<Desc/Clms Page number 1>
Mühle für Kaffee, Gewürze, Nüsse u. dgl.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
schnittsform und ist an das normale Wechselstromnetz anzuschliessen. Der Gehäuseteil 4 ist auf seiner Oberseite mit einem wegnehmbare Deckel 8 verschlossen und weist unten eine Öffnung auf, in welche ein Abfüllrohr 6 für das abzuführende gemahlene Gut hineinragt. Das Abfüllrohr 6 ist mittels einer Feder 53 an der unteren schrägliegenden Wand des Gehäuses 4 befestigt. Hiezu dient ein Schlitz 51, in welchen zweiBefestigungsschrauben 52 hineinragen und in eine Klemmplatte 54 eingeschraubtsind. Zwischen dieser Klemmplatte 54 und der Gehäusewandung wird die rechtwinklig abgebogene Feder 53 festgeklemmt.
Der andere Schenkel 53a dieser Blattfeder 53 ragt schräg aufwärts ins Innere des Gehäuses hinein und ist dort in einer Führungsnut 34 durch Nieten 9 od. dgl. gehalten.
Die Montage erfolgt derart, dass das Abfüllrohr 6 vom Gehäuse der Mühle 1 etwas distanziert ist, so dass es frei schwingen kann. Der obere Teil des Abfüllrohres 6 ist mit einer Anschrägung 10 versehen, so dass eine parabelförmige Öffnung in der Rohrwandung entsteht. Die Stirnseite des Abfüllrohres 6 ist mit einem Deckel 36 verschlossen. Der zwischen der Anschrägung des Abfüllrohres 6 und der Rückwand verbleibende Zwischenraum 11 könnte auch mit einem die Rohröffnung freilassenden Ring aus weichem Gummi od. dgl. abgedichtet sein, derart, dass das Abfüllrohr noch leicht in Schwingung versetzt werden kann.
Am Abfüllrohr 6 sind zwei nach aussen abstehende, parallel zur Längsachse 37 verlaufende, einander diagonal gegenüberliegende Stege 55 angebracht, an denen je ein Lagerstück 56 angeschraubt ist. Diese Lagerstücke 56 weisen gemäss Fig. 4 je einen Bolzen 57 auf, deren Achsen quer zur Längsachse 37 des Abfüllrohres 6 stehen. Diese Bolzen 57 dienen zur Aufnahme einer als zweiarmiger Hebel ausgebildeten, bügelförmigen Wippe 58, die auf der einen Seite einen Polschuh 59 und auf der andern Seite eine Sackklemmeinrichtung 60 trägt. Jeder der beiden Lagerstücke 56 ist mit einem Schlitz 12 versehen (Fig. 4), in den ein Steg 55 des Abfüllrohres 6 eingreift und in der zusammengesteckten Lage durch eine Schraube 13 gehalten ist. Die Wippe 58-besteht aus einem einzigen Stück, an der der im Querschnitt winkelförmige Polschuh 59 durch Schrauben 38 befestigt ist.
An dieser Wippe 58 ist mittels der Schrauben 32 ein halbkreisringförmiges Sackklemmblech 60 angeschraubt, das in der Nähe der Befestigungsstellen an der Wippe etwas abgekröpft ist. Am Abfüllrohr 6 ist in der Nähe der unteren Stirnseite ein Gummiring 22 aufgesetzt. An denjenigen Stellen des Sackklemmbleches 60, welche mit dem Gummiring 22 zusammen-
EMI2.1
in den zu haltenden Sack 40 und in den Gummiring 22 eindringen können. Somit ist die Wippe samt dem Sackklemmblech 60 um die Bolzen 57 schwenkbar.
Zum Zwecke der Geräuschdämpfung ist zwischen den Bolzen 57 und den Bohrungen in der Wippe je ein Gummiring 2 eingelegt, der mit einem flanschförmigen radialen Ansatz 3 versehen ist (Fig. 4). Dieser Ansatz 3 liegt somit zwischen dem radialen Ansatz des Lagerstückes 56 und der gegenüberliegenden Fläche der Wippe 58. An Stelle von Gummi als Werkstoff für den Ring 2 liesse sich beispielsweise auch Kunststoff od. dgl. verwenden.
Die Wippe 58 ist in ihren Abmessungen und in ihrer Anordnung zusammen mit dem Sachklemmblech 60 so gewählt, dass der Polschuh 59 in der angezogenen Lage den Kern 15 der Elektromagnetspule 26 nicht
EMI2.2
erregter Spule und von Hand leicht gegen diese angedrücktem Polschuh der Zwischenraum zwischen diesem Polschuh und dem Anker etwa 2,5 mm beträgt. Am Polschuh 59 ist eine schwache Feder 27 festgemacht, die anderseits in einer Öse an der Klemmplatte 54 befestigt ist, so dass also die Wippe im nicht erregten Zustand der Spule einerseits unter der Wirkung der Schwerkraft und anderseits unter derjenigen der Feder 27 in die in Fig. 3 in unterbrochenen Linien dargestellte Ruhelage gelangt.
Etwas unterhalb des Abfüllrohres 6 ist, wie aus Fig. 1 hervorgeht, eine Führungsleiste 21 vorhanden, welche vertikal verläuft und am Gehäuse der Mühle festgemacht ist.
