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Metallprofil für Glaswände od. dgl.
Die Erfindung betrifft ein Metallprofil für Glaswände od. dgl., welches zur Aufnahme einer Dich- tung eingerichtet ist.
Bei Glaswänden, Gitterfassaden u. ähnl. Konstruktionen liegt die wichtigste Aufgabe darin, dass man unter Benutzung von schnell in Reihenfertigung herstellbaren Profilteilen und von möglichst einfachen, doch zweckmässigen Befestigungsmitteln zur Befestigung dieser Teile auf ein Traggerüst sowie von Mit- teln, womit sich eine praktisch unbegrenzte Zahl von verschiedenen Kombinationen erzielen lässt, den- noch unter allen Umständen in der Lage sein muss, alle Anschlussstellen praktisch vollkommen wasser-, luft-und staubdicht zu gestalten.
Ausserdem genügt es nicht, dass diese Dichtigkeit zur Zeit der Fertigstellung der Metallkonstruktion vorhanden ist, sondern sie muss auch während einer unbegrenzten Zeitdauer, trotz möglicherweise auftretenden gegenseitigen Verschiebungen benachbarter Bauteile, aufrechterhalten werden.
Diese Frage der Dichtigkeit hat bei solchen Metallkonstruktionen, insbesondere bei Wänden, Gitterund Glasfassaden usw. aus Aluminium, bis auf heute noch keine einwandfreie Lösung gefunden, da, wie Fachleute wissen, die Aufgabe, dem Durchsickern von Regenwasser. Wind u. ld Staub vorzubeugen, beträchtliche Instandhaltungsarbeiten und entsprechend hohe Kosten erfordert.
Ebenfalls weiss man, dass trotz allen Vorsorgen und Kosten die erzielten Ergebnisse oft durchaus ungenügend sind.
Diese Schwierigkeiten erwachsen aus der allgemein verbreiteten, jedoch unrichtigen Annahme, es genüge, zwischen aneinanderstossenden Metallflächen einen elastischen oder plastischen Stoff schichtoder streifenweise anzuordnen, damit einwandfreie Abdichtung nicht nur anfangs, sondern auch bei etwa auftretender gegenseitiger Verschiebung der aneinander anschliessender Metallteile gewährleistet werden kann. Diese übereinfache Lösung hat man wohl deswegen gerne angenommen, da es dabei keiner besonderen Ausbildung der zu verwendenden Metallteile und einheitlichen Bauteile bedarf.
Es stellt sich in der Praxis jedoch heraus, dass, welche Vorkehrungen man beim Anordnen solcher Abdichtungsschichten und-streifen auch trifft, es praktisch unmöglich ist, diese in ihrem ursprünglichen Zustand zu bewahren. Nicht nur weisen die Abdichtungseinlagen öfters bereits während der Montage, besonders, wenn es sich um sehr lange oder hohe Bauteile handelt, Spalten und Unterbrechungen auf, doch werden sich auch nach Verlauf einiger Zeit aus den unvermeidlichen gegenseitigen Bewegungen der aneinander anschliessenden Metallteile neue Unterbrechungen, undichte Stellen und andere Schwierigkeiten ergeben, welchen man dann etwa dadurch abzuhelfen sucht, dass man die verzerrten Dichtungsstreifen örtlich ausbessert.
Folglich wird, selbst wenn für die Einlagen hochwertige Werkstoffe verwendet werden, die gesamte Konstruktion mit Undichtigkeit bedroht. Anderseits ist es, wie bekannt, bei Fenstern, Laden und ändern beweglichen Bauteilen sehr üblich, die Anschlussstellen mit elastischen Abdichtungsstreifen auszustatten, die manin einer Rille oderNut derart anordnet, dass sie noch teilweise ausragen, so dass sie, wenn der bewegliche Teil geschlossen wird, jedesmal zusammengepresst und zerquetscht werden. Dabei werden also wesentlich die Vorteile einer wiederholten elastischen Formveränderung ausgenutzt.
Es wurden auch verschiedene Dichtungen vorgeschlagen, die zwischen zwei, normaler Weise in wech-
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verDieiDenaen Elementen angeoronei sino. aoiene kanntgeworden, bei welchen dieUm1chliessung des zwischen den beiden abzudichtenden Elementen vor- geschenen Dichtungsstreifens unter Verwendung zusätzlicher Elemente erfolgt. Diese Konstruktion ist teuer i in der Herstellung und umständlich zu montieren.
Bei der Erfindung handelt es sich nun darum, die oben erwähnten Metallkonstruktionen dahingehend zu verbessern, dass die bisher ungelösten Schwierigkeiten durch systematische Anwendung möglichst ein- facher Mittel beseitigt werden und dass insbesondere bei sämtlichen Stossstellen zwischen aneinander an- stossendenMetallteilen eine vollkommeneDichtigkeit nicht nur zur Zeit der Fertigstellung. sondern prak - ) tisch auf unbestimmte Zeit derart gewährleistet ist : dass sie in der Zeit nicht zurückgeht.
Diese Verbesserung besteht darin, dass bei dem eingangs erwähnten Metallprofil erfindungsgemäss seine Wandung im Querschnitt die Form der Ziffer Vier"4 :" aufweist, wobei der eine Wandungsabschnitt der durch die Absetzung entstandenen Wandungsabschnitte über das quer verlaufende Wandungsstück hinaus verlängert ist, so dass eine von dieser Verlängerung, dem quer verlaufenden Wandungsstück und dem an- dem Wandungsabschnittgebildete Rinne entsteht, in welche das Dichtungsmaterial, über das Ende der Ver- längerung vorstehend, eingelegt ist, das mit einem quer zur Wandung verlaufenden Abschnitt des ändern
Profils zusammenwirkt.
