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Kartei mit Auswahleinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kartei mit Auswahleinrichtung, bestehend aus einem Gehäuse und einer Anzahl von Karteikarten, von denen jede einzeln aus der Ruhestellung im geschlossenen Gehäuse in die Sichtstellung durch Betätigung eines zugehörigen, die Karte anhebenden Sekundärhebels bewegbar ist, so dass der Benützer schnell und bequem in die verzeichneten Informationen Einsicht nehmen kann.
Die Kartei lässt sich besonders als alphabetisches Telephonverzeichnis verwenden.
Man ist ständig bemüht, eine gedrängt und einfach aufgebaute Kartei zu entwickeln, die wirtschaftlich hergestellt werden kann. Bisher führten alle diese Versuche zu Geräten, die entweder viel zu gross waren oder komplizierte Vorrichtungen enthielten und dadurch in bezug auf Brauchbarkeit, äussere Form und Verkaufseignung Mängel zeigten.
Einige ältere Geräte benutzen entweder langgestreckte Stäbe, die störanfällig sind und daher nach kurzem Gebrauch nicht mehr funktionieren. Andere Geräte erfordern komplizierte Federanordnungen, die schwierig zusammenzubauen und in der Herstellung teuer sind.
Die Erfindung unterscheidet sich von den bisher verwendeten Geräten durch einen gedrängten Aufbau und durch eine sehr kleine Zahl von arbeitenden Teilen, wodurch eine bessere und sicherere Arbeitsweise erzielt wird.
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dass das Drehmoment des sich öffnenden Deckels die Kartei von der Unterlage abhebt. Ausserdem erfordert diese Art von Karteien normalerweise eine Sperrvorrichtung und eine komplizierte Klinken- oder Schliesseinrichtung, wobei ferner der Benutzer den Deckel bei derartigen Karteien gegen den Federdruck schliessen muss.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der Mängel der bekannten Karteien und die Schaffung eines Gerätes, das ausserdem gefälliges Aussehen, einfache Arbeitsweise und stabilen Aufbau besitzt und wirtschaftlich herstellbar ist.
Das erfindungsgemässe Gerät kennzeichnet sich dadurch, dass von Hand aus bedienbare, im Gehäuse schwenkbar gelagerte Primärhebel an die gleichfalls im Gehäuse schwenkbar gelagerten Sekundärhebel einzeln angreifen und diese betätigen sowie gegebenenfalls eine Schliessvorrichtung vorgesehen ist, die aus einem Schliessnocken, der unterhalb des Deckels schwenkbar gelagert ist, und aus einem Schliesshebel, der parallel zu den Primärhebeln kippbar angebracht ist, besteht. Zweckmässig sind an den Primärhebeln und den Sekundärhebeln aufeinanderwirkende Verstellorgane angebracht, welche die anfängliche Hebung der Karten bewirken und anschliessend die Karten in die Sichtstellung bringen.
Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, dass die Verstellorgane der Primärhebel an den in einem Abstande vom Schwenkpunkt der Hebel befindlichen Enden ausgebildet sind und aus Nocken und Zahnsegmenten bestehen, wobei beim Öffnen der Kartei jeweils eine Nocke auf einen Arm eines Sekundärhebels wirkt und ein Zahnsegment mit einem Zahnsegment des Sekundärhebels in Eingriff steht.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Verstellorgane der Sekundärhebel an diesen als Arme und als Zahnsegmente ausgebildet sind, wobei beim Schliessen der Kartei jeweils ein Arm auf eine Nocke des Primärhebels wirkt und ein Zahnsegment mit einem Zahnsegment des Primärhebels in Eingriff steht. Es kann aber auch den Primärhebeln eine in der Mitte des Gehäuses angebrachte Feder zugeordnet sei. i, die an einem der Hebelarme der Primärhebel angreift, um die als Tasten ausgebildeten Enden der Hebelarme der Primärhebel nach oben zu drücken. In diesem Falle besteht die Feder aus einer einstückigen Blattfeder.
Vorteilhaft ist es schliesslich, wenn eine Mehrzahl von Sekundärhebeln für eine entsprechende Zahl von Karten für sich drehbar nebeneinander auf ciner Achse gelagert und eine Mehrzahl von Primärhebeln für sich drehbar auf einer weiteren Achse gelagert vorgesehen sind und dass die beiden Achsen auf einer Grundplatte des Gehäuses parallel zueinander und im Abstand voneinander angeordnet sind.
