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Lastaufnahmevorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lastaufnahmevorrichtung für Hubfahrzeuge, bei der mehrere über- einander angeordnete Schichten von Gutstücken mittels Klemmitteln festgehalten werden sollen, die bei- derseits angreifen.
In der Ziegeleiindustrie ist es zum Teil üblich, Steine zum Trocknen in einem Regal aufzusetzen. Im
Regal sind beispielsweise in zwölf Höhenlagen Träger angeordnet, auf denen Bretter mit Steinen abgesetzt werden. Man kann auch die Steine von Hand auf den Brettern im Regal aufstellen. Sind alle Steine ge- trocknet, so sollen die verschiedenen Schichten aus dem Regal entnommen und unmittelbar übereinander gestapelt werden. Um einen wirtschaftlichen Betrieb zu erreichen, ist es erwünscht, beispielsweise sechs
Schichten auf einmal mittels eines Gabelstaplers aus dem Regal zu entnehmen und dann zu einem Stapel zusammenzusetzen.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe'dadurch gelöst, dass den Schichten übereinanderliegende höhen- verschiebbare Klammern zugeordnet sind, die Anschläge zum Anheben der nächsttieferen Klammer aufwei- sen und deren oberste gegen die unterste Klammer durch einen Servomotor abgestützt ist.
Es kann vorteilhaft sein, die Klammern unabhängig davon mit derart verstellbaren Anschlägen zu versehen, dass ihr Mindestabstand gleich der Höhe einer Gutschicht ist. Dann kann auch die umgekehrte
Aufgabe gelöst werden, ohne Zwischenraum übereinander gestapelte Schichten gleichzeitig zu erfassen und mit Zwischenräumen übereinander, beispielsweise in einem Regal, abzusetzen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der
Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen Fig. l die teilweise geschnittene Seitenansicht einer Aufnahmevorrichtung, Fig. 2 die vereinfachte Draufsicht auf eine Aufnahmekammer in kleinerem Massstab, Fig. 3 die Vorrichtung in Aufnahmestellung, Fig. 4 die Vorrichtung in Abgabestellung, Fig. 5 die Vorrichtung in Ausgangs-oder Nullstellung.
An dem mit dem Hubschlitten verbundenen Gabelträger eines Hubfahrzeuges kann mittels des Auflagestückes 1 der Tragrahmen 2 befestigt werden. An diesem sind mittels der Halterungen 3 und 4 zwei lotrechte Führungsleisten 5, angebaut. Mittels mehrerer Rollen 6 und der Verbindungsglieder 7 sind an den Leisten 5 die übereinanderliegenden Klammern 10 geführt. Nur die unterste Klammer 11 ist mittels der Halterung 4 fest mit dem Rahmen 2 verbunden.
Jede Klammer besteht gemäss Fig. 2 aus einem Steg 12, einem starren Arm 13 und einem gelenkigen Arm 14. Dieser ist um die Achse 15 schwenkbar und trägt mittels des Ausgleichhebels 16 die angelenkten Klemmstücke 17. Die Klemmpressen 18 der Klammern 10 und 11 sollen vorzugsweise einzeln von einem Steuergerät aus betätigt werden können. In Fig. l ist der Deutlichkeit halber nur eine Klammer 10 in der Seitenansicht dargestellt, die den schwenkbaren Arm 14 und die Presse 18 erkennen lässt.
Die oberste Klammer 10 ist gegen die unterste Klammer 11 bzw. dieHalterung4mittelsdersenkrecht stehenden hydraulischen Presse 19 abgestützt. An deren Stelle könnte auch ein Spindeltrieb oder ein anderer Servomotor treten. Alle Klammern sind untereinander durch Anschläge 20 verbunden, die in Fig. 1 als U-förmige Mitnehmer an den Stegen 12 dargestellt sind. DieseMitnehmer sind jeweils entweder an der oberen oder der unteren Klammer 10 befestigt, beispielsweise angeschweisst. Jeder U-förmige Anschlag 20 dient zum Anheben der nächsttieferen Klammer 10, die oberste Klammer wird jedoch unmittelbar durch
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die Hubpresse 19 abgestützt.