Beim Gebrauch der Mühle wird nun das zu mahlende Gut, also beispielsweise Kaffee, Nüsse, Gewürze u. dgl. aus einem Papiersack. in dem dieses Gut normalerweise aufbewahrt wird, in die Mühle hineingeleert. Hierauf wird der Papiersack, die Tüte od. dgl. mit der Öffnung nach oben entlang der Führungsleiste 21 über das Abfüllrohr 6 gesteckt. Das Sackklemmblech 60 befindet sich dabei hinter dem Sack, d. h. der Papiersack od. dgl. liegt zwischen dem Blech 60 und dem Mantel des Abfüllrohres 6. Hierauf wird ein Schalter betätigt, welcher bewirkt, dass die Elektromagnetspule 26 an Wechselstrom gelegt wird. Der Schalter 26 liegt vorzugsweise im Stromkreis des Antriebsmotors der Mühle, so dass also bei Betätigung dieses Schalters sowohl der Motor eingeschaltet als auch die Elektromagnetspule 26 unter. Strom gesetzt wird.
Als Folge hievon zieht die Elektromagnetspule 26 den Polschuh 59 an, wodurch die Wippe 58 samt dem Sackklemmblech 60 in die in Fig. 3 in ausgezogenen Linien dargestellte Lage gelangt. Dabei werden die Spitzen oder Zacken 30 gegen den Sack 40 gedrückt und bewirken eine Festklemmung dieses
<Desc/Clms Page number 3>
Sackes am Gummiring 22, derart, dass der Sack an diesem Rohr 6 frei hängt. Die Wippe 58 beginnt nun unter dem Einfluss der durch Wechselstrom erregten Spule 26 zu schwingen, da der Polschuh 59 in an sich bekannter Weise von der Spule periodisch angezogen wird und sich von dieser wieder etwas entfernt. Die
Ausbildung ist dabei so getroffen, dass im erregten Zustand des Elektromagneten der Polschuh 59 den Ani ker 15 nicht berührt, wodurch Geräusche weitgehend vermieden werden.
Anderseits ist die vom Blech 60 auf den Sack 40 ausgeübte Anpresskraft so gross, dass das üblicherweise vorgesehene Sackgewicht (gefüll- ter Sack) ohne weiteres festgehalten werden kann. Die Hebelarmverhältnisse bei der Wippe sind deshalb so gewählt, dass der Hebelarm zwischen der Längsachse 37 des Rohres 6 und dem zur Wirkung kommenden
Teil des Sackklemmbleches 60 kleiner ist als der Hebelarm der Wippe 58 zwischen dieser Achse 37 und der Mitte des Polschuhes 59. Die Schwingbewegungen der Wippe 58 werden dabei über das Sackklemm- blech 60, welches nur in geringem Masse federt, auf das Abfüllrohr 6 übertragen, das dadurch in andauern- de Vibration versetzt wird.
Dies bewirkt, dass das gemahlene Gut, welches von der Mahlscheibe der Müh- le über ein Zuführrohr 5 in Pfeilrichtung E in das Abfüllrohr 6 gelangt, zufolge dessen Vibrationen sich nicht in den Rohrwänden absetzen kann und in den Sack 40 od. dgl. fällt.
Durch die vom Rohr 6 auf den Sack 40 übertragenen Schwingungen wird bewirkt, dass das gemahlene
Gut leicht komprimiert wird. Dies ist namentlich deshalb erwünscht, weil sonst das Mahlgut - welches üblicherweise wieder in den gleichen Sack abgefüllt wird, in dem das körnige ungemahlene Gut war- einen grösseren Raum einnehmen würde, was zur Folge hat, dass am Schluss des Mahlprozesses Mahlgut im
Abfüllrohr 6 verbleibt, welches beim Wegnehmen des Sackes 40 leicht verschüttet wird. Durch die stän- digen Vibrationen des frei schwingenden Sackes 40 erfolgt ein fortwährendes, leichtes Rütteln, so dass der vom gemahlenen Gut eingenommene Raum üblicherweise nur unwesentlich grösser ist als derjenige, der vom ungemahlenen Gut eingenommen wird.
Durch Ausschalten der Stromzufuhr zum Elektromagneten 26 fällt die Wippe 58 in ihre Ruhelage zurück, wodurch die Tüte freigegeben und weggenommen werden' kann. Damit die Tüte nicht umkippt, wird diese nach dem Abfall des Magneten vom Rohr 6 durch den
Bügel 18 gehalten, falls die Tüte ausnahmsweise nicht von Hand gehalten werden sollte.
Es wäre auch denkbar, dass die Vibrationen des Rohres 6 durch einen Elektromotor erzeugt werden und die Sackklemmung durch einen separaten Elektromagneten erfolgt. Als Ausführungsvariante wäre es denkbar, dass der eine Pol des Elektromagneten 26 die Vibrationen des Rohres 6 erzeugt und das andere
Ende für die Sackklemmung ausgenützt wird.
Ferner wäre es denkbar, dass an Stelle eines einzigen Elektromagneten 26 deren zwei vorhanden sind, wobei der eine die Vibrationen erzeugt und der andere die Sackklemmeinrichtung betätigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mühle für Kaffee, Gewürze, Nüsse u. dgl. mit einem schwingbar befestigten Abfüllrohr für das
Mahlgut, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vibrator vorhanden ist, welcher das Abfüllrohr (6) während des ganzen Mahlvorganges in Schwingungen versetzt.