AT227941B - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polycarbonaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polycarbonaten

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Bayer Ag
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  Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polycarbonaten 
Es ist bekannt, hochmolekulare Polycarbonate durch Umsetzung von organischen Dihydroxyverbin- dungen mit Phosgen oder Bis-chlorkohlensäureestern solcher Dihydroxyverbindungen im dispersen System herzustellen, wobei Lösungen oder Suspensionen der Dihydroxyverbindungen in wässerig-alkalischen Lö- sungen die kontinuierliche Phase und Lösungen von Phosgen oder Bis-chlorkohlensäureestern in mit Wasser nicht mischbaren Polycarbonatlösungsmitteln die disperse Phase bilden. 



   Die Lösungen von Phosgen   in den erwähnten Lösungsmitteln   können gegebenenfalls dadurch entstehen, dass man in das disperse Gemisch gasförmiges Phosgen einleitet. 



   Dem Reaktionsgemisch können gegebenenfalls Katalysatoren, die die Polykondensation fördern, ins-   besondere tertiäre Amine   oder quarternäre Ammoniumverbindungen, ferner Kettenabbrecher sowie Reduktionsmittel, zugesetzt sein. 



   Die Verteilung der dispersen organischen Phase in der kontinuierlichen wässerigen Phase wird durch Rühren des Reaktionsgemisches und gegebenenfalls durch Zusatz von Hilfsmitteln, wie Emulgatoren, erzielt. Im Verlauf der Reaktion nimmt die Viskosität der dispersen Phase durch die steigende Menge und das zunehmende Molekulargewicht des darin gelösten Polycarbonats laufend zu. Nach einiger Zeit, rascher bei erhöhter Temperatur oder in Gegenwart von Katalysatoren, wird die Viskosität der dispersen Phase, insbesondere bei den technisch   üblichen   hohen Polycarbonat-Konzentrationen in der Lösung, so hoch, dass sich die Tropfen zu einem zähen Teig vereinigen, dessen Konsistenz von der Menge des angewendeten Lösungsmittels abhängt. DieserTeig wird dann von der wässerigen Phase abgetrennt und durch Waschen in z. B. Knetern von Elektrolyten befreit.

   Aus dem Teig wird der Kunststoff auf übliche Weise,   z. B.   durch Verdampfen des Lösungsmittels oder   durch Ausfällen   mit einem Fällungsmittel gewonnen. Das Auswaschen des Teiges und die Isolierung des Polycarbonats sind technisch jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. 



   Es wurde nun gefunden, dass das disperse Reaktionsgemisch technisch vorteilhaft aufgearbeitet und das gebildete Polycarbonat leicht weitgehend aschefrei dadurch gewonnen werden kann, dass man die Dispersionen in Gegenwart von Dispersionshilfsmitteln, zweckmässig unter Verwendung solcher Reaktionsgefässe und mechanischer Mischvorrichtungen, die eine starke Turbulenz in dem Reaktionsgemisch hervorrufende Form und Anordnung besitzen, so stark bewegt, dass die disperse Phase auch im letzten Stadium der Polykondensationsreaktion in Form kleiner Teilchen erhalten bleibt, dass man diesen Teilchen alsdann so viel Lösungsmittel entzieht oder dass man das gut lösende Lösungsmittel durch Zusatz eines Lösungsmittels, in dem sich das Polycarbonat nicht oder nur wenig löst, wie z. B.

   Ligroin, verdünnt und dadurch die Löslichkeit des Polycarbonats in dem entstehenden Lösungsmittelgemisch herabsetzt, so dass die Teilchen auch bei Beendigung des Rührens und bei Entfernen der Dispersionshilfsmittel nicht mehr zusammenbacken, die Teilchen sodann von der wässerigen Phase abtrennt, elektrolytfrei wäscht und schliesslich vollständig von Lösungsmittelresten befreit. 



   Zweckmässig wird das Lösungsmittel durch schwaches Erwärmen oder durch Anlegen von Vakuum bei Raumtemperatur   oder wenig erhöhter Temperatur   unter Rühren so weit abdestilliert, dass die Polycarbonatteilchen, ohne mehr zu verkleben oder zusammenzubacken, von der wässerigen Phase,   z. B.   durch Fil- 

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 trieren, abgetrennt werden können. 



