bei der Behandlung von Abwässern treten in fast allen Grossstädten häufig Probleme bei der Beseitigung der Abwässer auf.

   Das Hauptproblem in diesem Zusammenhang besteht meis : in der übermässigen Verschmutzung des Vorfluters, welchem das Abwasser zugeführt wird. Es besteht in einem besonderen Fall auch ein Problem zur Umleitung des Abwassers bei der Beseitigung des Abwassers. 

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   Es wurden bereits verschiedene Formen auf trockenem Wege arbeitender sanitärer Einrichtungen vor- geschlagen. Diese Einrichtungen haben sich jedoch weder als ein brauchbarer Ersatz für die bisher ge- bräuchlichen Spültoiletten, welche das Abwasser in die Abwasserkanäle abgeben, noch als brauchbarer
Ersatz für septische Tanks   u. dgl.   erwiesen. In einigen dieser bekannten Einrichtungen werden die Fäka- lien oder sonstige Abfälle verbrannt. Die Verbrennung ist jedoch unvollständig, die aufzuwendende Heiz- leistung beträchtlich und darüber hinaus ist eine Verschmutzung im Inneren solcher Einrichtungen befind- licher beweglicher Teile nicht zu vermeiden, wodurch sich Betriebsstörungen ergeben. 



   Die Erfindung bezweckt nun die Beseitigung der Nachteile sanitärer Einrichtungen der oben angege- benen Art. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vernichtung von Abfällen, insbesondere Fä- kalien, durch Verbrennung, und das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass der brennbare Abfall in einem innerhalb eines im wesentlichen abgeschlossenen Gehäuses vorgesehenen brennbaren Behälter abgelegt und in diesen Behälter verpackt wird, worauf die den Abfall enthaltende Packung in eine Ver- brennungskammer geschleust und dort mit einer Druckgasflamme direkt beheizt wird, wobei gleichzei- tig durch die Verbrennungskammer, vorzugsweise über längere Zeit, als zur vollständigen Verbrennung des Abfalls erforderlich ist, Luft gesaugt wird.

   Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird es ermöglicht,
Fäkalien, Abfälle und brennbare Abfälle aller Art vollständig zu verbrennen, so dass als Verbrennungs- produkte nur mehr geruchlose Gase und Asche anfallen. Das erfindungsgemässe Verfahren bietet aber auch noch den Vorteil des Fortfalls jeder Geruchsbelästigung dadurch, dass das Durchsaugen von Verbrennungs- luft durch die Verbrennungskammer in verlässlicher Weise unter Druck innerhalb der Verbrennungskammer sichergestellt wird.

   Darüber hinaus-macht das erfindungsgemässe Verfahren auch die Konstruktion von
Vorrichtungen zur Vernichtung von brennbaren Abfällen   möglich, und   diese Vorrichtungen benötigen we- gen Fortfalls einer Verschmutzung der beweglichen Teile nur eine geringe Wartung, könnenäusserstplatz- sparend ausgebildet werden und eignen sich deshalb zur Installation in Verkehrsmitteln aller Art, in wel- chen meist nur wenig Platz zur Verfügung steht. 



   Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des   erfindungsgemä-   ssen Verfahrens zur Vernichtung von   Abfällen   ist ähnlich wie bekannte Vorrichtungen zur Verbrennung von Abfällen mit einem Ablegeraum zur Ablegung des brennbaren Abfalls, einer unterhalb dieses Ablegeraumes befindlichen Verbrennungskammer samt Beheizungseinrichtung und einer zwischen Ablegeraum und Verbrennungskammer angeordneten Schleuse ausgestattet und gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Schleuse zwei, um zueinander etwa parallele horizontale Achsen im gegenläufigen Sinne drehbare Rotoren mit je vier in Achsrichtung Quadranten bildenden rechteckigen Flügeln aufweist, an die angrenzend auf den Achsen der Rotoren kreisförmige Stirnwände befestigt sind,

   wobei in Ruhestellung die relative Lage der Rotoren zueinander eine solche ist, dass ein horizontal liegender Flügel eines Rotors mit einem angrenzenden horizontalen Flügel des andern Rotors eine horizontale Wand bildet, die einerseits den Boden des Ablegeraumes und anderseits einen Teil der Decke des Verbrennungsraumes und damit eine Schleusenwand zwischen Ablegeraum und Verbrennungsraum bildet, und die gegenläufige Drehrichtung der beiden Rotoren im zwischen den beiden Rotoren gelegenen Spalt zum Verbrennungsraum hin gerichtet ist und wobei die im unteren Teil des Ablegeraumes von je einem vom Verbrennungsraum weg gerichteten Flügel der Rotoren und je einemSegment   der Stirnwände   gebildeten Seitenwände des Ablegeraumes nach oben hin durch eine von der, vorzugsweise durch einen Deckel verschliessbaren,

   Einwurfluke ausgehenden Schürze und einem über dieser Schürze und innerhalb des unteren Teiles der Seitenwände des Ablegeraumes teleskopartig verschiebbaren Stutzens verlängert sind, welcher sich in Ruhestellung mit seinem unteren Rand oberhalb einer unmittelbar oberhalb der Rotoren angeordneten Führungplatte mit einer für den Durchgang des Stutzens bei seiner teleskopartigen Verschiebung bestimmten Öffnung befindet und bei seiner Abwärtsbewegung einen Bogen des auf der Führungsplatte abgelegten blattförmigen Verpackungsmaterials durch die Durchtrittsöffnung in der Führungsplatte, welche als Matrize wirkt, unter Bildung eines Behältnisses verformt, das bei Drehung der Rotoren durch zwei der Flügel desselben zwangsweise zusammengefaltet und in die, vorzugsweise einen schalenförmigen Boden aufweisende, Verbrennungskammer geschleudert wird,

   wobei gegen den Boden derselben die Düse eines mit einer selbsttätigen Zündvorrichtung ausgestatteten Gasbrenners gerichtet ist, und dass eine Gasfördereinrichtung, vorzugsweise ein Zentrifugalgebläse, vorgesehen ist, das Verbrennungsluft im Überschuss durch oberhalb des Bodens des Ablegeraumes in einer Gehäusewand der Vorrichtung gelegene Schlitze ansaugt und über Spalte zwischen den Rotoren in den Verbrennungsraum und aus diesem samt den Verbrennungsgasen über eine dem Brenner etwa in gleicher Höhe gegenüberliegende Öffnung in der Verbrennungskammer zu einer   Gasausblaseöffnung   im Gehäuse fördert.

   Eine solche Vorrichtung kann leicht derart automatisiert werden, dass sie im Augenblick ihrer Berührung selbsttätig in Gang gesetzt wird und nach Ablauf einer vorbe- 

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 stimmten Zeit, nach Ablauf derselben die vollständige Verbrennung der Abfälle vorausgesetzt werden kann, abgeschaltet wird.

   Für eine derartige automatisierte Vorrichtung ist es von Vorteil, wenn für das
Ablegen eines Bogens plattförmigen Verpackungsmaterials über der Öffnung der Führungsplatte eine par- allel zur Ebene der Führungsplatte verschiebbare Fördervorrichtung vorgesehen ist, die mit Greifern die
Ränder des auf einer Vorratsrolle befindlichen blattförmigen Verpackungsmaterials erfasst, von dieser
Vorratsrolle in der benötigten Länge abzieht und nach Ablängung des Verpackungsmaterials durch Schneid- werkzeuge den erhaltenen Bogen dieses Verpackungsmaterials über die Öffnung in der Führungsplatte för- dert. 



   Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung einer
Ausführungsform einer erfindungsgemässen Abfallvernichtungseinrichtung ersichtlich, welche in der Zeich- nung dargestellt ist. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemässen Abfallvernichtungsein- richtung mit teilweise freigelegten Teilen, teilweise im Schnitt oder durch strichlierte Linien darge- stellten Teilen, Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung mit teilweise freigeleg- ten Teilen und teilweise im Schnitt, Fig. 3 eine Ansicht der Rückseite der Einrichtung, wobei die Rück- wand entfernt ist, um die im Inneren angeordneten Einrichtungen, wie sie sich von hinten darstellen, deutlich zu zeigen, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2, Fig. 5 perspektivisch einen Teil eines insbesondere aus Fig. 1 ersichtlichen Mechanismus, wobei einzelne Teile zwecks besserer Über- sichtlichkeit unterbrochen dargestellt sind, Fig. 6 perspektivisch einen Teil der erfindungsgemässen Ein- richtung, wie er sich insbesondere aus den Fig.

   2 und 4 entnehmen lässt und welcher die Herstellung des mit dem Abfall zu verwerfenden Behältnisses erläutert, Fig. 7 perspektivisch einen bestimmten Teil der erfindungsgemässen Einrichtung, wie er aus Fig. 3 entnommen werden kann, Fig. 8 perspektivisch einen
Ausschnitt aus dem Hauptantrieb der Einrichtung, der auch in Fig. 2 dargestellt ist, Fig. 9 einen Schnitt nach Linie 9-9 der   Fig. 2,   Fig. 10 die Verdrahtung eines Teiles der in der erfindungsgemässen Einrichtung verwendeten Steuerung, Fig. 11 einen Ausschnitt aus der Draufsicht auf die erfindungsgemässe Einrichtung mit dem Zeitwähler für den Brenner und das Gebläse, Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der insbesondere aus Fig. 4 ersichtlichen Verbrennungskammer, Fig. 13 in schematischer Darstellung eine abgeänderte Art der Bedienung, der in den Fig.

     1-3   dargestellten Rotoren und Fig. 14 eine abgeänderte Aus-   führungsform   einer Antriebsvorrichtung für die Rotoren, welche ihre Betätigung nach Fig. 13 ermöglicht. 



   Die in den Fig.   1 - 4   der Zeichnung dargestellte Abfallvernichtungseinrichtung 20 besteht im allgemeinen aus einem rechtwinkeligen Gehäuse 22, in dessen Decke 26 eine Öffnung 24 vorgesehen ist, welche im allgemeinen die Form eines Toilettsitzes 28 besitzt, der eine ringförmige Sitzbrille 30 und einen an Scharnieren befestigten Deckel 32 aufweist. Der Deckel 32 liegt oberhalb der Öffnung 24. Innerhalb des Gehäuses 22 und unterhalb des Toilettsitzes ist eine im allgemeinen die Form einer Schüssel 34 besitzende Ablage vorgesehen, die einen einen Boden bildenden verschiebbaren Teil aufweist. Unterhalb des Bodens der Ablage befindet sich eine Verbrennungskammer 36, welche mit einem Gasbrenner 38 ausgestattet ist.

   Angrenzend an ein Ende des Gehäuses 22 ist ein Gebläse 40 angeordnet, durch welches Luft durch das Gehäuse und von dort in die freie Luft gefördert wird. Im Gehäuse 22 sind auch Einrichtungen vorgesehen, welche aus einem brennbaren blattförmigen   Material, einem korbähnllchen Behälter, wo-   bei durch Zusatzeinrichtungen von einer Speicherrolle das blattförmigeMaterial abgezogen und in Stücke bestimmter Länge geteilt wird und die abgelängten Stücke blattförmigen Materials zu einem oben offenen Behältnis verformt werden, das relativ zum Boden und zu den Seitenwänden der   schüsselförmigen   Ablage ausgefluchtet angeordnet wird. 



   Kurz zusammengefasst wird bei Bedienung der erfindungsgemässen   Einrichtung, zunächst   um einen Luftstrom durch das Gehäuse 42, u. zw. über die Verbrennungskammer 36, und von dort über die Abwindklappe 42 in die freie Luft zu erzeugen, das Gebläse 40 in Gang gesetzt, worauf, wie oben erläutert, die Schale 34 mit dem blattförmigen Material ausgelegt wird und die den Boden der Schale 34 bildenden Teile derart verschoben werden, dass der Abfall im blattförmigen Material verpackt wird und die Packung in die Verbrennungskammer   36 gelangt,   worauf schliesslich der Gasbrenner 38 gezündet und derart betrieben wird, dass in Gegenwart   überschüssiger,   vom Gebläse 40 herangeführter Luft eine im wesentlichen vollständige Verbrennung des verpackten Abfalls erzielt wird. 



   Bei Bedienung der erfindungsgemässen Einrichtung in der oben angegebenen Art und Weise wird der Abfall auf trockenem Wege in den sanitären Erfordernissen entsprechender Weise ohne Verschmutzung der Abfallvernichtungseinrichtung vernichtet, wobei nach vollständiger Verbrennung des verpackten Materials in der Verbrennungskammer ein im wesentlichen unschädliches Gas entsteht, das in die Atmosphäre abgeblasen wird. Darüber hinaus wird die Bedienung der erfindungsgemässen Einrichtung in einer noch näher 

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 zu beschreibenden Weise automatisch derart durchgeführt, dass im Zusammenhang mit der Verwendung der Einrichtung auftretende Gerüche einer Absorptionseinrichtung zugeführt werden, durch welche ver- mieden wird, dass diese Gerüche in unmittelbarer Umgebung der Einrichtung in Erscheinung treten.

   Dar- über hinaus ist die erfindungsgemässe Einrichtung vollkommen sicher im Gebrauch und bildet auch keine
Gefahr für dasjenige Gebäude, in welchem eine solche Einheit installiert ist. 



   Beim dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung 20 besteht das Gehäuse 22 aus Metalltafeln od. dgl., die an einem innerhalb des Gehäuses gelegenen Stahlrahmen festgelegt sind, so dass ein von einer Vorderwand 46, einer Rückwand 48, ein Paar Stirnwänden 50 und 52, einer. Decke 26 und einem Boden 56 umschlossener Raum gebildet wird. Im allgemeinen ist das Gehäuse im Inneren in einen oberen und einen unteren Teil unterteilt, wobei der untere Teil die Verbrennungskammer 36, das
Gebläse 40 und den Brenner 38 aufnimmt. Die Decke 26 des Gehäuses ist mit einer Öffnung 24 verbun- den, über welcher mittels Angeln ein wie üblich geformter Toilettesitz 30, der einen Deckel 32 auf- weist, befestigt ist. Die Öffnung 24 kommuniziert mit der darunter liegenden Schüssel 34, die im allge- meinen rechtwinkelige Form aufweist.

   Der obere Teil der Schüssel ist aus Metallblech   od. dgl. herge-   stellt und bildet einen. Lukendeckel, der aus einem obenseitig gelegenen horizontalen Abschnitt 58, wel- cher unterhalb des Toilettesitzes liegt und auf einem Rahmen 60 abgestützt ist, und einer abfallenden
Schürze 62, welche die Lukenöffnung begrenzt, besteht. Ein Zwischenteil der Schüssel ist von einem kronen- oder kragenähnlichen Teil 64 gebildet, welcher die Schürze 62 der Schale 34 eng umschliesst und relativ zu dieser Schürze in bestimmter Weise und für bestimmte Zwecke, wie später noch beschrie- ben wird, teleskopartig verschiebbar ist. Die untersten Seiten und Stirnwände der Schale und auch der
Boden derselben werden von einem Paar sich drehender Teile 66 und 68 gebildet, die quer zum Gehäuse angeordnet sind.

