AT233748B - Verfahren zur Herstellung von Formen, Kernen u. dgl. Formlingen aus wasserglashaltigen Sanden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formen, Kernen u. dgl. Formlingen aus wasserglashaltigen Sanden

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  Verfahren zur Herstellung von Formen, Kernen u. dgl. Formlingen aus wasserglashaltigen Sanden 
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 lung zu Polykieselsäuren die Verfestigung der Formlinge herbeiführt. Diese Hydrolyse des Wasserglases geht in der Wärme sehr rasch vor sich, so dass beim Arbeiten bei   40-500 C,   vorzugsweise   100-200 C,   auch die Härtungsgeschwindigkeiten wesentlich höher sind als die beim Arbeiten mit nennenswerte Men- 
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Verfahren mit Vorteil in automatischen Formmaschinen verwendet werden kann. 



   Wenn auch das erfindungsgemässe Verfahren mit beliebigen Aushärtungsgasen verwirklicht werden kann, so ist nichtsdestoweniger eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass als Aushärtungsgas Luft verwendet wird. Arbeitet man mit Luft, so bietet sich dieses Aushärtungsgas einerseits in beliebiger Menge an, so dass lediglich noch eine Erhitzung erforderlich ist. Darüber hinaus reicht man gerade mit Luft überraschend kurze Aushärtungszeiten bei ebenso überraschend hohen, gegen- über bekannten erheblich gesteigerten Festigkeitswerten. 



   Der Formsand erfährt im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens die übliche Aufbereitung. Im allgemeinen arbeitet man mit Quarzsand, wobei diesem Wasserglas in Mengen von 2 bis   8%,   vorzugswei- se   2,     5-5%, zugesetzt   wird. 



   Von besonderem Vorteil ist das erfindungsgemässe Verfahren, wenn die Formen oder Kerne mit Form-   schiess- bzw.   Kernschiessmaschinen hergestellt werden. Gegenstand der Erfindung ist daher insbesondere auch die Verwendung von   heisser Luft mit Temperaturen   von 40 bis   500 C,   insbesondere   100-200 C,   als   Aushärtungsmittel bei der Herstellung von Formen und Kernen   in Formmaschinen, insbesondere Formschiessbzw. Kernschiessmaschinen, die dabei im übrigen mit unbeheizten Formwerkzeugen ausgerüstet sein können. 



   Einzelheiten des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert das folgende Beispiel :
100 kg Sand (z. B. Halterner Sand) durchmischt man mit angemessenen Mengen Trockenstoffen, die den späteren Kernzerfall nach dem Guss bewirken. 



   Als solche Zerfallstoffe kommen in Frage   : Steinkohlenstaub, Graphit., Kugel-oder   andere Peche, Eisenoxyd oder auch spezielle Stoffe. 



   Nach einer kurzen Mischzeit von 20 bis 30 sec setzt man eine angemessene Menge Wasserglas zu, etwa 2 - 8%, vornehmlich 2,5 - 5% und mischt zirka   3 - 5   min, je nach Art und Beschaffenheit des Mischers. Der so vorbereitete Sand wird in der bekannten Weise mittels Schiessmaschinen oder von Hand in kalte oder heisse Kern-bzw. Formkästen eingebracht. Dann wird in gleicher Weise Heissluft von 40 bis 500 C, vorzugsweise   100-250 C,   mit gleichen oder ähnlichen Ein- bzw. Vorrichtungen, durch das zu erhärtende Stück eingeblasen, wie sie aus dem Kohlensäureerstarrungsverfahren allgemein bekannt sind. 



  Die Zeit der Abbindung bzw. Aushärtung der Formen bzw. Kerne, benötigt etwa die gleiche Zeit wie mit Kohlensäure oder sogar weniger. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Formen und Kernen u. dgl. Formlingen aus wasserglashaltigen Sanden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aushärtung der Formlinge in diese ein erhitztes, im wesentlichen kohlensäurefreies Aushärtungsgas ein-bzw. durch diese Formlinge hindurchgeleitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushärtungsgas auf Temperaturen von 40 bis 500 ? C bevorzugt von 100 bis 200 C, erwärmt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Aushärtungsgas Luft verwendet wird.
AT816761A 1960-11-16 1961-10-30 Verfahren zur Herstellung von Formen, Kernen u. dgl. Formlingen aus wasserglashaltigen Sanden AT233748B (de)

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