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Kraftfahrzeug-Scheinwerferanlage für Teilfernlicht
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Fahrzeug eine Ausleuchtung erfolgen, sondern in vielen Fällen auch zwischen zwei Fahrzeugen. Dies macht sich z. B. beim Durchfahren von S- Kurven vorteilhaft bemerkbar. Die Sichtmöglichkeiten werden
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DurchschnittZonen-Unterteilung gemacht wird, umso näher kommt man an das theoretische Optimum der Sichtmög- lichkeit nach dem Teilfernlichtprinzip heran. Doch dürfte es sinnlos sein, mit der Anzahl der Zonen we- sentlich über zehn hinauszugehen. Abgesehen von dem grösseren Aufwand sind einer noch feineren Auf- teilung dadurch Grenzen gesetzt, dass wegen der mit dem gegenseitigen Abstand der beiden Scheinwerfer eines Wagens gegebenen Parallaxe eine gewisse Überschneidung der Zonenränder berücksichtigt werden muss.
Die gemäss der Erfindung feste Orientierung der vertikalen Grenzen zwischen den Zonen gegenüber dem Fahrzeug ermöglicht besonders günstige konstruktive Lösungen, wie sie im folgenden beispielsweise angegeben werden. Der praktische Aufwand für eine solche Anordnung ist dadurch kaum grösser als für eine einwandfreie technische Durchbildung einer Anlage mit seitlicher Verschwenkung einer'einzigen vertikalen Lichtgrenze. Im übrigen hat die erfindungsgemässe Teilfernlichtanlage mit den bekannten Vor- schlägen für Teilfernlicht den Vorteil gemeinsam, dass sie die Sicht in dem damit ausgerüsteten Fahrzeug verbessert, ohne dass dabei eine bestimmte Ausrüstung der Fahrzeuge anderer Verkehrsteilnehmer nötig ist.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Landstrasse mit einem entgegenkommenden Fahrzeug ; in Fig. 2 ist eine Scheinwerfer-Anordnung gemäss der Erfindung im Längsschnitt wiedergegeben, während Fig. 3 eine Draufsicht auf die Brennebene des Objektives zeigt ; in Fig. 4 ist das Prinzip einer elektromagnetischen Betätigung der Abblendzungen dargestellt, während in Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel mit sechs Zungen wiedergegeben ist ; in Fig. 6 ist die Ausführungsform des Scheinwerfers perspektivisch gezeichnet, während in Fig. 7 ein vollständiges Schaltbild für die erfindungsgemässe Teilfernlichtanlage wiedergegeben ist.
In Fig. 1 ist zur Verdeutlichung dargestellt, wie das Gesichtsfeld des Fahrers beispielsweise im Falle des Entgegenkommens eines Wagens auf gerader Fahrbahn ausgeleichtet wird. Der eigene Wagen ist dabei nicht gezeichnet ; es ist angenommen, dass er auf der rechten Strassenseite in Richtung des dort eingezeichneten Pfeiles fährt. Die Figur stellt somit etwa den Ausschnitt aus der Landschaft dar, welchen der Fahrer durch die Windschutzscheibe hindurch vor sich hat. Die gestrichelten Rechteckfelder 1.... 6 sollen Querschnitte durch die aufzuhellenden oder abzudunkelnden Vertikalzonen bedeuten. Das Feld 2 ist wegen eines entgegenkommenden PKW abgedunkelt, während alle übrigen Zonen ausgeleuchtet sind.
In Fig. 2 ist eine solche Scheinwerferanordnung dargestellt. 31 stellt eine Lichtquelle in Gestalt einer Scheinwerferglühlampe mit möglichst konzentrierter Glühwendel dar. Ein Beleuchtungs- Hohlspiegel 32 konzentriert den grössten Teil des von der Lichtquelle 31 ausgehenden Lichtstromes auf das Mittelgebiet der Brennebene 33 - 33. Bei genau punktförmiger Lichtquelle in einem Brennpunkt eines ellipsoidischen Hohlspiegel, der seinen zweiten Brennpunkt in der Brennebene hätte, würde sich alles gespiegelte Licht im Mittelpunkt von 33 vereinigen. Wegen der endlichen Ausdehnung der Glühwendel ist dies praktisch nur unvollkommen möglich ; man erhielte dann bekanntlich im Mittelgebiet der Brennebene 33 eine unscharfe, vergrösserte Zeichnung der Glühwendel, in welcher jedoch die Wendelstruktur des Glühdrahtes noch erkennbar wäre.
