AT232670B - Verfahren zur Herstellung lichtabsorbierender, farbiger, durchsichtiger Schichten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung lichtabsorbierender, farbiger, durchsichtiger Schichten

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung lichtabsorbierender, farbiger, durchsichtiger Schichten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überziehen von Gegenständen mit lichtabsorbierenden, far- bigen, durchsichtigen Schichten durch Aufdampfen der diese Schichten auf den Gegenständen bildenden
Stoffe im Vakuum. Ein solches Verfahren, bei dem anorganische Verbindungen, insbesondere bestimmte
Metalloxyde und Sulfide, verwendet werden, ist an sich bekannt. Die Anzahl im sichtbaren Gebiet licht- absorbierender, anorganischer Verbindungen, die sich zu diesem Zweck eignen, ist jedoch gering. 



   Es wurde nun gefunden, dass lichtabsorbierende, farbige, durchsichtige Schichten auch dadurch er- halten werden können, dass eine oder mehrere, farbige, organische Verbindungen und eine nicht farbige anorganische Verbindung gleichzeitig aufgedampft werden. 



   Die Erfindung ermöglicht, durchsichtige Schichten mit praktisch jeder gewünschten Absorption im sichtbaren Gebiet herzustellen. 



   Gemäss dem Verfahren nach der Erfindung werden Schichten erhalten, bei denen die farbige, organische Verbindung in eine anorganische, klare, duchsichtige Schicht eingebettet ist. Die erhaltenen
Schichten sind glashell und haben eine grosse Reib- und Kratzfestigkeit, wobei die organischen Verbindungen vor atmosphärischen Einflüssen und Lösungsmitteln geschützt werden. 



   Die farbigen Schichten können dadurch erhalten werden, dass bei dem Verfahren eine farbige, organische, beim Durchführen des Verfahrens nicht zersetzende Verbindung oder auch eine organische Verbindung benutzt wird, die während des Aufdampfens in mindestens einen farbigen, unter normalem Druck und Temperatur festen Bestandteil zersetzt wird. 



   Als anorganische Stoffe sind insbesondere diejenigen Verbindungen anwendbar, die beim Überdampfen helle Schichten liefern können und im sichtbaren Gebiet Rein oder kaum einiges Licht absorbieren. Solche Stoffe sind   z. B.   Siliziummonoxyd, Kryolith, Magnesiumfluorid und Titandioxyd. 



   Das Verfahren nach der Erfindung lässt sich zweckmässig in einem Vakuum von   10-3   mm Hg oder weniger durchführen. Unter diesen Verhältnissen werden die anorganischen Stoffe gewöhnlich zwischen etwa 1000 und   20000C   aufgedampft, während die organischen Stoffe gewöhnlich zwischen 200 und   l OOQOC   aufdampfen. 



   Als organische, farbige Verbindungen lassen sich z.   B.   Azofarbstoffe, Phthalocyanin-Verbindungen, Fuchsinabkömmlinge u. dgl. verwenden. Die farbige, durchsichtige Schicht kann nach dem Aufbringen mit andern Schichten überzogen werden. Es kann durch die Zusammenwirkung von zwei oder mehr aufeinander angebrachten, farbigen Schichten eine gewünschte subtraktive Farbe erhalten werden. Es ist auch möglich, eine Metallschicht auf der farbigen Schicht anzubringen, z. B. durch Aufdampfen von Aluminium, Silber u. dgl. 



   Das Verfahren nach der Erfindung kann sowohl zum Überziehen von flachen als auch zum Überziehen von gekrümmten Oberflächen benutzt werden. Es können auf diese Weise farbige Linsen, Spiegel und Lichtfilter erhalten werden. Das Verfahren kann auch für dekorative Zwecke benutzt werden. 



   Die Schichten lassen sich auf Glas, Quarz, Kunststoffen oder andern Materialien anbringen, sofern diese sich bei dem verwendeten Vakuum nicht zersetzen. 



   Das Verfahren nach der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung. Fig. 2 zeigt in vergrössertem Massstab einen Schnitt durch eine durchsichtige Schicht, die durch das crfindungsgeässe Verfahren hergestellt ist. 