Zum besseren Verständnis dient die folgende Beschreibung, in der auf die Zeichnungen Bezug genommen wird. Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Vorderansicht der Kartei bei geschlossenem Deckel ; Fig. 2 einen senkrechten Teilschnitt durch die teilweise geöffnete Kartei längs eines Primärhebels, im Zusammenwirken mit einem Sekundärhebel ; Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch die geöffnete Kartei längs eines
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Primärhebels, wobei einer dieser Hebel in die Sichtstellung geschwenkt ist und Deckel und Karteikarten nur teilweise dargestellt sind ;
Fig. 4 einen senkrechten Teilschnitt längs des Schliesshebels, dessen Lage beim Schliessvorgang gestrichelt angedeutet ist, und Fig. 5 eine auseinandergezogene Darstellung der verschiedenen Einzelteile der Kartei, bei der die oberen Karteikarten entfernt und einige Teile bereits zusammengebaut gezeichnet sind, so dass ihre Montage deutlich wird.
Aus den Zeichnungen und im besonderen aus Fig. 5 geht das Montageverfahren und der Aufbau der Kartei hervor.
Die Grundplatte 10 ist aus Metall oder einem andern geeigneten Material, z. B. einem giessbaren Kunststoff, hergestellt. Sie ist im allgemeinen flach, von rechteckiger Form und mit einer Querrippe 11 versehen. Die Rippe 11 läuft parallel zur Vorderkante der Grundplatte 10 und springt nach innen vor.
Sie dient mehreren Zwecken, nämlich als Führung für ein Gehäuse 48 und zur Versteifung, um ein Verbiegen oder Ausbeulen der Grundplatte zu verhindern. Eine zweite Querversteifung 12 wird von dem Mittelteil der Hinterkante der Grundplatte 10 gebildet. Die Versteifung 12 wird am besten aus einem Teil der Grundplatte 10 hergestellt. Diese ragt rechtwinklig nach oben und soll ebenfalls ein Verbiegen der Grundplatte 10 verhindern.
Zwischen Vorder- und Hinterkante der Grundplatte 10 befinden sich senkrechte Achslager 13, an deren oberen Enden für den endgültigen Zusammenbau der Kartei zu verwendende Montagenasen 14 hervorstehen. Die Achslager 13 sind an ihren Oberkanten mit einer halbkreisförmigen Aussparung 15 zur Aufnahme der Achse versehen. Zwischen den Achslagern13 befindet sich eine ähnliche gbaute Federführung 16 mit einer daraufsitzenden Montagenase 14. Die Federführung 16 kann den Achslagern 13 genau gleichen, also ebenfalls eine Aussparung zur Achslagerung haben, so dass ein zusätzliches Achslager geschaffen wird, das die primären Wählhebel in zwei Gruppen teilt, oder man lässt die Aussparung, wie gezeichnet, weg.
Nahe der Hinterkante der Grundplatte 10 sind zwei weitere senkrechte Achslager 17 mit kreisförmigen Achslöchern 18 im oberen Teil angeordnet. Auf beiden Seiten der Versteifung 12 befinden sich an der Hinterkante der Grundplatte 10 abgebogene Führungsteile 19, in die vorspringende Ansätze 57 an der Hinterwand des Gehäuses 48 eingreifen können. Dies zeigen die Fig. 2,3 und 4 am deutlichsten. Die Scharnierklemmen 20, die auf der Grundplatte 10 ebenfalls nahe der hinteren Kante nach oben stehen, dienen als Drehpunkt für eine Sperrklinke 22. Besteht die Grundplatte aus einem gegossenen oder gepressten Kunststoff, so kann man die Achslager verstärken, um einen entsprechend stabilen Aufbau zu erhalten. Ferner können die Montagenasen durch geeignete Verdickungen zur Aufnahme von Schrauben ersetzt werden.
An der Grundplatte 10 ist eine Unterlage, ein Filz oder ein anderer geeigneter Stoff haftend befestigt, um die Arbeitsgeräusche zu verringern, Beschädigungen der Tisch- oder Pultoberfläche zu vermeiden und das Rutschen der Kartei auf einer glatten Fläche möglichst zu verhindern.
