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Photographischer Objektivverschluss
Die Erfindung betrifft einen photographischen Objektivverschluss mit Einstellringen für Blende und Be- lichtungszeit sowie einer den vorderen Abschluss des Verschlusssystems bildenden Frontplatte, die den der
Entfernungseinstellung dienenden vorderen Linsenträger desobjektivs umschliesstundmitwenigstenseinem
Anschlag zur Begrenzung der Drehbewegung des Entfernungseinstellers ausgestattet ist.
Bei Objektivverschlüssen vorstehender Gattung hat man die scheibenförmig ausgebildete Frontplatte bisher aus einem Metallstück hergestellt. Ausser den relativ hohen, sich hiebei aus der mechanischen Be- arbeitung der Metallscheibe ergebenden Fertigungskosten ergeben sich weitere Kosten, die sich beispiels- weise aus der Anordnung bzw. Befestigung von Anschlägen an der Frontplatte zur Begrenzung der Drehbe- wegung des vorderen Lipsenträgers bzw. Entfernungseinstellers ergeben.
Die mit dem Erfinaungsgegenstand zu lösende Aufgabe besteht darin, die Fertigungskosten der einen
Bestandteil des Objektivverschlusses bildenden Frontplatte herabzusetzen, ohne dass dadurch die Funktion bzw. das äussere Erscheinungsbild des Verschlusses nachteilig beeinflusst wird.
Zur Lösung dieses Problems wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass die Frontplatte des Ver- schlusses einen aus Kunststoff hergestellten sowie topfartig ausgebildeten inneren Tragring aufweist, der mit einem äusseren aus Metall bestehenden Ring fest verbunden ist. Auf diese Weise ist eine Frontplatte für photographische Objektivverschlüsse geschaffen worden, die bei Herabsetzung ihrer Herstellungskosten sowohl in funktioneller Hinsicht als auch in bezug auf das äussere Erscheinungsbild den an sie gestellten
Anforderungen in vollem Umfang gerecht wird. Dies insofern nämlich, als einmal durch die teilweise
Verwendung von Kunststoff zur Fertigung der Frontplatte niedrigere Materialkosten anfallen und zum an- dern die bisher sich aus der mechanischen Bearbeitung des der Anfertigung der Frontplatte dienenden Roh- lings ergebenden Aufwendungen in Wegfall kommen.
Darüber hinaus vermittelt die topfartige Ausbildung des aus Kunststoff gebildeten Teils der Frontplatte eine gewisse Stabilität, auf die bei diesem Teil in seiner Eigenschaft als Tragring nicht verzichtet werden kann, während der mit dem Kunststoffring verbun- dene sichtbare aus Metall bestehende äussere Teil dazu beiträgt, das äussere Erscheinungsbild des Objektivverschlusses trotz Anwendung des die Herstellungskosten herabsetzenden Kunststoffes zu erhalten.
Um auf einfache Weise bereits bei der Fertigung des Kunststoffringes, der vorzugsweise im Spritzver- fahren hergestellt wird, eine Verbindung dieses Ringes mit dem äusseren aus Metall bestehenden Ring zu erreichen, ist nach einem weite'en Vorschlag der Erfindung ferner vorgesehen, dass der aus Metall beste- hende Ring mit mehreren an seinem Innenumfang angeordneten Ausnehmungen, oder aber mit einer Ring- nut versehen ist, die der Verbindung mit dem aus Kunststoff hergestellten Tragring dient. Diese Art der Verbindung hat vor allem den Vorteil, dass sich besondere Befestigungselemente wie auch weitere Arbeit- gänge bei der Fertigung der Frontplatte zum Zwecke der Verbindung der beiden vorerwähnten Teile er- übrigen.
Eine weitere Vereinfachung in der Fertigung lässt sich ausserdem dadurch erzielen, dass der aus
Kunststoff gebildete Tragring an seiner dem vorderen Linsenträger bzw. Entfernungseinsteller zugekehrten Seitenfläche wenigstens einen aus Kunststoff bestehenden Vorsprung bzw. Anschlag aufweist, der in an sich bekannter Weise der Begrenzung der Drehbewegung des vorderen Linsenträgers bzw. Entfernungseinstellers dient. Schliesslich kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Anordnung noch so getroffen sein, dass der aus Kunststoff gebildete Tragring zusammen mit dem an ihm vorgesehenen Vorsprung bzw. Anschlag als kompletter Teil im Spritzverfahren hergestellt ist.
Damit wieder sind die Vor- aussetzungen dafür geschaffen worden, die es nach vorherigem Einlegen des Metallringes in die Spritzform des Kunststoffringes ermöglichen, die Frontplatte in einem Arbeitsgang fertigzustellen.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ersichtlich,
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die einen photographischen Objektiwerschluss in Ansicht veranschaulicht, wobei die aufgebrochene Partie der dargestellten Verschlussanordnung einen Querschnitt durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Frontplatte zu erkennen gibt.
