AT229119B - Steuerungsvorrichtung zum Ausführen von Nahtbildern auf Zickzacknähmaschinen - Google Patents

Steuerungsvorrichtung zum Ausführen von Nahtbildern auf Zickzacknähmaschinen

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AT229119B
AT229119B AT794461A AT794461A AT229119B AT 229119 B AT229119 B AT 229119B AT 794461 A AT794461 A AT 794461A AT 794461 A AT794461 A AT 794461A AT 229119 B AT229119 B AT 229119B
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  Steuerungsvorrichtung zum Ausführen von Nahtbildern auf Zickzacknähmaschinen 
Die Erfindung betrifft eine Steuerungsvorrichtung zum Ausführen von Nahtbildem auf Zickzacknäh- maschinen mit umlaufenden Steuerscheiben, die zum Regeln der seitlichen Nadelstangenausschläge bei der Stichbildung und bzw. oder zum Regeln des Stoffvorschubes dienen. Mit solchen Steuerungsvorrich- tungen kann bei durchlaufenden Ziernähten ein durch die jeweils verwendeten Steuerscheiben bestimm-   tes Nähmusterbeliebig   oft aneinander anschliessend wiederholt werden.

   Wenn nun solche Nähmuster nicht in fortlaufender Naht, sondern von einem gemeinsamen Mittelpunkt aus strahlenförmig wiederholt wer- den, so können mit der erläuterten Steuerungsvorrichtung blüten- oder rosettenartige Stickmuster genäht werden, wobei aber die Nähmaschine bei jedem Nähmuster genau am gleichen Stich,   z. B.   am letzten
Stich des Musters, angehalten werden muss. Dies ist aber schon bei langsam laufenden, älteren NÅahma- schinen auch bei grosser Aufmerksamkeit kaum möglich, bei einer elektrisch angetriebenen Nähmaschine, die auch bei reduzierter Motordrehzahl noch relativ rasch läuft, gänzlich ausgeschlossen. Bei schon geringer Ungenauigkeit des jeweiligen Anhaltens der Nähmaschine fallen aber die wiederholten Nähmuster so unterschiedlich aus, dass bei mehrfach wiederholter Ausführung das Nahtbild auffällig unschön wirkt. 



   Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Steuerungsvorrichtung der einleitend erläuterten Art so auszugestalten, dass die Näherin nur auf den Verdrehungswinkel des Stoffes, aber nicht auf das stichgerechte
Anhalten der Maschine zu achten braucht. 



   Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass bei einer Steuerungsvorrichtung der einleitend beschriebenen Art eine Schaltscheibe vorgesehen ist, die wahlweise in relativ zu den Profilen der
Steuerscheiben verschiedenen Winkelstellungen mit den Steuerscheiben kuppelbar ist und einen Nocken aufweist, der mit einem am Nähmaschinengehäuse schwenkbar gelagerten Abschalthebel zum Betätigen eines im Antriebsstromkreis der Nähmaschine liegenden Schalters zusammenwirkt, durch den die Nähmaschine nach jeweils einer vollen Umdrehung der Steuerscheiben automatisch stillsetzbar ist. 



   Da durch die erfindungsgemässe Steuerungsvorrichtung die Nähmaschine stets bei genau demselben   Stich eines Nähmusters automatisch   stillgesetzt wird, können mit Leichtigkeit   rosetten-oder blütenartige,   strahlenförmige Stickmuster hergestellt werden, bei denen alle Äste absolut gleich aussehen. 



   Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf ein in der Zeichnung veranschaulichtes Ausführungsbeispiel der Steuerungsvorrichtung näher erläutert, wobei auch einige Beispiele von mit dieser Vor-   richtungherstellbaren Nahtbilderndargestellt   sind. Fig. 1 ist eine Draufsicht auf die an einer Nähmaschine angebrachte Vorrichtung und Fig. 2 stellt einige Einzelteile der Vorrichtung in perspektivischer Ansicht dar. Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei durchlaufende Ziernähte mit wiederholtem Nahtbild. Die Fig. 3a, 4a und   4a'zeigen   Einzelnahtbilder und die Fig. 3b, 4b und   4b'stell, en blUtenförmige   Nahtbilder dar, wie sie mit der Vorrichtung ausgeführt werden können. 



