AT228233B - Verfahren zur Herstellung von Zuckerabkömmlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zuckerabkömmlingen

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AT228233B
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sucrose
glycol ether
octapropylene
octapropylene glycol
sugar
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AT628161A
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Walter Hagge
Guenther Boehmke
Georg Matthaeus
Mathieu Quaedvlieg
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Bayer Ag
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von Zuckerabkömmlingen 
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   Zuckerabkömmlingen ;   das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man Ester aus aliphatischen Carbonsäuren mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen und Alkoholen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen auf Zuckerglykoläther einwirken lässt, die der allgemeinen Formel 
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 Rest eines Disaccharids bedeutet, oder eine Zahl von 1 bis 12 ist, wenn Z den Rest eines Trisaccharids bedeutet. 



   Während für die bekannte Einwirkung von Fettsäureestern niederer Alkohole auf die Zucker selbst ein Lösungsmittel, insbesondere Dimethylformamid, erforderlich ist, kann das Verfahren der Erfindung bemerkenswerterweise ohne Anwendung eines Lösungsmittels durchgeführt werden. Will man das Verfahren jedoch in einem Lösungsmittel durchführen, so ist man nicht auf die Verwendung von Dimethylformamid angewiesen, man kann auch andere Lösungsmittel verwenden, z. B. Toluol, Xylol und Chlorbenzol. Zieht man es aber vor, die Umsetzung der Fettsäureester mit den Zuckerglykoläthern in Dimethylformamid durchzuführen, so genügen wesentlich geringere Mengen an Dimethylformamid als bei der Umsetzung der Fettsäureester mit den Zuckern selbst erforderlich sind. 



   Als Zucker, die den Zuckerglykoläthern zugrunde liegen können, seien beispielsweise Glukose, Fructose, Saccharose, Maltose, Lactose und Raffinose genannt. Die Glykoläther der genannten Zucker werden nach bekannten Verfahren durch Umsetzung mit Äthylen-,   Propylen- und/oder   Butylenoxyd hergestellt. Bei Benutzung verschiedener Alkylenreste ist ihre Reihenfolge beliebig. Die verwendeten Mengen richten sich nach dem gewünschten hydrophilen-lipophilen Verhältnis des Endproduktes. 



   Geeignete Fettsäureester sind z.   B.   die Methylester der Laurin-, Myristin-, Palmitin-, Stearin- oder Ölsäure. Es lassen sich aber ausser den Methylestern mit Erfolg auch höhere aliphatische, aromatische oder hydroaromatische Ester der Fettsäuren sowie die Glycerinester in Form der natürlichen Fette, wie Kokosfett, Talg, Öle   u.     a.,   einsetzen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässig in Gegenwart alkalisch reagierender Katalysatoren, wie Kaliumhydroxyd, Kaliumcarbonat und Natriummethylat, durchgeführt. Die Reaktionstemperatur beträgt vorteilhafterweise etwa   75-160 C.   Die erforderlichen Reaktionszeiten erstrecken sich je nach den angewendeten Bedingungen von 1/2 h bis zu 24 h. Die Mengenverhältnisse, in denen die miteinander 

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 umzusetzenden Reaktionsteilnehmer eingesetzt werden, können in weiten Grenzen schwanken. Handelt es sich um die Einführung eines einzigen Fettsäurerestes in das Molekül des Zuckerglykoläthers, so wendet man den Zuckerglykoläther zweckmässig in molarem Überschuss an.

   Nach Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens etwa vorhandene überschüssige Mengen   an Zuckerglykoläthern   lassen sich leicht dadurch abtrennen, dass man das Reaktionsgemisch mit Wasser oder Kochsalzlösung versetzt und etwas erwärmt. 



   Die gemäss der Erfindung hergestellten Zuckerabkömmlinge sind in mannigfacher Weise verwendbar. 



  Sie können unter anderem als Weichmacher, Netzmittel, Schaumstabilisatoren für Latices aus Kautschuk oder Kunststoffen, Waschmittel,   Emulgier- und   Dispergiermittel, Egalisiermittel, Netzmittel für die Beschichtung von Folien und Papierbahnen sowie als Ausgangsmaterial für die Herstellung von plastischen Massen und Schäumen eingesetzt werden. 



