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Lichtmessvorrichtung für photographische Geräte, insbesondere Kopiergeräte
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HiebeiPhotostrom der Photozelle zu gleichen Teilen beitragen. Dies ist auch dann der Fall, wenn die erfin- dungsgemässe Lichtmesseinrichtung zu Farbkopierzwecken mit mehreren Photozellen ausgerüstet wird.
Darüber hinaus erfordert die etfindungsgemässe Lichtmesseinrichtung nur einen geringen Raumbedarf und ist daher auch in photographischen Geräten gedrängter Bauart sehr leicht unterzubringen. Der Aufbau der erfindungsgemässen. Lichtmesseinrichtung ist einfach und kostensparend, , Einige besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind im folgenden näher beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt.
Dort zeigen Fig. 1 eine Farbkopiermaschine in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 Teile des Gegenstandes der Fig. 1 im Schnitt, Fig. 3 die im Lichtstrahlengang angeordneten Teile des Gegenstandes der Fig. 1, Fig. 4 die Lichtmesseinrichtung des Gegenstandes der Fig. 1 - 3 in vergrösserter Darstellung, Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 4 in der Ansicht von unten, Fig. 6 Teile einer weiteren Ausführungsform der Lichtmesseinrichtung.
In Fig. l ist eine Farbkopiermaschine bekannter Bauart dargestellt, die einen Arbeitstisch 1, ein Gehäuse 2 zur Aufnahme des bandförmigen Kopiermaterials 3, eine Negativbildbühne 4 und ein Tastenpult 5 aufweist. Das bandförmige Farbkopiermaterial 3 wird von einer um die Achse 6 drehbaren Abwickelspule 7 abgezogen, über die Führungsrolle 8, das Kopierfenster 9 und die Führungsrolle 10 geführt und anschliessend auf die Aufwickelspule 11 aufgewickelt, die um die Achse 12 drehbar ist.
Wie Fig. 2 zeigt, ist unter der Platte des Arbeitstisches 1 ein Gehäuse 13 angeordnet, welches die in Fig. 3 näher dargestellte Beleuchtungseinrichtung des Farbkopiergerätes aufnimmt. Diese Beleuchtungeinrichtung umfasst drei Kopierlampen 14, 15, 16, deren Lichtstrahlen durch die teildurchlässigen Spiegel 17, 18 einander überlagert und über dieKondensorlinse 19, den Umlenkspiegel 20 und die Kondensorlinsen 21, 22 der transparenten Scheibe 23 der Negativbildbühne 4 zugeführt werden. Über der Scheibe 23 wird der zu kopierende Farbfilm 24 angeordnet.
Vor der Kopierlampe 14 ist eine Linse 25 mit einem Rotfilter, vor der Kopierlampe 15 eine Linse 26 mit einem Grünfilter und vor der Kopierlampe 16 eine Linse 27 mit einem Blaufilter angeordnet, so dass die Kopierlampe 14 zur Erzeugung roten Kopierlichtes, die Kopierlampe 15 zur Erzeugung grünen Kopierlichtes und die Kopierlampe 16 zurErzeugung blauenKopierlichtes dient. Auf die vorerwähnten Farbfilter kann verzichtet werden, wenn an Stelle der teildurchlässigen Spiegel 17, 18 in an sich bekannter Weise, geeignete gekreuzte Interferenzfilter benutzt werden. Im Strahlengang einer jeden der drei Kopierlampen 14, 15, 16 ist auch noch je ein elektromagnetisch betätigter Jalousieverschluss 28, 29, 30 angeordnet.
Das Gehäuse 2 umfasst einen Lichtschacht 31, in welchem sich das Projektionsobjektiv 32 befindet, das an einem Träger 33 befestigt ist und die Kopiervorlage 24 auf den über dem Kopierfenster 9 angeordneten Abschnitt des bandförmigen Kopiermaterials 3 abbildet.
Unter dem Objektivträger 33 befindet sich eine Lichtmesseinrichtung, welche im Gehäuse 34 angeordnet ist und in Fig. 4 und 5 näher dargestellt ist. Das Gehäuse 34 sitzt auf der Unterlage 35 auf und ragt durch einen Schlitz 37 der Zwischenplatine 36 in den Lichtschacht 31 der Rollenkopiermaschine.
