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Tankschiff
Die Erfindung betrifft ein Tankschiff bei dem das Mittelschiff von zwei mit Abstand parallel verlaufenden, unausgesteiften, als Laderaum dienenden Rohren gebildet wird, welche einen etwa der Schiffshöhe entsprechenden Durchmesser haben und mittels der einen mittleren Laderaum begrenzenden Decksund Schiffsbodenflächen sowie Querspanten verbunden sind.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung liegt darin, Tankschiffe der vorgenannten Art bei geringstem baulichen Aufwand möglichst feuersicher und so auszubilden, dass beim Brand die Besatzung des Tankschiffes mit grosser Wahrscheinlichkeit gerettet werden kann.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die äusseren Nahtstellen zwischen Längsrohren und Decksflächen so auszubilden, dass sie unter dem Scheitelpunkt der Längsrohre zu liegen kommen und Flüssigkeits-Sammelkanäle bilden. Die Kanäle können übergegangene Flüssigkeit, insbesondere brennbare Flüssigkeit des Tankschiffinhaltes aufnehmen. Es wird somit verhindert, dass sich die brennbaren Flüssigkeiten auf eine grosse Oberfläche ausbreiten, in starkem Masse vergasen und so eine erhöhte Explosionsgefahr hervorrufen können. Auch ist die Möglichkeit gegeben, die übergegangenen Teile der flüssigen Ladung wieder in die Tankräume abzupumpen.
Von Bedeutung ist auch, dass die eventuell übergegangene flüssige Ladung von den Anschluss- und Füllstutzen ferngehalten wird, die sich im allgemeinen in der Schiffsmitte befinden. Zu berücksichtigen ist ferner, dass ein Übergehen der flüssigen Ladung ins Wasser verhindert wird, so dass man dem möglicherweise brennenden Tankschiff auf dem Wasserwege Hilfe bringen und auch die Besatzungsmitglieder retten kann, für die gemäss einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung ausserhalb der Sammelkanäle Gangborde angeordnet werden.
Auch diese Gangbords dienen dem Feuerschutz, da sie der Besatzung an vielen Stellen die Möglich- keit geben, bei einem Schiffsbrand die besonders gefährdete von den Flüssigkeitssammelkanälen umschlossene Schiffsmitte zu verlassen, um dann von Luv her von längsseitsgehenden Rettungsschiffen übernommen zu werden. Auch kann selbstverständlich von diesen Gangbords aus eine Feuerlöschaktion eingeleitet werden.
Zwei bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Die Zeichnung zeigt einen schematischen Querschnitt durch den Mittelteil eines erfindungsgemässen Tankschiffes, wobei links der Trennlinie A-B eine Schiffsform mit flachem Schiffsboden und rechts der Trennlinie A-B eine Schiffsform mit gewölbtem Schiffsboden dargestellt ist.
Der in der Zeichnung dargestellte Schiffsquerschnitt lässt zwei grosse Längsrohre 1 und 2 erkennen, deren Durchmesser nahezu der gesamten Schiffshöhe entspricht. Diese beiden Längsrohre 1 und 2 sind von innen nicht ausgesteift und über stark konvex gewölbte Decksflächen 3 und Schiffsbodenflächen 4 miteinander verbunden. An Stelle einer gewölbten Schiffsbodenfläche 4 kann auch ein flacher Schiffsboden o
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Als Tankräume dienen einerseits das Innere der beiden Rohre 1 und 2 und anderseits auch der mittlere Raum zwischen den Rohren 1 und 2 einerseits und Decks- und Bodenflächen anderseits. Als zusätzliche Versteifung können im mittleren Teil des Schiffes Querspanten 7 angeordnet werden, die über die Länge des Schiffes verteilt, die Querfestigkeit des Schiffes vergrössern.
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Der Kernpunkt der Erfindung wird nun darin gesehen, dass die Nahtstelle 8 zwischen der Decksfläche 3 und den Rohren 1 bzw. 2 tiefer liegt als der Scheitelpunkt der Rohre, so dass sich Flüssigkeitssammelkanäle bilden, über die unbeabsichtigt verschüttetes flüssiges Ladegut gesammelt und abgeführt werden kann. Bei feuergefährlichen Flüssigkeiten führt die Anordnung der Flüssigkeitssammelkanäle 8 zu einer erheblich verminderten Brandgefahr, da praktisch keine grossflächigen Lachen entstehen können.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind auf die äusseren Ränder der Längsrohre 1 und 2 Gangborde 9 aufgesetzt. Die Gangborde 9 können so ausgebildet werden, dass sie mit den Schiffskörper bildenden Rohren noch einen zusätzlichen Kanal in Schiffslängsrichtung bilden. Auch dieser Kanal dient als Sammelkanal für übergehende Ladung oder kann bei Brandgefahr mit Wasser geflutet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tankschiff, bei dem das Mittelschiff von zwei mit Abstand parallel verlaufenden, unausgesteif- ten, als Laderaum dienenden Rohren gebildet wird, welche einen etwa der Schiffshöhe entsprechenden Durchmesser haben und mittels der einen mittleren Laderaum begrenzenden Decks- und Schiffsbodenflächen sowie Querspanten verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Nahtstellen zwischen Längsrohren (1, 2) und Decksflächen (3) unter dem Scheitelpunkt der Längsrohre (1, 2) liegen und als Flüssigkeits-Sammelkanäle (8) ausgebildet sind.