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Einrichtung zur Entlüftung und Belüftung von Grossräumen
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Zweckmässig ist abwechselnd eine Oberlichte, im vorliegenden Falle die mit l* bezeichnete, mit
Belüftungseinrichtungen der in Fig. 1 dargestellten Bauart und die darauffolgende Oberlichte l"mit Belauf- tungseinrichtungen der in Fig. 2 dargestellten Bauart versehen.
Bei den Belüftungseinrichtungen nach Fig. 1 schliessen an das einen Lüfter 3 aufnehmende Gehäuse 2 zwei nach unten in den Raum der Halle ragende Stutzen 4, 4' an, von denen der Stutzen 4 nach der einen und der Stutzen 4'nach der andern Längsrichtung der Halle orientiert ist. Die Längsachse der Stutzen 4,
4'ist zur Längsachse des Motors des Lüfters 3 vorzugsweise unter einem Winkel von mindestens 450 ge- neigt. Diese Neigung wird zweckmässig so gewählt, dass alle vom Ventilator direkt ausgehenden Schall- wellen von der Seitenwand der. Stutzen 4. abgefangen und gedämpft werden. Zur Schalldämmung ist die'Wand der Stutzen 4, 4' aus schallschluckendem Material hergestellt oder mit einem solchen zumin- dest an den Einfallstellen der Schallwellen ausgekleidet. In ähnlicher Weise kann auch das Gehäuse 2 aus- gestattet sein.
Zur Lenkung der Luft ist das in den Hallenraum mündende Ende 16, 16' der Stutzen 4,4' mit einer
Jalousie 5 bzw. 5'versehen, deren Lamellen aus Leichtmetallblättern bestehen und zweckmässig einen
Verstellwinkel von nahezu 1800 haben. Sie sind dabei nur so breit, dass sie einander nicht übergreifen, wodurch die Luft in jeder Richtung in der Längsebene der Halle eingeblasen bzw. abgesaugt werden kann.
Weiters kann ein Teil dieser Jalousie zur Gänze oder fast zur Gänze geschlossen werden, um dem durch den restlichen Teil der Jalousie strömenden Luftstrom eine grössere Geschwindigkeit zu geben, wodurch es möglich wird, nahe dem Boden der Halle sich ansammelnde Schwaden zu verteilen bzw. abzusau- gen.
Zwischen den beiden Stutzen 4, 4' ist eine um die Achse 6'schwenkbare Klappe 6 vorgesehen, durch welche je nach Bedarf der eine oder der andere Stutzen abgeschlossen werden kann.
Das äussere Ende des Gehäuses 2 dient zum Ansaugen und Ausblasen der vom Schraubenlüfter 3 ge- förderten Luft und ist mit einem höhenverstellbaren Hut 7 versehen, welcher Regentropfen und Schnee ablenkt und in abgesenkter Lage eine Drosselung der geförderten Luft bewirkt.
Das Belüftungsgerät nach Fig. 2'weist ähnlich wie das nach Fig. 1 ein Gehäuse 2 mit einem Schrau- benlüfter 3 und einem Hut 7 sowie Stutzen 4a, 4a'auf. Zusätzlich ist bei diesem Gerät zwischen dem Gehäuse und den Stutzen 4a, 4a'eine Kammer 8 vorgesehen, welche zwei einander gegenüberliegende Jalousien 9 aufweist und zur Aufnahme eines lamellenförmigen Wärmetauschers 10 dient, welcher sowohl von einem Wärmemedium, wie Dampf oder Heisswasser, als auch von einem Kältemedium durchströmt werden kann. Die Jalousien 9 sind selbstschliessend und öffnen sich gegen das Innere des Raumes 8 zu.
An der Eintrittsstelle der Stutzen 4a, 4a* sind Jalousien lla bzw. 11a'vorgesehen, die zweckmässig so gekoppelt sind, dass beim Öffnen der einen, z. B. durch ein Gestänge über einen Motor, sich die andern schliessen und umgekehrt. Zwischen den Jalousien lla, lla* und den Jalousien 5a, 5a'ist eine lotrechte Jalousiewand 12a bzw. 12a'vorgesehen, deren Jalousielamellen sich unter dem Druck der in das Halleninnere strömenden Luft selbsttätig öffnen.
Die beschriebene, abwechselnd Reihen von Belüftungsgeräten nach den Fig. 1 und 2 aufweisende Einrichtung arbeitet in folgender Weises Wenn während der Wintermonate die Halle mit Warmluft zu versorgen ist, strömt durch den Wärmetauscher 10 Heisswasser. Die Schraubenlüfter 3 der in den Oberlichten 1" montierten Gehäuse 2 der in Fig. 2 dargestellten Geräte sind so geschaltet, dass sie Luft zum Hallenraum fördern. Der in der Kammer 8 entstehende Überdruck bewirkt, dass die Jalousien 9 in Schliessstellung verbleiben. Die Luft strömt durch den Wärmetauscher zu den Stutzen 4a, 4a'. Wenn eine Strömung der Luft in Richtung des Pfeiles A in Fig. 3 gewünscht ist, wird die Jalousie lla geöffnet und die Jalousie Ha* ge- schlossen.
