AT234118B - Verfahren zum Spülen von Dampfturbinen - Google Patents

Verfahren zum Spülen von Dampfturbinen

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AT234118B
AT234118B AT577362A AT577362A AT234118B AT 234118 B AT234118 B AT 234118B AT 577362 A AT577362 A AT 577362A AT 577362 A AT577362 A AT 577362A AT 234118 B AT234118 B AT 234118B
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AT
Austria
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steam
turbine
steam turbines
flushing
nominal
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AT577362A
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English (en)
Inventor
Karl Ing Trybulec
Original Assignee
Elin Union Ag
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Description


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  Verfahren zum Spülen von Dampfturbinen 
Trotz sorgfältigster Aufbereitung des Kesselspeisewassers durch Enthärten und Entsalzen desselben kann nicht ganz verhindert werden, dass sich auf den Turbinenschaufeln und in sonstigen Strömungs- kanälen nach einiger Zeit Phosphat-,   Kieselsäure- und   sonstige Salzbeläge bilden, wodurch der Radraum- druck ansteigt und das Schluckvermögen der Turbine absinkt. Es ist daher eine betriebliche Notwendigkeit, solche Beläge von Zeit zu Zeit zu entfernen, ein Vorgang, den man Spülen der Turbine nennt. Hiefür sind schon einige Verfahren bekannt, die vor allem jedoch den Nachteil haben, dass die Turbine hiezu ausser Betrieb genommen werden muss.

   Das nachstehend geschilderte Verfahren vermeidet diesen Nachteil insofern, als es in Befolgung des erfindungsgemässen Vorschlages möglich ist, den Spülvorgang in betriebs- schwache Zeiten zu verlegen, ohne die Turbine, falls sie zur Erzeugung elektrischer Energie dient, hiebei vom Netz trennen zu müssen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Spülen von Dampfturbinen zur Entfernung von
Ablagerungen an Schaufeln und sonstigen vom Dampf beaufschlagten Teilen durch Einbringen eines
Spülmittels in die mit Teillast laufende Turbine, wonach über einen Zeitraum von 10 bis 15 min verteilt   2-4 1 Sulfomolybdänsäure,   bestehend aus 100 cm3 wässeriger Ammoniummolybdatlösung und
300 cm3 50-volumsprozentiger Schwefelsäure, der mit Nenndrehzahl laufenden, mit normalem Betriebs- druck beaufschlagten, mit etwa 1 der Nennlast belasteten Turbine in Dampfrichtung gesehen nach dem
Regelventil etwa mittels einer Pumpe oder einer andern geeigneten Dosiervorrichtung zugeführt wird. 



   Das vom Dampfstrom mitgeführte, in ihm verdunstende Lösungsmittel löst insbesondere die phosphati- schen Niederschläge, die aber bei den sich auf Dampfturbinenschaufeln bildenden Belägen wie ein Binde- mittel wirken, so dass nach ihrer Auflösung die übrigen Belagsbestandteile den Halt an den Schaufeln und untereinander verlieren und mit dem Dampfstrom abgeführt werden. Natürlich muss während des
Spülvorganges unter Umgehung des Kondensators ins Freie gefahren werden. Die Menge des Spül- mittels und die Dauer des Einspritzvorganges richten sich nach der Turbinengrösse bzw. nach der Stärke des zu entfernenden Belages, wobei jedoch Gewähr gegeben sein muss, dass das Lösungsmittel verdunstet ist, ehe es in das Turbinengehäuse gelangt, weil sonst die Gefahr eines Wasserschlages bzw. Korrosions- gefahr gegeben wäre.

   Der Spülvorgang ist gegebenenfalls mehrmals zu wiederholen und sein Erfolg durch Messen der Dampfdrücke an verschiedenen Stellen, insbesondere durch Messen des Radkammer- druckes zu überprüfen. Nach Beendigung des Spülvorganges ist es zweckmässig, noch einige Zeit mit reinem Dampf ins Freie zu fahren. 



   Der wichtigste Vorteil des erfindungsgemässen Spülvorganges liegt in dem Umstand, dass das Spülen mit Nenndrehzahl vorgenommen werden kann, so dass ein Trennen des von der Turbine angetriebenen
Generators vom Netz nicht erforderlich ist und somit ein nachträgliches Synchronisieren erspart bleibt. 



  Die Turbine wird während des Spülvorganges, wie erwähnt, mit normalem Betriebsdruck gefahren und es erübrigt sich daher ein Vermindern des Kesseldruckes. Da dabei überdies mit etwa i der Nennlast gefahren werden kann, wird es in vielen Fällen möglich sein, für das Spülen der Turbine Schwachlastzeiten heranzuziehen, so dass eine Betriebsunterbrechung für den Spülvorgang in vielen Fällen überhaupt nicht erforderlich sein wird. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Spülen von Dampfturbinen zur Entfernung von Ablagerungen an Schaufeln und sonstigen vom Dampf beaufschlagten Teilen durch Einbringen eines Spülmittels in die mit Teillast laufende Turbine, dadurch gekennzeichnet, dass über einen Zeitraum von 10 bis 15 min verteilt 2-41 Sulfomolybdänsäure, bestehend aus 100 cm3 wässeriger Ammoniummolybdatlösung und 300 cm3 50-volumsprozentiger Schwefelsäure, der mit Nenndrehzahl laufenden, mit normalem Betriebsdruck beaufschlagten, mit etwa der Nennlast belasteten Turbine in Dampfrichtung gesehen nach dem Regelventil etwa mittels einer Pumpe oder einer andern geeigneten Dosiervorrichtung zugeführt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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