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Flüssigkeitsvernebler
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsvernebler mit einem eine Lufteinlassöffnung und eine Austrittsöffnung für den Nebelstrom aufweisenden äusseren Gehäuse, das zur Bildung eines Austritts- kanals für den Nebelstrom mit Abstand ein zu ihm koaxiales inneres Gehäuse umschliesst, in dem ein An- triebsmotor für eine von einem stationären Prallflächenkranz'umgebene, konische Schleuderscheibe an- geordnet ist, die an ihrer Unterseite mit Ventilatorflügeln zur Luftförderung durch den Austrittskanal ver- sehen ist und in ihrem Zentrum mit einem Saugstutzen verbunden ist, der in einem beckenförmigen FlUs- sigkeitsbehälter hinabragt und Flüssigkeit auf die Oberseite der Schleuderscheibe zu fördern vermag.
Derartige Flüssigkeitsvernebler sind beispielsweise durch die Schweizer Patentschrift Nr. 336573 be- kannt und dienen zur Luftbefeuchtung in Räumen.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Flüssigkeitsverneblers der beschriebenen Art, der einfach und preisgünstig fabriziert und vom Käufer und Benutzer ohne besondere Fachkenntnisse leicht zerlegt und gereinigt werden kann. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss im Abstand unterhalb der Schleuderscheibe eine konische Leitfläche für die mittels der Ventilatorflügel erzeugte Luftströmung angeordnet, wobei diese Leitfläche ein Teil eines Tragringes ist, dessen äusserer Umfangsrand unter Belassung von Luftein- trittsöffnungen auf dem Umfangsrand des Flüssigkeitsbehälters lose aufsitzt, und auf dem das mit dem in- neren Gehäuse durch radiale Stege zu einer baulichen Einheit verbundene äussere Gehäuse lose aufgesetzt ist.
Das Gerät besteht somit im wesentlichen aus drei lose übereinander angeordneten Hauptbestandtei- len, die ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen voneinander getrennt und wieder zusammengefügt werden können.
Ein Apparat mit lose aufeinander aufgesetzten Teilen birgt naturgemäss die Gefahr in sich, im Betrieb zu klappern, zu rasseln oder sonstwie vermehrt Lärm zu erzeugen. Aus diesem Grunde sind erfin- dungsgemäss einige Massnahmen zur Verminderung der Geräusche getroffen. Zunächst weist der Tragring zwischen seinem äusseren Umfangsrand und der Stelle, an welcher die bauliche Einheit aus äusserem und innerem Gehäuse aufsitzt, eine wenigstens annähernd waagrecht verlaufende, federnd ausgebildete Fläche auf. Auf diese Weise werden Vibrationen der oberen Geräteteile von dem Flüssigkeitsbehälter ferngehalten und nicht auf die Tischplatte übertragen, auf welcher der Flüssigkeitsbehälter üblicherweise steht.
Zur weiteren Verstärkung der genannten Dämpfungswirkung besitzt der Flüssigkeitsbehälter zwischen seiner nach oben ragenden, den Tragring aufnehmenden Umfangswand und seiner Auflagefläche ebenfalls eine wenigstens annähernd waagrecht verlaufende, federnd ausgebildete Fläche. Weiters ist am Tragring frei nach unten ragend eine wenigstens annähernd zylindrische Wand angeordnet, welche die Lufteinlass- öffnungen gegen direkten Schallaustritt mit Abstand von innen abschirmt.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung schliesst sich an die konische Leitfläche aussen ein nach oben gebogener Teil des Tragringes als Übergang zur äusseren Gehäusewand an, wobei zwischen der konischen Leitfläche und dem gebogenen Teil eine in Umfangsrichtung verlaufende schmale Sammelrinne für FlOs- sigkeitstropfen vorgesehen ist, so dass die Luftströmung praktisch wirbelfrei darüber hinwegstreicht. Diese Ausbildung verbessert den Wirkungsgrad des Apparates und trägt ebenfalls zur Geräuschverminderung bei, weil unnütze und störende Wirbelungen in und über der Sammelrinne vermieden sind.
Im gleichen Sinn wirkt sich auch die Massnahme aus, gemäss welcher an dem nach oben gebogenen Teil des Tragringes lotrechte, nach innen ragende Flügel zur Beruhigung der Luftströmung im nebelfreien Teil angesetzt sind.