  Die Vorrichtung nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer Vakuumkammer, die durch eine flache Platte 1 mit einer Glocke 2 gebildet wird. Die Vakuumkammer ist durch ein Rohr 3 an eine nicht dargestellte Vakuumpumpe angeschlossen, durch welche die Kammer entlüftet werden kann. In der Vakuumkammer ist ein Traggestell 4 vorgesehen, auf dem zwei Tiegel 5 und 6 angebracht sind. Diese Tiegel lassen sich elektrisch durch die Heizwendeln 7 erhitzen, zu welchem Zweck Anschlüsse 8 in der Platte 1 vorgesehen sind. Die Tiegel enthalten den zu verdampfenden Stoff 9 bzw. 10 (bzw. eine organische Verbindung, z. B. einen Farbstoff und ein anorganisches Bindemittel). Die Tiegel können durch poröse Platten 15 abgedeckt werden, wodurch Sprühen des erhitzten Materials verhütet werden kann. Auf der Grundplatte 1 ist weiter ein Stab 12 angeordnet, welcher einen Befestigungsarm 13 trägt.

   An dem Befestigungsarm 13 kann durch Klemmglieder 14 der mit der durchsichtigen Schicht zu überziehende Körper befestigt werden. 



  Beispiel 1: Zum Aufdampfen einer blauen, durchsichtigen Schicht wurde in einen der Tiegel 9 oder 10 eine angemessene Menge Phthalocyaninblau gegeben, während der andere Tiegel mit Siliziummonoxyd gefüllt wurde. Ein Träger 11 in Form einer flachen Glasscheibe wurde in dem Halter 14 angeordnet. Darauf wurde die Vakuumkammer entlüftet, bis zu einem Vakuum von 10. mm Hg. Das Phthalocyaninblau wurde bei einer Temperatur von etwa 1000 C aufgedampft, während das Siliziummonoxyd auf eine Temperatur von etwa 12000C erhitzt wurde. Es wurde auf diese Weise ein vollkommen helles Blaufilter erhalten. Die Intensität der Absorption der Schicht kann durch Aufdampfen einer dünneren oder stärkeren Schicht oder durch Änderung der Konzentration der Stoffe in der Schicht durch die Aufdampfgeschwindigkeit geregelt werden. 



  Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das auf diese Weise hergestellte Filter ; bei welcher mit 11 der Träger der Schicht 16 bezeichnet ist, die aus einer anorganischen Verbindung 10 mit den eingebetteten Teilchen 9 der organischen Farbverbindung besteht. 



  Beispiel 2 : Auf gleiche Weise wie im Beispiel 1 wurde eine Anzahl von Azofarbstoffen aufge-   
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Fettbraun RR. Die Verdampfungstemperatur der organischen Verbindungen war in diesen Fällen etwa   6 OOOC.   Sowohl mit Magnesiumfluorid (Verdampfungstemperatur etwa   13000C), Siliziummonoxyd (12000C)   als auch Kryolith (11000C) als anorganische Verbindung wurden helle Schichten erhalten. 



   Beispiel 3 : Die Farbe der aufgedampften, durchsichtigen Schicht braucht nicht der Farbe der or- ganischen Farbstoffe an sich zu entsprechen. 



   So wurde beim Aufdampfen von Indanthren-Brillantgrün (Dimethoxydehydrodibenzanthron) ein Blau- filter erhalten. 



     Beispiel 4 :   Es wurde eine blaue, durchsichtige Schicht erhalten, indem gemäss dem erfindungs- gemässen Verfahren Viktoriablau aufgedampft wurde. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung lichtabsorbierender, farbiger, durchsichtiger Schichten durch Auf- dampfen der diese Schicht bildenden Stoffe auf einen Träger im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere organische Farbverbindungen und ein anorganischer Stoff gleichzeitig aufgedampft werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schichten übereinander ange- bracht werden.
    3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Farbschicht eine Metallschicht angebracht wird.
AT763062A 1961-09-29 1962-09-26 Verfahren zur Herstellung lichtabsorbierender, farbiger, durchsichtiger Schichten AT232670B (de)

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