   Die isolierten, gegebenenfalls noch stark gequollenen Polycarbonatteilchen werden dann, zweckmässig mit destilliertem Wasser, neutral und anschliessend mit heissem oder kaltem Wasser chloridfrei gewaschen. Normalerweise genügt etwa das   10- bis 15fache   der Polycarbonatmenge an Waschwasser, um das Polycarbonat auf einen Aschegehalt von weniger als   0, 05'%o   auszuwaschen. 



   DurchAuskochen mit Wasser oder durch Trocknen können dann die noch vorhandenen Lösungsmittelreste entfernt werden. Es ist zweckmässig, das Reaktionsgemisch möglichst, stabil dispers zu machen, d. h. die dispergierende Wirkung des Rührens durch Zusatz möglichst wirksamer Dispersionshilfsmittel zu unterstützen. 



   Hiefür kommen beispielsweise im alkalischen Milieu wirksame ionogene und nichtionogene Emulga- 
 EMI2.1 
 holen, wie Laurylsulfat und Oleylsulfat, sowie die schwefelsauren Ester der aus Phenolen, Alkoholen oder Carbonsäuren durch Umsetzung mit verschiedenen Mengen Alkylenoxyden,   z. B.   Äthylenoxyd, Propylen- 
 EMI2.2 
   wie ÖlsäureoxyäthansulfonatAlkylphenolpolyglykoläther.   



   Ebenfalls geeignet sind die Emulgatoren, die 3- oder 5-wertigen Phosphor enthalten, z. B. Tetra-   dekan -1- phosphinat.    



   Es ist auch möglich, als Emulgatoren mineralsaure Ester von Hydroxyverbindungen zu verwenden, da diese nach der Isolierung der Polycarbonatteilchen durch Verseifen mit verdünnten Säuren, beispielsweise Salzsäure oder Phosphorsäure, unwirksam gemacht und die Verseifungsprodukte gegebenenfalls leichter aus dem Reaktionsprodukt entfernt werden können. 



   Neben den anionischen Emulgatoren lassen sich auch kationische Emulgatoren, wie Benzyldimethyllaurylammoniumchlorid, verwenden, ebenso Umsetzungsprodukte von Phenolen, Alkoholen und Carbonsäuren und deren Derivaten mit Alkylenoxyden, wie Äthylenoxyd, Propylenoxyd oder Styroloxyd,   z. B.   das Umsetzungsprodukt von 6 Mol Äthylenoxyd mit 1 Mol Methyloltetralin oder das Umsetzungsprodukt von Oleylalkohol mit 20 Mol Äthylenoxyd. 



   Das Verhältnis des hydrophoben zum hydrophilen Anteil in den zuletzt genannten Produkten, das durch die Art der Alkylenoxyde und die Art und Menge der verwendeten Phenole, Alkohole und Carbonsäuren bestimmt wird, wird vorzugsweise so gewählt, dass die Verbindungen wenigstens zum Teil in Wasser löslich sind. Oft können Mischungen der oben beschriebenen oberflächenaktiven Verbindungen mit besonderem Vorteil verwendet werden. 



   Dispersionshilfsmittel im Sinne der Erfindung sind ferner z.   B.   anorganische Verbindungen in fein verteilter Form, wie Calciumhydroxyd, Calciumphosphat, Calciumoxalat, Calciumcarbonat, Magnesiumhydroxyd, Aluminiumhydroxyd, Siliciumdioxyd, Titandioxyd, Bariumsulfat, Silikate, Bentonit und Talkum. Besonders vorteilhaft lassen sich von diesen Verbindungen die in Säuren löslichen Verbindungen, wie Calciumhydroxyd, Calciumphosphat und Calciumoxalat, verwenden, da dieselben durch Ansäuern leicht gelöst werden können. 