Zwischen den Achslagern 17 ist senkrecht dazu die aus einem Stück bestehende Sperrklinke 22 mit schmalen, nach vorn auslaufenden Armen 23 angeordnet. Die hakenförmigen Enden 24, in die die Arme 23 übergehen, können drehbar in die Scharnierklemmen 20 der Grundplatte 10 eingehängt werden. Der Hauptteil 25 der Sperrklinke 22 steht schräg zur Ebene der Grundplatte 10 nach oben und ihr freier Rand 26 etwa senkrecht zur Platte. Wird auf die Unterseite des geneigten Hauptteiles 25 eine Kraft ausgeübt, so dreht sich die Sperrklinke 22 um die Scharnierklemmen 20 nach oben, so dass der freie Rand 26 in die Zahnsegmente 41 der Sekundärhebel 38 eingreift.
Die Primärhebel 27 sind alle gleich. Sie sind in der Art eines Schwinghebels aufgebaut und nahe am oberen Rand des breiteren Mittelstückes mit langgestreckten Naben 28 versehen. Der Querschnitt der Primärhebel 27 hat im wesentlichen die Form eines umgekehrten L, um einen noch stabileren Aufbau zu erreichen. Zwischen der Nabe 28 und jedem der beiden Enden befinden sich Querverstärkungen 29, die die Fig. 2 und 3 zeigen. Am vorderen Ende des Primärhebels 27 befindet sich eine grössere Taste 30, während auf dem hinteren Hebelende ein Nocken 31 sitzt, der an der hinteren senkrechten Fläche ein Antriebs-Zahnsegment hat. Die Taste 30 ist erhöht angeordnet, so dass die Oberkante mit der Oberseite des Deckels 66 abschliesst.
Zwischen der Nabe 28 und dem Nocken 31 befindet sich auf der Oberseite der Primärhebel 27 das querlaufende Federgleitstück 33, auf dem dann die Zungen 44 a der Feder 44 aufliegen. Die langgestreckten Primärhebel 27 nehmen im wesentlichen die ganze Länge der Kartei ein, und die Tasten 30 stehen über die Vorderkante des Oberteils des Gehäuses 48 hinaus.
Die Höhe der Primärhebel 27 nimmt, wie man sieht, von der Mitte aus nach beiden Seiten ab. Dieser Aufbau dient zur Verteilung der Belastung des Materials beim Betätigen der Kartei. Man macht den Hebelarm vom Drehpunkt zum Rand der Taste 30 am besten länger als den hinteren Arm des Primärhebels. Dies bietet Vorteile bei der Betätigung der Kartei. Die Primärhebel 27 benötigen keine Führungen und werden mit Hilfe der langgestreckten Naben 28, die auf beiden Seiten der Hebel bis an die Naben der benachbarten Hebel heranreichen, axial festgehalten. Ausserdem verringert die langgestreckte Nabe 28 weitgehend Klemmomente. Eine axiale Bewegung der Enden der Primärhebel wird wirksam verhindert, so dass sie sich nur um die Achse 34 drehen können und stets auf die Sekundärhebel 38 ausgerichtet bleiben.
Im betriebsfertigen Zustand drücken die Zungen 44 a der Feder 44 den hinteren Teil der Primärhebel 27 dauernd nach unten, so dass die Tastenoberseite normalerweise waagrecht bleibt.
Die Primärhebel 27 sitzen drehbar auf einer zylindrischen Achse 34, die in den Bohrungen der Nabe 28 steckt. Um die Achse laufen ringförmige Rillen 35, die in die Aussparungen zur Achslagerung 15 der
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Achslager 13 passen, so dass eine axiale Verschiebung der Achse 34 verhindert wird und die Primärhebel 27 in einer festen relativen Lage bleiben.
Ferner sitzt ein Schliesshebel 36 drehbar auf der Achse 34. Sein Aufbau ähnelt dem der Primärhebel 27.
An Stelle des Nockens 31 besitzt der Schliesshebel einen schrägen Antriebsnocken 37. Das mit dem Nocken 31
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Die Sekundärhebel 38 sind alle gleich aufgebaut und haben wie die Primärhebel langgestreckte
Naben 39, die die Längsausrichtung auf die Primärhebel sichern. In der Mitte der Nabe 39 sitzt der tan- gential angeordnete Hebelarm 40 und radial darauf ausgerichtet das Abtriebszahnsegment 41. Beim Öffnungsvorgang wirkt der Nocken 31 auf den Hebelarm 40 und das Abtriebssegment 41 kämmt mit dem
Antriebssegment 32. Der äusserste Zahn des Sekundärhebels, vor dem die Sperrklinke 22 eingreifen kann, ist vergrössert, um ein zufälliges Herausfallen der Sperrklinke 22 bei geöffnetem Deckel zu verhindern.