   Die übrigen zu diesen sich drehenden Teilen gehörigen Teile sind nämlich numeriert, wobei die Teile des Rotors 68 mit einem mit einem Strich (') versehenen Bezugszeichen bezeichnet sind. 



   Jeder Rotor weist ein Paar kreisförmiger, mit Abstand voneinander angeordneter Endteile 70 und 72 auf, die mit vier quer verlaufenden, dazwischen abgestützten Flügeln versehen sind, welche mit 74a, 74b,
74c und 74d bezeichnet sind. Diese Flügel sind gegeneinander um Winkel von   90    versetzt und teilen so- mit die Rotoren in Quadranten, so dass angrenzende Paare von Flügeln einen Teil einer Seitenwand der Schüssel und eine Hälfte des Bodens der Schüssel bilden, wie der Fig. 4 deutlich entnommen werden kann.

   Dementsprechend nimmt bei Drehung der Rotoren 66 und 68 in entgegengesetztem Sinne um 1800 der Flügel jedes Rotors, welcher zunächst einen nach oben gerichteten Teil der Seitenwand bildete, eine nach unten gerichtete Lage ein, wobei ein Teil desselben in die Verbrennungskammer 36 ragt, und wobei der anschliessende Flügel eine horizontale Lage einnimmt und eine Hälfte des Bodens der Schüssel bildet. 



   Jeder der Rotoren 66 und 68 ist innerhalb des Gehäuses in geeigneter Weise, beispielsweise durch auf Rahmenteilen 78 (Fig. 1) abgestützte Lager 76, gelagert und weist eine axiale Welle 80 auf, an deren einem Ende ein Kettenrad 82 befestigt ist, in welches eine Antriebskette 84 eingreift. Die Antriebskette 84 ist bis zu einer Hauptantriebswelle 86 geführt, welche an der rechten Seite des Gehäuses 22 gelagert ist und an welcher ein Antriebskettenrad 88 befestigt ist. Bei Drehung der Hauptantriebswelle 86 und damit des Antriebskettenrades 88 wird damit gleichzeitig die Drehung der Rotoren 66 und 68 in entgegengesetzter Richtung und mit derselben Geschwindigkeit bewirkt.

   Durch ein Kettenspannrad 87 wird die Antriebskette 84 in zwangsschlüssigem Eingriff mit dem Kettenrad 82 am Rotor 66 gehalten und durch dieses Kettenspannrad kann auch die Spannung der Antriebskette 84 eingestellt, aber auch die relative Stellung der Flügel im Rotor 66 zu denen im Rotor 68 um Geringeres verändert werden. Diese Einstellungen werden durch drehbare Anordnungen der Welle 90 des Kettenspannrades 87 in   einem bogenförmigen   Schlitz 89, der in einer Stützplatte 92 eingelassen ist, ermöglicht. Das Lager für die Welle 90 ist entlang des Schlitzes 89 verstellbar befestigt, um die Spannung der Kette 84 und/oder die relativen Stellungen der Flügel der Rotoren 66 und 68 verändern zu können. 



   Wie den Fig. 1 und 4 entnommen werden kann, erstrecken sich die Rotoren 66 und 68 nach unten zu in das untere Abteil des Gehäuses und in die Verbrennungskammer 36 hinein bis unterhalb der Seitenwände der Verbrennungskammer. Darüber hinaus ist es vorzuziehen, die Rotoren, insbesondere die Flügel 74a bis 74d derselben, eng an ein Paar quer verlaufender Stirnplatten 93 und 95 (Fig. 4) im Gehäuse anliegen zu lassen, um zu verhindern, dass möglicherweise an den Flügeln haftendes Material in den oberen Teil des Gehäuses zurückbefördert wird und um zu verhindern, dass Luft in diesen Bereich gelangt. Für den letzteren Zweck ist zusätzlich eine Platte oder ein Schirm 97 und eine nach unten gekrümmte Luftablenkplatte 99 vorgesehen, welche sich über das dem Gebläse 40 am nächsten gelegene Ende der Brennstoffkammer 36 erstreckt.

   Der obere Teil des Schirmes 97 schmiegt sich eng an die Bewegungsbahn der 

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 gen. Jeder der Greifer 142 besitzt zwei relativ zueinander bewegliche Finger 144 und 146, welche durch eine Feder in die Normallage,   d. h.   in die geschlossene Lage, gezogen werden, in der die vorderen En- den der Finger aneinander liegen. Die vorderen Enden der Finger sind an ihren Innenflächen vorzugsweise mit einer weichen, die Reibung    erhöhenden. Substanz,   wie beispielsweise Gummi, wie durch 148 ange- deutet, überzogen.

   Jedes Fingerpaar ist auf einem laufkatzenähnlichen Rahmen 150 befestigt, der einen aus drei Rädern 152 bestehenden Radsatz aufweist, wobei die drei Räder mit ihren Achsen im Dreieck der- art angeordnet sind, dass sie entlang eines Paares an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 22 angeord- neten Führungsschienen 154 verfahrbar sind. 



   Der obere Finger 144 jedes Fingerpaares ist am Fahrgestell 150 drehbar angeordnet und dieser obere
Finger weist an seinem hinteren Ende eine drehbare Rolle 153 auf, die mit einer Nockenplatte 156, wel- che sich an einem Ende der Laufbahn befindet, derart zusammenwirkt, dass die Finger zwecks Freigabe des Papiers geöffnet werden, und welche weiters mit einem Betätigungsarm 158, welcher sich am ande- ren Ende der Laufbahn auf der Führungsschiene befindet, derart zusammenwirkt, dass die Greiferfinger geöffnet werden, um das Papier erfassen zu können. Zwischen diesen beiden Stellungen werden die Grei- ferfinger durch eine Feder 160, welche die Finger zusammendrückt, zusammengehalten.

   In dem Masse, als sich die Fahrgestelle 150 entlang der Führungsschiene 154 nach links bewegen, kommt jede der Nok- kenrollen 153, wie in Fig. 5 gezeigt ist, in Eingriff mit dem Betätigungsarm 158, welcher durch eine
Feder in die in Fig. 5 gezeigte Stellung gebracht wird, worauf die Weiterbewegung des Greifers 142 bei gleichzeitigem Eingriff desselben mit dem Betätigungsarm 158 dazu führt, dass die oberen Finger 144 von den unteren Fingern 146 weg bewegt werden, so dass die Finger in eine Lage gebracht werden, die sie be- fähigt, die relativ kurze Länge des blattförmigen Materials, welche sich aus dem Führungsschlitz 106 heraus erstreckt, zu erfassen.

   Sobald die geöffneten Finger des Greifers in die zur Erfassung des Papiers geeignete Stellung gebracht worden waren, bewegen sich die Finger vom Betätigungsarm 158 weg, so dass die Druckfeder 160 die Finger schliesst, womit das blattförmige Material erfasst wird. Die Greifer 142 werden hierauf entlang der Schienen 154 mit Hilfe später noch zu beschreibender Vorrichtungen zurück- gezogen und bewegen das Papier quer durch das Gehäuse in eine Stellung, welche etwa der Stellung der
Führungsplatte 140 entspricht. Sodann wird das Papier durch Betätigung der Schneider 112 von der Rolle abgeschnitten. Nun werden die Finger 144,146 der Greifer 142 geöffnet, indem die Nockenrollen 153 auf die Nocken 156 auflaufen, womit das Blatt oberhalb der Führungsplatte 140 abgelegt wird.

