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Automatische Lenkeinrichtung für Raketengeschosse
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine automatische Lenkeinrichtung für Raketengeschosse mit einer Empfangseinrichtung für eine vom zu lenkenden Geschoss ausgehende Lichtstrahlung und einer
Auswerteeinrichtung zur Gewinnung eines dem jeweiligen Fehlervektor des Geschosses von der Sollage entsprechenden Fehlersignales.
Das Erfindungsziel ist darin zu erblicken, die störende Lichtstrahlung jeder andern Lichtquelle, ausser der des mit der Empfangs- und Auswertevorrichtung über einen Steuerkanal verbundenen Geschosses, die im Empfangsbereich-Kegel der Empfangsvorrichtung wirksam sein und die Gewinnung eines eindeutigen Fehlersignales unmöglich machen könnte, an der Beaufschlagung der Empfangsvorrichtung zu verhindern.
Erfindungsgemäss ist die Hilfsvorrichtung gekennzeichnet, durch eine die störende Strahlung seitlicher Strahlungsquellen abschirmende Blende mit einem Durchlassfenster für die Strahlung des Geschosses, wobei diese Blende in einer quer zu Beobachtungsrichtung orientierten Ebene verstellbar ist, um stets der jeweiligen Lage des Geschosses entsprechend nachgeführt werden zu können.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform naher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht ist. In dieser zeigt Fig.1 in vereinfachter und schematisierter Darstellung eine erfindungsgemässe Lenkvorrichtung für ein Raketengeschoss, Fig. 2 eine Lichtzelle LZ in Ansicht und Fig. 3 den Zeitverlauf der Mess-Spannung Um, aus welcher das Fehlersignal abgeleitet ist.
Die optische Achse Z einer licht-bzw. infrarot-optischen Empfangsanordnung LS sei dauernd auf ein beispielsweise bewegliches Ziel gerichtet und bildet die Soll-Fluggerade eines lenkbaren Raketengeschosses G, beispielsweise eines über die nachgeschleppte Drahtleitung D fernlenkbaren Panzerabwehr-Raketenge- schosses. D ; e Licht- bzw. Wärmestrahlung der Treibgase des Geschosses G werden durch die Empfangsoptik LS in die Ebene einer optisch-elektrischen Lichtwandlerzelle LZ abgebildet. Diese wird um die Achse Z von einem Synchronmotor SM gedreht und hat eine Empfindlichkeitszone von der in Fig. 2 dargestellten Form.
Falls ein Geschossbild G* in die Ebene dieser Lichtzelle abgebildet wird, so gibt die Zelle LZ eine impulsförmige Mess-Spannung Um ab, bei der die Dauer Ag der Einzelimpulse umso grösser sind, je grö- sser der Radialabstand des Lichtpunktes G* vom Drehzentrum der Zelle LZ ist, während die Phasenwinkel so dieser Impulse innerhalb der durch die Zeitmarken tl -t4 bestimmten Perioden dem Winkel so des LichtBildpunktes G* gegenüber einem Bezugsradius rO proportional sind.
In an sich bekannter Weise ist es möglich, in einem Fehler-Rechner FR aus dieser Mess-Spannung Um und einer aus dem Synchromotor SM gewonnenen Referenzspannung Ur ein elektrisches Fehlersignal f zu gewinnen, welches dem momentanen geometrischen Fehlervektor f des Geschosses G von der Sol1-Flugge- raden analog entspricht. Mit Hilfe einer Automatik-Steuervorrichtung AS wird aus diesem Fehlersignal ein Korrektur-Steuersignal ka gewonnen, das dem Geschoss G über die Drahtleitung D zugeführt wird und die allmähliche Annäherung der Geschossflugbahn an die Soll-Flugbahn Z bewirkt.
In Fig. l ist angedeutet, dass das Geschoss auch bei Umlegung des Umschaltkontaktes SI von einem ein
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Fenster SD enthaltende Blende SF lässtsichin ihrerquerzur Beobachtungsrichtung Z orientierten Ebene frei verschieben, beispielsweise mit Hilfe von Zweikoordinaten-Zahnstangentrieben ZT, von denen nur einer
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gezeichnet ist.
Diese Zahnstangentriebe werden von je einem Nachlaufmotor NM aus verstellt, deren Steuerspannung wahlweise von einem Handeinstell-Potentiometer P gewonnen oder durch die entsprechenden Koordinaten-Komponenten des Fehlersignals f'gebildet wird. In der gezeichneten Stellung des Umschaltkontaktes S2 wird das Fenster SD immer gemäss dem momentanen Fehlervektor f des Geschosses von der SollFlugbahn eingestellt, d. h. die Lage des Durchlassfensters SD wird automatisch dauernd den Bewegungen des Geschosses in der Beobachtungsebene nachgeführt. Es wäre auch möglich, eine rein mechanische, z. B. pantographenähnliche Verstellvorrichtung für die Blende mit einem Beobachtungsfeldstecher zu kuppeln, um die Blende willkürlich statt automatisch zu verstellen.
Wesentlicher Zweck jeder solchen Verstellvorrichtung ist die Möglichkeit, das Durchlassfenster der Blende so einstellen zu können, dass das Licht des von der betreffenden Lenkstelle aus zu lenkenden Geschosses G ungehindert die Lichtzelle LZ beaufschlagen
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B.jeweiligen Fehlervektor des Geschosses von der Sollage entsprechenden Fehlersignals, gekennzeichnet durch eine die störende Strahlung seitlicher Strahlungsquellen abschirmende Blende mit einem Durchlassfenster für die Strahlung des Geschosses, wobei diese Blende in einer quer zur Beobachtungsrichtung orientierten Ebene verstellbar ist, um stets der jeweiligen Lage des Geschosses entsprechend nachgeführt werden zu können.