AT22723B - Flüssigkeitsanlaß- und Regulierwiderstand für Elektromotoren. - Google Patents

Flüssigkeitsanlaß- und Regulierwiderstand für Elektromotoren.

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AT22723B
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Friedrich Kresl
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Friedrich Kresl
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  • Adjustable Resistors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  F l ü s s i g k e i t s a n l a ss- u n d R e g u l i e r w i d e r s t a n d für Elektromotoren. 



   Es   sind bereits Flüssigkeitsanlasser bekannt,   bei welchen die Elektroden die Form von hohlen   bozw.   abgestutzten, hohlen Kegeln besitzen. Diese Form der Elektroden hat sich besonders dann als unpraktisch erwiesen, wenn es sich darum handelte, grosse Elektroden in Anwendung zu bringen und nur wenig Raum zur Verfügung steht, wie dies z. B. bei elektrischen Lokomotiven usw. der Fall ist. Auch ist bei derartig geformten grossen Elektroden eine grosse Flüssigkeitsmenge erforderlich, wodurch ein ökonomisches Arbeiten nicht möglich ist. 



   Durch die Ausbildung der Elektroden in Form von Wellblechen mit hohen Wellen-   berges solen   diese Übelstände behoben werden. 



   In den Zeichnungen ist in den Fig. 1-5 der Anlasser schematisch dargestellt. 



    Fig. l   stellt einen Grundriss mit den Elektroden in auseinandergeschobenem Zustande 
 EMI1.1 
   Grundriss   eine schematische Darstellung einer Ausführung des die Elektroden   umschliessenden   Behälters mit den Elektrodenplatten. Fig. 6 zeigt eine   Ausführungsform   des Anlass-und Regulierapparatos in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 7 zeigt eine weitere 
 EMI1.2 
 oberen   Verschlussdeckel   des Anlassergehäuses darstellt. 



   Der Apparat besteht in seinem Wesen aus den in Fig. 1-5 dargestellten beweglichen Elektroden aus leitendem Material, die in einem Gefäss a (Fig. 5, 6, 7, 8) eingebaut sind. In das Gefäss a kann die Widerstandsflüssigkeit nach Bedarf ein- bezw. aus demselben wieder abgelassen werden. Zum Zwecke der   Flüssigkeitszufuhr ist   das Gefäss a mit einem   Einströmrohro   v (Fig. 6) und einem Einströmkanale e ausgestattet. 
 EMI1.3 
 

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 EMI2.1 
 durch einen   Hebel J. (Fig. 6, 7).   



   Der auf der Welle   wl   sitzende Hebel h ist mittels Drehzapfen und Lenkerstange l mit dem auf einer Welle   w2   sitzenden Hebel   h1   verbunden und wird so die Drehbewegung . der Welle     auf   die auf dieser Wolle versetzt aufgekeilten, mit Schlitzen versehenen
Mitnehmer m1, m2, m3 übertragen. In die Schlitze dieser Mitnehmer   ml,     mama   greifen mittels Drehbolzen Lenkstangen 11, l2, l3 ein, die mittels Drehbolzen mit den auf den   Drehwellen   der Klappen kl, k2, k3 gekeilten Hebeln h1, h2, h3 verbunden sind.

   Die
Klappen k1, k2, k3 sind durch Gewichte oder Federn derart belastet, dass sie bestrebt sind, sich selbsttätig zu schliessen, sobald die Lage der in die Schlitze der Mitnehmer m1, 
 EMI2.2 
 und deren gegenseitige Lage, sowie die Lage des Segmentes s zum Hebel   h   sind so vorgesehen, dass, sobald die   Elektroden bll b2, ba   am weitesten voneinandergeschoben sind, die Klappe kl geschlossen und die Klappen k2 und k3 ganz offen, somit das Gefäss a leer ist. Wird mit der Einschaltung begonnen, so schliesst sich die Klappe   le,   und gleichzeitig öffnet sich, jedoch langsamer, die Klappe kl.

   Das Verhältnis der Schliessung der Klappe   ka   zur Eröffnung der Klappe kl wird so gewählt, dass die Klappe k3 zuerst zur Hälfte abschliesst, bevor die Eröffnung der Klappe k1 beginnt, und es ist weiters die Winkelgeschwindigkeit von k3 etwas grösser als von kl, wodurch eine Strom-bezw. Tourenregulierung des Motors in weiten Grenzen ermöglicht ist. Es entspricht nämlich durch die vorbeschriebene Einrichtung für die Drehbewegung der Klappe k3 vom halben bis zum vollen Schluss derselben jeder einzelnen Lage dos Steuerhebels ein bestimmter Flüssigkeitsstand im Gefäss a, somit auch eine bestimmte Stromstärke, d. i. Leistung des Motors.