Für eine möglichst günstige Ausleuchtung der Fahrbahn bis in grössere Entfernung ist nun eine solche Lichtverteilung in der Brennebene Voraussetzung, dass in der Mitte ein längliches Rechteck oder Oval mit horizontaler grosser Achse besonders hell ausgeleuchtet wird und die Helligkeit dann nach aussen hin stetig abnimmt, wobei aber keine feineren Strukturen in der Lichtverteilung erkennbar sein dürfen. Aus diesem Grund ist noch eine schwach wirkende Streuscheibe 34 mit vertikaler Riffelung zwischen dem Hohlspiegel 32 und der Brennebene 33, aber näher bei dem ersteren, vorgesehen. Eine weitere Streuscheibe 35, welche aus durchscheinendem Material, z. B. Milchglas oder Opalglas, besteht, ist näher an der Brennebene angeordnet. Die Wirkung dieser letzteren Streuscheibe ist weiter unten beschrieben.
Vor der Brennebene 33 befindet sich ein Projektions-Objektiv, das in Fig. 2 durch zwei hintereinanderliegende Plankonvexlinsen 36 und 37 dargestellt wird. Der Abstand der Linsen von der Brennebene ist so bemessen, dass diese Ebene durch das Objektiv ins Unendliche abgebildet wird. Bei etwas herabgesetzten Anforderungen an die Überstrahlungsfreiheit des Objektivs (sphärische Aberration) kann auch eine entsprechend dickere Einzellinse Verwendung finden. Insbesondere kann auch eine als Stufenlinse ausgeführte Einzellinse verwendet werden, die bekanntlich gegen sphärische Aberration korrigiert werden kann.
In der Brennebene 33 befindet sich dann eine Reihe von lichtundurchlässigen Zungen 38, die durch elektromagnetische Betätigung, z. B. durch Umklappen um eine Achse 39, in eine Lage wie 40 oder 41 aus dem Strahlengang herausbewegt werden können.
Damit jedoch auch im Abblendfalle von vorne noch genügend Licht erkennbar bleibt, ist das eigent-
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liche Objektiv noch von einem Ring 42 aus durchsichtigem Material umgeben, der durch eine passend ge- wählte, z. B. konzentrische Riffelung, die sich auf seiner Innenseite befindet, lichtstreuend gemacht ist.
Der ganze Projektionsscheinwerfer ist dann noch von einem rohrförmigen Gehäuse 43 umschlossen.
In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Brennebene (33 in Fig. 2) - von der Objektivseite gesehen - dargestellt. Die Linie 39-39 bezeichnet die Drehachse für die Zungen (vgl. Fig. 2). Die von diesen abzu- deckenden bzw. freizugebenden Flächenteile sind im Mittelgebiet eingezeichnet : 44-49. Dir obere Be- grenzungslinie dieser Flächenteile, die im wesentlichen eine geradlinig geknickte Linie ist, ergibt bei der umgekehrten Zeichnung die"Abblendlicht-Grenze" ; sie entspricht einer solchen für ein gebräuchli- ches"asymmetrisches"Abblendlicht. Die Breiten der Flächen 44-49 und damit die Breiten der getrennt aufzustellenden Vertikalzonen sind nicht, wie es der Darstellung in Fig. 1 entsprechen würde, unter sich gleich, sondern von der Mitte nach aussen zu stufenweise vergrössert.
Dies entspricht der Perspektive des
Fahrer-Gesichtsfeldes besser als eine Aufteilung in Zonen gleicher Breite.
