AT226531B - Aufnahmekamera, insbesondere Kinokamera, mit Handgriff - Google Patents

Aufnahmekamera, insbesondere Kinokamera, mit Handgriff

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AT226531B
AT226531B AT730660A AT730660A AT226531B AT 226531 B AT226531 B AT 226531B AT 730660 A AT730660 A AT 730660A AT 730660 A AT730660 A AT 730660A AT 226531 B AT226531 B AT 226531B
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Description


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  Aufnahmekamera, insbesondere Kinokamera, mit Handgriff 
Die Erfindung betrifft eine Aufnahmekamera, insbesondere Kinokamera, mit einem seitlich an der Kamera angebrachten Handgriff. 



   Bekannt sind Kinokameras mit stabförmigem Handgriff, der von einer Hand praktisch vollständig um- 
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 ausgebildet, mitFingermulden ver-sehen und von unten an die Kamera   angefügt,   Bei andern Ausführungen sind sie   bügelförmig   ausgebildet und   z. B.   seitlich an die Kamera angesetzt, Sie können drehbar gelagert sein und ermöglichen dadurch eine begrenzte Anpassung an die jeweils gewünschte Handstellung. Ferner ist es bekannt, solche Hand- griffe durch einen   Halteriemen zu umschliessen. Oftmals isthiebeieinAuslöseknopf unmittelbar   am Hand- griff im Bewegungsbereich des Zeigefingers vorgesehen, so dass hiedurch grundsätzlich eine Einhandbe- dienung ermöglicht wird. 



   Revolvergriffe und auch Bügelhandgriffe stehen jedoch ziemlich weit von der Kamera ab. Meist ist es daher recht unbequem, Kameras mit solchen Handgriffen mitzuführen. Da auch der Handgriff am Ka- merakörper selbst angebracht werden muss, ist oft die Verwendung einer Bereitsschaftstasche nicht mög- lich. 



   Erfindungsgemäss wird nun ein unmittelbar an eine Seitenwand der Kamera flach angefügter, der im wesentlichen geöffneten Hand angepasster Handgriff mit einer von dieser Seitenwand quer abstehenden
Daumenstütze vorgeschlagen. Auch bei dieser Ausführung ist es möglich, die Kamera sicher mit einer
Hand zu   halten. Gegenüber   den   bekannten Ausführungen wird   hiedurch aber   das Umrissvolumen der Kamera   nicht wesentlich verandert, so dass der Handgriff praktisch beim Transport nicht hinderlich ist.   Ausserdem   ist es jetzt auch ohne weiteres möglich, den Handgriff mit einer Bereitschaftstasche zu umschliessen. Es muss dann lediglich dafür gesorgt werden, dass die den Handgriff aufnehmende Seitenwand der Kamera beim Öffnen der Bereitschaftstasche freigelegt wird.

   Die Daumenstütze kann gegebenenfalls durch eine
Aussparung in der Bereitschaftstasche nach aussen ragen Sie ermöglicht eine besonders sichere Führung der Kamera auch dann, wenn die Anlageflächen für die Finger und den Handteller unmittelbar in die Ka- meraseitenwand eingeformt sind. 



   Bei der Aufnahme wird die Kamera   in erster Linie über die Daumenstutze   gehalten, die man zwischen
Daumen und Mittelhand einklemmen kann. Die Finger dienen dann zum sicheren Führen der Kamera und können gegebenenfalls noch Schaltfunktionen übernehmen. Vorzugsweise sind am vorderen Ende des Hand- griffes in an sich bekannter Weise Griffmulden für die einzelnen Fingerkuppen vorgesehen. In einer Griff- mulde für den Zeigefinger kann dabei ein Auslöseknopf angebracht werden. 



   Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die Daumenstütze in bei Kameragriffen an sich bekannter Weise ausschwenkbar gelagert und wird in der Betriebsstellung durch eine Verriegelung ge- halten, Ausser Betrieb kann sich die Daumenstütze dann flach an die Kameraseitenwand anfügen und ge- gebenenfalls durch die Bereitschaftstasche umschlossen werden. 



   Vorzugsweise weist der Handgriff eine Aussparung auf, in die sich die an die Kamerawand ange- schwenkte Daumenstütze passend einfügt, so dass beide Teile   einen geschlossenen, flachen Korper bilden.  
Gemäss einer andern Ausführungsform der Erfindung ist das Kameragehäuse mit einer Aussparung zur Auf- nahme der eingeschwenkten Daumenstütze versehen, wodurch ausser Betrieb der Raumbedarf des über die
Kamerawand vorstehenden Handgriffes verringert wird. 