   Dabei ist durch den steten Zu- und Abfluss für Kühlung der Flüssigkeit vorgesorgt. 
 EMI2.3 
 offen ist, würde überflüssigerweise zu viel   abgekühlte Flüssigkeit aus   dem Reservoir r1 ins Gefäss a überströmen. Um dies zu verhüten, ist ein Schwimmer b (Fig. 6, 7) angeordnet, der im Falle eines zu raschen Zuflusses gehoben wird und hindurch den Hebel 1 h2 so verdreht, dass die mit dem Mitnehmer m2 fest verbundene Sperrklinke p   ausgelöst   wird, wodurch dieser. frei wird und die sich selbsttätig schliessende Klappe   k2   geschlossen wird.

   Die Klappe   k2   ist geschlitzt, so dass selbst bei geschlossenem Zustande derselben eine der Dimension des in Betracht kommenden Motors entsprechende, abgekühlte Flüssigkeitmenge in das   Gefäss   a einströmen kann, wodurch bei andauernder Regulierung des Motors die Flüssigkeitstemperatur im Gefäss konstant gehalten werden kann.

   Dasselbe wird auch erreicht, wenn die Klappe k2 nicht ganz schliessend angeordnet wird, so dass sie einen kleinen   Durchgang für die Flüssigkeit freilässt.   Von dem Augenblicke an, in welchem die Klappe   1. : 3 geschlossen   ist, beginnt der Eingriff des Segmentes s in das   Zahnrad s,   somit eine Verdrehung der Welle w, damit die Annäherung der   Elektrodenhälften   bl,   b2,   b3, also eine allmähliche Verminderung des elektrischen Widerstandes für den Motor. 



   Der Vorgang beim Anlassen des Motors ist somit kurz folgender :
Zuerst Begmn der Schliessung der Klappe kg, dann weitere Schliessung derselben mit 
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 offen ist, wobei die Flüssigkeit im Gefäss a so lange ansteigt, bis der Schwimmer b die Schliessung der Klappe k2 bewirkt, wodurch im Gefäss a die abgekühlte, zuströmende   Flüssigkeitsmenge auf   ein der Motorleistung entsprechendes Minimum reduziert wird, worauf das Segment s mit dem Zahnrad   z   in Eingriff kommt und die Elektroden bl, b2, ba bis zum vollen Anlauf des   Motors genähert werden.   Beim Abstellen des Motors geht der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge vor sich. 



   Weiters besteht das Neue dieses Anlassers nun in der eigentümlichen Form der Elektroden, von welchen einige Ansführungsbeispiolo in den Fig. 2, 2 a, 2b und 2c dargestellt sind. So zeigt z. B. Fig. 2 eine sägezabnförmige Ausgestaltung des Elektrodenprofils, und zwar sind die Zähne je zweier einander gegenüberliegender Elektroden, um eine halbe Zahnhöhe gegeneinander versetzt, so dass sie ganz dicht ineinandergeschoben worden können, wie dies Fig. 4 zeigt, Dadurch wird der Zwischenraum zwischen den Zähnen auf ein ganz kleines Mass herabgedrückt. Ferner ist die mit der Flüssigkeit in Berührung stehende 
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 ebener Elektroden.

   Diese beiden Umstände sind imstande, den Übergangswiderstand für den   Stromdurchgaag   auf ein so geringes Mass herabzudrücken, dass ein besonderer metallischer   Kurzschlusskontakt, wie derselbe bei den Flüssigkeitsanlassern für Drehstrommotoren allgemein   üblich. ist, vollkommen entbehrlich wird, ein Umstand, der insbesondere für Motoren mit häufig intermittierendem Betriebe von sehr grossem Nutzen ist, da die metallischen Kurzschlusskontakte zu Abbrand, Erhitzung und   ähnlichen Unkömmlichkeiten führen. Es wird   sich also die vorliegende Anordnung für Motoren zum Antrieb von   Fördermaschinen,   Hebe-   zeugen   u. dgl. insbesondere eignen. 



   Um die Leistungsfähigkeit dieser Anlasser noch weiter zu erhöhen, können die Elektroden mit Öffnungen d versehen sein. Diese Öffnungen haben den Zweck, bei zusammengeschobenen Elektroden in ihrer Gesamtheit gleichsam ein System von Rohren zu bilden, durch welches die vom Strom erwärmte Flüssigkeit energisch emporströmen wird, so dass von unten her ein selbsttätiger, kräftiger Zufluss kalter Flüssigkeit eintritt, wodurch eine ausgiebige Kühlung erzielt wird. Ausserdem gestattet diese Anordnung durch diese ausgiebige Kühlung eine Steigerung der Stromdichte zwischen den Elektroden, also eine Reduktion der Abmessungen der Elektrodenplatten. 