Wie Fig. 5 und 6 zeigen, besitztdie Lichtmesseinrichtung als wesentliche Bauelemente eine beispielsweise aus lichtdurchlässigem Kunststoff bestehende Lichtleitplatte 38 sowie drei vorzugsweise als Sekundärelektronenvervielfacher ausgebildete Photozellen 39, 40, 41, welche durch drei ringförmige Bohrungen 42, 43, 44 der Lichtleitplatte 38 hindurchragen. Der Durchmesser der Bohrungen 42, 43, 44, die am einen Endteil der Lichtleitplatte nebeneinander angeordnet sind, ist nur um ein geringes grösser als der Durchmesser der Photozellen 39, 40, 41.
Am andern Ende der Lichtleitplatte 38 ist eine kreisrunde Ausnehmung 45 vorhanden, deren Durchmesser grösser ist als der Aussendurchmesser der Fassung des Objektivs 32. Entsprechende Ausnehmungen 46, 47, die zur Ausnehmung 45 der Lichtleitplatte konzentrisch angeordnet sind, weisen auch die Bodenplatte 48 und die Deckplatte 49 des Gehäuses 34 auf. Die Ausnehmung 46 der Bodenplatte 48 ist jedoch grösser als die Ausnehmung 45 der Lichtleitplatte, so dass der die Ausnehmung 45 umgebende Bereich 50 der Lichtleitplatte 38 durch die Bodenplatte 48 des Gehäuses 34 nicht abgedeckt ist und-wie weiter unten noch näher beschrieben ist-als Lichtauffangfläche dient.
An der Bodenplatte 48 des Gehäuses 34 ist ferner ein gabelförmiger Schieber 51 vorgesehen, der mittels Kopfschrauben 52, 53, welche durch Schlitze 54, 55 des Schiebers 51 hindurchragen, gehaltert ist.
Nach Lösen der Schrauben 52, 53 kann der Schieber 51 radial zur Ausnehmung 45 der Lichtleitplatte 38 verstellt werden, wodurch ein grösserer oder geringerer Teilbereich der Lichtauffangfläche 50 abgedeckt werden kann.
DieBodenplatte 48 und die Deckplatte 49 legen sich in der Nachbarschaft der Ausnehmung 45 an die Lichtleitplatte 38 an. Hiedurch ist sie im Gehäuse 34 ohne zusätzliche Haltemittel festgelegt. Damit die Bodenplatte 48 des Gehäuses 34 flach ausgebildet sein kann, obgleich die Photozellen 39, 40, 41 mit ihren
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freien Enden durch die Bohrungen 42, 43, 44 der Lichtleitplatte 38 hindurchragen, ist diese im Bereich 56 zweckmässigerweise gekröpft.
Bei der beschriebenen Ausführungsform der Lichtmesseinrichtung sind sämtliche Oberflächen der.
Lichtleitplatte 38 poliert mit Ausnahme der zylindrischen Fläche der Ausnehmung 45, die mit einem weissen Farbanstrich versehen sein kann. Die Innenflächen des Gehäuses 34 sind diffus reflektierend. Statt lessen ist es aber auch möglich, die Oberflächen der Lichtleitplatte 38 mit Ausnahme der Lichtauffang- läche 50 und der zylindrischen Flächen der Bohrungen 42, 43, 44 zu mattieren oder mit einem weissen
Farbanstrich zu versehen.
Schliesslich sind am Gehäuse 34 auch noch Ausnehmungen 57 vorgesehen, durch welche die nicht dargestellten elektrischen Anschlusskabel für die Photozellen 39, 40, 41 in das Gehäuse 34 eingeführt wer- den können.
Die vorbeschriebene Lichtmesseinrichtung ist in der Kopiermaschine derart angeordnet, dass die Mit- telachse der Ausnehmung 45 der Lichtleitplatte 38 mit der optischen Achse des Projektionsobjektivs 32 zusammenfällt und das Projektionsobjektiv in die Ausnehmung 47 des Gehäuses 34 und in die Ausneh- mung 45 der Lichtleitplatte 38 eintaucht. Diese umgibt somit das Objektiv 32 ringförmig.
Die Lichtmesseinrichtung ist in der Kopiermaschine auswechselbar angeordnet. Sie kann nach Lösen der elektrischen Verbindungen der Photozellen 39, 40, 41, nach Anheben des Projektionsobjektivs 32 und
Abnehmen der Rückwand 58 des Gehäuses 2 in einfacher Weise aus der Kopiermaschine entfernt wer- den.