   In diesem Augenblick wird der Kragen 64 nach unten in die Rotoren 66,68 hineinbewegt, wobei der Kragen 64 das Papierblatt mit sich führt und zu einem offenen Behältnis verformt, indem das Papier durch die zentrale Öffnung in der Führungsplatte 140 gedrückt wird, wobei ein Behälter entsteht, der gegen die Seitenwandteile, welche von den Flügeln 74 und den kreisförmigen Stirnwänden 72 des Rotors gebildet werden, wie in Fig. 4 gezeigt ist, anliegt. Der Kragen 64 wird sodann in seine obere Stellung zurückgezogen, u. zw. teleskopartig in die Schürze 62 hinein (Fig. 1). 



   Die Herstellung des Behälters, wie sie eben beschrieben wurde, kann auch der Fig. 6 entnommen werden, aus der ersichtlich ist, dass der Kragen 64 an gegenüberliegenden Enden mit einem Führungsstab 162 verbunden ist, der, um sicherzustellen, dass die Bewegung des Kragens genau geradlinig und vertikal erfolgt, in geeigneter Weise in einem Grundteil 164 geführt ist (Fig. 1). Die vertikale Bewegung des Kragens wird durch ein Paar Arme 166 bewirkt, von welchen jeder mit einem Ende bei 168 mit einer vom Kragen vorspringenden Fahne 170 verdrehbar verbunden ist. Das andere Ende eines jeden Armes bzw. Hebels 166 ist an einer Hohlwelle 172 befestigt, welche auf einer längeren Welle 173, die in geeigneter Weise mit ihren gegenüberliegenden Enden am Rahmen 44 gelagert ist, drehbar ist.

   Der Mittelteil eines Armes 166 weist eine abfallende Nase 174 auf, die mit einer Nockenrolle 176 versehen ist, welche auf der Nase drehbar ist. Die Nockenrolle 176 greift in eine Nut 178 einer Kurvenscheibe 180 ein, die an der Hauptantriebswelle 86 befestigt ist und sich mit dieser dreht. Die den Kragen steuernde Kurvenscheibe 180 ist so ausgebildet, dass eine bestimmte Drehbewegung der Hauptantriebswelle 86 die oben erwähnte hin-und hergehende vertikale Bewegung des Kragens 64 relativ zu den oberen und unteren Teilen der Schale 34 bewirkt. 



   In Zusammenhang mit der das Behältnis herstellenden Bewegung des Kragens 64 muss erwähnt werden, dass ein ähnliches Ergebnis erzielt werden kann, wenn die Schürze 62 als Matrize für die Herstellung des Behältnisses verwendet wird. In einem solchen Falle wird die Nockenscheibe 180 in geeigneter Weise abgeändert, so dass der Kragen 64 sich anfänglich innerhalb der Wände 74b und 74b'der Rotoren befindet, wobei das   blattförmige   Material oberhalb des Kragens 64 abgelegt wird. Der Kragen wird dann nach oben bewegt, um das Blatt gegen den unteren Rand der Schürze 62 zu drücken und das Behältnis dadurch herzustellen, dass das Blatt entlang der Aussenfläche der Schürze aufgefaltet wird. Durch nachfolgende 

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   Das Gebläse 40 ist in einem unteren Teil des Gehäuses 22 eingeschlossen (Fig. 4) und besitzt eine direkte Verbindung im wesentlichen nur mit der Verbrennungskammer 36 und der   Ausblasöffnung   42. Die Verbrennungskammer 36 ist beim Arbeiten des Brenners 38 durch die Rotoren 66 und 68 im wesentlichen getrennt vom oberen Teil des Gehäuses, jedoch ist das linke Ende der Verbrennungskammer, welches den Brenner 38 aufweist, zum Verbindungsteil des Gehäuses 22 zu offen.

   Abgesehen von der Sitzbrille 24, welche normalerweise während des Arbeitens des Brenners 38 und des Gebläses 40 entweder durch den Deckel 32 oder durch einen Benutzer der Abfallvernichtungseinrichtung verschlossen ist, sind die einzigen Öffnungen, durch welche Luft Zutritt zum Gehäuse besitzt, von mehreren schmalen Schlitzen 185 in der Wand 44 gebildet, welche sich unmittelbar oberhalb des Abteils befinden, in dem das Gebläse 40 angeordnet ist. Eine isolierende Zwischenwand 187 trennt den oberen Teil des Gehäuses vom Gebläse 40, weshalb bei Betätigung des Gebläses Luft durch die Schlitze 185 angesaugt und über den oberen Teil des Gehäuses 22 hinab in den dem Brenner 38 zugeordneten Teil des Gehäuses und von dort durch die Verbrennungskammer 36 in das Gebläse gesaugt wird.

   Bei Durchströmung des Gehäuses durch die Luft liegt der Druck im Gehäuse 22 unterhalb Atmosphärendruck und der im Gehäuse geführte Luftstrom Bewirkt, dass 1. eine Kühlung der Teile im oberen Teil des Gehäuses erzielt wird, so dass die Sitzöffnung 30 benutzbar bleibt, dass 2. eine isolierende Luftzwischenschicht im oberen Teil der Verbrennungskammer 36 vorhanden ist, welche die Rotoren 66 und 68 vor schädlicher Überhitzung bewahrt, dass 3. eine isolierende Luftzwischenschicht zwischen der vom Brenner 38 erzeugten Flamme und dem Boden 184 der Verbrennungskammer gebildet wird, und dass 4. Luftströme entstehen, welche die Flamme des Brenners 38 verbreitern, womit die Auftrefffläche der Flamme auf den verpackten Abfall vergrössert wird.

   Darüber hinaus bildet der unterhalb der Verbrennungskammer 36 gelegene thermisch isolierte Gehäuseteil einen Raum 189, der am gegenüberliegenden Ende genügend offen ist, um Luft durch diesen Raum strömen zu lassen, die zur weiteren Kühlung des Bodens 184 der Verbrennungskammer beiträgt. 



   Mit der oben beschriebenen Anordnung der Verbrennungskammer 36 des Gebläses 40 und des Brenners 38 ist es möglich, zur Vernichtung des Abfalls äusserst hohe Temperaturen anzuwenden, ohne dass 
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Brenners 38 es nicht erforderlich macht, den Sitz 28 zu räumen und den Deckel der Abfallvernichtungs- einrichtung zu schliessen. Darüber hinaus wird, da, sobald die Abfallvernichtungseinrichtung bzw. der Sitz 28 derselben benutzt wird, innerhalb des Gehäuses 22 ein verminderter Druck hergestellt wird, jeder auftretende Geruch in das Gehäuse abgesaugt und durch das Gebläse 40 über die Ausblasöffnung 42 ins Freie befördert. 



   Nachdem oben die Arbeitsweise verschiedener Elemente der Abfallvernichtungseinrichtung beschrieben wurde, wird im folgenden eine ins Einzelne gehende Schilderung der Antriebsvorrichtung gebracht, die dazu dient, die verschiedenen Bewegungen der verschiedenen Elemente zu bewirken. 



