AT227838B - Verfahren zur Herstellung eines Kohle- oder Graphitkörpers mit einem Überzug aus Zirkon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kohle- oder Graphitkörpers mit einem Überzug aus Zirkon

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AT227838B AT985560A AT985560A AT227838B AT 227838 B AT227838 B AT 227838B AT 985560 A AT985560 A AT 985560A AT 985560 A AT985560 A AT 985560A AT 227838 B AT227838 B AT 227838B
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  Verfahren zur Herstellung eines Kohle- oder Graphitkörpers mit einem Überzug aus Zirkon 
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 schmolzenen Metalles bei seiner Wanderung zu der zu überziehenden Fläche. Diese Oxydation kann ver- hindert werden, wenn man statt eines Luftgebläses ein solches mit Argon oder Stickstoff zur Atomisierung und Versprühung des geschmolzenen Metalles verwendet. 



   Bei der besonderen Anwendung der Erfindung auf das Überziehen von Kohle- oder Graphitanoden wird deren Oberfläche zuerst durch Aufblasen von Tonerdesplit (alumine grit) aufgerauht, doch können auch andere Behandlungen, etwa mit Schmirgelleinwand oder Grobbearbeitung verwendet werden. Zur Bildung einer Flamme durch Verbrennung eines Gemisches von Azetylen und Sauerstoff oder von Wasserstoff und
Sauerstoff, sowie zum Einführen des Zirkoniumdrahtes in die Flamme wird eine Spritzpistole bekannter
Bauweise verwendet. Der Draht wird fortschreitend geschmolzen und   einLuftstrom zerstäubt das geschmol-   zene Metall und schleudert es auf die Anode. Zweckmässig wird dabei die besprüht Anode mit einer ge- eigneten Geschwindigkeit von etwa 20 -300 Umdr/min zum Umlaufen gebracht.

   Die Spritzpistole kann während des ganzen Ausstäubens ortsfest sein oder, falls erforderlich, geschwenkt oder querbewegt wer- den. Die Anode kann jede beliebige Gestalt und jeden Querschnitt aufweisen ; die Spritztechnik wird der
Gestalt der Anode anzupassen sein. 



   Das Aufspritzen kann bis zum vollständigen Aufbau in einem Gang erfolgen oder beispielsweise in mehreren Stufen, etwa in   4 - 5   getrennten Spritzvorgängen. Die Aufspritzdauer wird selbstverständlich mit den Eigenheiten der verwendeten Spritzpistole, der Zuführungsgeschwindigkeit des Zirkoniumdrahtes in die Flamme, der Grösse der zu   überziehenden   Oberfläche und mit der Dicke des gewünschten Überzu- ges schwanken. Für kleine Anoden mit einem Überzug in der Grössenordnung von 10   mg/cm   Fläche ist eine Dauer von etwa einer   Viertelminute   herum normal. 



   Im besonderen Falle von Anoden ist die Anwesenheit eines Anteiles an Zirkoniumoxyd im Überzug ohne abträgliche Wirkung für den Betrieb der Anode. Es wurde gefunden, dass die Menge an Zirkonium per Flächeneinheit einer Anode in gewissen Fällen kleiner sein kann als jene, die bei Verwendung eines bekannten Überzugsverfahrens notwendig ist und dass trotzdem die Anode bessere Getter- und Strahlungs- eigenschaften zeigt.

   Das erfindungsgemässe Verfahren hat folgende Vorteile : a) Einfachheit und Leichtigkeit der Aufbringung ; b) kein Abschrecken, zwecks Zurichtung der Oberfläche der Kohle oder des Graphites ist erforder- lich, sondern es genügt einfaches Aufrauhen ; c) vor dem Überziehen ist kein Entgasen   erforderllch,   vermutlich wegen de. etwas porösen Natur des Überzuges ; d) der aufgebrachte Überzug braucht nicht gesinert zu werden ; e) die poröse Natur des Überzuges erlaubt ein bequemes Entgasen der Anode vor ihrer Verwendung als elektrische Röhre ; f) das Haften des Überzuges ist vorzüglich ; g) der erzielte Zirkoniumüberzug hat ausserordentliche gute   Getter- und Strahlungseigenschaften.   



   Ausführungsbeispiel : Eine hohle zylindrische Anode aus bearbeitetem Graphit einer Länge von etwa 65 mm und einem Aussendurchmesser von 25 mm, die ein geschlossenes kugelförmiges Ende aufweist, wurde an ihrer Aussenfläche mit einem   Sandstrahlgebläse   (Nr. 3 + Blastite Tonerdesplit) in einer Gebläsekammer bei einem Luftdruck von 2 kg/cm behandelt, bis ein Gewicht von annähernd 4   mg/cm   Graphit vom äusseren, zylindrischen Mantel abgetragen war. 



   Die Anode wurde dann über einen entsprechenden Dorn gezogen und mit ungefähr 20 Umdr/min in Drehung versetzt, wobei der zylindrische Teil unter Verwendung eines Nebels besprühtwurde, der durch Hindurchführung eines Zirkoniumdrahtes von l mm Durchmesser durch eine Standart-Sauerstoff-AcetylenLuft-Spritzpistole erhalten wurde. 



   Das Besprühen wurde so lange fortgesetzt, bis auf der Anode ein relativ gleichförmiger Niederschlag von annähernd 16   mg/cm   der Graphitoberfläche aufgebracht war. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines Kohle- oder Graphitkörpers mit einem Zirkonüberzug auf einer Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug durch Einführung eines Drahtes, einer Stange oder eines Streifens aus Zirkoniummetall in eine zum Schmelzen des Metalles ausreichend heisse Flamme und durch Richtung eines Luftstromes auf das geschmolzene Metall aufgebracht wird, wodurch letzteres atomisiert und auf die zu behandelnde Oberfläche gespritzt oder geschleudert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das geschmolzene Metall zerstäubt und auf die zu behandelnde Oberfläche durch einen Strom aus Argon oder Stickstoff aufgeschleudert wird. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flamme durch Verbrennung eines Gemisches aus Azetylen und Sauerstoff oder eines Gemisches von Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Zirkoniummetall zu überziehende Oberfläche vor Aufbringung des Überzuges aufgerauht wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, zur Herstellung einer zylindrischen Anode aus Gra- phit, dadurch gekennzeichnet, dass der Graphitkörper mittels eines Sandgebläses aufgerauht wird, bis etwa 4 mg/cm von der Anodenoberfläche abgetragen sind, worauf die Anode zum Umlaufen gebracht und auf sie ein Strahl aus geschmolzenem, zerstäubten Zirkonium gerichtet wird, bis die Dicke des Überzuges das gewünschte Ausmass erreicht hat.
AT985560A 1960-01-12 1960-12-31 Verfahren zur Herstellung eines Kohle- oder Graphitkörpers mit einem Überzug aus Zirkon AT227838B (de)

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