   Vorteilhaft wird in der Daumenstütze ein Sucher angeordnet. In diesem Fall kann in der Kamera selbst ein Sucher, der vor allem bei Kinokameras erheblichen Raum fordert, ganz eingespart und damit 

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   die Kamera selbst wesentlich handlicher ausgebildet werden. Ferner lässt sich in der Drehachse der Daumenstütze ein vom Daumen bedienbarer Ensteller für eine Kamerafunktion, insbesondere den Parallaxenausgleich, drehbar lagern. Grundsätzlich können auf diese Weise alle andern Kamerafunktionen, insbesondere Entfernungseinstellung des Aufnahmeobjektivs, Blendenstellung usw. gesteuert werden. 



  Ferner wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, bei einer Kamera mit Objektivrevolver die Revolverplatte an ihrem Umfang mit gleichmässig verteilten Randaussparungen im Griffbereich vorzugsweise des Mittelfingers der die Kamera haltenden Hand zu versehen, derart, dass der Objektivrevolver durch diesen Finger schaltbar ist. 



  Die Führung der Kamera wird sicherer und die Bedienung erleichtert, wenn nach einem weiteren Erfindungsvorschlag ein an der Kamera befestigter und die am Handgriff flach anliegende Hand umspannender an sich bekannter Halteriemen vorgesehen wird. Vor allem in Aufnahmepausen ist es angenehm, die Kamera nur über die Fingerspitzen und den die Mittelhand umspannenden Halteriemen zu halten. Ein Ende des Halteriemens kann in zwei Stellungen am Kameragehäuse umsteckbar befestigt sein, derart. dass der Halteriemen in der zweiten Stellung als Tragriemen verwendbar ist. 



  Auf weitere Einzelheiten der Erfindung soll in der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen des Erfindungsgegenstandes an Hand der Zeichnung eingegangen werden. 



  Es zeigen Fig. 1 eine räumliche Darstellung. Fig. 2 eine Frontansicht und Fig. 3 eine Seitenansicht einer ersten erfindungsgemäss ausgebildeten Kinokamera, während Fig. 4 in räumlicher Darstellung eine zweite Ausführungsform der Erfindung wiedergibt. 



  In den Fig. 1-3 ist mit 1 das Gehäuse einer Kinokamera bezeichnet. die vorne durch eine Haube 2   
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 das Suchereintritts-mulden 9 für die einzelnen Fingerkuppen aufweist. In der oberen Griffmulde ist ein Auslöseknopf 10 angebracht. 



   Im hinteren unteren Teil des Handgriffes 8 sitzt in einem Sockel 11 ein Bolzen 12, auf dem mittels   ihrer Nabe 13 eine Daumenstütze schwenkbar gelagert ist,   die sich   ausser Betrieb in eine Aussparung   15 des Handgriffes passend einfügt. Vor der Aufnahme wird die Daumenstütze 14 in die Stellung nach Fig. 2 geschwenkt, wobei ein Raststift 16, der durch eine Feder 17 nach   unten gedrückt   wird, in eineRandaus-   sparung 18 des Sockels 11 einrastet. Die Daumenstütze ist daher in der Betriebsstellung starr   mit dem Kameragehäuse verbunden. Zum Einschwenken muss der Bolzen 16 von Hand bis über den Sockel 11 zurückgedrückt werden.

   Nach dem Einschwenken der Daumenstütze rastet der Bolzen'16. leicht in eine Ausspa-   rung 19 des Sockels 11 ein,, jedoch ist die Rastkraft so klein gehalten, dass die Daumenstütze leicht nach aussen geschwenkt werden kann.    



   Ein Halteriemen 20 ist über einen Niet 21 auf der Oberseite der Kamera schwenkbar befestigt und kann mittels einer Loch-Schlitz-Verbindung 22 wahlweise an einem unterhalb des Handgriffes 8 an diesem oder am Kameragehäuse vorgesehenen Kopfstift 23 oder einem Kopfstift 24 auf der Rückseite der Kamera befestigt werden. Die letztere Anordnung ist in Fig. 3 mit unterbrochenen Linien gezeigt. 