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Ähnliche Flügel sind bei Zerstäubern zwar bekannt, nicht aber an der angegebenen Stelle, wo die Luft noch frei von Flüssigkeitströpfchen ist, die sich sonst gerne und zu einem grossen Teil an den Flügeln niederschlagen und dann wieder in den Flüssigkeitsbehälter zurückfliessen, wodurch der Wirkungsgrad des Zerstäubers verringert wird.
In der beigefügten Zeichnung ist rein beispielsweise eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindunggegenstandes veranschaulicht. Fig. l zeigt teils in Seitenansicht und teils im lotrechten Schnitt einen auf
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des gleichen Flüssigkeitsverneblers in grösserem Massstab und in perspektivischer Darstellung, zum Teil ebenfalls im lotrechten Schnitt.
Der dargestellte Flüssigkeitsvernebler weist unten einen beckenförmigen Flüssigkeitsbehälter 10 auf, der vorzugsweise aus einem Kunstharz od. dgl. besteht. Zwischen der nach oben ragenden Umfangswand
11 und seiner Auflagefläche 12 weist der Behälter 10 eine wenigstens annähernd waagrecht verlaufende, federnd ausgebildete Fläche 13 auf.
Auf dem oberen Umfangsrand der Wand 11 ist ein Tragring 15 lose und abnehmbar aufgesetzt, der ebenfalls aus einem Kunstharz od. dgl. hergestellt ist. Am äusseren Umfangsrand 16 des Tragringes 15 sind in regelmässigen Winkelabständen radial verlaufende Rippen 17 vorhanden, mit denen der Tragring 15 unter Belassung von Lufteinlassöffnungen 18 auf dem Behälter 10 abgestützt ist. Gegen innen hin münden die Rippen 17 in eine zylindrische Wand 19 ein, die am Tragring 15 angeordnet ist und in einigem Ab- stand innerhalb der Öffnungen 18 verläuft, um dieselben gegen direkten Austritt von Geräuschen aus dem
Apparat abzuschirmen.
Auf dem Tragring 15 ist ein anderes ringförmiges Gebilde 20 aufgesetzt, das eine etwa zylindrische
Aussenwand 21 und im Abstand davon eine etwa zylindrische Innenwand 22 aufweist. Die Wände 21 und 22 sind durch eine Anzahl von radial verlaufenden Stegen 23 miteinander verbunden. An die Unterkante der
Innenwand 22 schliesst ein etwa waagrecht verlaufender, nach innen vorstehender Flansch 24 an, auf wel- chem unter Zwischenschaltung eines gummielastischenRinges 25 ein Aussenflansch eines Elektromotors 26 abgestützt ist. An der Oberseite des Flansches 24 ragen einige wenige Zapfen 28 nach oben, auf die je eine Klemmscheibe 29 aufgeschoben ist. Die Klemmscheiben 29 pressen einen gummielastischen Ring 30 von oben auf den Aussenflansch des Motors 26, so dass der letztere zwischen den beiden gummielastischen Ringen 25 und 30 festgehalten ist.
Unterhalb des Motors 26 befindet sich ein aus einem Kunstharz od. dgl. bestehender Gehäuseteil 32, der ebenfalls durch einen zwischen die gummielastischen Ringe 25 und 30 eingeklemmten Aussenflansch festgehalten ist. In seinem Zentrum ist der Gehäuseteil 32 durchbrochen, um die Motorwelle 33 durchtreten zu lassen. Mit der Innenwand 22 ist ferner ein haubenförmiger Gehäu- steil 34 verbunden.
Die etwa zylindrische Innenwand 22, deren Flansch 24, der Gehäuseteil 32 und der haubenförmige Gehäuseteil 34 bilden zusammen ein inneres, den Motor 26 umschliessendes Gehäuse des Flüssigkeitsverneblers.
Mit der etwa zylindrischen Aussenwand 21 ist ein ringförmiger Gehäuseteil 35 verbunden, der zusammen mit der Aussenwand 21 ein äusseres Gehäuse des Flüssigkeitsverneblers bildet, welches das innere Gehäuse 22,24, 32,34 mit Abstand koaxial umgibt. Zwischen dem äusseren Gehäuse 21,35 und dem inneren Gehäuse 22,24, 32,34 ist ein Austrittskanal 36 mit einer Austrittsöffnung 37 für den zu erzeugenden Nebelstrom vorhanden. Durch die bereits erwähnten Stege 23 sind das äussere Gehäuse und das innere Gehäuse miteinander zu einer baulichen Einheit verbunden, die lose und abnehmbar auf dem Tragring 15 aufgesetzt ist.