Die Hebelarme 40 ragen nach vorn in einzeln in das Gehäuse 48 geschnittene Öffnungen 52. Solange das
Gerät nicht betätigt wird, stehen sie normalerweise waagerecht über den Nocken 31.
Die Sekundärhebel 38 sitzen drehbar auf einer zylindrischen Achse 42, die in den Bohrungen der
Naben 39 steckt. Die Enden 42 a der Achse haben einen geringeren Durchmesser und sind an den Stirn- seiten mit Öffnungen versehen, in die die Enden der Zapfen 65 zur Deckelhalterung passen. Die dünneren
Enden der Achsen 42 passen ihrerseits in die Achslöcher 18 der senkrechten Achslager 17. Ferner sitzt der elliptische Schliessnocken 43 in Längsausrichtung auf dem Schliesshebel 36, mit dem er auch zusammenwirkt, ebenfalls drehbar auf der Achse 42.
Die Primärhebel 27 werden mit einer Feder 44, von der eine Anzahl von einzelnen Druckelementen bzw. Zungen 44 a für die Hebel ausgehen, in ihre normale Lage gedrückt, so dass die Tasten 30 etwa waag- recht stehen.
In der hier dargestellten Ausführung befindet sich die Feder über den Primärhebeln, so dass die hinteren
Hebelarme heruntergedrückt werden. Man kann jedoch die Feder auch so anordnen, dass der vordere
Teil des Hebelarmes nach oben gedrückt wird. Alle Zungen 44 a liegen auf den Federgleitstücken 33 der entsprechenden Primärhebel auf, wodurch die Gleitreibung verringert und der Bereich der der Abnutzung unterworfenen Fläche so weit wie möglich herabgesetzt wird. Die Feder hat einen nach unten gebogenen Falz 45 am vorderen Rand, der in die dafür vorgesehenen Haken 56 an der Unterseite der Deckplatte des
Gehäuses 48 eingesetzt wird. Durch eine Öffnung 46 in der Feder 44 greift die Montagenase 14 der Federführung 16, wodurch Querbewegungen der Feder verhindert werden.
Man kann noch weitere Öffnungen 47 für die Arretierungen, die unter der Deckplatte 51 das Gehäuses 48 sitzend, vorgesehen sind, anordnen, um den richtigen Sitz der Feder zu sichern.
Das Gehäuse 48 wird am besten in einem Stück aus Kunststoff hergestellt. Es hat zwei im allgemeinen senkrechte Seitenwände 49, die mit d n vorspringenden, nach hinten schräg abfallenden Absätzen 49 a versehen sind. Die Höhe der Seitenwände verringert sich bis kurz vor die Hinterwand 50 (auf ein Minimum) und steigt dann wieder schräg auf deren volle Grösse an. Zwischen den Seitenwänden 49 erstreckt sich die Hinterwand 50, u. zw. von unten nach oben leicht nach vorn geneigt. Zwischen den vorspringenden Absätzen 49 a befindet sich die Deckplatte 51 des Gehäuses 48. In ihre hintere Kante sind die Öffnungen 52 einzeln eingeschnitten, in die die Arme 40 der Sekundärhebel hineinragen.
Werden die Tasten 30 nach unten gedrückt, so bewegen sich die Nocken 31 der Primärhebel 27, wie noch erläutert wird, ebenfalls durch die Öffnungen 52 nach oben. Geeignete Versteifungen, die unter der hinteren Kante der Deckplatte 51, in der sich Öffnungen befinden, angebracht sind, um diesen Teil weiter zu verstärken, wurden nicht dargestellt. Nahe an der Vorderkante der Deckplatte 51 befinden sich die Schlitze 53, in die die Montagenasen 14 beim Zusammenbau der Kartei eingesetzt werden. Die Deckplatte 51 kann um die Schlitze herum ausgesenkt werden, um so eine Vertiefung zu erhalten, in die die Montagenasen hineingebogen werden können, so dass man eine relativ glatte Oberfläche ohne irgendwelche Vorsprünge erhält.
Das Gehäuse hat keinen Boden und eine offene Vorderseite 54, aus der die Tasten 30 der Primärhebel 27 herausstehen. Die Seitenwände sind jedoch am vorderen Fuss durch die querlaufende Bodenschiene 55 verbunden. Die Deckplatte 51 des Gehäuses 48 soll eine Anzahl von dazu bestimmten Karteikarten 58, im allgemeinen von rechteckiger Gestalt, die nach fortlaufenden Einschnitten 59 geordnet sind, aufnehmen.