In Fig. 4 ist eine Möglichkeit zur elektromagnetischen Betätigung der Zungen im Prinzip dargestellt.
50 stellt eine Grundplatte dar. 38 ist eine lichtundurchlässige Zunge, die um einen Drehpunkt bzw. um eine Achse 39 in der Zeichnungsebene bewegt wird. Die Zunge 38 trägt einen fest mit ihr verbundenen
Hebel 51 ; an dessen Endpunkt greift eine Zugstange 52 an. Diese ist durch ein Gelenk mit einem Magnetzylinder 53 verbunden, welcher in den Innenhohlraum einer auf der Grundplatte befestigten Spule 54 eintaucht. Sobald in dieser ein genügend starker Strom fliesst, wird der Magnetzylinder in Pfellrichtung tiefer in die Spule hineingezogen. Beim Ausschalten des Stromes bewegt eine Gegenfeder 55 die Zunge wieder in ihre vertikale Stellung, in der sie die entsprechende Blendenfläche abdeckt.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung ist es zweckmässig, die Zungen abwechselnd zum Wegklappen nach entgegengesetzten Richtungen einzurichten und ihre Breiten so zu bemessen, dass eine gewisse Überlappung an den Zungenrändern entsteht. Das heisst z. B. bei einer Anzahl von n = 6 Zungen, dass die erste, dritte und fünfte Zunge in Richtung auf das Objektiv, und die zweite, vierte und sechste Zunge in Richtung auf den Beleuchtungs-Hohlspiegel weggeklappt werden. Müssten nämlich sämtliche Zungen in derselben Richtung weggeklappt werden, so wäre es schwierig, eine so präzise Führung der Zungen zu erreichen, dass einerseits ein Klemmen, anderseits zu grosse Spalten zwischen den Zungen vermieden werden könnten.
Durch die erfindungsgemässe Überlappung und das Wegklappen nach entgegengesetzten Richtungen wird diese Schwierigkeit vermieden und ein relativ preiswerter konstruktiver Aufbau ermöglicht.
In Fig. 5 ist ein Ausführungsbeispiel mit sechs Zungen im Sinne dieses Erfindungsgedankens schematisch - von oben gesehen-dargestellt. 56.... 61 stellen lichtundurchlässige Zungen dar, welche so, wie dies in Fig. 4 von der Seite dargestellt war, betätigt werden. 39-39 ist eine Achse, um die die Zungen geschwenkt werden. Dies geschieht bei den Zungen 56,58, 60 in Fig. 5 nach links und bei den Zungen 57,59, 61 nach rechts. 62.... 67 sind Gegenfedern, welche die Zungen bei ununterbrochenem Spulenstrom wieder in die vertikale Lage zurückbringen.
Man erkennt in Fig. 5 eine solche Anordnung der Zungen, dass sie in ihrer vertikalen Stellung abwechselnd in zwei parallelen, einander nahe benachbarten Ebenen stehen, und dass ihre seitlichen Ränder eine gewisse Überlappung aufweisen.
Durch die gezeichnete Anordnung der Spulen zu beiden Seiten ist für diese auch viel mehr Platz vorhanden, als wenn sämtliche Spulen auf einer Seite liegen müssten.
Durch die konstruktive Ausbildung eines Scheinwerfers nach Art eines Projektors im Sinne des genannten Erfindungsgedankens ergibt sich in den abgedunkelten Zonen zunächst eine so starke Lichtabschwächung, dass das Fahrzeug für entgegenkommende Fahrer nicht mehr ausreichend zu erkennen wäre. Dem kann beispielsweise dadurch abgeholfen werden, dass die sonst sphärische oder bei einer Plankonvexlinse ebene Fläche der Objektivlinse in an sich bekannter Art durch ein geeignetes Rippenmuster lichtstreuend gemacht wird. Dieses Rippenmuster darf jedoch nur einen relativ geringen Anteil der Linsenfläche bedecken, d. h. es müssen die Rippen verhältnismässig schmal sein.