Von den Photozellen 39, 40, 41 ist die eine Zelle 39 für rotes Licht, die Zelle 40 für grünes Licht ilnd die Zelle 41 für blaues Licht empfindlich. Die Photozellen 39, 40, 41 sind über je eine Belichtungsregelvorrichtung, deren Aufbau an sich bekannt ist, mit der elektromagnetischen Steuervorrichtung je eines der Jalousieverschlüsse 28, 29, 30 der Kopierlampen 14, 15, 16 verbunden. Die vorgenannten, in der Zeichnung nicht dargestellten Belichtungsregelvorrichtungen sind in dem Einschub 59 des Arbeitstisches 1 angeordnet. Diesen Belichtungsregelvorrichtungen sind in ebenfalls bekannter Weise Farb- und Dichtekorrekturmittel zugeordnet, die durch die Drucktasten des Tastenpultes 5 betätigt werden können.
Der Farbkopiervorgang erfolgt in der Weise, dass bei ständig eingeschalteten Kopierlampen 14, 15, 16 die Jalousieverschlüsse 28, 29, 30 gleichzeitig geöffnet werden, so dass die Belichtung des Kopiermaterials 3 durch rotes, grünes und blaues Kopierlicht gleichzeitig beginnt. Hiebei werden auch die Photozellen 39, 40, 41 der Lichtmessvorrichtung in noch näher zu beschreibender Weise beleuchtet. Sobald auf die rotempfindliche Photozelle 39 eine vorbestimmte, mittels der Drucktasten des Tastenpultes 5 einstellbare Lichtmenge aufgetroffen ist, wird über die zugeordnete Belichtungsregelvorrichtung der Verschluss 28 der Kopierlampe 14 geschlossen und auf diese Weise die Rotbelichtung des Kopiermaterials beendet.
In analoger Weise schliesst die der Photozelle 40 zugeordnete Belichtungsregelvorrichtung den Verschluss 29, wenn eine vorbestimmte Lichtmenge auf die grünempfindliche Photozelle 40 aufgetroffen ist. Ebenso wird nach Auftreffen einer vorbestimmten Lichtmenge auf die blauempfindliche Photozelle 41 über die zugeordnete Belichtungsregelvorrichtung der Verschluss 30 geschlossen. Sobald alle drei Verschlüsse 28, 29, 30 geschlossen sind, ist die Belichtung des Kopiermaterials beendet.
Die vorbeschriebene Lichtmessung während der Belichtung des Kopiermaterials 3 findet folgendermassen statt. Während die Kopiervorlage 24 durch die durch das Projektionsobjektiv 32 hindurchgehenden Lichtstrahlen auf das Kopiermaterial 3 abgebildet wird, fällt zumindest ein Teil des von der Kopiervorlage 24 zusätzlich ausgehenden Streulichtes, das im folgenden als Nebenlicht bezeichnet wird, auf die Lichtauffangfläche 50 der Lichtleitplatte 38 der Lichtmesseinrichtung auf. Die durch die Lichtauffangfläche 50 in die Lichtleitplatte 38 eintretenden Lichtstrahlen werden durch diffuse Reflexion an den Innenflächen des Gehäuses 34 und durch Totalreflexion an den Oberflächen der Lichtleitplatte 38 zu den Photozellen 39, 40, 41 weitergeleitet.
Es hat sich gezeigt, dass bei der erfindungsgemässen Ausbildung der Lichtmesseinrichtung sämtliche Teilbereiche der zu kopierenden Vorlage 24 - sofern sie gleich beleuchtet werden und gleiche Dichte aufweisen-zur Beleuchtung jeder Photozelle 39, 40, 41 in gleicher Weise beitragen. Der Integrationsfehler, das ist der Messfehler, der durch unterschiedliche Abstände zwischen den einzelnen Teilbereichen der Kopiervorlage 24 und der jeweiligen Photozelle 39, 40, 41 zustande kommt, ist somit ausserordentlich gering. Durch entsprechende Einstellung des gabelförmigen Schiebers 51 und somit durch Abdeckung einiger, den Photozellen 39, 40, 41 näher gelegenen Teilbereichen der Lichtauffangfläche 50 der Lichtleitplatte 38 kann der Integrationsfehler noch weiter vermindert werden.
