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Kamera, insbesondere Schmalfilmkamera mit photoelektrischem
Belichtungsmesser bzw. -regler
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der im österr. Patent Nr. 203370 angegebenen Lösung und hat eine Filmkamera mit elektrischem Antrieb und einem photoelektrischen Belichtungsmesser bzw. Belichtungsregler, insbesondere eine Schmalfilmkamera mit eingebauten Batterien bzw. Akkumulatoren zum
Gegenstand, bei welchem das Photostrommesssystem über Vorschaltwiderstände od. dgl. mit der Stromquelle des Antriebsmotors mittels eines Umschalters od. dgl. verbind bar 1st, so dass die Spannung derselben kontrolliert werden kann.
Im Ausführungsbeispiel des Stammpatentes ist vorgeschlagen worden, das Messinstrument zur Spannungsmessung über eine geeignete Widerstandsanordnung mit der Kamerastromquelle zu verbinden und gleichzeitig denBelichtungsmesskreis aufzutrennen. Es hat sich jedoch bei dieser Anordnung gezeigt, dass die an den Umschaltkontakten auftretenden Kontaktwiderstände die Genauigkeit der Belichtungsmessung beeinträchtigen können.
Im 1. Zusatzpatent Nr. 222501 zu dem oben angeführten Patent Nr. 203370 ist weiters vorgeschlagen worden, eine derartige Unterbrechung des Messstromkreises zu vermeiden. Um eine Verfälschung des Messergebnisses der Spannungsmessung durch die im Stromkreis des Messinstrumentes verbleibende Photozelle auszuschalten ist weiter vorgeschlagen worden, die Photozelle während der Spannungsmessung abzudunkeln. Es sind in dem genannten Patent auch Einrichtungen angegeben worden, die eine Spannungskontrolle nur bei abgedunkelter Photozelle ermöglichen.
Es hat sich gezeigt, dass der Dunkelwiderstand der im Messkreis verbleibenden Photozelle relativ gro- ssen Streuungen unterliegt und auch zeitlich nicht völlig konstant ist. So wird der Dunkelwiderstand beispielsweise von der Stärke der unmittelbar vorausgehenden Belichtung beeinflusst. Da zur Kontrolle der Ladungsreserve von Batterien und Akkumulatoren eine relativ genaue Messung der Spannung dieser Stromquelle erforderlich ist, konnten die durch eine Änderung des Dunkelwiderstandes der Photozelle bewirkten Abweichungen in der Spannungsmessung zu Fehlern in der Beurteilung der noch verfügbaren Leistungsreserve führen.
Erfindungsgemäss werden die oben aufgezeigten Probleme dadurch vermieden, dass die Photozelle während der Spannungsmessung überbrückt und einem in Serie mit dem Messsystem angeordneten Widerstand eine Teilspannung der Stromquelle zugeführt ist. Durch diese Massnahme werden Messfehler durch Streuungen des Dunkelwiderstandes der Photozelle ausgeschaltet. Eine Verfälschung des Messergebnisses des Belichtungsmesseis durch Kontaktwiderstände kann nicht auftreten, da der eigentliche Belichtungsmess- kreis keine Schalter enthält. Durch die neue Spannungsmesseinrichtung wird auch insoferne eine Vereinfachung in der Handhabung der Kamera erzielt, als eine Abdunkelung der Photozelle entfallen kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung ist das Schaltdiagramm einer Schmalfilmkamera dargestellt. Mit 1 ist eine aus mehreren Einzelzellen aufgebaute und im Kameragehäuse angeordnete Batterie bezeichnet, die den 1 Zusatzpatent Nr. 222501.
