AT227191B - Schaftmaschine - Google Patents

Schaftmaschine

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AT227191B
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AT
Austria
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lever
piston
oil
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AT97161A
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English (en)
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Sulzer Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaftmaschine 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   senken sich die Schaltplatinen 48, gelangen in den Bereich des unteren Schaltmessers 23 und werden durch dieses verstellt ; ist kein Loch vorhanden, so bleiben sie gehoben und gelangen in den Bereich des oberen Schaltmessers 24. Die Schaltmesser 23,24 bewegen sich gegenläufig von der Mittelstellung zu ihren in Fig. 2 gezeichneten Endstellungen. 



  Jede Schaltplatine 48 betätigt einen Schalthebel 51, der sich um die Achse 52 dreht und mit einem horizontalen Arm 53 versehen ist. Am unteren Ende ist der Schalthebel 51 durch die Laschen 54 und 55 mit den Haken 33,34 der Hubplatinen 31,32 verbunden. 



  Der horizontale Arm 53 des Schalthebels 51 arbeitet mit der Klinke 61 zusammen, Fig. 2. Diese weist Anschläge 62,63 und eine dazwischengelegene Rolle 64 auf, während der Arm 53 am Ende mit zwei Schrägflächen 66,67 versehen ist, die in den Endstellungen des Hebels 51 an den Anschlagflächen 62,63 und an der Rolle 64 (Fig. l) anliegen. Die Klinken 61 drehen sich um eine im Gehäuse fest gelagerte Achse 68 und werden mittels Zugfedern 69 gegen die Hebel 51 gedrückt. 



  Jeder Arm 53 ist ferner mittels einer Stange 71 mit einem Dämpfungskolben 72 verbunden, der in einem Dämpfungszylinder 73 mit der mittleren Durchtrittsöffnung 74 vorgesehen ist. Da eine Dämpfung erst gegen Ende der Bewegung des Armes 53 erfolgen soll, ist die Höhe des Kolbens 72 kleiner als die lichte Weite der Druchtrittsöffnung 74, in der Achsrichtung des Zylinders 73 gemessen. Damit die Dämpfung nach oben und nach unten gleich gross ist, ist der untere Rand des Kolbens 72 mit einer Abschrägung 75 (Fig. 3) versehen, weil die zu verdrängende Ölmenge unterhalb des Kolbens grösser ist als oberhalb desselben. 



  Ausserdem ist zwischen dem Dämpfungskolben 72 und dem Zylinder 73 ein Spiel 72a vorhanden, welches zur Erzeugung der erforderlichen Dämpfungswirkung dient. Anstatt des Spieles kann der Kolben 72 auch mit einer Drosselöffnung od. dgl. versehen sein. 



  Da für jeden Schaft ein Schalthebel 51 vorhanden ist, so sind ebensoviele Dämpfungszylinder 73 erforderlich. Diese sind als Bohrungen in dem Block 76 vorgesehen, der auf dem herausnehmbaren Boden 77 der Ölwanne 78 der Kartenschaftmaschine 11 befestigt ist (Fig. 3). 



  In Fig. 2 ist dargestellt, dass das Schaltmesser 24 den Schalthebel zwangsläufig aus der unteren, vom Anschlag 63 begrenzten Endstellung so weit über die Mittellage M hinaus bewegt hat, dass unter der Kraftwirkung der Zugfeder 69 die Rolle 64 sich längs der Schrägfläche 66 abwälzt und der Schalthebel 51 in die obere Endstellung Eo durch Schnappwirkung weiter verschwenkt wird. Um Schwingungen des Schalthebels 51 zu vermeiden und das Geräusch seines Anschlagens zu verringern, dämpft der Kolben 72 durch Drosselung des Ölaustrittes durch die Öffnung 74 die Geschwindigkeit des unter Kraftwirkung erfolgenden Teiles der Schwenkbewegung, bevor der Arm 53 zum Anschlagen kommt. 



  Durch diese Ausbildung wird es nun möglich, die Haken 33,34 dem Inneren des U-Profils der Hubbalken 14,15 genau anzupassen, um Schwingungen auszuschalten. Das Einschieben der Haken 33,34 in die Hubbalken 14,15 erfolgt dann unter der Kraftwirkung der Feder 69 sehr schnell, wenn die Hubbalken 14,15 ihre Endstellung erreicht haben. 



  In Fig. 4 sind die Bewegungen der Teile als Ordinaten in bezug auf Winkeldrehungen der Hauptwelle der Webmaschine um 360  als Abszissen dargestellt. Bei jeder Umdrehung der Hauptwelle erfolgen das Eintragen und das Anschlagen eines Schussfadens. 



  Bei 1800 (links) ist das Webfach geöffnet. Die Webschäfte stehen entweder im Hochfach (Kurve A) oder im Tieffach (KurveB). Die Hubbalken 14,15 (Kurve C) befinden sich in der unteren Lage. Das obere Schaltmesser 24 (Kurve D) steht in der linken Endstellung wie in Fig. 1, das untere Schaltmesser 23 hingegen in der rechten Endstellung wie in Fig. 1, Kurve E. 