   Im Gehäuse 1 der Nähmaschine ist die Hauptantriebswelle 2 gelagert, die in üblicher Weise von einem Elektromotor angetrieben wird. Die Hauptantriebswelle 2 setzt über bekannte und hier nicht dargestellte Übertragungsorgane eine Steuerwelle 3 in Umdrehung, die in der Platte 4 des Gehäuses 1 in einer Buchse gelagert ist. Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Beispiel trägt die Steuerwelle 3 an ihrem freien Ende einen diametralen Zapfen 5, der in eine Aussparung 6 eingreift, welche 

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 am oberen Ende einer Hülse 7 angebracht ist. Die Hülse 7 hat an der äusseren, zylindrischen Oberfläche 8 einen leistenförmigen Mitnehmeransatz 9, an ihrem unteren Ende einen vorstehenden Rand 10 und an ihrem oberen Ende ein Gewinde 11.

   Auf das Gewinde 11 ist eine Mutter 12 aufgeschraubt, unter der die 
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 auf einer an der Platte 4 befestigten Achse 17 schwenkbar gelagert sind. Die hinteren Hebelarme 18 die- ser Taster 16 liegen in der Bewegungsbahn des zurückgebogenen Teils 19 eines Lösehebels 20, der eben- falls auf der Achse 17 schwenkbar gelagert ist. Eine Feder 21   drückt diesen Lösehebel 20   gegen einen An- schlag 22, welcher auf einem Betätigungshebel 23 angebracht ist, der seinerseits mittels eines Stiftes 24 in der Platte 4 schwenkbar gelagert ist und dessen Ende 25 aus dem Gehäuse 1 nach aussen vorsteht. 



   Beim Bewegen des Betätigungshebels 23 mit der Hand in der Pfeilrichtung X drückt der zurückgebo- gene Teil 19 des Lösehebels 20 auf die hinteren Hebelarme 18 der Taster 16, wodurch diese vom Profil der Kurvenscheiben 13 abgehoben werden und ein Herausnehmen und Auswechseln dieser Scheiben13 er- möglicht wird. Wenn sich der Lösehebel 20 in der in Fig. 1 angegebenen Stellung befindet, so folgen die
Taster 16 den Profilen der Kurvenscheiben 13 und steuern in bekannter Weise die bekannten und hier nicht beschriebenen Antriebseinrichtungen zum seitlichen Verändern der Stichlage und bzw. oder zum Verän- dern des Stoffvorschubes. Die Nähmaschine führt dann beliebig oft die Nahtbilder aus, die einer Umdrehung des Kurvenscheibenpakets 13 entsprechen.

   Die Fig. 3 und 4 zeigen als Beispiel einige offene und fortlaufende Nähte, die mit entsprechenden Profilen der Kurvenscheiben 13 erzielt werden. 



   Auf der Grundplatte 4 ist weiters mittels eines Stiftes 26 ein Schalthebel 27 schwenkbar gelagert. 



   Dieser Schalthebel 27 ragt mit seinem einen Ende 28 aus einem Schlitz 29 im Gehäuse 1 nach aussen und kann sich zwischen zwei Anschlägen 30 und 31 bewegen, welche auf einer länglichen Leiste 32 ange- bracht sind, die ihrerseits an der Platte 4 angeschraubt ist. Eine Feder 33 ist mit ihrem einen Ende an der Platte 4 und mit ihrem andern im Schalthebel 27 eingehängt, den sie bis an den Anschlag 30 zieht. Der
Schalthebel 27 trägt einen Schalter, der in Fig. 1 als Drucktastenschalter 34 dargestellt ist. Vor dem
Schalter 34 liegt das Ende 36 eines Abschalthebels 35, welcher auf der bereits erwähnten Achse 17 über den Tastern 16 und dem Lösehebel 20 schwenkbar gelagert ist.

