<Desc/Clms Page number 1>
Schutzeinrichtung für ungeerdete Drehstrommotore
Normalerweise werden Elektromotoren gegen Überstrom und bzw. oder Kurzschluss durch Schutz- schalter geschützt, die ein automatisches Öffnungssystem aufweisen, das entweder durch Bimetallstrei- fen ausgelöst wird, die sich beim Auftreten eines Überstromes verformen oder über eine magnetische
Auslösespule, in der beim Auftreten eines Kurzschlusses ein starkes Magnetfeld auftritt.
Wünscht man nun ein elektrisches Gerät, insbesondere einen Elektromotor gegen übermässige Erwär- mung, z. B. oberhalb einer festgelegten Maximaltemperatur zu schützen, so ordnet man im Inneren des
Motors einen Thermokontakt an, der elektrisch mit einem zusätzlichen magnetischen Schutzschalter ver- bunden ist, welcher mit dem oben genannten Überstrom-und Kurzschlussschutzschalter in Serie geschaltet ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, einen entsprechenden Schutz mit einem geringeren Aufwand an Schaltelementen zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei einer Schutzeinrichtung für ungeerdete Drehstrommotore, bei welcher nur zwei Phasen über einen Schutzschalter mit magnetischer Auslösung geführt sind, erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein handelsüblicher dreipoliger Schutzschalter verwendet ist und die temperaturabhängige Auslösevorrichtung die dritte magnetische Auslösespule an Spannung legt.
Eine solche Schutzeinrichtung ist, im Hinblick auf die unmittelbar vor der Inkraftsetzung stehenden Vorschrift des ÖVE. Ell 9 43/23, allerdings nur auf Kleinspannungsanlagen oder auf Anlagen mit Schutztrennung anwendbar.
Bei dieser Schaltung ist also nur ein einziger Schutzschalter erforderlich, so dass auf einen zusätzlichen von dem Thermoschalter im Inneren des Motors gesteuerten Schutzschalter verzichtet werden kann.
Dabei wird gleichzeitig ein vollständiger Schutz gegen Cberströme und Kurzschlüsse als auch gegen einen übermässigen Anstieg der Temperatur im Inneren des Motors erreicht.
Diese und weitere Kennzeichen der Erfindung sind im folgenden an Hand der beigefügten Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Anwendung auf einen Betonvibrator mit einer exzentrischen rotierenden direkt mit einem Elektromotor im Inneren des Vibrators gekuppelten Masse näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1 eine Gesamtansicht des Betonvibrators und Fig. 2 das Schaltbild des Speisekreises des Motors und der Sicherungsvorrichtung.
Der in Fig. 1 dargestellte Betonvibrator umfasst einen rohrförmigen Körper 1, in dessen Inneren eine rotierende exzentrische Masse 2 und ein direkt mit der Masse gekuppelter Antriebsmotor 3 angeordnet sind.
Nach einer bestimmten Arbeitszeit des Vibrators in der Betonmasse ruft die durch den Joule'schen Effekt in den elektrischen Organen ebenso wie durch die mechanischen Reibungen und die Ventilation im Inneren des Vibrators hervorgerufene Erwärmung einen Temperaturanstieg hervor. Um die Temperatur im Inneren des Vibrators auf einen vorbestimmten Maximalwert zu begrenzen, ist im Inneren des Vibrators ein bekannter Thermokontakt 4, z. B. ein Thermoeinschaltkontakt, angeordnet.
Der Vibrator wird von einem Dreiphasennetz L. L und L3 (Fig. 2) gespeist. Die Phase Ll dieses Net-
<Desc/Clms Page number 2>
zes ist direkt mit einer Klemme 6 des Elektromotors 3 verbunden, während die beiden andern Phasen des Netzes über zwei Pole eines Schutzschalters 11 mit magnetischer und thermischer Auslösung mit den beiden Klemmen 7 und 8 des Motors verbunden sind.
Der Thermokontakt4 ist vorzugsweise an den Ausgangsklemmen des Schutzschalters 11 zwischen den beiden Phasen L2 und L3 mit der magnetischen Auslösespule 12 des dritten Poles des Schutzschalters in Serie geschaltet.
Sobald im Speisekreis des Motors ein Überstrom oder ein Kurzschluss auftritt, wird der Schutzschalter normalerweise ausgelöst und unterbricht die Speisung des Motors. Übersteigt die Temperatur im Inneren des Vibrators den vorbestimmten Wert, so schliesst sich der Thermokontakt 4 und die Spule 12 wird erregt und dadurch ebenfalls der Schutzschalter 12 ausgelöst, der wieder die Speisung des Motors unterbricht. Es ist dann nicht möglich, den Schutzschalter wieder einzuschalten, solange die Temperatur im Inneren des Vibrators ihren hohen Wert beibehält und folglich der Thermokontakt 4 geschlossen ist.