  Da die Welle 10 für den Hubbalkenantrieb pro Umdrehung der Hauptwelle nur eine halbe Umdrehung macht, bewegen sich die beiden Hubbalken 14 und 15 (Fig. 4) während der ersten Umdrehung der Hauptwelle um 360  von unten nach oben und dann bei der zweiten Umdrehung von oben nach unten. Trotzdem können Schäfte bei jeder Umdrehung sowohl gehoben als auch gesenkt werden, je nachdem, welche der Platinen 31,32 bzw. welcher Haken 33,34 in den einen oder in den andern der Hubbalken 14,15 eingeschoben wird. 



  Das Schaltmesser 24 bewegt sich während der ersten Umdrehung von links zur Mitte und nach einem Stillstand in der Mitte, währenddem allfällige Schaltplatinen 48- gehoben werden, bewegt es sich gegen das Ende der ersten Umdrehung von der Mitte nach rechts. In derselben Zeit bewegt sich das untere Schaltmesser 23 von rechts zur Mitte und von der Mitte nach links. In der nächsten Umdrehung erfolgt die Bewegung in entgegengesetzter Richtung. 



  In Fig. 2 hat nun das Schaltmesser 23 die Hubplatine 48, weil wegen Fehlen eines Loches in der Musterkarte 45 die zugehörige Lesenadel 47 angehoben ist, bereits über die Mitte hinaus eine solche   

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 Strecke nach rechts bewegt, dass die Spitze 65 des Armes 53 schon so viel über die Rolle 64 angehoben ist, dass die bei der Drehung der Klinke 61 nach links gespeicherte Kraft der Zugfeder 69 den Arm 53 in seiner Aufwärtsbewegung so beschleunigt, dass sich der Haken 49 der Schaltplatine 48 vom entsprechenden Haken 50 des Schaltmessers 24 abhebt. Dies geht aus dem Diagramm nach Fig. 4 hervor. Die betreffende Stelle ist in grösserem Massstab darunter gezeigt. Die Kurve D verläuft sinusförmig zwischen 850 und 1950. Die Mitte liegt bei 1400.

   Bei 1500 kommt die gespeicherte Kraft der Feder 69 zur Wirkung und die Schaltplatine 48 bzw. der Haken 49 bewegt sich gemäss der Kurve D* beschleunigt gegenüber dem Schaltmesser 24 bzw. dem Haken 50. Somit hat die Schaltplatine 48 und damit der Schalthebel 51 und der Haken 34 der Hubplatine 32 durch   die Schnappwirkung der Klinke 61 mitHilfe der Feder   69 die Endstellung schon bei 1600 erreicht, während der Haken 50 des Schaltmessers 24 seine Endstellung erst bei 1950 erreicht. 



   Dadurch ist nun der Vorteil erreicht,   aass   das   vollstänaige   Einschieben der Haken 33 und 34 in die Hubbalken 14,15 unabhängig von der Geschwindigkeit der Bewegung der Schaltmesser 23,24 in kürzerer Zeit mit grösserer Sicherheit erfolgt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Schaftmaschine, bei welcher die Hubplatinen durch Verschwenken in zwei Endstellungen wahlweise in oder ausser Eingriff mit hin- und her bewegten Hubbalken gebracht werden, wobei eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, welche die Hubplatinen zwangsläufig aus einer Endstellung über die Mittellage hinaus verschwenkt, dadurch gekennzeichnet, dass eine an sich bekannte, mit einer Feder (64) versehene Schnappvorrichtung, welche die Hubplatinen (31, 32) bis in die jeweils andere Endstellung weiterverschwenkt sowie eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, welche die Schwenkgeschwindigkeit der Platine mindestens am Ende des unter Kraftwirkung erfolgenden Teiles der Schwenkbewegung verringert.

Claims (1)

  1. 2. Schaftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnappvorrichtung aus einer von der Feder (69) belasteten Klinke (61) und einem Arm (53) eines die Verstellung von Hubplatinen (31, 32) bewirkenden Schalthebels (51) besteht, wobei die Klinke (61) bzw. der Hebelteil (53) mit zwei zur Mittelebene symmetrisch gelegenen Schrägflächen (66,67) und der Hebelteil (53) oder die Klinke (61) mit einer Spitze versehen ist. EMI3.1
    4. Schaftmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (61) an beiden Seiten der Spitze (65) bzw. Rolle (64) mit Endanschlägen (62,63) für den Schalthebel (51) versehen ist.
    5. Schaftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bremsvorrichtung in an sich bekannter Weise ein in einem ölgefüllten Zylinder (73) arbeitender, doppeltwirkender Kolben (72) vor- gesehen ist.
    6. Schaftmaschine nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölzylinder (73) im Ölsumpf des Gehäuses der Kartenschaftmaschine (1) angeordnet und die Kolben (72) durch Stangen (71) mit dem Ende der Schalthebel (51) verbunden sind.
    7. Schaftmaschine nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (73) eine mittlere seitliche Durchtrittsöffnung (74) aufweist, deren lichte Weite in der Richtung der Zylinderachse grösser ist als die Höhe des Kolbens (72).
    8. Schaftmaschine nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenrand auf der von der Stange (71) abgewendeten Seite mit einer den Öldurchfluss drosselnden Abschrägung (75) versehen ist.
AT97161A 1960-02-12 1961-02-06 Schaftmaschine AT227191B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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CH227191X 1960-02-12

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AT227191B true AT227191B (de) 1963-05-10

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ID=4454916

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AT97161A AT227191B (de) 1960-02-12 1961-02-06 Schaftmaschine

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