AT228362B - Verfahren und Vorrichtung zum Gießen eines flüssigen Films aus Kunststoffdispersionen, -Lösungen oder -Emulsionen, insbesondere auf Bleche oder Blechbänder - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Gießen eines flüssigen Films aus Kunststoffdispersionen, -Lösungen oder -Emulsionen, insbesondere auf Bleche oder BlechbänderInfo
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zum Giessen eines flüssigen Films aus Kunststoffdispersionen.. -Lösungen oder -Emulsionen, insbesondere auf Bleche oder Blechbänder
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
ser Walze mit ihrer oberen Kante bei 4 anliegenden schräg geneigten Gleitplatte 5.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, wird die Dispersion vom Umfang der Tauchwalze 2 mitgenom- men, bildet bei 6 einen kleinen Stau, und wird dann in gleichmässiger Schicht von der Abnahmewalze 3 mitgenommen. Der auf dem Umfang dieser Walze gebildete flüssige Film wird dann bei 4 durch die
Gleitplatte 5 abgehoben, gleitet auf dieser Platte schräg nach unten, um dann von der Unterkante 7 der
Gleitplatte im freien Fall in eine Auffangwanne 8 zu fallen. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, wird das zu be- schichtende Material, in diesem Fall ein Blech 9, durch den fallenden, in Fig. 2 bei 10 angedeuteten Film in Richtung B hindurchgeführt und dadurch beschichtet. Der Abstand a zwischen Unterkante 7 der Gleit- platte und Oberseite des Bleches 9 kann nahezu beliebig gewählt werden und beispielsweise 10 cm und mehr betragen.
Um ein einwandfreies Abheben des auf der Walze 3 gebildeten Films zu ermöglichen, ist, wie aus
Fig. 5 hervorgeht, vorteilhaft am oberen Ende der Gleitplatte 5 ein Abnahmemesser 11 befestigt, das am
Umfang der Abnahmewalze 3 anliegt. Für dieses Abnahmemesser 11 kann dünner Federstahl in einer Stärke von etwa 0, 2 bis 0,3 mm Verwendung finden.
Um ein seitliches Abfliessen des flüssigen Films von der Gleitplatte 5 zu verhindern, sind an beiden
Seiten dieser Gleitplatte gemäss Fig. 3 und 4 nach oben ragende Ränder 12 vorgesehen. Um weiterhin ein
Einschnüren des von der Gleitplatte 6 herabfallenden Films zu verhindern, sind an den unteren Ecken die- ser Gleitplatte einander zugekehrte Drahtstücke 13 befestigt, wie aus Fig. 3 hervorgeht. Durch Anord- nung dieser Drahtstücke ergibt sich ein geschlossener herabfallender Film 10 mit gleicher Breite B, die dem Abstand der Drahtenden 13 entspricht, also ohne jede Einschnürung.
Wie ferner aus der Zeichnung hervorgeht, ist die Wanne 1 über eine Zuleitung 14, eine in diese ein- geschaltete Pumpe 15 und eine Ableitung 16 mit einem Vorratsbehälter 17 für die Dispersion od. dgl. so verbunden, dass die Dispersion. ständig in dem mit Pfeilen angedeuten Kreislauf bzw. auch in der Wanne 1 strömt und deren Flüssigkeitsspiegel konstant gehalten wird. Durch dieses ständige Umwälzen der Dispersion wird ein Abscheidung bzw. ein Absetzen der Kunststoffteilchen wirksam verhindert.
Zum gemeinsamen Antrieb von Abnahmewalze 3 und Tauchwalze 2 einerseits und der Pumpe 15 anderseits ist ein regelbares, aus Motor und stufenlosem Getriebe bestehendes Antriebsaggregat 18 vorgesehen. Die endlosen Band- bzw. Kettenantriebe von Abnahmewalze bzw. Tauchwalze sind bei 19 und 20 angedeutet und der Antrieb der Pumpe bei 21.
Die vorerwähnte Auffangwanne 8 ist unterhalb der Ablaufkante 7 der Gleitplatte angeordnet und durch eine nicht dargestellte Ablaufleitung mit dem Vorratsbehälter 17 verbunden. Vor und hinter dieser Auffangwanne 8 sind Transportmittel für die zu beschichtenden Bleche 9 angeordnet. Diese bestehen aus den endlosen Transportbändern oder-ketten 22 bzw. 23 und aus einer Transportwalze 24. Zum gemeinsamen Antrieb dieser Transportmittel ist ein regelbares Antriebsaggregat vorgesehen, das aus Motor 25 und stufenlos regelbarem Getriebe 26 besteht. Die zum Antrieb dienenden endlosen. Riemen- oder Kettentriebe sind bei 27-30 angedeutet. Die Schichtdicke des zu giessenden Films kann durch entsprechende Umfangsgeschwindigkeit der beiden Walzen 2 und 3 variiert werden.