   Der Fig. 2 kann entnommen werden, dass an der rechten Seite des Gehäuses 22, u. zw. am oberen Ende desselben, eine Antriebseinheit vorgesehen ist, welche im allgemeinen einen Elektromotor 190 und ein Untersetzungsgetriebe 200 aufweist, und welche an eine elektrische Stromquelle angeschlossen werden kann und welche die Hauptantriebswelle 86 antreibt. Die Hauptantriebswelle 86 erstreckt sich von vorne nach hinten durch das gesamte Gehäuse und ist in nicht dargestellten Lagern, welche am Rahmen 44 innerhalb des Gehäuses 22 abgestützt sind, in geeigneter Weise gelagert. Auf dem rückwärtigen Ende der Hauptantriebswelle 86, welches in Fig. 2 oben liegt, ist ein Kettenrad 192 befestigt, das über eine Kette 194 mit einem an einer Welle 198, die aus dem am Motor angeordneten Getriebegehäuse 200 herausragt, befestigten Kettenrad 196 verbunden ist.

   Gewünschtenfalls kann das Kettenrad 196 mit der Welle 198 durch eine nicht dargestellte Rutschkupplung verbunden sein. 



   An der Hauptantriebswelle 86, u. zw. unmittelbar vor dem Kettenrad 192, ist eine Betätigungsnocke 202 (Fig. 8) starr befestigt, welche am Umfang mit Nocken versehen ist. Die Nocken am Umfang dieser Nockenscheibe betätigen einen über derNockenscheibe liegenden elektrischen Schalter 204, der mit seinem Arbeitskontakt den Motor 190 steuert. Bei Drehung der Betätigungsnocke 202 im Gegenuhrzeigersinn wird der Kipphebel des Schalters 204 derart betätigt (Fig. 8), dass der Schalter während einer bestimmten Zeitspanne geschlossen gehalten wird.

   Der Schalter 206 ist meist derart angeordnet, dass sein Kipphebel 206 in einer vertikalen Ebene beweglich ist und dass der Stromkreis des Motors 190 unterbrochen ist, wenn sich der Kipphebel des Schalters in seiner obersten Stellung befindet, und dass der Motorstromkreis geschlossen ist, wenn der Kipphebel in seine unterste Stellung zurückkehren gelassen wird. Das untere Ende des Kipphebels 206 des Schalters ist mit einer Lauffläche versehen, welche am mit Nocken versehenen Umfang der Betätigungsnockenscheibe 202 läuft. Ein Drehzapfen 207 ermöglicht es, den Kipphebel für 
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Augenblicke ausser Eingriff mit der Nockenscheibe 202 zu bringen.

   Diese letztere Bewegung wird durch einen Winkelhebel 210 erzielt, der drehbar am inneren Rahmen des Gehäuses der Abfallvernichtungsein- richtung befestigt ist und durch Bewegung des Sitzdeckels 32 betätigt wird. Der Winkelhebel 210 ist der- art angeordnet, dass er mit einem Arm mit einer Klinke 216 in Eingriff gelangen kann, welche ihrerseits mit einem Arm 220 verbunden ist, der an einer Welle 218 befestigt ist, welche den Sitzdeckel drehbar mit dem Gehäuse verbindet. Das vordere Ende der Klinke 216 weist einen schräg zulaufenden Teil auf, der an seiner Hinterseite eine Raste 222 bildet.

   Der geneigt zulaufende Teil der Klinke 216 kann wäh- rend der Vorwärtsbewegung derselben über den Winkelhebel 210 gleiten und die Raste 222 ist derart aus- gebildet, dass sie den Arm 214 des Winkelhebels erfassen und während des Schliessens des Sitzdeckels 32 nach rückwärts verdrehen kann. Damit wird durch den Arm 212 des Winkelhebels der Schwenkhebel 206 des Schalters nach der rechten Seite in Fig. 8 bewegt, womit der Kipphebel des Kippschalters in seine unterste Stellung zurückfällt und der Schalter 204 geschlossen wird. Dadurch wird der Motor 190 in Gang gesetzt und die Hauptantriebswelle 86 in Drehung versetzt.

   Da die Nockenscheibe 202 sich zusammen mit der Hauptantriebswelle 86 im Gegenuhrzeigersinn dreht, wird der Kipphebel 206 des Schalters vom Arm
212 des Winkelhebels freigegeben, womit der Kipphebel 206 auf einem tiefliegenden Teil des Umfanges der Nockenscheibe 202 aufliegt und der Schalter 204 so lange geschlossen ist, bis eine Umdrehung der
Antriebseinrichtung der   Abfallvernichtungseinrichtung   abgeschlossen ist. Nach Abschluss einer Umdrehung der Antriebseinrichtung und damit der Hauptantriebswelle 86 läuft der Schwenkhebel 206 des Kippschal- ters auf eine hochgelegene Stelle der Nockenscheibe 202 auf, womit der Kipphebel in seine oberste Stel- lung gelangt, der Schalter 204 geöffnet und der Motor 190 abgeschaltet wird. 



   Am vorderen Ende der Hauptantriebswelle 86 (Fig. 1 und 2) ist drehbar eine Hülse 224 angeordnet, welche von der Hauptantriebswelle 86 selektiv angetrieben wird. Am rückwärtigen Ende der Hülse 224 ist eine Kupplung 226 einer geeigneten bekannten Type befestigt, die so betätigt wird, dass die Hülse 224 während eines bestimmten Teiles der Drehung der Hauptantriebswelle 86 von dieser mitgenommen wird. An der Hülse 224 ist das bereits früher erwähnte Kettenrad 88 befestigt, das zum Antrieb der Rotoren 66 und 68 dient. Insbesondere der Fig. 1 kann entnommen werden, dass das Kettenrad 88 über die Kette 84 mit einem Paar angetriebener Kettenräder 82 und 82'verbunden ist, die am vorderen Ende der zentralen Welle 80 jedes Rotors 66 bzw. 68 befestigt sind.

   Die Kette 84 läuft, wie der Fig. 1 entnommen werden kann, über das im Uhrzeigersinn angetriebene Kettenrad 82 und ist unter dem andern angetriebenen Kettenrad   82'herumgeführt, wodurch   die Drehung der Rotoren im entgegengesetzten Drehsinn und mit derselben Geschwindigkeit bewirkt wird. 



   Im Bereiche des vorderen Endes der Hülse 224 ist an der Hauptantriebswelle 86, die die Bewegung der Krone steuernde Kurvenscheibe 180 befestigt, deren Steuerkurve von einer in eine Stirnfläche derselben eingelassenen Nut 178 gebildet ist. Die innerhalb der Nut   178   laufende Steuerrolle 176 ist am unteren Ende eines vom Arm 166 nach unten abstehenden Armes 174 drehbar befestigt und damit wird bei Drehung der Kurvenscheibe 180 die Krone 64 in vertikaler Richtung bewegt. Der Arm 166 ist mit einem Ende an einer Querwelle 172 befestigt, die an gegenüberliegenden Enden in Rahmenteilen 230 drehbar gelagert ist und das andere Ende des Armes ist mit vom Kragen 64 abstehenden Laschen 170 drehbar verbunden.