Die Erfindung ist nicht auf die in Fig. 1 - 5 beschriebene Ausgestaltung beschränkt. So kann beispielsweise an Stelle der gekröpften Lichtleitplatte 38 auch eine Planplatte oder eine gebogene Lichtleitplat-
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te 38a verwendet werden, wie sie beispielsweise in Fig. 6 dargestellt ist. Dort stehen die Achsen der Boh- rungen 42, 43, 44, in welche die Photozellen 39, 40, 41 eingeführt werden, senkrecht zur Achse der Aus- nehmung 45.
Auf die Ausnehmung 45 in der Lichtleitplatte 38 bzw. 38a kann auch verzichtet werden, sofern die
Ausnehmungen 46, 47 in der Bodenplatte 48 und der Deckplatte 49 des Gehäuses 34 beibehalten werden.
In diesem Fall erscheint es jedoch zweckmässig, die in diesem Falle von den Projektionslichtstrahlen durchsetzte Lichtleitplatte 38 bzw. 38a bei der optischen Durchrechnung des Projektionsobjektivs 32 zu berücksichtigen. Es ist auch möglich, die Lichtleitplatte im Bereich zwischen den Ausnehmungen 46, 47 des Gehäuses 34 linsenförmig auszubilden, so dass der im Abbildungsstrahlengang angeordnete Teil der
Lichtleitplatte 38 bzw. 38a in diesem Fall gleichzeitig das Projektionsobjektiv oder einen Bestandteil desselben bilden kann.
Es ist zwar zweckmässig, aber nicht unbedingt erforderlich, dass die Lichtleitplatte 38 das Projek- tionsobjektiv 32 umgibt. Die erfindungsgemässe Lichtmesseinrichtung kann zwischen der Kopiervorlage 24 und dem Projektionsobjektiv 32 auch in einem gewissen axialen Abstand von diesem angeordnet sein.
Allerdings sind in diesem Fall grössere Ausnehmungen 45, 46, 47 in der Lichtleitplatte 38 bzw. 38a und im Gehäuse 34 für den Durchtritt der Abbildungslichtstrahlen vorzusehen.
Um die Photozellen 39, 40, 41 gegen Tageslicht abzuschirmen, kann im Lichtschacht 31 unter der Lichtmesseinrichtung eine Abdeckplatte schwenkbar angeordnet sein, die zu Beginn eines Belichtungsvorganges in die Offenstellung überführt und am Ende eines Belichtungsvorganges in die Schliessstellung zurückgeschwenkt wird.
Die erfindungsgemässe Lichtmessvorrichtung ist in ihrer Anwendung selbstverständlich nicht auf Farbkopiergeräte beschränkt, sondern kann auch bei Schwarzweisskopiergeräten mit nur einer einzigen Photozelle Verwendung finden. Die erfindungsgemässe Lichtmessvorrichtung eignet sich auch für Kopiergeräte, bei denen die für die Belichtungseinstellung oder-regelung erforderlichen photoelektrischen Messungen nicht während, sondern vor dem Belichtungsvorgang vorgenommen werden.
Schliesslich kann die erfindungsgemässe Lichtmesseinrichtung ausser bei Kopiergeräten auch bei andern photographischen Geräten Anwendung finden, beispielsweise bei Steh-oder Laufbildwerfern, bei denen die Helligkeit des projizierten Bildes in Abhängigkeit von der Dichte der Projektionsvorlage (Diapositiv oder Film) durch photoelektrische Steuerung der Intensität des Projektionslichtes selbsttätig reguliert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lichtmesseinrichtung für photographische Geräte, insbesondere Kopiergeräte, mit seitlich zum Abbildungsstrahlengang des Gerätes angeordneter Photozelle, welche einen Teil des von einem Abbildungsgegenstand ausgehenden, zur Abbildung nicht benutzten Nebenlichtes erhält, dadurch gekennzeichnet, dass ein an sich bekannter Lichtleitkörper (38), der in ebenfalls an sich bekannter Weise vor der Pho- tozelle (39, 40, 41) angeordnetistundin den Strahlengang des vom Abbildungsgegenstand (24) ausgehenden Nebenlichtes ragt, eine vorzugsweise kreisförmige Ausnehmung (45) oder einen durchsichtigen, vorzugsweise linsenförmig ausgebildeten Bereich zum Durchtritt des zur Abbildung des Gegenstandes (24) dienenden Lichtes aufweist.