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F l ü s s i g k e i t s a n l a ss- u n d R e g u l i e r w i d e r s t a n d für Elektromotoren.
Es sind bereits Flüssigkeitsanlasser bekannt, bei welchen die Elektroden die Form von hohlen bozw. abgestutzten, hohlen Kegeln besitzen. Diese Form der Elektroden hat sich besonders dann als unpraktisch erwiesen, wenn es sich darum handelte, grosse Elektroden in Anwendung zu bringen und nur wenig Raum zur Verfügung steht, wie dies z. B. bei elektrischen Lokomotiven usw. der Fall ist. Auch ist bei derartig geformten grossen Elektroden eine grosse Flüssigkeitsmenge erforderlich, wodurch ein ökonomisches Arbeiten nicht möglich ist.
Durch die Ausbildung der Elektroden in Form von Wellblechen mit hohen Wellen- berges solen diese Übelstände behoben werden.
In den Zeichnungen ist in den Fig. 1-5 der Anlasser schematisch dargestellt.
Fig. l stellt einen Grundriss mit den Elektroden in auseinandergeschobenem Zustande
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Grundriss eine schematische Darstellung einer Ausführung des die Elektroden umschliessenden Behälters mit den Elektrodenplatten. Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform des Anlass-und Regulierapparatos in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 7 zeigt eine weitere
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oberen Verschlussdeckel des Anlassergehäuses darstellt.
Der Apparat besteht in seinem Wesen aus den in Fig. 1-5 dargestellten beweglichen Elektroden aus leitendem Material, die in einem Gefäss a (Fig. 5, 6, 7, 8) eingebaut sind. In das Gefäss a kann die Widerstandsflüssigkeit nach Bedarf ein- bezw. aus demselben wieder abgelassen werden. Zum Zwecke der Flüssigkeitszufuhr ist das Gefäss a mit einem Einströmrohro v (Fig. 6) und einem Einströmkanale e ausgestattet.
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durch einen Hebel J. (Fig. 6, 7).
Der auf der Welle wl sitzende Hebel h ist mittels Drehzapfen und Lenkerstange l mit dem auf einer Welle w2 sitzenden Hebel h1 verbunden und wird so die Drehbewegung . der Welle auf die auf dieser Wolle versetzt aufgekeilten, mit Schlitzen versehenen
Mitnehmer m1, m2, m3 übertragen. In die Schlitze dieser Mitnehmer ml, mama greifen mittels Drehbolzen Lenkstangen 11, l2, l3 ein, die mittels Drehbolzen mit den auf den Drehwellen der Klappen kl, k2, k3 gekeilten Hebeln h1, h2, h3 verbunden sind.
Die
Klappen k1, k2, k3 sind durch Gewichte oder Federn derart belastet, dass sie bestrebt sind, sich selbsttätig zu schliessen, sobald die Lage der in die Schlitze der Mitnehmer m1,
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und deren gegenseitige Lage, sowie die Lage des Segmentes s zum Hebel h sind so vorgesehen, dass, sobald die Elektroden bll b2, ba am weitesten voneinandergeschoben sind, die Klappe kl geschlossen und die Klappen k2 und k3 ganz offen, somit das Gefäss a leer ist. Wird mit der Einschaltung begonnen, so schliesst sich die Klappe le, und gleichzeitig öffnet sich, jedoch langsamer, die Klappe kl.
Das Verhältnis der Schliessung der Klappe ka zur Eröffnung der Klappe kl wird so gewählt, dass die Klappe k3 zuerst zur Hälfte abschliesst, bevor die Eröffnung der Klappe k1 beginnt, und es ist weiters die Winkelgeschwindigkeit von k3 etwas grösser als von kl, wodurch eine Strom-bezw. Tourenregulierung des Motors in weiten Grenzen ermöglicht ist. Es entspricht nämlich durch die vorbeschriebene Einrichtung für die Drehbewegung der Klappe k3 vom halben bis zum vollen Schluss derselben jeder einzelnen Lage dos Steuerhebels ein bestimmter Flüssigkeitsstand im Gefäss a, somit auch eine bestimmte Stromstärke, d. i. Leistung des Motors.
Dabei ist durch den steten Zu- und Abfluss für Kühlung der Flüssigkeit vorgesorgt.
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offen ist, würde überflüssigerweise zu viel abgekühlte Flüssigkeit aus dem Reservoir r1 ins Gefäss a überströmen. Um dies zu verhüten, ist ein Schwimmer b (Fig. 6, 7) angeordnet, der im Falle eines zu raschen Zuflusses gehoben wird und hindurch den Hebel 1 h2 so verdreht, dass die mit dem Mitnehmer m2 fest verbundene Sperrklinke p ausgelöst wird, wodurch dieser. frei wird und die sich selbsttätig schliessende Klappe k2 geschlossen wird.
Die Klappe k2 ist geschlitzt, so dass selbst bei geschlossenem Zustande derselben eine der Dimension des in Betracht kommenden Motors entsprechende, abgekühlte Flüssigkeitmenge in das Gefäss a einströmen kann, wodurch bei andauernder Regulierung des Motors die Flüssigkeitstemperatur im Gefäss konstant gehalten werden kann.