   Wie insbesondere der Fig. 6 entnommen werden kann, ist an der Querwelle 172 ein ähnlicher Hebel 166 befestig : und mit dem Kragen 64 an der Rückseite desselben verbunden, um eine saubere vertikale Führung der Bewegung des Kragens 64, welche zur Herstellung des Behältnisses ausgenutzt wird, sicherzustellen. Es sind weiters die bereits   erwähnten   zwei Stäbe 162 vorgesehen, welche mit ihren oberen Enden an den Laschen 170 befestigt und mit ihren unteren Enden gleitend in Führungen gelagert sind. Die Führungen werden von Muffen 232 gebildet, welche im oberen Teil 264 des Gehäuses befestigt sind, um eine weitere Führung für die Vertikalbewegung des Kragens 64 zu bilden. 



   Die Kurvenscheibe   180,   welche die Bewegung des Kragens 64 steuert, ist so ausgebildet, dass zeitlich gesehen die Bewegung des Kragens relativ zur Bewegung der andern Teile der Abfallvernichtungseinrichtung derart erfolgt, dass der Kragen 64, während das blattförmige Material über die Schale 34 auf die Führungsplatte 140 gezogen und dort abgelegt wird, in seiner obersten Stellung gehalten ist und nach Ablegen   des blattförmigen   Materials auf der Führungsplatte 140 abgesenkt und gegen den Mittelteil des blattförmigen Materials gepresst wird, wobei das blattförmige Material durch die Öffnungen in der Führungsplatte 140 gedrückt wird und damit das Behältnis B gebildet wird.

   Der Kragen 64 wird sodann wieder in seine normale Stellung angehoben, in welcher er die Schürze 62 umgibt, wobei das Behältnis B unten im unteren Teil der Schale zurückbleibt. In der in Fig. 6 gezeigten Lage befindet sich der Kragen 64 in seiner obersten Stellung und das Papierblatt liegt zwischen Kragen 64 und Führungsplatte 140 bereit, durch den Kragen verformt und zwischen die vertikalen Wandteile 74b und 74b'der Flügel 74 der Rotoren 66 

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 und 68 gedrückt zu werden und damit den unteren Teil der Seitenwände und den Boden der Schale auszu- kleiden. 



   Ebenfalls an der Hauptantriebswelle 86, u. zw. im Bereich des rückwärtigen Teiles des Gehäuses 22, ist eine weitere an einer Stirnfläche mit einer Nut versehene Kurvenscheibe 234 befestigt (Fig. 3 und 5), die so ausgebildet ist, dass zeitlich gesehen die Bewegung der Greifer 142 zwischen ihren beiden Endla- gen zur äussersten Linken des Gehäuses, wie aus Fig. 3 ersichtlich, und zur äussersten Rechten des Gehäu- ses, in welcher die Greifer das von der Vorratsrolle abstehende   blattförmige Material   erfassen, richtig gesteuert wird. Wie Fig. 5 zeigt, ist jeder der Greifer 142 auf einer der Führungsschienen 154, welche entlang des vorderen und rückwärtigen Endes der Schale 34 und der Rotoren 66 und 68 angeordnet sind, gleitend angeordnet.

   Der die einzelnen Greifer 142 tragende Rollwagen 150 ist mit dem oberen Ende eines Hebels 240 drehbar verbunden, der sich im Gehäuse 22 nach unten erstreckt und an einer Querwel- le 242 befestigt ist, die in vom Rahmen 124 getragenen Lagern 244 drehbar gelagert ist. Der an der
Rückseite des Gehäuses (Fig. 3) angeordnete Hebel 240 besitzt die Form eines Winkelhebels, von wel- chem ein Arm 246 relativ kurz ist und einen Schlitz 248 aufweist, der sich in Längsrichtung eines Teiles dieses Armes erstreckt. Dieser Schlitz 248 gestattet die verstellbare Verbindung mit einem Ende eines
Betätigungshebels 250, der mit seinem andern Ende unter Zwischenschaltung einer Nockenrolle 236, wel- che in eine stirnseitige Nut 238 einer Steuerscheibe 234 eingreift, mit der Steuerscheibe 234 verbunden ist.

   Im mittleren Bereich des Betätigungsarmes 250 ist dieser mit einem Lenker 252 verbunden, der mit seinem gegenüberliegenden Ende mit einem Teil 254 des Rahmens drehbar verbunden ist. Bei Drehung der den Greifern zugeordneten Steuerscheibe 234 durch die Hauptantriebswelle 86 wird damit der Winkelhebel 240 entlang eines Bogens um seine in Lagern 244 gelagerte Achse bewegt, womit die Greifer 142 entlang der Führungsschiene 154 bewegt werden. Das Ausmass der Bewegung der Greifer kann selbstverständlich durch Verstellung des am unteren Ende des Betätigungshebels 250 befindlichen Zapfens im Schlitz 248 des Armes 246 des Winkelhebels 240 verstellt werden. 



   Am rückwärtigen Ende der Hauptantriebswelle 86 im Bereiche der Hinterseite des Gehäuses 22 ist weiters eine stirnseitig mit einer Nut versehene Steuerscheibe 132 (Fig. 3) angeordnet, die die Bewegung der Schneider 112 steuert. Innerhalb der an der Stirnseite der Steuerscheibe 132 vorgesehenen Nut 130 läuft eine Nockenrolle 128, die drehbar am Ende des die Schneider bewegenden Armes 126 befestigt ist. 



  Ein Führungsarm 256 dient dazu, die Nockenrolle 128 in der Nut 130 zu halten, und dieser Arm 256 ist mit einem Zapfen 257 am Arm 126 drehbar befestigt und ist mit seinem unteren Ende in vom Rahmenteil 124 getragenen Lagern gelagert. Das andere Ende des Armes 126 ist mit dem mittleren Teil eines im allgemeinen sich vertikal erstreckenden Armes 122 verbunden, der bereits wieder oben im Zusammenhang mit der Beschreibung der Schneider 112 beschrieben worden ist. Bei Drehung der die Schneider steuernden Kurvenscheibe 132 wird der Betätigungsarm 126 im allgemeinen in Längsrichtung bewegt, womit die Schneider 112 um ihre gemeinsame Achse 116 zur Ebene des blattförmigen Materials, welches mittels der Greifer 142 durch den Schlitz 106 herausgezogen und auf der Führungsplatte 140 abgelegt worden war, hin und von dieser Ebene weg bewegt werden. 



   Aus den obigen Ausführungen geht somit hervor, dass der beschriebene Antrieb durch Schliessen des Sitzdeckels 32 eingeschaltet wird, worauf dieser Antrieb. den den Behälter herstellenden Kragen 64 anhebt und absenkt, die Greifer 142 quer durch das Gehäuse 22 hin-und hergeführt und die Greiferfinger 144,146 derart betätigt, dass das blattförmige Material zwischen dem Kragen 64 und dem Bodenteil der Schale, welcher von den Rotoren 66 und 68 gebildet ist, abgelegt wird, und die Rotoren 66,68 derart dreht, dass der Abfall verpackt und in die Verbrennungskammer übergeführt wird, worauf andere Flügel der Rotoren in eine den Boden der Schale bildende Stellung gebracht werden. 



   Zusätzlich zu der oben beschriebenen Verpackung des Abfalles und des Ablegens der Packung in der Verbrennungskammer 36 sind noch Einrichtungen zur automatischen Steuerung des Brenners 38 und des Gebläses 40 vorgesehen, um den verpackten Abfall, nachdem er in der Verbrennungskammer 36 abgelegt worden war, restlos zu verbrennen. Das Gebläse 40 wird, sobald der Sitz 28 von einem Benutzer belastet wird, dadurch eingeschaltet, dass der Teil 30 des Sitzes nach unten gedrückt wird und einen Schalter 262 (Fig. 1) schliesst, womit der Stromkreis des Gebläses (Fig. 10) geschlossen wird. Das Gebläse läuft solange und fördert damit so lange auf die beschriebene Weise Luft in das Gehäuse 22, als der Schalter 262 niedergedrückt wird. 