   Das Ende 36 des Abschalthebels 35 wird mittels einer Feder 37, die in Fig. 1 um den Zapfen 26 gewickelt dargestellt ist und mit ihrem einen Ende am Ende 36 des Abschalthebels 35 und mit dem andern Ende am Maschinengehäuse 1 anliegt, vom Drucktasterdes Schalters 34 ferngehalten. Das andere Ende 38 des Abschalthebels 35 befindet sich normalerweise in einem vorbestimmten Abstand gegenüber einem Anschlagstück 39, das auf dem Lösehebel 20 befestigt ist.

   Wenn der aus dem Gehäuse herausragende Griffansatz 25 des Betätigungshebels 23 in Pfeilrichtung bewegt wird, um die Taster 16 von den Kurvenscheiben 13 abzuheben, so bewegt sich der Lösehebel 20 in entgegengesetzter Richtung und das auf ihm angebrachte Anschlagstück 39 stösst dadurch gegen das Ende 38 des Abschalthebels 35, wodurch dieser verschwenkt wird und hiebei mit seinem andern Ende 36 den Schalter 34 betätigt, der seinerseits in bekannter und hier nicht beschriebener Weise den Speisestromkreis des   Nähmaschinenantriebes   unterbricht.

   Dadurch wird verhindert, dass die Nähmaschine in Gang gesetzt werden kann, bevor der Lösehebel 20 sich wieder genau in der in Fig. 1 angegebenen Stellung befindet, und dass seitens der nähenden Person falsche Handgriffe ausgeführt werden, durch welche die Nähmaschine wieder in Bewegung gesetzt werden könnte, bevor der Betätigungshebel 23 in die Ruhestellung zurückgebracht worden ist. 



   Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung hat die Schaltscheibe 40 eine kleine Dicke und kann sie daher zwischen das Kurvenscheibenpaket 13 und die Mutter 12 gelegt werden. Diese Schaltscheibe 40 weist eine Bohrung 41 auf, die über das Gewinde 11 passt, und ausserdem eine Zunge 42, die nach unten umgebogen ist und in eigens dafür in den Kurvenscheiben 13 vorgesehene und gegenüber dem Profil dieser Scheiben in ihrer Stellung genau festgelegte Aussparungen eintreten kann. 



   Bei einer in Fig. 2 dargestellten bevorzugten Ausführung sind die Aussparungen, in die die Zunge 42 eintreten kann, die gleichen Nuten 14 der Kurvenscheiben 13, die für den Eingriff des Mitnehmeransatzes 9 vorgesehen sind. Genauer gesagt, kann die Zunge 42 in jedwede der Nuten 14 eintreten, vorausgesetzt, dass diese nicht schon durch den erwähnten Mitnehmeransatz 9 besetzt ist. Die Schaltscheibe 40 trägt einen Nocken, der durch einen Fortsatz 43 und dessen nach oben umgebogenen Rand 44 gebildet ist. Bei jeder Umdrehung des Steuerkurvenpaketes 13 läuft der Nocken 43,44 einmal gegen eine Nase 45 des Abschalthebels 35, wodurch dieser gegen die Wirkung der Feder 37 verschwenkt wird, bis er den Schalter 34 betätigt und die Nähmaschine stillsetzt. 

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   Um die Nähmaschine erneut in Gang zu setzen, genügt es jetzt, mit der Hand den Schalthebel 27 ge- gen den Anschlag 31 auf der Leiste 32 zu drucken, so dass der Schalter 34 für einen Augenblick vom Ende
36 des Hebels 35 abgehoben und dadurch der Motor eingeschaltet wird. Hierauf führt die Nähmaschine ein zweites, einer Umdrehung des Kurvenscheibenpaketes 13 entsprechendes Nahtbild aus. 



   Es ist klar, dass das zwischen dem ersten und dem zweiten Stillsetzen der Nähmaschine ausgeführte
Nahtbild verschiedenartig ausfallen wird, wenn die Winkelstellung des Nockens 43,44 der Schaltscheibe
40 gegenüber den Steuerscheiben 13 geändert wird. Wird z. B. die Schaltscheibe 40 gegenüber dem Pro- fil der Kurvenscheiben 13, die zum Herstellen des in Fig. 4 gezeigten, fortlaufenden Nahtbildes verwen- det wurden, in zwei verschiedenen Stellungen aufgelegt, so kann man die in den Fig. 4a und 4a'dargestellen einzelnen Nahtbilder erhalten. 