   Weiterhin können Schutzkolloide verwendet werden, z. B. Tragant, Gummiarabicum, Stärke, Gelatine, Polyacrylsäure, Polyäthylenoxyd, Carboxymethylcellulose und Polyvinylalkohol. Auch die wasserlöslichen Phenol-Formaldehydkondensationsprodukte, wie das Kondensationsprodukt aus Kresol, 2-Naph-   thol-6-sulfosäure   und Formaldehyd, üben eine Dispergierwirkung aus. 
 EMI2.3 
 

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 Man kann   z. B.   nach dem erfindungsgemässen Verfahren Polycarbonate mit einem Schüttgewicht von wahlweise zwischen etwa 0, 50 und 0, 7 herstellen. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren   besitzt noch den weiteren Vorteil, dass die Polycarbonate unmittelbar in einer für alle Weiterverarbeitungsarten besonders geeigneten Form erhalten werden, so dass Konfektionierungen,   z. B.   eine besondere Granulatherstellung, entfallen. Die Produkte stellen körnige, rieselbzw. fliessfähige Massen dar, die leicht dosiert, abgefüllt und transportiert werden können. Sie sind wirbelsinterfähig. Man kann sie gleicherweise ohne weiteres nach dem   Sinter-Pre (3-Verfahren   verarbeiten.

   Sie sind für alle thermoplastischen Verarbeitungsverfahren gut geeignet, leicht aufschmelzbar und in Lösungsmitteln bequem aufzulösen. 
 EMI3.1 
 ferner auch solche, die an den aromatischen Ringen durch Halogene, Alkyl-, Alkoxy- oder Acylgruppen ein-oder mehrfach substituiert sind,   z.     B. 2, 2- (4, 4'-Dihydroxy-3, 3'-dimethyldiphenyl)-propan,   
 EMI3.2 
   2- (4, 4'-Dihydroxy-3, 3'-dimethoxydiphenyl)-propan, 2, 2- (4, 4'-Dihydroxy-3, 3', 5, 5'-tetrachlordi-thyl-1, 1' und o-, m-undp-Hydroxybenzylälkohol.    



   Diese Verbindungen können für sich allein oder miteinander gemischt durch Umsetzung mit Phosgen oder mit Bis-chlorameisensäureestern dieser Dihydroxyverbindungen in hochmolekulare Polycarbonate übergeführt werden. 



   Als indifferente Lösungsmittel, die die Polycarbonate zu lösen vermögen, kommen z.   B.   Methylenchlorid, Äthylenchlorid,   Trichloräthylen.   Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Xylol, Toluol, Cyclohexanon, Anisol und Chlorbenzole in Frage. Da die Löslichkeit der Polycarbonate von ihrer Konstitution abhängig ist, müssen die für ein bestimmtes Polycarbonat geeigneten indifferenten Lösungsmittel durch einfache Löseversuche ermittelt werden. 



   Die Dihydroxyverbindungen oder eine Mischung von Dihydroxyverbindungen wird in der wässerigen Lauge gelöst oder suspendiert und nach Zugabe des indifferenten Lösungsmittels Phosgen oder eine Phosgenlösung unter Rühren zwischen etwa 0 und 40 C, vorzugsweise zwischen etwa 10 und 20 C, unter Abführung der Reaktionswärme in dem Masse eingebracht, wie es aufgenommen wird. Verwendet man an Stelle von Phosgen einen Bis-chlorkohlensäureester einer Dihydroxyverbindung, so wird dieser in dem indifferenten Lösungsmittel vollständig oder wenigstens zum Teil gelöst oder aber ganz ohne Lösungsmittel in das Reaktionsgemisch eingebracht. Die Menge der wässerigen Lauge wird so bemessen, dass bis zur Beendigung der Umsetzung eine alkalische Reaktion erhalten bleibt.

   Die wässerige Phase soll etwa das   1- bis 10fache, vorteilhaft   das 4-bis 6fache, der Gewichtsmenge der Dihydroxyverbindung ausmachen. 



  Die Menge des indifferenten Lösungsmittels wird zweckmässig so gewählt, dass eine etwa 5-bis 70% ige, vorzugsweise eine etwa   30-bis 60loige Polyearbonatlösung   entsteht. 