   Bei der Aufnahme wird die Kamera im wesentlichen durch den von hinten oben an der Daumenstütze anliegenden Daumen und die von unten gegen die Stütze geklemmte Mittelhand gehalten. Die Ausrichtung der Kamera erfolgt dann über die Finger, insbesondere über die in den Griffmulden 9 anliegenden Fingerspitzen. Zusätzlich wird die Hand durch den Halteriemen 20 umspannt. Vor oder nach der Aufnahme kann daher die Daumenstütze freigegeben und die Kamera ausreichend durch die Finger und den Halteriemen 20 gehalten werden. 



   Bei der Ausführung nach Fig. 4 ist nun in   der Daumenstütze   14a unmittelbar ein Sucher 25 angebracht. 



  Ausserdem weist das Kameragehäuse la selbst eine Aussparung 26 auf, in die die Daumenstütze 14a eingeschwenkt werden kann. Auf der Schwenkachse 27 der Daumenstütze ist jetzt drehbar ein Einsteller 28 zum Einstellen des Parallaxenausgleichs vorgesehen. Gegebenenfalls können auch Einstellungen über die Achse 27 unmittelbar ins Kameragehäuse übertragen werden, sodasssichmitdem Daumen die Aufnahmeentfernung oder etwa die Blendenstellung einstellen lassen. 



   Ferner ist nach Fig. 4 eine Objektivplatte 29, die verschiedene Objektive 30 trägt, mit in gleichem Abstand voneinander vorgesehenen Randaussparungen 31 versehen, in die der Mittelfinger eingreifen kann. 



  Der Objektivrevolver   lässt sich   daher ebenfalls über die die Kamera haltende Hand verstellen. Grundsätzlich lassen sich auf die gezeigte Weise mit einer Hand sämtliche Schaltfunktionen der Kamera steuern. 



     Ausser Kinokameras   können auch normale photographische Kameras mit dem erfindungsgemässen Handgriff versehen werden, wobei zweckmässig im Bewegungsbereich des Daumens ein Schaltelement zur 

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Weiterschaltung des Filmes angebracht   w d.   Ferner ist es möglich, auf der gegenüberliegenden Seite der
Kamera einen Hilfsgriff bzw. zweiten Handgriff anzuordnen, wenn die Kamera verhältnismässig schwer ist oder eine besonders sichere Führung, z.   B.   bei der Verwendung von langbrennweitigen Objektiven ge- wünscht wird. In einem solchen Fall wird man zweckmässig die einzelnen Bedienungsorgane auf beide i Handgriffe verteilen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Aufnahmekamera, insbesondere Kinokamera, mit einem seitlich an der Kamera angebrachten
Handgriff, gekennzeichnet durch einen unmittelbar an eine Seitenwand (7) der Kamera flach angefügten, der im wesentlichen geöffneten Hand angepassten Handgriff (8) mit einer von dieser Seitenwand quer ab- stehenden Daumenstütze (14).

Claims (1)

  1. 2. Kamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch am andern Ende des Handgriffes vorgesehene an sich bekannte Griffmulden (9) für die einzelnen Fingerkuppen.
    3. Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Griffmulde für den Zeigefinger ein Auslöseknopf (10) vorgesehen ist.
    4. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daumenstütze in bei Kameragriffen an sich bekannter Weise ausschwenkbar (12) gelagert ist und in der Betriebsstellung durch eine Verriege- lung (16, 17,18) gehalten wird.
    5. Kamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (8) eine Aussparung (15) aufweist, in die sich die an die Kamerawand angeschwenkte Daumenstütze (14) passend einfügt.
    6. Kamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kameragehäuse (la) eine Ausspa- rung (26) zur Aufnahme der eingeschwenkten DaumenstUtze (14a) aufweist.
    7. Kamera nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Daumenstütze (14a) ein Sucher (25) angeordnet ist.
    8. Kamera nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Drehachse (27) der Daumenstütze ein vom Daumen bedienbarer Einsteller (28) für eine Kamera- funktion, insbesondere den Parallaxenausgleich, drehbar gelagert ist.
    9. Kamera mit Objektivrevolver nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Revolverplatte (29) an ihrem Umfang gleichmässig verteilte Randaussparungen (31) im Gnffbereich vorzugsweise des Mitteltingers der die Kamera haltenden Hand aufweist, derart, dass der Objektivrevolver durch diesen Finger schaltbar ist.
    10. Kamera nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen an der Kamera befestigten und die am Handgriff (8) flach anliegende Hand umspannenden, an sich bekann- ten Halteriemen (20).
    11. Kamera nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende des Halteriemens in zwei Stellungen (24,23) am Kameragehäuse umsteckbar befestigt ist, derart, dass der Halteriemen in der zweiten Stellung als Tragriemen verwendbar ist.
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