Dasselbe wird auch erreicht, wenn die Klappe k2 nicht ganz schliessend angeordnet wird, so dass sie einen kleinen Durchgang für die Flüssigkeit freilässt. Von dem Augenblicke an, in welchem die Klappe 1. : 3 geschlossen ist, beginnt der Eingriff des Segmentes s in das Zahnrad s, somit eine Verdrehung der Welle w, damit die Annäherung der Elektrodenhälften bl, b2, b3, also eine allmähliche Verminderung des elektrischen Widerstandes für den Motor.
Der Vorgang beim Anlassen des Motors ist somit kurz folgender :
Zuerst Begmn der Schliessung der Klappe kg, dann weitere Schliessung derselben mit
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offen ist, wobei die Flüssigkeit im Gefäss a so lange ansteigt, bis der Schwimmer b die Schliessung der Klappe k2 bewirkt, wodurch im Gefäss a die abgekühlte, zuströmende Flüssigkeitsmenge auf ein der Motorleistung entsprechendes Minimum reduziert wird, worauf das Segment s mit dem Zahnrad z in Eingriff kommt und die Elektroden bl, b2, ba bis zum vollen Anlauf des Motors genähert werden. Beim Abstellen des Motors geht der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge vor sich.
Weiters besteht das Neue dieses Anlassers nun in der eigentümlichen Form der Elektroden, von welchen einige Ansführungsbeispiolo in den Fig. 2, 2 a, 2b und 2c dargestellt sind. So zeigt z. B. Fig. 2 eine sägezabnförmige Ausgestaltung des Elektrodenprofils, und zwar sind die Zähne je zweier einander gegenüberliegender Elektroden, um eine halbe Zahnhöhe gegeneinander versetzt, so dass sie ganz dicht ineinandergeschoben worden können, wie dies Fig. 4 zeigt, Dadurch wird der Zwischenraum zwischen den Zähnen auf ein ganz kleines Mass herabgedrückt. Ferner ist die mit der Flüssigkeit in Berührung stehende
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ebener Elektroden.
Diese beiden Umstände sind imstande, den Übergangswiderstand für den Stromdurchgaag auf ein so geringes Mass herabzudrücken, dass ein besonderer metallischer Kurzschlusskontakt, wie derselbe bei den Flüssigkeitsanlassern für Drehstrommotoren allgemein üblich. ist, vollkommen entbehrlich wird, ein Umstand, der insbesondere für Motoren mit häufig intermittierendem Betriebe von sehr grossem Nutzen ist, da die metallischen Kurzschlusskontakte zu Abbrand, Erhitzung und ähnlichen Unkömmlichkeiten führen. Es wird sich also die vorliegende Anordnung für Motoren zum Antrieb von Fördermaschinen, Hebe- zeugen u. dgl. insbesondere eignen.
Um die Leistungsfähigkeit dieser Anlasser noch weiter zu erhöhen, können die Elektroden mit Öffnungen d versehen sein. Diese Öffnungen haben den Zweck, bei zusammengeschobenen Elektroden in ihrer Gesamtheit gleichsam ein System von Rohren zu bilden, durch welches die vom Strom erwärmte Flüssigkeit energisch emporströmen wird, so dass von unten her ein selbsttätiger, kräftiger Zufluss kalter Flüssigkeit eintritt, wodurch eine ausgiebige Kühlung erzielt wird. Ausserdem gestattet diese Anordnung durch diese ausgiebige Kühlung eine Steigerung der Stromdichte zwischen den Elektroden, also eine Reduktion der Abmessungen der Elektrodenplatten.
Sowohl durch die Form des Elclttrodonprofils, als auch durch die Anordnung der Öffnungen in der Elektrodenplatte kann gegenüber den bekannten Anlasserausführungen eine wesentliche Verminderung des Gewichtes und der äusseren Abmessungen, also eine
Verbilligung des Anlassers platzgreifen. Besonders tritt der Vorteil kleiner äusserer Ab- messungen des Anlassers, demzufolge auch geringeren Gewichtes, bei Motoren für Loko- motiven auf Vollbahnen hervor, wo mit Raum sehr gespart werden muss und es sich trotzdem um Motorenbelastungen von mehreren hundert Pferdestärken handelt. Selbst- redend kann die Form des Elektrodenprofils mit beliebiger Steigung ausgeführt werden, ferner kann die Form der Zähne spitzer, stumpfer oder auch abgerundet gewählt werden.
Ebenso kann die Grösse der Teilung und die Höhe der Zähne variieren. Ferner können auch je nach Bedarf und Zweck beliebig viele Öffnungen d in den Elektroden vor- gesehen sein.
PATENT ANSPRÜCHE : ]. Flüssigkeitsanlass- und Regulierwiderstand für Elektromotoren, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden aus Wellblechen bestehen und die Bleche derart gegeneinander versetzt angeordnet sind, dass die Zähne, Zacken oder Wellen bei genäherten Elektroden dicht ineinandergreifen, zum Zwecke, bei geringem Raumbedarf möglichst grosse Elektrodenflächen zu erhalten und dadurch eine Vergrösserung des Querschnittes der Flüssigkeitschichte, mithin Reduktion des Gewichtes und der äusseren Abmessungen des Anlassers zu erreichen und eventuell besondere metallische Kurzschlusskontakte in der Endstellung ent- behrlich zu machen.