   Sowohl das Gebläse 40 als auch der Brenner 38 werden weiters durch einen Zeitwähler 260 gesteuert, der an der Oberseite 26 des Gehäuses 22 angeordnet ist (Fig. 1 und 11). Der Zeitwähler ist ein Zeitwähler an sich bekannter Art, beispielsweise ein Uhrwerk, welches nach dem Aufziehen durch Drehen des Betätigungsknopfes um einen bestimmten Winkel eine bestimmte Zeit abläuft. Wie in der Fig. 10 sche- 

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 matisch dargestellt ist, wird durch den Zeitwähler 260 ein Stromkreis gesteuert, in dem ein Schalter 263 parallel zum vom Sitz gesteuerten Schalter 262 angeordnet ist, und der ebenfalls den Stromkreis zum
Gebläse 40 steuert. Ein weiterer Schalter 265 steuert lediglich den Brenner 38.

   Wenn der Einstellknopf zum Zeitwähler aus seiner Aus-Stellung (Fig. 11) im Uhrzeigersinn verdreht wird, wird beispielsweise mit einer nicht dargestellten Nocke sowohl der Schalter 263 als auch der Schalter 265 geschlossen, wo- mit sowohl der Brenner 38 als auch das Gebläse 40, soferne letzteres wegen des geöffneten Sitzschalters
262 abgeschaltet ist, eingeschaltet wird. Vorzugsweise wird jedoch der Zeitwähler betätigt, während der
Sitz 28 besetzt und damit das Gebläse wegen des geschlossenen Sitzschalters 262 eingeschaltet ist. In diesem Falle wird durch Drehung des Einstellknopfes des Zeitwählers 260 nur der Brenner 38 eingeschaltet, jedoch wird der weitere Lauf des Gebläses 40, nachdem der Sitzschalter 262 wegen Entlastung des Sitzes 28 geöffnet wurde, durch den Schalter 263 des Zeitwählers 260 gesteuert.

   Nachdem der Einstellknopf des
Zeitwählers 260 während einer durch die Einstellung des Zeigers 270 auf die bezifferten Knöpfe 272 bestimmten Zeitspanne im Gegenuhrzeigersinn abläuft, werden die Schalter 263 und 250 so lange in geschlossener Stellung gehalten, bis der Zeiger   270 die "Brenner Aus-Ein" -Stellung   erreicht, bei welcher der Schalter 265 geöffnet und der Brenner 38 abgeschaltet wird. Das Gebläse läuft jedoch noch so lange weiter, bis die Spitze 270 des Einstellknopfes   die "Gebläse Aus-Ein" -Stellung   erreicht, in welcher der Schalter 263 geöffnet und damit der Stromkreis des Gebläses unterbrochen wird.

   Um sicherzustellen, dass aus dem Gehäuse 22 alle Gase und aus der Verbrennungskammer nach Abschalten des Brenners alle Aschenteilchen entfernt werden und dass die Verbrennungskammer gekühlt wird, wird das Gebläse 40 nach Abschalten des Brenners 38 vorzugsweise noch etwa 10 min weiter laufen gelassen.

   Die oben beschriebene Antriebseinrichtung und die oben beschriebene Steuereinrichtung sind so aufgebaut und angeordnet, dass, wenn der Teil 30 des Sitzes, beispielsweise durch das Gewicht eines Benutzers, herabgedrückt wird, bei normalem Arbeitsablauf zunächst der unterhalb des Sitzes angeordnete Druckschalter 262 (Fig. 1 und 10) geschlossen und damit das Gebläse 40 eingeschaltet wird, womit unter gleichzeitiger Verringerung des Druckes im Gehäuse 22 Luft durch das Gehäuse 22 gefördert und aus der   Abblasöffhung   42 in der Gehäusewandung abgeblasen wird, was bewirkt, dass die im Gehäuse befindlichen Gase ebenfalls durch die Abblasöffnung an der Rückseite des Gehäuses ins Freie befördert werden. Das Gebläse läuft zumindest so lange, als der Sitz 30 niedergedrückt wird. 



   Nachdem die Abfallvernichtungseinrichtung bzw. Toilette benutzt worden war, wird der Deckel 32 geschlossen und diese Bewegung bewirkt, dass über das mit der an der Rückseite des Deckels befindlichen Welle 218 verbundene Verbindungsglied 216 der Hebel 206 des den Motor 190 steuernden Schalters 204 betätigt wird, womit der Motor die Hauptantriebswelle 86 in Bewegung versetzt. Bei der Drehung der Hauptantriebswelle 86 wird die den Kragen 64 steuernde Steuerscheibe 180, welche sich am vorderen Ende der Hauptantriebswelle 86 befindet, angetrieben und steuert zunächst den Kragen 64 in seine obere Stellung, in welcher er teleskopartig über die Schürze 62 geschoben ist (Fig. 1 und 6).

   Gleichzeitig damit wird durch die Hauptantriebswelle 86 auch die Steuerscheibe, welche den Greifern zugeordnet ist, betätigt, um die Greifer 144 aus ihrer in der Fig. 5 dargestellten zurückgezogenen Stellung in jene Stellung überzuführen, in der sie den Rand 111 des aus dem Schlitz 106 herausragenden blattförmigen Materials erfassen können.

   Das Blatt wird über die Führungsplatte 140 gezogen, worauf, nachdem die Hauptantriebswelle 86 eine Drehung um einen Winkel von etwa   500   vollführt hat, die Kupplung 226 schliesst, womit die Rotoren 66 und 68 angetrieben werden, die oberen Ränder des vorher bereits hergestellten Behältnisses B umlegen und das zusammengefaltete Behältnis in die Verbrennungskammer fördern, worauf bei weiterer Drehung der Rotoren schliesslich die nächsten Flügel der Rotoren, nämlich die Flügel 74c, 74c'bzw. 74d, 74d'in eine Stellung gelangen, in der sie den Boden und die Seitenwände der Schale bilden.

   Wenn die Greifer 142 das blattförmige Material über die Führungsplatte 140 gezogen haben und sich ihrer zurückgezogenen Stellung nähern, werden durch die die Schneider 112 steuernde Steuerscheibe 132, welche sich gleichzeitig mit den der Krone und den Greifern zugeordneten Steuerscheiben dreht, die Schneider 112 bewegt, um das Blatt knapp angrenzend an den Führungsschlitz 106 abzutrennen. Die Greifer 142 laufen im letzten Teil ihres Weges mit ihren Nockenrollen 153 au die Nocken 156 auf, womit die Finger 144 und 146 der Greifer 142 das Blatt freigeben und auf der Führungsplatte 140 in einer Stellung oberhalb der Rotoren ablegen.

   Zu diesem Zeitpunkt stehen die Rotoren 66 und 68 still und der Kragen 64 führt seine Abwärtsbewegung, welche durch die sich dauernd drehende Steuerscheibe 180 gesteuert wird, aus, bei welcher das Papier erfasst und zwischen den von den Flügeln 74 der Rotoren 66 und 68 gebildeten Seitenwänden und dem Boden der Schale verformt wird. Anschliessend wird der Kragen 64 in seine oberste Stellung zurückgebracht. 