Diese Schichtdicke ist ausserdem auch abhängig von der Viskosität der Dispersion in der Wanne l. Mit der vorbeschriebenen und dargestellten Vorrichtung können Bleche mit Schichtdicken von etwa 0,01 bis zu etwa 0,05 mm in einem Arbeitsgang beschichtet werden. Die Schichtdicke ist ausserordentlich gleichmässig, d. h. bei einer mittleren Schichtdicke von 0,02 mm betragen die Abweichungen nur etwa : lez
Mit dem neuen Verfahren bzw. der vorbeschriebenen Vorrichtung können nicht nur verhältnismässig dünnflüssige Kunststoffdispersionen, sondern auch fliessfähige Kunststoffpasten in Form eines gleichmässigen geschlossenen Films erzeugt und auf Bleche od. dgl aufgegossen werden.
Es können weiterhin auch Kunststoffemulsionen oder Kunststofflösungen aller Art (Lacke) verarbeitet werden. Weiterhin ist es nicht nur möglich, Bleche od. dgl. in der vorbeschriebenen Weise mit einer festhaftenden thermoplastischen Kunststoffschicht zu überziehen, sondern das neue Verfahren kann auch zur Erzeugung von Kunststofffolien benutzt werden. In diesem Fall wird bei der vorbeschriebenen Giessvorrichtung unter dem fallenden Film an Stelle der Bleche ein Trägerband bewegt, das den flüssigen Film durch einen Ofen hindurchführt, wobei dann nach Verfestigung des Films zu einer Folie diese von dem Trägerband abgehoben wird. Dieses Trägerband kann beispielsweise aus einem feinfädigen dichten Baumwollgewebe mit einer dünnen Beschichtung aus Silikongummi bestehen.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel hat die Gleitplatte nach Fig. l eine annähernd S-förmige Gestalt, wobei die Teile 5 und 5b der Gleitplatte etwa die gleiche Schrägneigung haben, dagegen der mittlere Teil 5a der Gleitplatte eine etwas geringere Schrägneigung aufweist. Diese Gestaltung der Gleitplatte hat eine vorteilhafte Wirkung und erzeugt einen besonders gleichmässigen geschlossenen Film.
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Die Erfindung ist nicht auf das vorbeschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann gegebenenfalls das neue Verfahren zum Giessen eines flüssigen Films auch nur mit einer einzigen Walze, also unter Weglassung der Walze 2 ausgeführt werden. In diesem Fall taucht die Walze 3 in die Wanne 1 ein. Das neue Verfahren unter Anwendung nur einer Walze, die zugleich als Tauch- und als Abnahmewalze dient, kann dann angewendet werden, wenn eine geringere Genauigkeit bzw. Gleich- mässigkeit der Folie in Kauf genommen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Giessen eines flüssigen Films aus Kunststoffdispersionen, -Lösungen oder -Emul- sionen, insbesondere auf Bleche oder Blechbänder zum Beschichten derselben mit Kunststoff, dadurch ge- kennzeichnet, dass der flüssige Film mit Hilfe des Tauchverfahrens auf einer rotierenden Walze gebildet, von dem Umfang der Walze abgehoben, im schrägen gleitenden Fall und schliesslich im freien Fall dem zu beschichtenden Material zugeführt wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, gekennzeichnet durch eine die Dispersion, Lösung oder Emulsion enthaltende Wanne, eine in deren Flüssigkeit eintauchende angetriebene Tauchwalze, eine mit dieser zusammenarbeitende und im gleichen Drehsinn umlaufende Abnahmewalze, und eine am Umfang dieser Walze mit ihrer oberen Kante anliegende schräg geneigte Gleitplatte, auf welcher der von der Abnahmewalze abgehobene Film nach unten gleitet und dann von der Unterkante dieser Platte im freien Fall auf das zu beschichtende Material fällt.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende der Gleitplatte ein Abnahmemesser befestigt ist, das am Umfang der Abnahmewalze anliegt.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abnahmemesser aus dünnem Federstahl besteht.5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten der Gleitplatte nach oben ragende Ränder und an den unteren Ecken dieser Gleitplatte einander zugekehrte Drahtstücke befestigt sind, die ein Einschnüren des fallenden Films verhindern.6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne über eine Zuleitung, eine in diese eingeschaltete Pumpe und eine Ableitung mit einem Vorratsbehälter so verbunden ist, dass die Flüssigkeit ständig im Kreislauf bzw. in der Wanne strömt und deren Flüssigkeitsspiegel konstant gehalten wird.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Ablaufkante der Gleitplatte eine Auffangwanne angeordnet und diese durch eine Ablaufleitung mit dem Vorratsbehälter verbunden ist.8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum gemeinsamen Antrieb von Abnahme-und Tauchwalze einerseits und der Pumpe anderseits ein regelbares Antriebsaggregat vorgesehen ist.9. Vorrichtung nach Anspruch 6, insbesondere zum Beschichten von Blechen, dadurch gekennzeichnet, dass vor und hinter der Auffangwanne Transportmittel für die Bleche angeordnet sind und zum gemeinsamen Antrieb derselben ein regelbares Antriebsaggregat vorgesehen ist.
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