   Wie bei der Herstellung von Polycarbonaten üblich, kann auch hier das Molekulargewicht durch Kettenabbrecher eingestellt werden und die Reaktion durch Zugabe von tertiären Aminen oder quaternären Ammoniumverbindungen katalytisch beschleunigt werden. Bei dem Phosgenierverfahren ist es vorteilhaft, den Katalysator nach Beendigung der Phosgenierung zuzugeben. 



   Einige Zeit nach Zugabe des Katalysators-falls ein solcher verwendet wird-erreicht das Polycarbonat das eingestellte Molekulargewicht. 



   Die Emulgatoren oder/und Dispersionshilfsmittel können von Anfang an oder aber allmählich,   z. B.   

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 portionsweise, während der Reaktion dem Reaktionsgemisch zugegeben werden. Bei dem Phosgenierverfahren ist es vorteilhaft, diese Hilfsstoffe nach dem Phosgenieren, etwa zum Zeitpunkt der Katalysatorzugabe, zuzugeben. Die Menge an Emulgator oder/und Dispersionshilfsmittel richtet sich vor allem nach der Art dieser Hilfsmittel. Die ionogenen und nichtionogenen Emulgatoren werden   z. B.   vorteilhaft in Mengen von etwa 0, 1 bis   24%,   vorzugsweise etwa   1 - 12pro,   bezogen auf die Menge der eingesetzten Dihydroxyverbindungen oder des Gemisches von Dihydroxyverbindungen, angewendet. Die anorganischen Dispersionshilfsmittel können entsprechend,   z.

   B.   in Mengen von etwa 0, 1 bis   8 (Jl/o,   vorzugsweise etwa   1 - 60go,   eingesetzt werden. Die natürlichen und synthetischen Stoffe, die als Schutzkolloide oder Dis- 
 EMI4.1 
    B.2 - 3 (Jl/p,   verwendet werden. 



   Wie schon erwähnt, lassen sich die geeignetsten Suspensionshilfsmittel durch einfache Versuche fin- den und   z. B.   mit   der Rührgeschwindigkeit, der Reaktionstemperatur,   der Menge der   wässerigen.   und der organischen Phase, d. h. mit den die Bildung der Suspension beeinflussenden Reaktionsbedingungen, abstimmen. 



   Schon während der Herstellung der Polycarbonate können gegebenenfalls Fremdstoffe, z. B. Weich- macher, Farbstoffe, Füllstoffe und Formtrennmittel, eingearbeitet werden. An den mehr oder weniger konzentrierten Polycarbonatlösungen in der Suspension können chemische Reaktionen ausgeführt werden, z. B. Umsetzungen der vorhandenen phenolischen Endgruppen mit Alkylierungs- oder Acyclierungsmitteln oder die Überführung der als Natriumsalze vorliegenden phenolischen Endgruppen mit Säuren in die Hydroxylform. Durch solche Nachbehandlungen können häufig Polycarbonate mit noch geringerem Aschegehalt erhalten werden. 



   Es ist vorteilhaft, die Herstellung der Polycarbonate nach dem erfindungsgemässen Verfahren in einer Inertgasatmosphäre, z. B. Stickstoff, und in Gegenwart von reduzierend wirkenden Verbindungen,   z. B.   



  Natriumsulfit, vorzunehmen. Die reduzierend wirkenden Verbindungen können auch eine zweite Funktion,   z. B.   als Emulgiermittel, ausüben, so   z. B.   das Tetradekan-l-phosphinat. 



   Die Reaktionen werden in einem zylindrischen 2-Liter-Topf aus Jenaer Glas ausgeführt. Als Rührer wird ein Propellerrührer verwendet. Die Rührgeschwindigkeit beträgt 1000 Umdr/min. Zwei etwa 1 cm breite Metallstreifen dienen als Wellenbrecher. 



     Beispiel l :   137   g 2, 2- (4, 4'-Dihydroxydiphenyl)-propan   und 2, 5 g p-tert.-Butylphenol werden in 750 g destilliertem Wasser und 156 g   45% tiger   wässeriger Natronlauge gelöst, mit 1 g Natriumsulfit und 230 g Methylenchlorid versetzt und unter Rühren und Kühlen bei   200C   mit 72 g Phosgen in 50 min phosgeniert. Anschliessend werden 4, 2 g des Natriumsalzes eines sulfonierten    C - C - Paraffin - Kohlen-   wasserstoff-Gemisches und 0, 14 g Marseiller Seife in destilliertem Wasser gelöst, zusammen mit 0, 2 g Triäthylamin zugegeben. 1 h nach diesem Zeitpunkt wird unter Rühren und vermindertem Druck das Methylenchlorid zumindest so weit abdestilliert, dass die suspendierten Polycarbonatteilchen, ohne dass sie verkleben, von der Mutterlauge abfiltriert werden können.