     Beispiel l :   115 g Saccharose-tetrapropylenglykoläther (0, 2 Mol) werden nach Zugabe von 0, 5 g Natriummethylat mit 42,8 g Laurinsäuremethylester (0, 2 Mol) 2 h auf 140-1550C erhitzt ; dabei wird ein Vakuum von 30 bis 40 mm Hg aufrecht erhalten. Der   gebildete Laurinsäureester   des   Saccharose-tetrapro-   
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77oC.Beispiel 2 : 161 g   Saccharose-octapropylenglykoläther   (0, 2 Mol) werden nach Zugabe von 0,5 g Natriummethylat etwa 11/2 h mit 42,8 g Laurinsäuremethylester (0,   2 Mol) auf 140-1550C   unter einem Vakuum von 30 bis 40 mm Hg erhitzt.

   Das erhaltene Reaktionsprodukt ist in Wasser klar löslich ; die   1gorge   wässerige Lösung zeigt einen Trübungspunkt von   470C.   Es handelt sich bei dem Reaktionsprodukt um ein Gemisch, das zu etwa 45% aus dem Laurinsäurediester und zu 55% aus dem Laurinsäuremonoester des Saccharose-octapropylenglykoläthers besteht. 



   Beispiel 3 : 242 g   Saccharose-octapropylenglykoläther   (0, 3 Mol) werden mit 42, 8 g Laurinsäuremethylester (0,2 Mol) in Gegenwart von 0, 5 g Natriummethylat unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 umgesetzt. Die   1000ige   wässerige Lösung des erhaltenen Reaktionsproduktes zeigt einen   TrU-   bungspunkt von   580C.   Durch Behandlung des Reaktionsproduktes mit   15% figer   Kochsalzlösung lässt sich der Überschuss an Saccharose-octapropylenglykoläther abtrennen. Bei den gebildeten Estern handelt es sich um ein Gemisch, das zu etwa   30%   aus dem Laurinsäurediester und zu etwa   701o   aus dem Laurinsäuremonoester des   Saccharose-octapropylenglykoläthers   besteht. 



   Beispiel 4 : 242 g Saccharose-octapropylenglykoläther (0, 3 Mol) werden mit 56, 8 g Ölsäuremethylester (0,2 Mol) nach Zugabe von 0, 5 g Kaliumkarbonat bei einem Vakuum von 20 bis 40 mm Hg 3 h auf   140-1550C   erhitzt. Der gebildete   Ölsäureester   des   Saccharose-octapropylenglykoläthers   ist in Wasser klar löslich   ; die l0/0ige   wässerige Lösung des Esters zeigt einen Trübungspunkt von   550C.   Der Über- 
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 Vakuum   auf 150'C erhitzt.   Der erhaltene Laurinsäureester des Saccharose-octapropylenglykol-octaäthylenglykoläthers ist ein klares, dickflüssiges Öl, das in   l% figer   wässeriger Lösung einen Trübungspunkt von   83, 50C zeigt.    



   Beispiel 6: 242g Saccharose-octapropylenglykoläther werden in etwa 400 ml Dimethylformamid gelöst und mit 29, 8 g Stearinsäuremethylester in Gegenwart von 3 g Kaliumcarbonat etwa 15 h auf   90- 950C   bei einem Vakuum von etwa 90 mm Hg erhitzt. Dann wird das Lösungsmittel abgedampft und der überschüssige   Saccharose-octapropylenglykoläther   wird mittels   10-151eiger Natriumchloridlösung   entfernt. 



  Nach dem Trocknen der verbliebenen Esterschicht erhält man den Stearinsäuremonoester des Saccharose-   - octapropylenglykoläthers   in Form einer klaren   zähfliessenden, gelbbraunen Substanz,   die in Wasser leicht 
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      ;Beispiel 7 :   81 g Saccharose-octapropylenglykoläther werden mit 29. 8 g Stearinsäuremethylester in Gegenwart von etwa 3 g Kaliumcarbonat etwa 24h auf 150 C erhitzt. Man erhält ein gelbbraunes, wasserlösliches Produkt, das neben dem Stearinsäuremonoester des   Saccharose-octapropylenglykoläthers   noch geringe Mengen des Stearinsäurediesters enthält. 



   Beispiel 8 : Eine Mischung aus 242g Saccharose-octapropylenglykoläther, 29,8 g Stearinsäuremethylester, 800 ml Xylol und 3 g Kaliumcarbonat wird mehrere Stunden auf etwa 1300C erhitzt, bis der Stearinsäuremethylester umgesetzt ist. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels und nach dem 

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 Abtrennen des Überschusses an Saccharose-octapropylenglykoläther erhält man den Stearinsäuremonoester des Saccharose-octapropylenglykoläthers. 



