AT228735B - Verfahren zur Veredelung, insbesonders zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut - Google Patents

Verfahren zur Veredelung, insbesonders zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut

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AT228735B
AT228735B AT425660A AT425660A AT228735B AT 228735 B AT228735 B AT 228735B AT 425660 A AT425660 A AT 425660A AT 425660 A AT425660 A AT 425660A AT 228735 B AT228735 B AT 228735B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Veredelung, insbesonders zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut 
Im Stammpatent Nr. 215946 ist bereits ein Verfahren zur Veredelung, insbesondere zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut mit Hilfe ionisierender Strahlen, insbesondere Gammä-oder Röntgenstrahlen, vorgeschlagen worden, gemäss welchem das Textilgut während und/oder nach der Bestrahlung zum Zwecke einer Vernetzung bzw. einer vernetzenden Brückenbildung zwischen den C-Atomen der Molekülketten einer Erwärmung und gegebenenfalls vor der Bestrahlung einer die Vernetzung begünstigenden chemischen Behandlung unterworfen wird. Die Bestrahlung des Textilmaterials kann in Gegenwart von Luft oder in Abwesenheit von Luft,   z. B.   im Vakuum oder in einem inerten Gas, erfolgen.

   Besonders günstige Voraussetzungen für die Vernetzung und einen möglichst geringen Abbau der Cellulose bestehen, wenn das zu bestrahlende cellulosehaltige Textilgut einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt aufweist. 



   Es wurde nun gefunden, dass günstige Voraussetzungen für die Vernetzung und einen möglichst geringen Abbau der Cellulose erzielt werden, wenn das Textilgut mit beschleunigten Elektronen (BetaStrahlen), deren Teilchenenergie relativ gering ist, behandelt wird. 



   Die vorliegende. Erfindung besteht demnach in einem Verfahren zur Veredelung, insbesondere zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut durch Vernetzung bzw. vernetzende Brückenbildung zwischen den C-Atomen der Molekülketten mit Hilfe ionisierender Strahlen und gleichzeitiger oder nachfolgender Erwärmung, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Textilgut der Einwirkung beschleunigter Elektronen mit einer Teilchenenergie von weniger als 1 Million Elektronenvolt (MeV) unterworfen wird. Es können insbesondere beschleunigte Elektronen mit einer Teilchenenergie von 0, 05 bis 0, 6 MeV angewendet werden, wobei vorzugsweise eine Gesamtdosis zwischen   104 und 106   Rad   (1   Rad = 100 Erg) in das Textilgut eingestrahlt wird. 
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 Van de Graaf- oder Linearbeschleunigern, entnommen werden.

   Es können aber auch radioaktive Substanzen,   z. B. Sr,   das Beta-Strahlen mit einer Teilchenenergie von 0, 6 MeV aussendet oder Promethium 147, dessen Beta-Strahlung eine Teilchenenergie von 0, 223 MeV hat, verwendet werden. Auch gasförmige radioaktive Strahlenquellen wie z. B. Krypton 85, dessen Beta-Strahlung eine Teilchenenergie von 0, 67 MeV aufweist, kommen in Betracht. 



   Das   erfindungsgemässeverfahren lässt   sich auf Textilgut aller Art, insbesondere Flächengebilden, anwenden. Es kommen in erster Linie Gewebe, Gewirke oder Faservliese aus nativer Cellulose wie Baumwolle oder aus regenerierter Cellulose oder solche Flächengebilde, enthaltend Fasern aus natürlicher und regenerierter Cellulose in Betracht. Das Verfahren lässt sich aber auch auf   Textilgarne, -fäden   oder - zwirne anwenden. Bei den erfindungsgemäss behandelten Textilgeweben wird gegenüber dem Ausgangsmaterial eine Zunahme der Knitterfestigkeit und der Scheuerfestigkeit bei ungefähr gleichbleibender Reissfestigkeit erreicht.

   Bei Feingeweben aus relativ hochgedrehten Garnen wie Voile und Marquisette, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 die eine starke Tendenz zum Schrumpfen haben, wird eine Schrumpffestigkeit gegen Waschen und da- mit eine gute Dimensionsstabilität erzielt. 



   Das Textilmaterial kann ferner vor der Bestrahlung mit einem chemischen Mittel behandelt werden, welches eine   topo. chemische   Veränderung des ersteren bewirkt,   z. B.   mit einer Lösung von Isopropylbenzolchlorid. 