Zwischen der Stelle, auf welcher die erwähnte bauliche Einheit auf dem Tragring 15 abgestützt ist, und dem Umfangsrand 16 bzw. der Abschirmwand 19 weist der Tragring 15 eine wenigstens annähernd waagrecht verlaufende, federnd ausgebildete Fläche 38 auf.
An der Übergangsstelle von der etwa zylindrischen Innenwand 22 zum Flansch 24 ist ein Prallflächenkranz 40 befestigt, welcher eine konische Schleuderscheibe 41 mit Abstand umgibt. Die Schleuderscheibe 41 ist durch einige radiale Stege 42 mit einer Nabe 43 verbunden, die auf der Motorwelle 33 sitzt. Auf einen Gewindeteil 44 der Welle 33 ist ein Mutterstück 45 lösbar aufgeschraubt, das gegen den inneren Umfangsrand der Schleuderscheibe 41 drückt und dadurch die Nabe 43 gegen einen an der Welle 33 befestigten Spreizring 46 hält. Das Mutterstück 45 ist mit mehreren in axialer Richtung durchgehenden Ausnehmungen 47 versehen und besteht aus einem Kunstharz od. dgl. Zwischen der Nabe 43 und dem Mutterstück 45 ist eine zweistufige Labyrinthdichtung 48 vorhanden, welche den Zutritt von Flüssigkeit zur Motorwelle 33 verhindert.
An der Unterseite des Mutterstückes 45 ist ein bis nahezu gegen den Boden des Behälters 10 hinabreichender, unten und oben offener Saugstutzen 49 durch eine Steckverbindung lösbar angeordnet.
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Die Schleuderscheibe 41 weist an ihrer Unterseite mehrere Ventilatorflügel 51 auf, die zur Luftför- derung durch den Austrittskanal 36 dienen. Ferner ist die Schleuderscheibe 41 mit mehreren Luftdurch- lassöffnungen 52 versehen, die je von einem an der Oberseite der Scheibe 41 angeordneten, im Grundriss hufeisenförmigen Kragen 53 umgeben sind, der radial gegen aussen hin offen ist. Auf dem oberen Rand aller Kragen 53 liegt eine Ringscheibe 55 auf, die mit der Schleuderscheibe 41 zu einer Einheit verbun- den ist, und welche mit ihrem inneren Umfangsrand dicht an die Nabe 43 der Schleuderscheibe 41 an- schliesst.
Zwischen dem Teil 32 des inneren Gehäuses 22,24, 32,34 und der aus der Schleuderscheibe 41 und der Ringscheibe 55 gebildeten Einheit sind mehrere konzentrisch ineinander angeordnete Labyrinth- dichtungen 56, 57 und 58 vorhanden, welche den Zutritt von Flüssigkeit zur Motorwelle 33 verhindern.
Sowohl die Schleuderscheibe 41 und deren Nabe 43 als auch die Ringscheibe 55 bestehen zweckmässig aus einem Kunstharz od. dgl.
1m Abstand unterhalb der Schleuderscheibe 41 befindet sich als Teil des Tragringes 15 eine konische
Leitfläche 60 für die mittels der Ventilatorflügel 51 erzeugte Luftströmung.
An die Luftleitfläche 60 schliesst sich aussen ein nach oben gebogener Teil 61 des Tragringes 15 als Übergang zu der etwa zylindrischen Aussenwand 21 des äusseren Gehäuses 21,35 an. Zwischen der koni- schen Leitfläche 60 und dem gebogenen Teil 61 ist eine in Umfangsrichtung verlaufende Sammelrinne 62 für Flüssigkeitstropfen vorhanden. Diese Sammelrinne 62 ist verhältnismässig schmal und tief ausgebildet, so dass die Luftströmung darüber hinwegstreicht, ohne in der Sammelrinne 62 nennenswerte Wirbel zu bil- den. Der gebogene Teil 61 des Tragringes ist mit mehreren lotrectueu, radial nach innen ragenden Flü- geln 63 versehen, die im nebelfreien Teil der Luftströmung liegen und zur Beruhigung derselben gegen
Bewegung in Umfangsrichtung dienen.