   Beispiel 9 : 207 g Saccharose-hexapropylenglykoläther werden in 400 ml Dimethylformamid gelöst, und zu der Lösung werden 29, 8 g Stearinsäuremethylester sowie 3 g Kaliumcarbonat hinzugefügt. Die Mischung wird dann etwa 15h bei etwa 90 mm Hg auf 90-950C erhitzt. Nach dem Abdestillieren des Dimethylformamids wird der überschüssige Saccharose-hexapropylenglykoläther mittels   lomiger   Natriumchloridlösung abgetrennt und die verbleibende Esterschicht wird getrocknet. Man   erhält ein zähfliessendes,   gelbbraunes Produkt, das zu etwa   70 < % aus dem Stearinsäuremonoester des Saccharose-hexapropylenglykol-   äthers besteht. Der Trübungspunkt der   l'% eigen   wässerigen Lösung liegt bei   880C.   



     Beispiel 10 : Eine Lösung   von   242 g Saccharose-octapropylenglykoläther   in 400 ml Dimethylformamid wird mit 21, 4g Laurinsäuremethylester und 3 g Kaliumcarbonat versetzt und etwa 15 h im Vakuum auf 90-950 erhitzt. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels und nach dem Entfernen des Überschusses an Saccharose-octapropylenglykoläther mittels   107o   Natriumchloridlösung wird die verbleibende Esterschicht getrocknet. Man erhält den Laurinsäuremonoester des   Saccharose-octapropylenglykoläthers   in Form eines viskosen, gelben Produktes, welches wasserlöslich ist und z. B. als Netzmittel beim Beschichten von Folien und Papierbahnen sowie als Schaumstabilisator für natürliche und künstliche Latices eingesetzt werden kann. 



   Beispiel 11 : 242 g   Saccharose- octapropylenglykoläther,   29,6 g Ölsäuremethylester und 3 g Kaliumcarbonat werden 15 h auf 120 C im Vakuum erhitzt. Nach dem Abtrennen des Überschusses an Saccharose-octapropylenglykoläther erhält man den Ölsäuremonoester des Saccharose-octapropylenglykoläthers. 



     Beispiel 12 :   Zu einer Lösung von 172,   2 g Saccharose-tetrapropylenglykoläther in etwa 300 ml   
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 wird etwa 15 h im Vakuum auf 90-950C erhitzt. Nach dem Abdestillieren des Dimethylformamids wird der überschüssige Saccharose-tetrapropylenglykoläther mittels   lomiger   Natriumchloridlösung abgetrennt und die verbliebene Esterschicht wird getrocknet. Man erhält den Ölsäuremonoester des Saccharose-tetrapropylenglykoläthers in Form einer zähen, bräunlichen Substanz. Der Trübungspunkt der   l'eigen     wässeri-   gen Lösung liegt bei   93 C.   



     Beispiel 13 :   Eine Lösung von 80, 7 g Saccharose-octapropylenglykoläther in 200 ml Dimethylformamid wird mit 59, 6 g Stearinsäuremethylester und 3,8 g Kaliumcarbonat versetzt. Die Mischung wird ungefähr 15 h bei 90 mm Hg auf etwa 90-950C erhitzt. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels erhält man den Stearinsäurediester des Saccharose-octapropylenglykoläthers in Form einer weichen bräunlichen Substanz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Zuckerabkömmlingen, dadurch gekennzeichnet, dass man Ester aus aliphatischen Carbonsäuren mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen und Alkoholen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen auf Zuckerglykoläther einwirken lässt, die der allgemeinen Formel EMI3.2 entsprechen, worin Z für den Rest eines Mono-, Di- oder Trisaccharids steht und R Wasserstoff, die Methyl- oder Äthylgruppe bedeutet, während m für eine Zahl von 1 bis 50 steht und n eine Zahl von 1 bis 5 ist, wenn Z den Rest eines Monosaccharids bedeutet, oder eine Zahl von 1 bis 8 ist, wenn Z den Rest eines Disaccharids bedeutet, oder eine Zahl von 1 bis 12 ist, wenn Z den Rest eines Trisaccharids bedeutet.
AT628161A 1960-08-16 1961-08-14 Verfahren zur Herstellung von Zuckerabkömmlingen AT228233B (de)

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