Noch zweckmässiger kann es sein, die lichtstreuenden Rippen nicht auf der Objektivlinse selber anzubringen, sondern diese in einen sie umgebenden, konzentrischen lichtstreuenden Ring aus durchsichtigem Material einzusetzen, dessen Fläche in derselben Grössenordnung liegt wie die Linsenfläche.
In Fig. 6 ist eine beispielsweise Ausführungsform des Projektionsscheinwerfers perspektivisch dargestellt.
Von einer Glühlampe 68 mit eng gewickelter Doppelwendel wird über einen ellipsoidischen Hohlspiegel 69 das Licht auf das Mittelgebiet der Brennebene, in der sich die Zungen 70.... 75 befinden, konzentriert. Diese Zungenflächen werden über ein Objektiv 76 ns Unendliche abgebildet. Das Objek- tiv ist von einem durchsichtigen, aber lichtstreuenden Ring 77 umgeben. Dieser ist seinerseits mechanisch
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durch einen Fassungsring 78 gehalten. An diesem Fassungsring sind drei Streben 79,80, 81 befestigt, welche weiter links in Fig. 6 durch einen weiteren Befestigungsring 82 verbunden sind. An die Streben-Enden ist ausserdem der Hohlspiegel 69 angesetzt, der an seiner Kuppe in üblicher Weise eine Öffnung zum Einsetzen der Fassung für die Glühlampe 68 aufweist.
Die zwei unteren Streben 80 und 81 tragen ausserdem eine Montageplatte 83 für die Zungenanordnung, deren Antriebsteile unter dieser Platte zu denken sind.
Der Befestigungsring 82 trägt in seinem Innern eine Streuscheibe 84 mit vertikaler Riffelung, welche eine seitliche Lichtstreuung bewirkt. Diese Streuscheibe füllt nicht die ganze von dem Ring 82 im Innern freigelassene Fläche aus. Dies hat sich als günstig erwiesen : Man erhält noch die für ein weitreichende Fernlicht erforderliche Bündelung auf die beiden mittleren Zungen 72 und 73 von dem nicht durch die Streuscheibe 84 gehenden Lichtstromanteil, während der diese durchsetzende Lichtstromanteil das erforderliche Streulicht für die weiter aussen liegenden Zungen und insbesondere für das Gebiet des Abblendlichtes gibt. In unmittelbarer Nähe der Zungenebene liegt noch eine weitere Streuscheibe 85, die von zwei gebogenen Flachstreben 86 und 87 gehalten wird.
Diese Scheibe ist aus Milchglas und bewirkt eine
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scheibe ein Stück hinter der Brennebene liegt, ist die durch ihren unteren Rand bewirkte Schattengrenze durch unscharfe Zeichnung sehr verwaschen und stört somit nicht. Der Zweck der teilweisen Abschattung ist das Vermeiden einer Blendwirkung für den Fahrer selbst durch eine unnötig starke Aufhellung einer hel- len Strassendecke kurz vor dem Fahrzeug bis etwa in 50 m Entfernung, und die Verminderung der Blend- wirkung für entgegenkommende Fahrer bei regennasser Strasse.
Die bisher beschriebenen Teile in Fig. 6 sind alle zu einem fest zusammenhängenden Ganzen ver- bunden, welches dann in einem Schutzgehäuse 88 ruht. Aus diesem kann das zusammenhängende Schein- werfergestell dann z. B. zum Zwecke des Auswechselns einer schadhafte Glühlampe herausgezogen werden.
Eine Scheinwerferanlage gemäss den bisher beschriebenen Erfindungsgedanken kann grundsätzlich durch eine der Zonenanzahl gleiche Anzahl einzelner Schalter von Hand betätigt werden. Diese Aufgabe kann beispielsweise bei einer in einen grösseren Lastkraftwagen eingebauten Scheinwerferanlage der Beifahrer übernehmen. Man kann aber auch an sich bekannte Mittel vorsehen, um einen mittleren Teil des FahrerGesichtsfeldes in getrennten, den Scheinwerfer-Vertikalzonen entsprechenden Zonen auf dort in Erscheinung tretende Fremdlichtquellen lichtelektrisch abzutasten, und weitere Mittel, um das Aufhellen und Abdunkeln der Scheinwerfer-Vertikalzonen in Abhängigkeit vom Abtastergebnis automatisch zu bewirken.