Dadurch strömt die Druckluft in den Stutzen 4a, öffnet die Jalousien 12a und tritt, durch die Jalousien 5a gelenkt, in den Hallenraum.
Inzwischen besorgen die an den Oberlichten l* montierten, in Fig. l dargestellten Belüftungseinrichtungen das Abführen der verbrauchten Luft ins Freie. Zu diesem Zwecke sind bei diesen Einrichtungen die Schraubenlüfter 3 so geschaltet, dass sie Luft aus dem Hallenraum absaugen und ins Freie drücken. Unter.
Berücksichtigung der gewünschten Strömungsrichtung sind die Stutzen 4* offen und die Stutzen 4 durch die Schwenkklappe 6 geschlossen.
Die Richtung der im Bereiche der Oberlichten l" (Fig. 3) einströmenden Luft und die im Bereiche der Oberlichten l* ausströmenden Luft ist mit vollen Pfeilen eingezeichnet. Infolge der versetzten Anordnung der Schraubenlüfter der Oberlichten l'gegenüber jenen der Oberlichten 1" ist die Gewähr dafür gegeben, dass kein Kurzschluss zwischen der einströmenden und der ausströmenden Luft erfolgt und die, insbesondere bei flachen Dächern entstehende Gefahr des Einsaugens der ausgestossenen Luft durch die in die Halle fördernden Schraubenlüfter vermieden ist.
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Wenn die Luftströmung entgegengesetzt zur Richtung des Pfeiles A erfolgen soll (in Fig. 3 strichliert eingezeichnete Förderung) werden die Stutzen 4a'der Oberlichten 1" und die Stutzen 4 der Oberlichten 1" geöffnet, während die Stutzen 4a der Oberlichten 1" und die Stutzen 4'der Oberlichten l'geschlossen werden.
Im Sommer kann an Stelle eines wärmenden Mediums durch den Wärmetauscher 10 ein kühlendes
Medium getrieben werden, so dass die in den Hallenraum eingeblasene Luft gekühlt wird.
Die Einrichtung nach Fig. 2 kann aber nicht nur zur Belüftung, sondern auch zur Entlüftung des Hal- lenraumes herangezogen werden. In diesem Falle bewirkt der in der Kammer 8 und damit auch im obe- ren Teil der Stutzen 4a und 4a'entstehende Unterdruck ein Schliessen der Jalousien 12a und 12a'und ein Öffnen der Jalousien 9. Dadurch gelangt die abgesaugte Luft auf dem kürzesten Wege ins Freie und kann dem Wärmetauscher 10 keine Wärme bzw. Kälte entziehen.
Soll aber die Einrichtung nach Fig. 2 nur zur Belüftung des Hallenraumes herangezogen werden, kön- nen die Jalousien 9 entfallen.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Änderungen vorge- nommen werden. So ist es beispielsweise möglich, die Gehäuse 2 anstatt lotrecht auch waagrecht in Ab- ständen an die Längsseite der Oberlichten 1" und 1" anzuschliessen. In diesem Falle liegt die Achse des
Schraubenlüfters 3 horizontal, wobei zweckmässig in dem einen Feld zwischen den Oberlichten Luft ab- gesaugt und in dem andern ausgestossen wird. Wesentlich ist, dass auch in diesem Falle die Längsachse der Stutzen 4, 4' bzw. 4a, 4a* zur Motorachse des Lüfters 3 geneigt ist.
Im Bereiche des querliegenden Teiles 13 der Halle (Fig. 3) sind die Gehäuse 2, ähnlich wie im vor- angehenden beschrieben, horizontal angeordnet, wobei sie, um mit der Strömung im langgestreckten
Teil 14 der Halle zu harmonieren, an den Stirnseiten der Oberlichten 15 angeordnet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Entlüftung und Belüftung von Grossräumen unter Verwendung von im Bereiche des
Daches angeordneten Ventilatoren, von welchen jeder in einem Gehäuse untergebracht ist, das einen in den Raum führenden Stutzen aufweist, dessen Längsmittelachse zur Ventilatorachse geneigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Geräuschminderung bei Anwendung von vorzugsweise reversierbaren Schrauben-oder Schaufellüftern die Stutzen mit schalldämmenden Wänden ausgestattet sind, die zu diesem
Zwecke mit einer schallschluckenden Auskleidung versehen sind oder aus solchem Material bestehen, und deren Neigung zur Ventilatorachse so gross ist, dass alle vom Ventilator direkt ausgehenden Schallwellen vom Stutzen abgefangen und gedämpft werden.