   Sowohl durch die Form des   Elclttrodonprofils, als auch   durch die Anordnung der Öffnungen in der Elektrodenplatte kann gegenüber den bekannten Anlasserausführungen eine wesentliche Verminderung des Gewichtes und der äusseren Abmessungen, also eine
Verbilligung des Anlassers platzgreifen. Besonders tritt der Vorteil kleiner äusserer Ab- messungen des Anlassers, demzufolge auch geringeren Gewichtes, bei Motoren für Loko- motiven auf Vollbahnen hervor, wo mit Raum sehr gespart werden muss und es sich trotzdem um Motorenbelastungen von mehreren hundert Pferdestärken handelt. Selbst- redend kann die Form des Elektrodenprofils mit beliebiger Steigung ausgeführt werden, ferner kann die Form der Zähne spitzer, stumpfer oder auch abgerundet gewählt werden. 



   Ebenso kann die Grösse der Teilung und die Höhe der Zähne variieren. Ferner können auch je nach Bedarf und Zweck beliebig viele Öffnungen d in den Elektroden vor- gesehen sein. 



     PATENT ANSPRÜCHE   :   ].   Flüssigkeitsanlass- und Regulierwiderstand für Elektromotoren, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden aus Wellblechen bestehen und die Bleche derart gegeneinander versetzt angeordnet sind, dass die Zähne, Zacken oder Wellen bei genäherten Elektroden dicht ineinandergreifen, zum Zwecke, bei geringem Raumbedarf möglichst grosse Elektrodenflächen zu erhalten und dadurch   eine Vergrösserung des Querschnittes   der Flüssigkeitschichte, mithin Reduktion des Gewichtes und der äusseren Abmessungen des Anlassers zu erreichen und eventuell besondere metallische   Kurzschlusskontakte   in der Endstellung ent-    behrlich   zu machen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Flüssigkeitsanlassers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zähne, Zacken oder Wollen der Elektrodenbleche mit einer oder mehreren Öffnungen vorsehen sind, die in ihrer Gesamtheit bei ineinandergeschobenen Elektroden, Kanäle für die Zirkulation der Flüssigkeit zwischen den Elektroden bilden, um eine ausgiebige Kühlung der Elektroden zu erzielen und dadurch die Anwendung einer hohen Stromintensität zwischen den Elektroden zu ermöglichen.
    3. Flüssigkeitsanlasser nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden derart in Gleitstücken (ql, q2, q3) auf Rollen oder dgl. gelagert und mit Zugstangen (t1, t2, t3), mehrarmigen Hebeln oder dgl. so verbunden sind, dass dieselben einander und der zentralen Achse (w) des Gefässes gleichzeitig genähert oder voneinander bczw. von dieser entfernt werden können.
    4. Flüssigkeitsanlasscr nach den Ansprüchen 1-3, bei welchem in den Zuströmungs- kanal (L), der Flüssigkeit vom Reservoir (t) zum Anlassergefäss (a) und in den Abströmungskanal (t) aus dem Gefäss (a) durch Federwirkung oder dgl. sich selbsttätig schliessende Klappen (k1 bezw. k3) Ventile oder dgl.
    angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätignngsvorrichtung für die Klappen mit dem Antriebsmechanismus zum Nähern und Entfernen der Elektrodenhiilfteil durch geeignete Mittel derart zwangiäufig miteinander verbunden sind, dass beim Einschalten sich zuerst die Klappe (ksi im Abflusskanal zu EMI3.1 Anlauf des Motors genähert werden, zum Zwecke, den Zulauf der Flüssigkeitsmenge in das Gefäss (a) auf ein Minimum zu reduzieren.
    <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 bei offener Klappe (k1) rasch schliesst, so dass nur eine der Dimension des Motors ontsprechende, abgekühlte Flüssigkeitsmenge durch die Schlitze oder die nicht vollständig ab- schliessende Klappe (k2) in das Gefäss a einströmen kann, zum Zwecke, bei andauernder Regulierung des Motors die Temperatur der Flüssigkeit in diesem konstant zu erhalten.
AT22723D 1905-03-10 1905-03-10 Flüssigkeitsanlaß- und Regulierwiderstand für Elektromotoren. AT22723B (de)

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