   Wenn z. B. die Steuerscheiben 13 so eingelegt sind, dass sie beim Nähen das in Fig. 3 wiedergegebe- ne Nahtbild ausführen, und ferner die Schaltscheibe 40 so aufgelegt wird, dass die Nähmaschine automa- tisch zum Stillstand kommt, sobald sie das in Fig. 3a wiedergegebene Einzelnahtbild a hergestellt hat, so ist es möglich, bei Stillstand der Maschine das Nähgut um die Maschinennadel, beispielsweise um einen spitzen Winkel, herum zu schwenken und hierauf den Schalthebel 27 zu betätigen, so dass die
Nähmaschine erneut in Bewegung gesetzt wird. Die Steuerscheiben 13 vollführen dann eine neue Umdre- hung und führen dabei das Muster b aus, das genau dem Muster a entspricht und im Ausgangspunkt 47 eben dieses Nahtbild a endet. Wird das Nähgut nun wieder um den Punkt 47 geschwenkt und der Schalt- hebel 27 erneut betätigt, so erhält man ein weiteres Nahtbild c usf. 



   Mit analogem Verfahren können beispielsweise auch Nahtbilder, wie die in den Fig. 4b und 4b'ge- zeigten, ausgeführt werden, die dadurch erzielt werden, dass das Nähgut nach dem Herstellen der ent- sprechenden, in den Fig. 4a und 4a'wiedergegebenen Einzelmotive in zweckdienlicher Weise geschwenkt wird. 



   Es ist klar, dass die in den Fig. 3b, 4b und 4b'als Beispiel angenommenen Nahtbilder ohne Verwen- dung und Hilfe der Schaltscheibe 40 nur in unregelmässiger Weise ausgeführt werden könnten. Sie würden sich ohne weiteres und mit Sicherheit entstellt darbieten, da es, wie schon eingangs erwähnt, praktisch unmöglich ist, die Maschine nach Augenmass stets wieder genau nach einer Umdrehung des Steuerschei- benpaketes 13 anzuhalten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Steuerungsvorrichtung zum Ausführen von Nahtbildern auf Zickzacknähmaschinen mit umlaufen- den Steuerscheiben, die zum Regeln der seitlichen Nadelstangenausschläge bei der Stichbildung und bzw. oder zum Regeln des Stoffvorschubes dienen, gekennzeichnet durch eine Schaltscheibe (40), die wahl- weise in relativ zu den Profilen der Steuerscheiben (13) verschiedenen Winkelstellungen mit den Steuer- scheiben kuppelbar ist und einen Nocken (43,44) aufweist, der mit einem am Nähmaschinengehäuse schwenkbar gelagerten Abschalthebel (35) zum Betätigen eines im Antriebsstromkreis der Nähmaschine liegenden Schalters (34) zusammenwirkt, durch den die Nähmaschine nach jeweils einer vollen Umdrehung der Steuerscheiben (13) automatisch stillsetzbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltscheibe (40) eine kleine Dicke hat und unter der zum Festspannen der Steuerscheiben (13) auf einer Trägerhülse (8,10) dienenden Mutter (12) eingelegt ist.
    3. Steuerungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalt- scheibe (40) eine Zunge (42) trägt und die Steuerscheiben (13) mit einer oder mehreren, relativ zu ihren Profilen in verschiedener Winkelstellung angeordneten Aussparung bzw. Aussparungen zur Aufnahme der Zunge (42) der Schaltscheibe (40) versehen sind.
    4. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerscheiben (13) in ihren Bohrungen mehrere Nuten (14) für den Eingriff einer Mitnehmerleiste (9) der Trägerhülse (8, 10) aufweisen und dass die Zunge (42) der Schaltscheibe (40) diesen Nuten angepasst ist und in jeweils von der Mitnehmerleiste (9) freien Nuten einsetzbar ist.
AT794461A 1961-01-26 1961-10-20 Steuerungsvorrichtung zum Ausführen von Nahtbildern auf Zickzacknähmaschinen AT229119B (de)

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