Die Karteikarten sind an der hinteren Kante mit von links nach rechts fortschreitenden Einschnitten versehen, die genau über den Öffnungen 52 und den Armen 40 der Sekundärhebel liegen, oder, um es anders auszudrücken, die oberste Kante hat keinen Einschnitt, die zweite hat einen an der linken Seite, der genau über dem Arm des ersten Sekundärhebels liegt, die folgende hat zwei, die über den Armen der beiden ersten Sekundärhebel liegen, die folgende hat drei Einschnitte usw. Bei dieser Anordnung öffnet sich die Kartei über der gewünschten Karte, wenn die Taste 30 des entsprechenden Primärhebels gedrückt wird.
Alle Karteikarten sind an ungleichmässig verteilten Stellen mit einer oder mehreren Dellen 60versehen, so dass zwischen den Karten ein gewisser Abstand entsteht und die statische oder durch Luftverdünnung entstehende Anziehung stark verringert wird. Dadurch erreicht man, dass die Kartei richtig arbeitet und an der gewählten Karte keine nichtgewünschte Karte hängen bleibt. Damit die Karten richtig aufeinanderfolgen, sind die Seiten der Karteikarten 58 mit Einschnitten 61 zum Ausrichten versehen.
Die gekrümmten Führungen 63 am Kartenhalter 62 passen in die Einschnitte 61 der Karteikarten 58, so dass diese auf den Führungen entlanggleiten können. Biegt man die Karteikarten etwas durch, so lassen
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sie sich entweder einzeln oder zusammen herausnehmen. Diese Eigenschaft erleichtert das Eintragen von Informationen auf den Karten. An der Innenseite der Kartenhalter 62 befindet sich eine Nabe 64, in die der gerändelte Teil des Bolzens 65 eingepresst wird.
Die Kartenhalter 62 sind an den Seitenwänden des Deckels 66 befestigt und drehen sich mit ihm. Im zusammengebauten Zustand befinden sie sich ausserhalb der Achslager 17. Die Lagerbolzen 65 werden durch die Deckelöffnungen 67 und die Naben 64 der Kartenhalter 62 gesteckt, um Deckel und Kartenhalter in der vorgesehenen Lage zu halten. Die glatten Enden der Lagerbolzen ragen aus d Naben 64 in die offenen Bohrungen der Achse 42. An der Unterseite des Deckels sind beiderseits Seitenwände angebracht, die den Kartenstapel 58 umgeben, wenn die Kartei geschlossen wird.
Der Deckel 66 wird mit geeigneten Karteinummern oder -zeichen 68, die jeweils einer bestimmten Karteikarte entsprechen, beschriftet, so dass man daraus ersieht, welche Karte beim Drücken der zugehörigen Taste 30 aufgeschlagen wird.
Die fertig zusammengebaute Kartei ist in Fig. 1 dargestellt. Die Aufgabe, einen einfacheren Aufbau und wirtschaftliche Herstellungsverfahren zu erzielen, lässt sich, wie noch gezeigt wird, durch die Verwendung von genormten Teilen und durch Teil- oder Vormontage verschiedener Einzelteile erreichen.
Betrachtet man wieder Fig. 5, so wird eine Anzahl von Primärhebeln 27 und gegebenenfalls der Schliesshebel 36 auf die Achse 34 gesteckt. Die Achse 34 wird auf d : n Achslagern. M befestigt, wobei die ringförmigen Rillen 35 in die Aussparung zur Achslagerung 15 eingesetzt werden. Eine Anzahl von Sekundärhebeln 38 und gegebenenfalls der Schliessnocken 43 werden auf die Achse 42 gesteckt. Diese Anordnung wird zwischen die Achslager 17 gebracht, und die dünneren Enden der Achse kommen in die dafür vorgesehenen Öffnungen 18. Die Achslager 17 drückt man federnd nach aussen, damit die Achse 42 richtig eingesetzt werden kann.
Die Sperrklinke 22 wird an der Grundplatte 10 befestigt, indem man die hakenförmigen Enden 24 in die Scharnierklemmen 20 d ; r Grundplatte 10 einhängt. Dann befindet sich die Sperrklinke unterhalb der Achse 42, die die Sekundärhebel 38 trägt.
