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Nockenschalter
Nockenschalter sind in vielen Ausführungsformen bekannt. Meist werden die Kontakte durch eine von innen nach aussen gerichtete Stösselbewegung betätigt. Von der Nockenscheibe radial nach aussen reihen sich die Elemente des Kontaktapparates, wie Stössel, Federn, Schaltbrücke, Kontakte u. dgl. Die Kontakt- abhebung erfolgt meist von innen nach aussen. Die beweglichen Kontakte befinden sich aussen.
Es ist zwar auch schon gemäss der österr. Patentschrift Nr. 182771 ein Nockenschalter rechteckförmi- gen Grundrisses bekanntgeworden, bei dem über einen durch eine Nockenscheibe betätigten, eine Schubbewegung ausführenden Schlitten die Kontaktabhebung von aussen nach innen gerichtet ist und sich die feststehenden Kontakte aussen befinden.
Wesentlich bei allen diesen Schaltern ist jedoch die Grösse des Aussendurchmessers bzw. eventuell der Aussenabmessungen bei Schaltern nicht kreisförmigen Querschnittes. Falls eine grosse Anzahl von Schaltstellungen erforderlich ist, wie z. B. bei Stufenschaltern, wenn bei stromloser Umschaltung zwei Kontaktsysteme überlappen sollen, müsste der Nockendurchmesser und damit der Aussendurchmesser des gesamten Schalters genügend gross sein, um bei gegebenem Schaltwinkel grössere Wege am Umfang zu erzielen. Grössere Schalter erfordern aber mehr Materialaufwand und grösseren Raumbedarf.
Im Nachstehenden wird ein Nockenschalter mit gegen die Schalterachse gerichteter Kontaktabhebung durch auf der Schalterwelle sitzender Nockenscheibe beschrieben, bei dem diese Nachteile vermieden werden. Erfindungsgemäss befindet sich der Kontaktapparat (Schaltbrücke, Feder, Kontakte, Betätigungsrolle, Stösse u. dgl.) innerhalb jenes Kreiszylinders, dessen Mantel durch die gegen die Drehachse gerichtete Nockenscheibenarbeitsfläche einer topfförmig ausgebildeten Nockenscheibe gebildet ist.
Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal bildet die topfförmig ausgebildete Nockenscheibe den axialen Abschluss des Schalterelementes und ist nach Bedarf ohne Eingriffaufdas Schalterelement aufsteck- bar.
Wird bei den bisher bekannten Schalterausführungen die Grösse des Schalters (Durchmesser oder Seitenlänge) meist dadurch bestimmt, dass der Durchmesser der Nockenscheibe bei gegebenem Schaltwinkel nicht unterschritten werden kann, so ist es bei der erfindungsgemässen Anordnung, durch die Möglichkeit, die Nockenscheibe zu vergrössern, u. zw. annähernd bis zum Aussendurchmesser, erreichbar, bei gleichen Aussenabmessungen des Schalters mehr Schaltstellungen oder mehr Schaltbahnen unterzubringen. Die elektrischen Teile (Kontaktpartie) können ohne Verminderung ihrer Leistungsfähigkeit gegen das Zentrum gerückt werden. Die die einzelnen Schaltkammern trennenden Rippen schliessen dieselben gegen die benachbarten Schaltkammern vollkommen ab.
Es ist möglich, bei grösseren Strömen eine Lichtbogenlöscheinrichtung einzubauen, ohne den Schalter gegenüber bekannten Konstruktionen zu vergrössern.
Zur Rastung kann das gleiche Prinzip wie bei den Schaltpolen verwendet werden, indem die auf der Schaltwelle sitzende Rastenscheibe an ihrem Innendurchmesser mit nach aussen zu einspringenden Rastnuten versehen ist, in welche die Stössel durch Druckfedern über Rollen und Rollenbolzen gedrückt werden. Bei Entrastung werden durch Drehung der Schaltwelle die Stössel entgegen Federkraft nach innen gedrückt. Den Anschlag für den Schaltwinkel bilden radial gerichtete Bleche, die in Schlitze des Rasten-
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gehäuses und in die Endplatte reichen. Die Rastkräfte sind wegen des grossen Radius der Rastenscheibe sehr gering, wodurch man eine hohe Lebensdauer erhält.
Die nähere Erläuterung der Erfindung erfolgt an Hand der Zeichnung, in der in den Fig. l und 2 ein Schalterelementdes erfindungsgemässen Nockenschalters in Axial-und Querschnitt dargestellt ist. Das Gehäuse 1 ist ähnlich einem verrippten Spulenkörper ausgebildet. Die einzelnenschalterelemente, die durch Verrippungen in zwei oder mehrere Schaltkammern unterteilt werden können, werden durch Axialbolzen
2 zusammengehalten. Die die einzelnen Schaltkammern voneinander trennenden Rippen sind mit 3 bezeichnet. In der dargestellten Ausführungsform ist das Schaltere12mentdreipolig ausgeführt.
Der Antrieb für die Schaltstössel 9, die zweiteilig ausgeführt sind, erfolgt üb3r auf der Schaltwelle 5 sitzende Nockenscheiben 4, die aneinanderliegend (von zwei benachbarten S chalterelementen stammend), mit ihren Flan- ken 6 auf die Rollen 7 drücken. Der Drehbolzen für die Rollen 7 ist mit 8 bezeichnet. Auf diese Weise wird der Schaltstössel 9 und mit ihm die Kontaktbrücke 10 nach innen gedrückt, und der Kontakt öffnet sich. Die festen Schaltstück sind mit 11 bezeichnet und die zu ihrer Fixierung dienenden Winkelstücke mit 12.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die zugehörige Rastvorrichtung Das Rastengehäuse ist mit 19 bezeichnet, die Rastenscheibe mit 17. An die Rastenscheibe 17 werden über Rollen 15 und Rollenbolzen 16 durch Druckfedern 14 die Stössel 13 angedrückt. Die Anschlagbleche 18 für den Schaltwinkel reichen in Schlitze des Rastengehäuses 19 und in die Endplatte 20.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Nockenschalter, bei dem die gegen die Schalterachse gerichtete Kontaktabhebung durch auf der Schalterwelle sitzende Nockenscheiben bewerkstelligt wird, dadurch gekennzeichnet, dass sich derkorr- taktapparat (Schaltbrücke, Kontakte, Feder, Betätigungsrolle, Stössel u. dgl.) innerhalb jenes Kreiszylinders befindet, dessen Mantel durch die gegen die Drehachse gerichtete Nockenscheibenarbeitsfläche einer topfförmig ausgebildeten Nockenscheibe gebildet ist.