Fig. 3-5 lassen die Arbeitsweise der schematisch wiedergegebenen Vorrichtung leicht übersehen. Die Klammern 10 und 11 sind hier nur als Striche angedeutet, die Anschläge 20 sind auf die einfachste Form zurückgeführt. In dem Regal 21 seienSteine oder andere Gutstücke in mehreren Schichten 22 übereinander
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messen sein, dass der maximale Abstand 24 der Klammern 10 gleich dem Abstand 23 ist. Die Hubpresse
19 ist in dieser Stellung der Aufnahmevorrichtung fast voll ausgefahren, sie trägt unmittelbar die oberste Klammer 10, alle tieferen Klammern hängen mittels der Anschläge 20 an der nächsthöheren Klammer.
Das Hubfahrzeug kann also an das Regal 21 heranfahren und die Schichten 22 aufnehmen, wobei alle
Klemmpressen 18 gleichzeitig betätigt werden können. Durch geringfügiges Anheben des Hubschlittens werden alle Gutschichten 22 aus dem Regal 21 entfernt.
Beim Absetzen der Schichten 22 zu einem Stapel nach Fig. 4 durch Einfahren der Hubpresse 19 können die Klemmpressen 18 beim Aufsetzen jeder Schicht 22 nacheinander gelöst werden. Um eine gesonderte Steuerung zu vermeiden, können jedoch auch alle Schichten 22 durch Einfahren der Presse 19 geklemmt übereinander abgesetzt werden und dann alle Pressen 18 durch eine einzige Betätigung des Steuerorgans gelöst werden.
Fig. 5 zeigt die Nullstellung der Aufnahmevorrichtung bei ganz eingefahrener Hubpresse 19. Lässt man die gleichen Anschläge 20 hier an den entgegengesetzten Seiten anliegen oder sieht besondere Anschläge vor, so wird der Mindestabstand 25 der Aufnehmer 10 untereinander hievon bestimmt. Es ist beispielsweise möglich, die zylindrischen Führungsstücke 26 als Anschläge für die Nullstellung zu benutzen.
Soll die Aufgabe gelöst werden, einen Stapel mehrerer Schichten 22 in der in Fig. 4 gezeigten geschlossenen Form aufzunehmen und die Schichten dann gegebenenfalls auseinanderzufahren, so ist es zweckm ä- ssig, den kleinsten Abstand 25 der Klammer 10 gleich der Schichthöhe 27 zu machen. Dies kann durch Bemessung der Führungen 26 oder der Anschläge 20 selbst erreicht werden. Die idealisierte mittlere Höhenlage der Anschläge 20, die in Fig. 4 gezeigt ist, ist dagegen nur bei besonderer Betätigung der Hubpresse 19 und der einzelnen Klemmpressen 18 erreichbar. Durch geeignete, insbesondere verstellbare Ausbildung der Anschläge 20 oder besonderer Gegenanschläge 26 lässt sich die Bedienungdagegen vereinfachen, und alle Klemmpressen 18 können gleichzeitig belastet und entlastet werden.
Die Aufnahmeflächen der Klemmstücke 17usw. könnenzur schonenden Behandlung der Steine u. dgl. in bekannter Weise mit Gummi oder andern Polstern versehen sein. Es ist möglich, auf die Verbindung der untersten Klammer 11 mit der nächsthöheren durch einen Mitnehmeranschlag zu verzichten und zur Herstellung des dort gewünschten Abstandes eine Hubbegrenzung der Presse 19 zu benutzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufnehmen mehrerer, übereinander angeordneter Schichten von Gutstücken mit-
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zum Anheben der nächsttieferen Klammer (10) aufweisen und deren oberste gegen die unterste Klammer (11) durch einen Servomotor (Presse 19) abgestützt ist.