Bei der erfindungsgemässen Konstruktion besteht somit die Umschliessung der Dichtung in einfachster
Weise aus zwei Teilen, wobei der für die Abdichtung benutzte Werkstoff vollkommen eingeschlossen ist, so dass er weder ausweichen noch irgendwelchen Schaden erleiden kann, womit eine für unbegrenzte
Haltbarkeit unerlässliche Bedingung erfüllt ist. Ausserdem gibt die Erfindung unter anderem zum Entwurf solcherMetallprofileAnlass, welche man zu allen möglichen verschiedenen Metallkonstruktionen zusam- mensetzen kann und die an den dazu angewiesenen Stellen eine oder mehrere stetig fortlaufende, ein- seitig offene Nuten aufweisen, worin die Dichtung eingelegt werden kann, und die zur allseitigen Um- schliessung dieser Dichtungseinlagen mit einem benachbarten Element zusammenwirken kann.
Dieser neue Gedanke kann offenbar im Rahmen der Erfindung in einer unbegrenzten Mannigfaltigkeit von Formen und Umständen m Anwendung gebracht werden.
Damit die Grundsätze der durch die Erfindung herbeigeschafftea Verbesserungen, sowie auch die allgemeine Art der möglichen Anwendungen deutlicher zu Tage treten, sollen nachstehend einige Aus- führungsformen ohne Einschränkung des Erfindungsgedankens unter Bezugnahme auf die Zeichnung mehr in Einzelheiten beschrieben werden.
Es zeigen Fig. l die erfindungsmässige Abdichtung im Querschnitt, Fig. 2 die die Erfindung kenn- zeichnende Abdichtung in perspektivischer Teildarstellung, Fig. 3 ein Anwendungsbeispiel der Abdich- tungsanordnung gemäss den Fig. l und 2 in perspektivischer Teildarstellung und Fig. 4 eine andere An- wendung der Abdichtungsanordnung gemäss der Erfindung im Querschnitt.
In allen diesen Figuren sind die Stellen, wo die erfindungsmäigenVerbesserungsmassnahmen an- geordnet sind, jeweils durch einen mit 1 bezeichnenden Kreis angedeutet.
In allen diesen Fällen bemerkt man, dass die stetig fortlaufende Nut 2 durch Anordnung einer L-för- migen Rippe entsteht, welche zusammen mit dem benachbarten Teil des Profils eine stetig fortlaufende.
Rinne bildet, die auf der mit 3 angedeuteten Seite offen ist. Eine solche Anordnung wird jeweils an den
Anschlussstellen mit benachbarten Profilelementen vorgesehen. In diese fortlaufenden Rinnen 3 wird die eigentliche Dichtungseinlage 4 angeordnet, welche z. B. von einer Schnur, einem Streiten oder einer plastischen Masse gebildet wird. Man bemerkt, dass diese Rinnen so ausgebildet sind, dass man sie leicht mit Packungsmaterial derart ausfüllen kann, dass dieses Material allseitig unterstützt wird.
Die allseiti- ge Umschliessung der Dichtungseinlage wird durch den anliegenden Randteil 5 des benachbarten Profil- elementes 6 vollendet, wenn das letztere die in der Gesamtkonstruktion vorgesehene richtige Lage einnimmt.
Aus den verschiedenen, in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen ist ersichtlich, dass die Einlagen nach Zusammenbau der Gesamtkonstruktion völlig eingeschlossen sind und dadurch gegen Verschiebung oder irgendwelche Beschädigung geschützt werden. Ausserdem kann manbemerken, dassdie zum allseitigen Umschliessen der Packung'vorgesehene Anordnung nicht nur die Erhaltung dieser Packung gewährleistet, doch ebenfalls an sich schon ein sowohl zur Beschützung des Dichtungsmaterials wie auch zur Abwehr gegen eindringendes Wasser, Luft und Staub besonders wirksames Hindernis bildet, auch dann noch, wenn durch mangelnde Ausführung oder andere Ursachen die Liderung eine oder mehrere schadhafte Stellen aufweist.
Zusammen mit dieser besonders wirksamen Abdichtung kann man. insbesondere beim Aufbau von
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langen Trägern oder Balken aus in Längsrichtung anschliessenden einheitlichen Standardelementen, an den Anschlussstellen zwischen aneinander anstossenden Teilelementen eine ergänzende Abdichtung in Anwen- dung bringen.
Die mit der Erfindung beabsichtigten Verbesserungen können grundsätzlich bei allen möglichen Profilelementen und in allen solchen Fällen Anwendung finden, wo es notwendig ist, metallische Bauteile gegen eindringendes Wasser, Luft und Staub zu schützen.
Die Erfindung bezieht sich nichtnuraufallesolchen Anwendungen, sondern erstreckt sich ebenfalls auf alle möglichen Profilelemente, die, zum Zweck, an den Anschlussstellen zwischen aneinander anstossenden festen Teilen einer Metallkonstruktion vollständige Umschliessung der Abdichtungseinlagen herbeizuführen, eine oder mehrere stetig fortlaufende Nuten oder Rinnen aufweisen.