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   Nachdem der verpackte Abfall in der Verbrennungskammer 36 abgelegt worden war, wird der in
Fig. 11 gezeigte und an der Oberseite des Gehäuses 42 befindliche Zeitwähler 260 in der oben angegebe- nen Weise von Hand aus eingestellt, um die erforderliche Arbeitszeit des Brenners 38 und des Gebläses 40 zu bestimmen. Die eingestellte Zeit wird durch die Stellung des Zeigers 270 des Einstellknopfes relativ zu einer der bezifferten Stellen bestimmt. 



   Im Zusammenhang mit der Ingangsetzung des Gebläses 40 durch den unterhalb des Sitzes 30 angeord- neten Druckschalter 262 muss festgestellt werden, dass dieser Schalter parallel zum Schalter 263 des Zeit- wählers geschaltet ist, so dass das Gebläse 40 arbeitet, wenn entweder der Sitz von einem Benutzer bela- stet ist oder der Zeitwähler eingeschaltet ist. Aus Sicherheitsgründen kann in Serie zum Betätigungsschal- ter 204 ein normalerweise geschlossener Schalter liegen, der durch Bewegung des Sitzdeckels 32 derart betätigt wird, dass beim Öffnen des Sitzdeckels 32 der Antrieb abgeschaltet wird, womit auch die Roto- ren 66 und 68 bei nicht verschlossener Sitzöffnung stillstehen. 



   In einer für Versuche erstellten erfindungsgemässen Einrichtung besass das Gehäuse desselben eine
Länge von etwa 81 cm, eine Breite von etwa 56 cm und eine Höhe von etwa 48 cm. Die Verbrennungs- kammer besass ein Volumen von etwa 37, 81 und der ausnutzbare Inhalt der von den Rotoren 66 und 68 ge- bildeten Schale betrug etwa 4. 5 1. Der Brenner 38 war für den Betrieb mit Propangas ausgebildet und
Propan wurde der Düse des Brenners mit einem Druck von etwa 2, 1 bis 2, 8 kg/cm zugeführt. Das Ge- bläse 40 war ein Zentrifugalgebläse mit einer Förderleistung von etwa 454 l/min. Der Brenner 38 konnte wahlweise auf eine Brenndauer von 10 bis 120 min eingestellt werden und das Gebläse lief noch 10 min nach Abschalten des Brenners weiter. Die in der heissesten Zone der Flamme auftretenden Temperaturen lagen innerhalb   815-9850C.

   Temperaturen   innerhalb eines Temperaturbereiches von etwa 420 bis 11000C werden als ausreichend für den vorliegenden Zweck angesehen. 



   Mit der beschriebenen Einrichtung wird eine im wesentlichen vollständige Verbrennung des Abfalls erzielt, so dass als   abzuführende   Stoffe lediglich Gas und verdampfte Stoffe auftreten, die durch eine ge- eignete Leitung an-der Rückseite des Gehäuses 22 abgeblasen werden. Der erzielte Effekt ist grösstenteils darauf zurückzuführen, dass in Gegenwart eines Überschusses während der Verbrennung durch die Verbren- nungskammer 36 mit grosser Geschwindigkeit hindurchgeführter Luft eine intensive Hitze erzeugt wird.
Die äusserst geringe Menge nach der Verbrennung des Abfalls zurückbleibender anorganischer Stoffe, wel- che praktisch vernachlässigbar ist, wird durch die Abblasöffhung 42 in Form fein verteilter Teilchen aus- getragen. 



   Es soll noch festgestellt werden, dass die beschriebene Abfallvernichtungseinrichtung dauernd betriebsbereit ist und dass es nicht erforderlich ist, dass ein Arbeitszyklus abgeschlossen ist, bevor sie zur Wiederbenutzung bereitsteht. Die beschriebene konstruktive Durchbildung der erfindungsgemässen Einrichtung und die Anordnung der einzelnen Teile derselben gestattet es, ohne Abschaltung des Brenners und des Gebläses jederzeit den dauernd angenehm kühl gehaltenen Sitz einzunehmen. Allerdings ist die erfindungsgemässe   Abfallvernichtungseinrichtung   dann, wenn der oben erwähnte Sicherheitsschalter zur Abschaltung des Motors 190 beim Anheben des Sitzdeckels 32 verwendet wird, für die kurze für die Verpackung und Ablage des Abfalls und für die Herstellung eines neuen, den Boden der Schale 34 auskleidenden Behältnisses erforderliche Zeit unbenutzbar.

   Für diese Verrichtungen benötigt die erfindungsgemässe Einrichtung nur die äusserst kurze Zeit von etwa 15 sec, womit die dauernde Benutzungsbereitschaft der   erfindungsgemässen Einrichtung   nicht ernstlich vermindert wird. 



   Die Arbeitsweise der Rotoren 66 und 68 kann, wie durch die Fig. 13 und 14 erläutert wird, abgeändert werden, um eine Verzögerung des Beginnes der Bewegung des Rotors (bei der abgeänderten Ausführungsform der Rotor 68) zu erzielen, womit einer der sich nach oben erstreckenden Flügel hinter dem andern in seiner Abwärtsbewegung nacheilt. Dadurch wird erreicht, dass gegenüberliegende Seitenwände des mit dem Abfall zu verwerfenden Behältnisses B aufeinanderfolgend umgefaltet werden, womit sich gegenüberliegende Seiten der Packung überlappen. Auf diese Art und Weise wird eine Verpackungsart des Abfalls erzielt, die sich von der durch die eingehend beschriebene Ausführungsform einer erfindungsgemässen Abfallvernichtungseinrichtung erzeugten Verpackung unterscheidet.

   Obwohl auch andere Antriebsarten für die Rotoren gewählt werden können, um das erwähnte Nacheilen eines der Rotoren hinter dem andern zu erzielen, ist doch in Fig. 14 eine Ausführungsform einer für diese Zwecke brauchbaren Antriebsart dargestellt. An der Welle 80 des Rotors 66 ist ein elliptisches Zahnrad 300 befestigt, welches in ein zweites, an der Welle des Rotors 68 befestigtes elliptisches Zahnrad 302 eingreift. Der Rotor 66 wird durch die bereits erwähnte Antriebskette 84 angetrieben, die in das an der zugehörigen Welle des Rotors 66 befestigte Kettenrad 82 eingreift. Bei Drehung des Rotors 66 wird der Rotor 68 durch die elliptischen Zahnräder 300 und 302 mitgenommen. Diese elliptischen Zahnräder sind so ausgebildet, dass zu- 

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 EMI13.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 14>
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, mit einem schalenförmigen Boden der Verbrennungskammer, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände der Verbrennungskammer geneigt nach unten verlaufen und unterhalb der Schleuse stetig ineinander übergehen.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für das Ablegen eines Bogens plattförmigen Verpackungsmaterials über der Öffnung der Führungsplatte (140) eine parallel zur Ebene der Führungsplatte (140) verschiebbare Fördervorrichtung vorgesehen ist, die mit Greifern (142) die Rän- EMI14.1 Vorratsrolle in der benötigten Länge abzieht und nach Ablängung des Verpackungsmaterials durchschneidwerkzeuge (112) den erhaltenen Bogen dieses Verpackungsmaterials über die Öffnung in der Führungsplat- te (140) fördert.
AT507061A 1960-06-30 1961-06-30 Verfahren zur Vernichtung von Abfall und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens AT236572B (de)

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