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Kameramotor 2 speist. Die Einschaltung des Motors erfolgt über einen durch den Kameraauslöser gesteuer- ten Schalter. Im Motorstromkreis ist ferner einFliehkraftschálter 4 angeordnet, der die Einschaltung einer bestimmten Aufnahmebildfrequenz gewährleistet. Die Kamera enthält ferner eine automatische Blenden- regeleinrichtung, deren Messsystem 5 in bekannter und daher auch nicht dargestellter Weise die Lamellen der Objektivblende des Kameraobjektivs steuert. Dem Messinstrument wird der Strom einer Photozelle 6 zugeführt, die entsprechend den Lichtverhältnissen des Aufnahmeobje0ktes belichtet wird. Zur Angleichung der Charakteristik der Photozelle 6 an die des Messsystems 7 sind im Belichtungsreglerstromkreis zwei justierbare Widerstände 7 und 8 vorgesehen.
Der Widerstand 8 ist relativ hochohmig und liegt in der Grö- ssenordnung des Innenwiderstandes des Messsystems 5 oder darüber.
Zur Kontrolle des Ladungszustandes der Batterie 1 kann diese mit einem Schalter 9 mit einem nieder- ohmigen Widerstand 10 belastet werden. Die an diesem Widerstand auftretende Spannung wird über einen
Spannungsteiler, der aus einem einstellbaren Widerstand 11 und dem Widerstand 8 aufgebaut ist, dem Mess- system 5 zugeführt. Mit dem Schalter 9 ist ein Schalter 12 mechanisch gekoppelt, der die Photozelle 6 und den Justierwiderstand 7 kurzschliesst. Durch Schliessen der Schalter 9 und 12 wird die Batterie 1 mit dem Belastungswiderstand 10 verbunden. Die am Widerstand 10 auftretende Spannung wird am Spannungsteiler 11 und 8 geteilt und dem Messsystem 5 zugeführt. Da durch den Schalter 12 die Photozelle überbrückt wird, geht weder die Photospannung noch der Zellenwiderstand in das Messergebnis ein.
Die Pho- tozelle 6 kann daher auch während der Spannungsmessung dem vollen Licht ausgesetzt werden. Die Widerstandskombination 8, 10 und 11 bleibt ständig im Stromkreis des Messinstrumentes 5, so dass der resultierende Widerstand für die Justierung des Messkreises massgebend ist. Da jedoch der Widerstand 11 etwa den 50 - 100fachen Wert des Widerstandes 8 aufweist, ist der Einfluss des Zweiges 10 und 11 Åauf den Gesamtwiderstand sehr klein. Durch Verstellen des Widerstandes 11 kann die Spannungsmessanordnung in der Weise geeicht werden, dass einem bestimmten Skalenpunkt des Messinstrumentes 5 die Mindestbatteriespannung entspricht.
Sollen die Mindestbatteriespannungen überprüft werden, die zur Erreichung verschiedener Aufnahmebildfrequenzen erforderlich sind, so werden vorteilhaft getrennte Lastwiderstände vorgesehen, die über eigene Spannungsteilerwiderstände mit dem Widerstand 8 und dem Messsystem 5 verbunden werden.
Durch Abgleichen der Spannungsteilerwiderstände lässt sich erreichen, dass das Messinstrument 5 bei Erreichen der einzelnen Mindestbetriebsspannungen und Einstellung auf den jeweiligen Messbereich den gleichen Skalenpunkt erreicht.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt. Sie kann in analoger Weise auch bei Belichtungsmesseinrichtungen verwendet. werden, die Photowiderstände oder Photodiodenaufweisen. Die Einrichtung kann auch zur Kontrolle der für derartige Belichtungsmesseinrichtungen erforderliche Batterien verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE ?
1. Filmkamera mit elektrischem Antrieb und einem photoelektrischen Belichtungsmesser bzw. Belichtungsregler, insbesondere Schmalfilmkamera mit eingebauten Batterien bzw. Akkumulatoren, nach Patent Nr. 203370, dadurch gekennzeichnet, dass die Photozelle (6) während der Spannungsmessung überbrückt und einem in Serie mit dem Messsystem (5) angeordneten Widerstand (8) eine Teilspannung der Stromquelle (1) zugeführt ist.