Bei einer elektromagnetischen Betätigung der einzelnen Zungen empfiehlt es sich, die Schaltung so zu wählen, dass jeder Zunge eine Spule in Reihe mit der Kollektor-Emitter-Strecke eines Transistors zugeordnet wird, derart, dass bei Sperrung des Transistors und somit stromloser Spule die zugehörige Zunge in den Lichtkegel des Scheinwerfers bewegt wird.
In Fig. 7 ist die gesamte elektrische Schaltung eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemässen Teilfernlichtanlage dargestellt, wobei ein automatisches Aufhellen und Abdunkeln der Scheinwerfer-Vertikalzonen in Abhängigkeit vom Auftreten von Fremdlichtquellen erzielt werden soll. Die dazu erforderlichen, an sich bekannten Mittel bestehen in einem Abtastgerät, welches eine Abbildungslinse, eine dahinter rotierende Trommel mit Schlitzreihen, welche gemäss den Vertikalzonen angeordnet sind, und eine hinter den Schlitzen, d. h.
im Innern der Trommel angeordnete Photozelle enthält, ferner in einer Verstärkerschaltung, bei welcher eine mit der Trommel auf derselben Welle umlaufende Umschalteinrichtung dazu dient, um das Abtastergebnis in den einzelnen, in der Linse auf die zugehörigen Schlitzreihen dargestellten Zonen auf den zugehörigen Schalt-Endverstärker für die Magnetspulen zur Betätigung der Zungen in den Scheinwerfern zu schalten.
Eine rotempfindliche Vakuum-Photozelle 126 wird aus einem Gleichspannungswandler (siehe weiter unten) über zwei Siedwiderstände 127 und 128 und einen aus zwei weiteren Widerständen 129 und 130 bestehenden Spannungsteiler mit einer Anodenspannung von etwa 20 V gespeist. Der die Photozelle durchfliessende Strom gelangt von deren Kathode über die Gitter-Kathodenstrecke. einer Verstärkerpentode 131 und einem parallel dazu liegenden Ableitwiderstand 132 zum Minuspol. Zuf Anodensiebschaltung gehören dann noch zwei Kondensatoren 133 und 134. Durch die die Photozelle treffenden Lichtimpulse entstehen Spannungsimpulse am Steuergitter der Verstärkerröhre 131, die entsprechende Änderungen ihrer Anodenspannung zur Folge haben.
Die Wechselkomponente der Anodenspannung von 131 wird dann über einen Kondensator 135 und einen Begrenzerwiderstand 136 dem Steuergitter einer zweiten Verstärkerpentode 137 zugeführt. In deren Anodenleitung liegt die Primärwicklung eines NF-Transformators 138. Drei Widerstände 139, 140 und 141 dienen in üblicher Weise zur Zuführung der Gleichspannungen zu den Verstärkerröhren.
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Ein Kondensator 142 überbrückt das Schirmgitter von 131 nach der Minusleitung. Die Heizdrähte der beiden Röhren liegen für den angenommenen Betrieb an einer 12 V-Batterie in Serie. Zwei Widerstände
143 und 144 sorgen dafür, dass die Heizspannung der Röhre 131, die ähnlich einer Elektrometerröhre mit äusserst geringem Anodenstrom betrieben wird, auf einen zweckmässigen Wert unter der Nenn-Brennspannung herabgesetzt wird. Eine Kathoden-Kombination aus einem Widerstand 135 und einem Konden- sator 146 sorgt für die richtige Vorspannung der Verstärkerröhre 137. Ihre Anodenwechselspannung wird bei grosser Aussteuerung mittels einer Diodenbegrenzerschaltung, bestehend aus zwei Germaniumdioden
147 und 148, einem Kondensator 149 und einem vom Anodengleichstrom der Röhre 137 durchflossenen
Widerstand 150 in beiden Halbwellen beschränkt.