   Dies ist dann möglich, wenn sich eine Probe des Polycarbonats mit dem Finger nicht mehr zusammenkneten   lässt. Das   gebildete Polycarbonat wird auf der Nutsche von der Mutterlauge getrennt, mit etwa 1000 g destilliertem Wasser - in Portionen von je 200 g-neutral und nahezu chloridfrei gewaschen, anschliessend mit je 200 g destilliertem Wasser eine halbe Stunde lang aufgekocht, bis im Filtrat keine Chlorionen mit Silbernitrat nachzuweisen sind. In der Regel ist dies nach einem Verbrauch von 400 bis 800 g Wasser der Fall. Man erhält das Polycarbonat in Form von Kügelchen, deren statistischer Durchmesser etwa zwischen 70 und 150 p liegt. 
 EMI4.2 
 : 1, 307, Aschegehalt : 0, 038-0, 042%,Aschegehalt   : 0, 039-0. 045%.   



   Beispiel 3 : Verwendet man in Beispiel 1 nur 1, 4 g des angegebenen Emulgators zusammen mit 30 g Natriumchlorid, so erhält man das Polycarbonat ebenfalls in Form von Kügelchen, deren statistischer Durchmesser zwischen 100 und 350   li   liegt. 



   Relative Viskosität in Methylenchlorid   : 1, 298,     A & chegehalt : 0, 033-0, 037 0.   



   B e. i spiel 4 : Stellt man das Polycarbonat nach der in Beispiel 1 gegebenen Vorschrift her, säuert aber, nachdem die Mutterlauge abgetrennt ist, mit Salzsäure an, und lässt noch etwa 0, 5 h rühren, so 

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 erhält man nach dem Aufarbeiten das Polycarbonat in etwa   70 - 150 Il   grossen Kügelchen, deren Aschegehalt   0,     - 0,020go   beträgt. 
 EMI5.1 
 tes Polycarbonat. 



    Beispiel 6 : 124 g 2, 2- (4, 4'-Dihydroxydiphenyl)-propan werden mit 16gl, l- (4, 4'-Dihydroxy-      diphenyl)-cyclohexan   in 750 g destilliertem Wasser und 168 g   49% iger   wässeriger Natronlauge zusammen mit 2, 2 g   p-tert.-Butylphenol gelost,   mit 200 g Methylenchlorid versetzt und mit 70 g Phosgen in 50 min unter Rühren und Kühlen phosgeniert. Wie in Beispiel 1 wird die Reaktion zu Ende geführt und das Poly- carbonat aufgearbeitet. Statistischer Durchmesser der Polycarbonatkügelchen etwa   70 - 140 Il.   



   Relative Viskosität in   Methylenchlorid : l, 372.   



   Beispiel 7 : 137 g   2, 2- (4, 4'-Dihydroxydiphenyl)-propan   und   2, 2 g p-tert.-Butylphenol werden   mit 400 g destilliertem Wasser, 156   g 450/oiger   wässeriger Natronlauge und 220 g Methylenchlorid versetzt und bei 200C unter Rühren und Kühlen mit 70 g Phosgen in 50 min phosgeniert. Anschliessend wird eine
Aufschlemmung von 80 g fein verteiltem Calciumhydroxyd in destilliertem Wasser sowie 0, 24 g Triäthyl- amin zugegeben. 1 h danach wird unter Rühren bei vermindertem Druck bei etwa   250C   das Methylenchlorid abdestilliert, die Mutterlauge von den festen Reaktionsbestandteilen abfiltriert und der Rückstand in 500 g
Wasser aufgeschlämmt und mit Salzsäure angesäuert. Anschliessend wird das Polycarbonat wie in Bei- spiel 1 neutral gewaschen und weiter aufgearbeitet.

