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SchütteltischfürSchokolade-undZuckerwaren.
Den Gegenstand vorliegender Ert : indung bildet ein sogenannter Schütteltisch für die Schokoladen-und Zuckerwaronindustrie. Der Zweck eines solchen Schütteltisches ist, die in Formen frisch eingefüllte Masse durch heftige Erschütterung der ersteren zu zwingen, die Formen genauestens auszufüllen, deren Bilder, Inschriften oder dgl. scharf anzunehmen und die in ihr noch etwa enthaltene Luft, die Blasen bilden würde, zum Entweichen zu bringen.
Die bis jetzt bekannten Schütteltische waren nach Art gewöhnlicher Tische gebaut und mit einem mechanischen Getriebe verbunden, welches sie zu einer schnellen Bewegung in der senkrechten Ebene unter heftigem Aufschlagen oder Aufstossen auf einen Widerstand, z. B. auf den Fussboden, veranlasste. Hiebei war eine genaue Überwachung der Formen nötig und hing es von der Ansicht und Aufmerksamkeit des Überwachenden ab, welche Formen als fertig wegzunehmen waren. Diese Arbeit des Überwachenden bezw. der Überwachenden, denn es waren meistens mehrere dazu nötig, wird durch die neue Maschine erspart, und die Arbeit wird sorgfältiger und besser verrichtet als mit den früheren Tischen.
Dar Schütteltisch nach vorliegender Erfindung macht die Arbeit zu einer automatischen. Er hat die Gestalt einer Rinne. Diese Rinne macht eine Bewegung, die man eine zu ihrem Untergestell diagonale nennen kann. Dadurch werden nicht allein die ge- füllten Formen senkrecht nach aufwärts geschleudert und heftig erschüttert, sondern auch zu einer der Rinne entlang laufenden Fortbewegung veranlasst. Zur Erreichung dieser Zwecke ist auch der Schütteltisch in einer dem Querdurchmesser der Formen entsprechenden Breite gebaut, welche Masse verhindern, dass die Formen sich um ihren Mittelpunkt drehen und auf einem beliebigen Punkt der Bahn eine gewisse Zeit verharren können.
Es ist die fortschreitende Bewegung hintereinander in derselben Reihenfolge, wie die Formen gefüllt und in den Schütteltisch eingesetzt werden, deshalb nötig, um die Zeit ihres Aufenthalts nicht über die durch die Länge des Schütteltisches bemessene Zeit hinaus auszudehnen.
Dies würde zu Ungleichheiten in der Qualität der Ware führen, was unter allen Umständen vermieden werden muss. Die Hauptaufgabe des Schütteltisches ist das durch das Empor-
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herbeizuführende Entlüften dersL'tbon. Dass dabei dem Schutteltisch zugleich die Aufgabe zugeteilt ist, eine Vorwärtsbewegung der Formen zu bewirken, ist nur als eine untergeordnete, erst in zweiter Linie kommende Einrichtung zu betrachten. An Stelle einer einzigen, für viele Fabrikslokale unbequemen, zu langen Rinne können auch mehrere nebeneinander gelegt und für das Übertreten der Formen von einer Rinne zur anderen Drehscheiben und Stege eingeschaltet worden.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Schütteltisch dargestellt, und zwar in : Fig. 1 in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 in Oberansicht, Fig. 3 ist eine Wärmevorrichtung, die gleichzeitig als Deckel für die Rinnen dient. Der Schütteltisch besteht aus dem festen Gestell b mit den Ständern a. In dem oberen Teil des Gestelles b liegt die Rinne c. Diese besitzt einen beweglichen Boden . welcher mit den Winkeln f verbunden ist und an den Bewegungen derselben, die ihnen durch die Schubstange y erteilt werden, teilnimmt. Die Schubstange kann von einer beliebigen Kraftquelle betätigt werden ; hier geschieht difs durch die Scheibe i.
Der Hub der Schubstange kann durch dip Mnuffe k
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reguliert werden, indem dieselbe eine Verlagerung oder Verkürzung des Armes t'an diesem Teil des Mechanismus bewirkt. Eine Zugfeder v unterstützt den Bewegungsmechanismus.
Die Formen l werden bei dem Eingang der Rinne m hintereinander eingesetzt und laufen nun unter heftiger Erschütterung bis an das Ende der ersten Rinne, kommen hier auf den kleinen, einseitig an Scharnieren beweglichen Steg t, von wo sie eine kleine Drehscheibe fl) übernimmt, um sie in die nächste Rinne, die entgegengesetzt der ersten gestossen wird, weiterzubefördern. Sie treten dann von der zweiten in derselben Weise auf eine dritte Rinne, deren Stösse parallel der ersten Rinne erfolgen, über und können am End. punkte angelangt, als vollständig fertig abgenommen werden. Der Lauf der Formen ist . durch Pfeile angezeigt. Da der Inhalt der Formen und diese selbst in einer gewissen
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oder sonstwie beschickt werden, nötig.
Hier ist ein Deckel auf den Rinnen angeordnet, in dem Warmwasserl (anäle, die mit der Heizvorrichtung der Hauptmaschine (Formenfüllmaschine) in Verbindung stehen, untergebracht sind und die erforderliche Wärme liefern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schiltteltisch für die Schokoladen-und Zuckerwarenindustrie, gekennzeichnet durch seine Ausgestaltung in Rinnenform, welche Rinnen durch den Bewegungsmechanismus zu Schwingungen in ihrer Längsachse gebracht werden und die in ihren Breiteverhältnissen den Abmessungen der Formen so angepasst sind, dass diese unter heftigen Erschütterungen in der Längsrichtung der Rinnen zwar fortbewegt werden, aber keine Achsenumdrehungen vornehmen können.