AT236906B - Verfahren zur Veredlung von Textilien aller Art - Google Patents

Verfahren zur Veredlung von Textilien aller Art

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Veredlung von Textilien aller Art 
Im Stammpatent Nr. 211785 ist ein Verfahren zur Veredlung von Textilien aller Art, insbesondere   vonFlächengebilden   aus natürlichen und/oder künstlichen cellulosehaltigen Fasern durch Behandlung mit kondensierbaren Substanzen beschrieben, wonach die mit den kondensierbaren Substanzen behandelten Textilien der Einwirkung einer ionisierenden Strahlung, insbesondere einer Gammastrahlung oder Rönt- 
 EMI1.1 
 



   Es wurde nun gefunden, dass eine weitere Erhöhung der Knitterfestigkeit erzielt werden kann, wenn die mit kondensierbaren Substanzen behandelten Textilien vor der Bestrahlung einer Erhitzung auf über
1000C unterworfen werden. 



   Der erfindungsgemässe Effekt kann durch eine Gesamtbestrahlungsdosis von mindestens   105   Rad   (1   Rad = 100 Erg/g), vorzugsweise zwischen 105 und 5 x   105   Rad erzielt werden. Als ionisierende Strah-   1en kommen elektromagnetische Strahlen, wie Gamma- oder   Röntgenstrahlen in Betracht, hiebei können als Strahlungsquellen für die Gammastrahlen z. B. 60 Co und 137 Cs dienen. Ferner eignen sich für das erfindungsgemässe Verfahren beschleunigte Elektronen mit einer Teilchenenergie zwischen 0,05 und 0,6 Millionen Elektronenvolt (MeV). Sie können den üblichen Elektronenbeschleunigungsapparaten, z. B. Kaskaden-, Van de Graaf- oder Linearbeschleunigern, entnommen werden. Es können aber auch radioaktive Substanzen, z. B. 90 Sr, verwendet werden. 



   Als kondensierbare Substanzen eignen sich harzbildende Verbindungen, wie Vorkondensate von Formaldehyd und Harnstoff, Thioharnstoff, Äthylenharnstoff und dessen Homologen, Uron, Acetylendiurein und dessen Derivate, Dicyandiamid, Melamin, Phenol und Phenolderivate. Ferner eignen sich Keton-Aldehyd-Vorkondensate, Aziridinylverbindungen, Triazinderivate, Diglycidäther. Ebenso können Gemische der genannten harz bildenden Substanzen Verwendung finden. 



   Das Textilgut kann hiebei zunächst mit einer wässerigen Lösung der Dispersion der harzbildenden Substanz gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators imprägniert, abgequetscht, einer Vortrocknung und einer kurzzeitigen Erhitzung auf über 1000C unterworfen, ausgewaschen, im feuchten oder trockenen Zustand der Bestrahlung unterworfen werden. 



   Es ist auch möglich, das Textilgut ausserdem vor der Bestrahlung mit einem die letztere katalysie-   renden chemischen Mittel   zu behandeln. Solche Mittel, die in geringen Mengen, d. h. in höchstens   5% eigen   Lösungen, auf das Substrat aufgebracht werden, sind aromatische Kohlenwasserstoffe mit mehreren, nicht kondensierten Benzolkernen, z. B. 1, 4-Diphenylbenzol, primäre und sekundäre Amine, ungesättigte aliphatische Aldehyde und Ketone, aromatische Ketone, z. B. 1, 4-Diketo-2,3-dihydronaphthalin oder aromatische Oxyketone. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren   lässt sich auf Textilien aller Art, insbesondere Flächengebilden, anwenden. Es eignen sich in erster Linie Gewebe oder Gewirke aus nativer Cellulose wie Baumwolle, aber auch Gewebe oder Gewirke aus regenerierter Cellulose oder solche, enthaltend Fasern aus natürlicher und regenerierter Cellulose. Das Verfahren eignet sich in erster Linie zur Knitterfest-Ausrüstung und zur Dimensionsstabilisierung. Es lassen sich nach dieser Methode aber auch permanente Prägeeffekte, wie Gaufrage-, Riffel-,   Schreiner-und Moireeffekte,   ebenso Kalandereffekte mit oder ohne Friktion erzeu- 

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 gen. Das Verfahren lässt sich ferner auch auf   Textilgarnen,-faden oder-zwirnen   anwenden.

   Es hat sich ausserdem gezeigt, dass auch bei Feingeweben aus relativ hochgedrehten Garnen, wie Voile und Marquisette, die eine starke Tendenz zum Schrumpfen haben, eine gute Knitterechtheit und Dimensionsstabilität erzielt werden. 



   Die Erfindung ist an Hand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert. 



     Beispiel l :   Ein Baumwoll-Imitatpopeline wird mit einer Lösung von 150 g Dimethyloläthylenharnstoff, gelöst in 11 Wasser, welche ausserdem 15 g Zinknitrat als Katalysator enthält, imprägniert, abgepresst und bei   60 - ! 700C   vorgetrocknet. Anschliessend wird das Gewebe während 4 min auf 1400C erhitzt und dann gut ausgewaschen und getrocknet. Vom so behandelten Gewebe werden zwei Abschnitte A und B abgetrennt und Abschnitt B der Einwirkung der Gammastrahlung einer 60Co Quelle unterworfen, wobei   eine Totaldosis von 7,   2 x 105 Rad eingestrahlt wird. Abschnitt B weist gegenüber dem Ausgangsmaterial und Abschnitt A eine wesentliche Erhöhung der Knitterfestigkeit sowie der Scheuerfestigkeit und der Zerrfestigkeit auf. 



   Beispiel 2: Ein Baumwoll-Imitatpopeline wird mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter 150 g l-Carbonyl-2, 6   Dimethoxy-4-Äthyl-Triazin   2,4, 6 imprägniert ; die Lösung enthält keinen Katalysator. Das Gewebe wird sodann abgequetscht, bei   60 - 700C   vorgetrocknet, während 4 min auf 1400C erhitzt, ausgewaschen und getrocknet. Von dem so behandelten Gewebe werden zwei Abschnitte A und B abgetrennt und Abschnitt B der Einwirkung der Gammastrahlung einer   *"Co   Quelle unterworfen, wobei eine Totaldosis von   106   Rad eingestrahlt wird. Abschnitt B weist gegenüber dem Ausgangsmaterial und Abschnitt A eine wesentliche Erhöhung der Knitterfestigkeit sowie der Scheuerfestigkeit und der Zerrfestigkeit auf. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Veredlung von Textilien aller Art, insbesondere von Flächengebilden aus   natürli-   chen und/oder künstlichen cellulosehaltigen Fasern gemäss Stammpatent Nr. 211785, dadurch gekennzeichnet, dass die mit kondensierbaren Substanzen behandelten Textilien vor der Bestrahlung einer Erhitzung auf über   1000C   unterworfen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgut der Einwirkung beschleunigter Elektronen mit einer Teilchenenergie zwischen 0,05 und 0,6 MeV unterworfen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgut vor der Bestrahlung mit einem diese katalysierenden chemischen Mittel, z. B. mit 1, 4-Diphenylbenzol, behandelt wird.
AT720062A 1959-04-01 1960-11-25 Verfahren zur Veredlung von Textilien aller Art AT236906B (de)

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CH236906X 1960-09-21

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