   Man erhält das Polycarbonat in Form von Kügelchen mit einem statistischen Durchmesser von etwa 200 bis   500 je.   



   Relative Viskosität in Methylenchlorid   : 1, 333,  
Stossfestigkeit eines   47 - 52 mll   dicken Filmes : 790   cmkg/cm3.   



   Beispiel 8 : 137 g   2, 2- (4, 4'-Dihydroxydiphenyl)-propan   werden mit 2, 2 g   p-tert.-Butylphenol   in
750 g destilliertem Wasser, 180 g   45% figer   wässeriger Natronlauge und 230 g Methylenchlorid gelöst und unter Rühren und Kühlen bei   200C   mit 70 g Phosgen in 55 min phosgeniert. Anschliessend werden 0, 24 g Triäthylamin und 7 g Carboxymethylcellulose in Wasser gelöst zugesetzt. Wie in Beispiel 1 angegeben, wird der Ansatz weiter verarbeitet. Man erhält das Polycarbonat in Form von Kügelchen, deren statistischer Durchmesser zwischen 40 und   100 je   liegt. 



   Relative Viskosität in Methylenchlorid   : 1, 332,  
Aschegehalt : 0, 031%. 



     Beispiel 9 :   Gibt man in Beispiel 8 an Stelle der Carboxymethylcellulose ein Gemisch von   4,     2 g   eines Dispergiermittels (Kondensationsprodukt aus Kresol, 2-Naphthol-6-sulfonsäure und Formaldehyd) und 1, 4 g des Natriumsalzes eines sulfonierten    Cl4 - C15 - Paraffin - Kohlenwasserstoff - Gemisches   in Wasser gelöst, zu, so erhält man nach dem Aufarbeiten, wie es im Beispiel 1 angegeben ist, das Polycarbonat in Form von etwa'140 bis 700   Jl   grossen Kügelchen. 



     Beispiel 10 :   Verwendet man in Beispiel 8 an Stelle der Carboxymethylcellulose eine Mischung   von 2, 5 g des Natriumsalzes eines sulfonierten Cl4 - C15 - Paraffin - Kohlenwasserstoff - Gemisches und 1, 7 g eines aus Oleylalkohol + 20 Mol Äthylenoxyd erhaltenen Emulgators, so erhält man das Polycarbo-   nat in Form von etwa   200 Il   grossen Kügelchen, die oft zu etwa   500 Il   grossen Teilchen zusammengelaufen sind. 



     Beispiel 11 :   Verwendet man in Beispiel 8 an Stelle der Carboxymethylcellulose eine Mischung von 16, 8 g neutralem Diäthylaminoleat und 1, 4 g des Natriumsalzes eines sulfonierten    C 14-cis-   Paraffin-Kohlenwasserstoff-Gemisches, so erhält man das Polycarbonat in etwa   280 - 42011   grossen Kügelchen. 



     Beispiel 12 :   In 600 g destilliertem Wasser werden mit der äquivalenten Menge Natronlauge 2 g Magnesiumhydroxyd unter gutem Ruhren durch Eintragen einer Magnesiumchloridlösung gefällt. Anschlie- ssend werden 156 g   45% igue   wässerige Natronlauge,   137g2, 2- (4, 4'-Dihydroxydiphenyl)-propan, 220g   Methylenchlorid, 2 g tert.-Butylphenol und 30 g Natriumchlorid zugegeben. Wie in Beispiel 1 wird phosgeniert, mit 0, 24 g Triäthylamin als Katalysator versetzt und weiter verarbeitet. Nachdem die Mutterlauge von dem Polycarbonat abgetrennt ist, wird das Polycarbonat in etwa 200 m1 Wasser aufgeschlämmt, mit Salzsäure angesäuert, etwa 0, 5 h lang gerührt und dann, wie im Beispiel 1 angegeben, weiter gewaschen.

   Man erhält so das Polycarbonat in Form von Kügelchen, deren Durchmesser zwischen etwa 30 und   140 Il   liegt. 