An die Sammelrinne 62 schliessen einige Rohrstutzen 64 zum Ab- leiten von Flüssigkeit in den Behälter 10 an. Die Rohrstutzen 64 sind durch je ein Rohrstück 65 nach unten verlängert, das durch eine Steckverbindung lösbar angeordnet ist und bis nahezu auf den Boden des Be- hälters 10 reicht.
Der Saugstutzen 49 ist mit Abstand von einem Schlammabscheider 68 umgeben, der im Zentrum der konischen Leitfläche 60 angeordnet ist. Durch eine Steckverbindung ist der Schlammabscheider 68 lösbar mit einem Ring 69 verbunden, der mittels Stegen 70 mit der Leitfläche 60 in Verbindung steht.
Ein zur Flüssigkeitsniveau-Anzeige dienender Schwimmer 72 ist mit einem vertikal nach oben ra- genden Bolzen 73 verbunden, der an seinem oberen Ende einen verdickten Kopf 74 aufweist. In der wenig- stens annähernd waagrechten Fläche 38 des Tragringes 15 befindet sich eine Vertiefung in Form einer
Hülse 75, die unten und oben offen ist und zur Führung des Kopfes 74 dient. Eine Verengung am unteren
Ende der Hülse 75 verhindert, dass der Kopf 74 nach unten aus der Hülse 75 herausgleitet.
Die Gebrauchs- und Wirkungsweise des beschriebenen Flüssigkeitsverneblers ist wie folgt : Durch die Öffnung 37 wird eine zu vernebelnde Flüssigkeit, z. B. Wasser, eingegossen, die sich im Behälter 10 sam- melt. Wenn die Flüssigkeit ein bestimmtes Niveau erreicht, wird der Schwimmer 72 nach oben gedrückt, wobei der Kopf 74 des Bolzens 73 sichtbar aus der Oberseite des Tragringes 15 heraustritt um anzuzeigen, dass der Behälter 10 bis zum höchstzulässigen Niveau gefüllt ist. Wenn der Apparat nachher durch Ein- schalten des Motors 26 in Betrieb gesetzt wird, so erzeugen die Ventilatorflügel 51 eine Luftströmung . durch den Austrittskanal 36. Die Luft wird durch die Öffnungen 18 eingesaugt und durch die Öffnung 27 oben ausgestossen.
Ferner wird mittels des rotierenden Saugstutzens 49 in seinem Innern Flüssigkeit nach . oben gefördert und durch die Ausnehmungen 47 des Mutterstückes 45 hindurch auf die Oberseite der Schleu- derscheibe 41 geleitet. Mittels der Schleuderscheibe 41 wird die Flüssigkeit ausgeschleudert, wobei ein über den äusseren Umfangsrand der Scheibe 41 hinauswandernder Flüssigkeitsfilm entsteht, welcher teils durch Zentrifugalwirkung und teils durch die Luftströmung zerrissen wird. Die Flüssigkeitströpfchen werden zum Teil durch den Luftstrom direkt fortgetragen und zum Teil an den Lamellen des Prallflächenkranzes 40 weiterhin zerteilt. Der Luftstrom trägt den entstehenden Nebel durch den Austrittskanal 36 und die Austrittsöffnung 47 aus dem Apparat hinaus.
Ein Teil des durch die Ventilatorflügel 51 hervorgerufenen Luftstromes tritt durch die Öffnungen 52 der Schleuderscheibe 41 hindurch auf deren Oberseite, um von dort radial nach aussen durch den Prallflächenkranz 40 hindurch in den Austrittskanal 36 zu strömen. Daher wird oberhalb der Schleuderscheibe 41 kein Nebel zurückgesaugt, sondern aller Nebel aus dem Apparat ausgeblasen. Die Kragen 53 verhindern, dass Flüssigkeit von der Oberseite der Schleuderscheibe 41 durch die Öffnungen 52 hindurch abfliesst, indem die Kragen 53 die auf die Scheibe 41 gelangende Flüssigkeit um die Öffnungen 52 herumleiten, wie in Fig. 2 durch die voll ausgezogenen Pfeile veranschaulicht ist. Die Luftströmung ist in Fig. 2 durch ausgesparte Pfeile angedeutet.
Die Luftleitfläche 60 und der gebogene Teil 61 führen den unter der Scheibe 41 hindurchstreichenden
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