Inder Zeichnung ist mit1 der rückwärtige und mit 2 der vordere Rohrstutzen des Verschlussgehäuses 3 des Objektivverschlusses bezeichnet. An der Rückwand des Verschlussgehäuses 3 ist der mit der Blendeneinstellvorrichtung in Wirkungsverbindung stehende Einstellring 4 drehbar gelagert. Dieser ist mit einer Marke 4b versehen, während das Verschlussgehäuse 3 in an sich bekannter Weise ein Skalenband 5 trägt, auf dem eine Blendeneinstellskala 5a aufgetragen ist. Auf dem vorderen Rohrstutzen 2 des Verschlussgehäuses 3 ist ein Einstellring 6 drehbar gelagert, der mit einer im Inneren des Verschlussgehäuses angeord- netenBelichtungszeitregelvorrichtung zusammenarbeitet. Dem Einstellring 6 wieder ist ein am Verschlusssystem ortsfest angeordneter Ring 7 zugeordnet, auf dem ein Skalenband 8 befestigt ist.
Während das Skalenband 8 mit einer Belichtungszeiteinstellskala 8a versehen ist, weist der drehbar gelagerte Einstellring 6 eine Marke 6a auf.
Der vordere Rohrstutzen 2 des Verschlussgehäuses 3 ist mit einem Innengewinde versehen, das einen mit entsprechendem Gewinde ausgestatteten zylindrischen Ansatz 9a des vorderen Linsenträgers 9 in sich aufnimmt. Der vordere Linsenträger 9, der somit bei einer Drehung in axialer Richtung relativ zu den übrigen Teilen des Verschlusssystems bewegbar ist, ist als Entfernungseinsteller ausgebildet und trägt daher eine Entfernungseinstellskala 9b. In an sich bekannter Weise ist der vordere Linsenträger bzw. Ent- fernungseinsteller 9 in einer den vorderen Abschluss des Verschlusssystems bildenden, nachstehend im einzelnen näher beschriebenen Frontplatte geführt.
Wie in der Zeichnung ersichtlich, besteht die den vorderen Linsenträger bzw. Entfernungseinsteller 9 umschliessende Frontplatte aus einem aus Kunststoff hergestellten sowie topfartig ausgebildeten inneren Tragring 10, der seinerseits mit einem äusseren aus Metall gefertigten Ring 11 fest verbunden ist. Diese Frontplatte 10,11 ist in an sich bekannter Weise auf den vorderen Rohrstutzen 2 des Verschlussgehäuses 3 mittels eines Schraubringes 12 fest an einem zylindrischen Ansatz 2a des Rohrstutzens verspannt.
Was die Verbindung der beiden Teile der Frontplatte 10,11 anbetrifft, so kann aus Gründen einer wirtschaftlichen Fertigung der aus Metall bestehende Ring 11 an seinem Innenumfang mit mehreren örtlich begrenzten Ausnehmungen versehen sein. An Stelle dieser Ausnehmungen kann am Innenamfang des Rin-
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sich nach vorherigem Einlegen eines solchen Ringes in die der Herstellung des Kunststoffringeslo dienende Spritzform eine feste Verbindung zwischen dem Metallring 11 und dem in der Entstehung begriffenen Kunststoffring 10 herbeiführen, insofern nämlich als die in die Form eingespritzte Kunststoffmasse in die Ausnehmungen bzw. in die Ringnut lla eindringt, die bei ihrer Erstarrung dann die Verbindungselemente bildet.
Bekanntlich ist der vordere Linsenträger bzw. Entfernungseinsteller 9 zum Zwecke der Begrenzung seines Drehbereiches mit Anschlagkanten od. dgl. versehen, die normalerweise mit einem an der inneren, dem vorderen Linsenträger bzw. Entfernungseinsteller 9 zugekehrten Oberfläche der Frontplatte 10,11 angeordneten Anschlag 10a zusammenarbeiten, derart, dass sie die Drehbewegungen des vorderen Linsenträgers bzw. Entfernungseinstellers in beiden Drehrichtungen begrenzen. Aus Gründen einer möglichst einfachen Herstellung kann auch dieser Anschlag 10a aus Kunststoff gebildet und durchentsprechendeAus- bildung der Spritzform des Kunststoffringes 10 beim Herstellungsprozess des Ringes gleich mit angespritzt werden, so dass der mit Anschlag versehene Kunststoffring zusammen mit dem Metallring als kompletter Teil die Spritzform verlässt.
Der mit dem Kunststoffring 10 fest verbundene Metallring 11 seinerseits kann wie bei allen Frontplatten photographischer Objektivverschlüsse üblich mit einer festen Marke l1b ferner mit einer der Tiefenschärfeeinstellung dienenden Einstellskala l1c versehen sein.
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