   Beispiel 13 : 79. 0 g Hexandiol-1,6-bis-chlorkohlensäureester werden in 100 g Methylenchlorid gelöst und bei 21-24 C in eine Lösung von 40 g 1,1-(4,4'-Dihydroxydiphenyl)-cyclohexanon und 34, 5 g   2, 2- (4, 4'-Dihydroxydiphenyl)-propan   in 800 g destilliertem Wasser, 100 g Methylenchlorid und 31 g 

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Natriumhydroxyd unter Rühren in etwa 50 min eingetropft. Anschliessend werden 4 g des Natriumsalzes eines sulfonierten Paraffin-Kohlenwasserstoff-Gemisches mit etwa 14- 15 Kohlenstoffatomen und 200 mg
Triäthylamin, in wenig Wasser gelöst, zugegeben. Man erhält das Polycarbonat in Kügelchen von etwa
70 bis 300   il   Durchmesser. 



   Die relative Viskosität in Methylenchlorid beträgt : 1, 340. 



   Beispiel 14 : Entsprechend der Vorschrift des Beispieles 1 wird ein Polycarbonat hergestellt. Als
Emulgator werden hier aber 4, 2 g Laurylsulfat verwendet. 



   Nach beendeter Reaktion wird das Methylenchlorid nicht abdestilliert und dadurch die suspendierten Teilchen stabilisiert, sondern die Teilchen werden durch Zugabe von 150 g eines mit Wasser nicht misch- baren organischen Polycarbonat-Nichtlösers, z. B. Ligroin, verfestigt. 



   Das Polycarbonat wird, nachdem es isoliert und zweimal mit 200 g destilliertem Wasser gewaschen wurde, mit 200 g destilliertem Wasser und etwa 5 ml konzentrierter Salzsäure oder Phosphor- oder Schwe- felsäure etwa 3 h lang auf etwa 900C erhitzt, um sowohl die anorganischen Verunreinigungen, z. B. Na-   triumchlorid,   zu lösen wie auch das Alkylsulfat zu verseifen. Anschliessend wird mit je 200 ml destilliertem Wasser gewaschen, bis das Filtrat auf Zusatz von Silberionen nicht mehr trüb wird. Das Polycarbonat wird in etwa   200 li   grossen Kügelchen erhalten. 



   Die relative Viskosität in Methylenchlorid beträgt   : 1, 320.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen linearen thermoplastischen Polycarbonaten durch Umsetzung von organischen Dihydroxyverbindungen mit Phosgen oder Bis-chlorkohlensäureestern solcher Dihydroxyverbindungen in dispersem 2-Phasen-System, wobei wässerig-alkalische Lösung oder Suspensionen derDihydroxyverbindungen die kontinuierlichephase und Lösungen von Phosgen oder Bis-chlorkohlensäureestern in organischen Polycarbonatlösungsmitteln die disperse Phase bilden, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, Kettenabbrechern, Reduktionsmitteln und Dispersionshilfsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man die Dispersionen in Gegenwart von Dispersionshilfsmitteln, zweckmässig unter Verwendung solcher Reaktionsgefässe und mechanischer Mischvorrichtungen, die eine starke Turbulenz in dem Reaktionsgemisch hervorrufende Form und Anordnung besitzen,
    so stark bewegt, dass die disperse Phase auch im letzten Stadium der Polykondensationsreaktion in Form kleiner Teilchen erhalten bleibt, dass man diesen Teilchen alsdann so viel Lösungsmittel durch Verdampfen entzieht, oder dass man das gut lösende Lösungsmittel durch Zusatz eines Lösungsmittels, in dem sich das Polycarbonat nicht oder nur wenig löst, wie z. B. Ligroin, verdünnt und dadurch die Löslichkeit des Polycarbonats in dem entstehenden Lösungsmittelgemisch herabsetzt, so dass die Teilchen auch bei Beendigung des Rührens und beim Entfernen der Dispersionshilfsmittel nicht mehr zusammenbacken, die Teilchen sodann von der wässerigen Phase abtrennt, elektrolytfrei wäscht und schliesslich vollständig von Lösungsmittelresten befreit.
AT232960A 1959-04-25 1960-03-28 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polycarbonaten AT227941B (de)

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