Die Sekundärwicklung des NF-Transformators 138 ist einerseits an die Basis eines Transistors 151, an- derseits an den Teilpunkt eines aus zwei Widerständen 152 und 153 bestehenden, die Vorspannung für den
Transistor 151 bildenden Spannungsteilers angeschlossen. Die im Transistor 151 verstärkte Wechselspan- nung gelangt über einen Kondensator 154 zu einem von Hand einstellbaren Spannungsteiler 155, und von dessen Abgriff über einen weiteren Kondensator 156 zur Basis eines folgenden Transistors 157.
In dessen
Kollectorleitung liegt der aus einem Kondensator 158 und einer Induktivität 159 bestehende Primärkreis eines auf die durch die Rotationsgeschwindigkeit und Schlitzfolge der Rastertrommel bestimmten Lichtwechselfrequenz abgestimmten Bandfilters. Über einen Koppelkondensator 160 ist an diesen Primärkreis der aus einem Kondensator 161 und einer Induktivität 162 bestehende Sekundärkreis des Bandfilters angeschlossen. An einem geeignet gewählten Abgriff von 162 liegt dann die Basis eines dritten Transistors 163.
Sein Kollectorstrom durchfliesst die Parallelschaltung aus der Primärwicklung eines NF-Transformators
164 und einem Dämpfungswiderstand 165. An der Sekundärwicklung ist einerseits ein aus zwei Widerständen 166 und 167 bestehender, eine zweckmässige Vorspannung bildender Teiler, anderseits über eine Gleichrichterdiode 168 ein Speicherkondensator 169 angeschlossen, an dem sich die zum Betätigen des nachfolgenden Schaltverstärkers dienenden Gleichspannungswerte ausbilden. Weitere Widerstände 170, 171,172, 173,174 dienen wie üblich zur Gleichspannungsspeisung und zwei Kondensatoren 175 und 176 zur Überbrückung.
Die an dem Speicherkondensator 169 entstehende Gleichspannung gelangt über eine Kohle-Schleifbürste 177 auf einen auf derselben Welle wie die Rastertrommel sitzenden Schleifring 178, und von diesem über eine mit diesem umlaufende weitere Kohle-Schleifbürste 179 in zyklischer Reihenfolge auf die Segmente eines feststehend angebrachten Kommutators 180. Dieser ist zwölfteilig, und es befindet sich somit zwischen je zwei angeschlossenen Segmenten ein nicht angeschlossenes Segment. Damit wird verhindert, dass die umlaufende Kohle zwei angeschlossene Segmente gleichzeitig berühren kann. Die Segmente sind nun über je eine weitere Gleichrichterdiode 181.... 186 mit der Basis je eines als Emitterfolger geschalteten Transistors 187.... 192 verbunden.
Jedem dieser Transistoren wird im Ruhezustand über je einen Widerstand 193.... 198 ein so grosser Basis-Gleichstrom zugeführt, dass er mit Rücksicht auf den durch einen Widerstand in der Kollectorleitung (199.... 204) begrenzten Kollectorstrom"durchge- schaltet"ist, solange der Photozellenverstärker keine Richtspannung am Kondensator 169 erzeugt. Fällt nun aber beim Durchgang eines Rasterfensters vor der Photozelle das Bild einer Lichtquelle auf dieses, so entsteht während dieses Durchganges eine positive Gleichspannung an dem oberen Anschluss von 169, und diese gelangt über die Kommutator-Anordnung und die weitere Gleichrichterdiode zur Basis des zu dem betreffenden Rasterfenster gehörenden Schalttransistors, wodurch sie eine Sperrung dieses Transistors bewirkt.
Damit nun eine solche Sperrung über mindestens einen Umlauf der Rasterscheibe erhalten bleibt, was für das richtige Funktionieren der Anlage erforderlich ist, liegen parallel zu den Widerständen 193....