   Die Erfindung ist an Hand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert :
Beispiel l : Ein Imitatpopeline entschlichtet und gebleicht wird einer Elektronenstrahlung mit einer Teilchenenergie von 0, 12 MeV ausgesetzt und eine Gesamtdosis von 106 Rad eingestrahlt. Anschlie- ssend wird das Gewebe mittels Wasserdampf 10 min auf 800C erhitzt. Das behandelte- Gewebe zeigt gegenüber dem Ausgangsmaterial folgende Veränderung der mechanischen Eigenschaften : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Knitterwinkel <SEP> in <SEP> 0 <SEP> Zerrfestigkeit <SEP> in <SEP> g <SEP> Scheuerfestigkeit <SEP> in <SEP> Touren
<tb> Kette <SEP> Schuss <SEP> Kette <SEP> Schuss
<tb> Ausgangsmaterial <SEP> 60 <SEP> 46 <SEP> 644 <SEP> 540 <SEP> 14 <SEP> 350 <SEP> 
<tb> bestrahlt <SEP> 120 <SEP> 120 <SEP> 1002 <SEP> 1086 <SEP> 29150
<tb> 
 
Die Zerrfestigkeit wurde auf einem Elmendorf Tearing-Tester geprüft.

   Die Scheuerfestigkeit wurde mit einem Prüfapparat, enthaltend eine Scheibe, welche mit einem standardisierten Wolltuch bedeckt ist und welche auf der Gewebefläche rotiert, durchgeführt. Die Knitterwinkel wurden nach der folgenden Methode bestimmt : Streifen von 3 x 5 cm des behandelten Gewebes wurden in   Kett- bzw.   Schussrichtung gefaltet und während 1 h mit 1 kg belastet. Nach Entfernung des Gewichtes wurden die Stoffe 15 min in unbelastetem Zustand belassen und hierauf die Knitterwinkel gemessen. Das Gewebe hat einen angenehm weichen Griff. 



     Bei s pi el 2 : Ein Baumwoll-Renforcé   wird mit einer Lösung von Isopropylbenzolchlorid in Pyridin, gemischt im Verhältnis 2 : 8, während   2 - 3   min eingelegt und auf   100%   abgequetscht. Das derart behandelte Gewebe wird während 5 min auf   70 - 800C   erhitzt. Hernach wird ausgewaschen und getrocknet. Das veränderte Gewebe wird der Einwirkung einer Elektronenquelle mit einer Teilchenenergie von 0, 12 MeV unterworfen und dabei eine Gesamtdosis von   106   Rad eingestrahlt, anschliessend wird das Gewebe in einem Warmluftstrom auf   600C   erhitzt.

   Das behandelte Gewebe zeigt gegenüber dem Ausgangsmaterial folgende Veränderung der mechanischen Eigenschaften : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Knitterwinkel <SEP> in <SEP> 0 <SEP> Zerrfestigkeit <SEP> in <SEP> g <SEP> Scheuerfestigkeit <SEP> in <SEP> Touren
<tb> Kette <SEP> Schuss <SEP> Kette <SEP> Schuss
<tb> Ausgangsmaterial <SEP> 52 <SEP> 45 <SEP> 1004 <SEP> 902 <SEP> 16120
<tb> bestrahlt <SEP> 85 <SEP> 90 <SEP> 1260 <SEP> 1310 <SEP> 16700
<tb> 
 
Beispiel 3 : Baumwoll-Vollvoile entschlichtet. und gebleicht wird in Gegenwart von Luft bei   200C   der Einwirkung einer Elektronenstrahlung mit einer Teilchenenergie von 0, 12 MeV ausgesetzt und dabei eine Gesamtdosis von 106 Rad eingestrahlt. Das Gewebe wird sodann mittels eines Warmluftstromes während 5 min auf   600C   erwärmt.

   Das Gewebe zeigt um etwa   5cp/o   verminderte Schrumpfung. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Veredelung, insbesondere zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut gemäss Patent Nr. 215946, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilgut der Einwirkung beschleunigter Elektronen (Beta-Strahlen) mit einerTeilchenenergie von weniger als 1 Million Elektronenvolt (MeV), vorzugsweise solchen mit einer Teilchenenergie zwischen 0, 05 und 0, 6 MeV, unterworfen wird. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Totaldosis zwischen 104 und 106 Rad in das Textilgut eingestrahlt wird.
AT425660A 1960-04-29 1960-06-03 Verfahren zur Veredelung, insbesonders zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut AT228735B (de)

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