198 jeweils Speicherkondensatoren ziemlich grosser Kapazität 205.... 210. Wegen der Grösse dieser Kapazitäten würde sich bei einem direkten Anschalten der Batteriespannung ein unzulässig grosser Basisstromstoss in den Transistoren ergeben. Es ist deshalb ein Einschalter 211 mit einer Zwischenstufe und einem Strombegrenzungswiderstand 212 dafür vorgesehen.
Die Emitter der Transistoren 187.... 192 sind je mit der Basis eines Leistungstransistors 213.... 218 verbunden. In deren Kollectorleitung liegt jeweils eine Magnetspule des linken und eine Magnetspule des rechten Projektionsscheinwerfers (219.... 230). Zum Schutz gegen überhöhte Ausschaltspannungen, die die Leistungstransistoren gefährden würden, ist zu jedem Spulenpaar eine entsprechend gepolte Gleichrich- : erdiode 231.... 236 parallel gelegt.
Zwischen Basis und Emitter der Transistoren 213.... 218 sind noch Widerstände 237.... 242 eingeschaltet, die die Sperrung dieser Transistoren bei gesperrten Transistoren l87.... 192 sicherstellen. Eine Reihe weiterer Widerstände 243.... 248 dienen dazu, bei Mittelstellung sines Schalters 249 die Leistungstransistoren 213.... 218 unabhängig vom Betriebszustand des Photo-
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zellenverstärkers durchzuschalten und damit voll aufzublenden, indem der gemeinsame Punkt dieser
Widerstände an den Minuspol gelegt, und die Leistungstransistoren dadurch mit einem für den Scnaltvorgang ausreichenden Basisgleichstrom versorgt werden. Die obere Stellung des Schalters 249 ist die-Aus- schaltstellung für die ganze Scheinwerferanlage, während sie in der unteren Stellung normal eingeschal- tet ist.
Links unten in Fig. 7 sind dann noch zwei Scheinwerfer-Glühlampen 250 und 251 und ein Gleichstrom-Antriebsmotor 252 für die Rastertrommel und die Kommutator-Einrichtung zu erkennen. Ausserdem ist noch ein Gleichspannungswandler von 12 V auf etwa 100 V für die Anodenspannungserzeugung gezeichnet. Dieser besteht aus einem Transistor 253, einem Resonanztransformator 254, welcher eine Primärwicklung, eine Sekundärwicklung und eine Rückkopplungswicklung aufweist und einem Basisspannungsteiler aus zwei Widerständen 255 und 256 mit einem Überbrückungskondensator 257. einem an die Sekundärwicklung angeschlossenen Schwingkreiskondensator 258, einem vom Schwingkreis gespeisten Gleich- richterventil 259 und einem Speicherkondensator 260.
Es sei noch bemerkt, dass die Schaltung so eingerichtet ist, dass bei Stromausfall im Schaltverstärker sämtliche Zungen in Abblendstellung gehen, indem die Magnetspulen stromlos werden. Eine Blendgefahr für andere Fahrzeugführer ist somit im Falle einer solchen Stromunterbrechung vermieden.
Ob in den Magnetspulen Strom fliesst, kann dann z. B. noch mittels Glühlämpchen sichtbar gemacht werden, die in die Zuleitung zu jedem einzelnen Paar von Magnetspulen gelegt sind. Diese Glühlämpchen sind dann auf dem Armaturenbrett. z. B. hinter einer Blauscheibe angeordnet, nach Art der üblichen Fernlichtanzeige. Die Glühlämpchen sind in Fig. 7 nicht mit eingezeichnet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kraftfahrzeug-Scheinwerferanlage für Teilfernlicht mit einem oder zwei Scheinwerfern, die nach Art eines Projektors eine Lichtquelle, einen Beleuchtungs-Hohlspiegel und eine Objektivlinse enthalten, und bei welcher Teile des Scheinwerfer-Lichtkegels durch in die Brennebene des Objektivs gebrachte undurchsichtige Schirme vorgegebener Grösse abblendbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schirme aus einer horizontal angeordneten Reihe von etwa 4 bis 10 aneinandergrenzenden Zungen (44-49) mit vertikal verlaufenden Kanten bestehen.