Die Befestigung der Feder 44 an der Deckplatte geschieht mit Hilfe der dafür bestimmten Haken 56 des Gehäuses 48, in die der nach unten abgeknickte Falz 45 eingesetzt wird. Bei dieser Befestigung im Gehäuse 48 kommen ferner die unter der Deckplatte 51 angeordneten Arretierungen in die Öffnungen 47 der Feder 44, so dass es in der gewünschten Lage festgehalten wird. Das Gehäuse 48 wird so auf die fertig montierte Grundplatte aufgesetzt, dass die Tasten 30 der Primärhebel 27 aus der offenen Vorderseite 54 des Gehäuses 48 hervorstehen. Die vorspringenden Ansätze 57 an d : r Hinterwand des Gehäuses 48 werden
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Grundplatte 10 herunter, so dass die Montagenasen 14 der Achslager 13 und der Federführung 16 nach oben aus den Schlitzen 53 des Gehäuses 48 herausstehen.
Die querlaufende Schiene 55 an der Vorderseite des Gehäuses 48 liegt auf dem vor der Querrippe 11 befindlichen Teil der Grundplatte 10 auf. Die Montagenasen 14 werden nach unten bis an das Gehäuse 48 herangebogen, um es festzulegen. Wird der Zusammen-
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liegen auf den Federgleitteilen 33 der primären Antriebshebel 27 auf und drücken so die Tasten 30 in eine waagrechte Stellung.
Die Kartenhalter 62 befinden sich innerhalb der Seitenwände des Deckels am hinteren Ende. Der Deckel wird zusammen mit den Kartenhaltern so auf das Gehäuse 48 aufgesetzt, dass die Öffnungen 67 im Deckel 66 in die Verlängerung der Achse 42 fallen. Dann werden die Zapfen oder Lagerbolzen 65 zur Deckelhalterung durch die Öffnungen 67 des Deckels 66 gesteckt und der geränderte Teil der Bolzen 65 in die Bohrungen der Naben 64 eingepresst. Die glatten Enden der Lagerbolzen 65 ragen in die offenen Bohrungen der Achse 42 und drehen sich beim Öffnen und Schliessen des Deckels darin.
Bei geöffnetem Deckel setzt man die Karten in die Kartei ein, indem man die gebogenen Führungen 64 der Kartenhalter 62 in die Einschnitte 59 eingreifen lässt. Man kann eine oder mehrere Karteikarten, wie noch gezeigt wird, herausnehmen, um darauf Daten einzutragen.
Aus Fig. 2, die die Kartei halb geöffnet zeigt, ersieht man die prinzipielle Wirkungsweise noch besser.
Drückt man die Taste 30, so dreht sich der Primärhebel 27 um die Achse 34 gegen die Federkraft der zugehörigen Zunge 44 a nach oben. Der Nocken 31 trifft die Unterseite des sekundären Hebelarmes 40 und klappt diesen Arm sowie alle über dem gewählten Blatt liegenden übrigen Karteikarten 58 und den Deckel 66 ein gewisses Stück hoch. Nachdem die Kartei so zum Teil geöffnet ist, greift das Antriebszahnsegment 32 in das Antriebszahnsegment 41 in der dargestellten Weise ein, wodurch eine beschleunigte radiale Öffnung der Kartei bis in den voll aufgeklappten Zustand zustande kommt. Die Anfangsbewegung von Karteikarten und Deckel erfolgt mit geringerer Geschwindigkeit. Kommen die Zähne in Eingriff, so wird sie beschleunigt und führt so den restlichen Öffnungsvorgang aus.
Durch den Einbau der drehbaren Hebel zum Antrieb der Sekundärhebel wird es möglich, den Deckel durch eine Abwärtsbewegung des Fingers zu heben, so dass keine waagrechte Kraftkomponente entsteht, die das Gerät relativ zu seiner Unterlage zu verschieben suchen würde. Ferner ist der erforderliche Fingerdruck wegen der mit der drehbaren Hebelanordnung erzielten mechanischen Übersetzung sehr gering.
Weiterhin erfordert die Anfangsphase der Deckeldrehung weniger Kraft, da die mechanische Übersetzung grösser ist, solange der Nocken gegen die Unterseite des sekundären Hebelarmes drückt. Nachdem Deckel und Karten um etwa 30 0 hochgeklappt sind, bewirkt der Aufbau des Hebelsystems, dass die beiden Zahn-
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segmente in Eingriff kommen, wodurch sichergestellt ist, dass sich der Deckel und die Karteikarten ohne Stoss oder Unterbrechung in den voll aufgeklappten Zustand bewegen.
Fig. 3 zeigt ebenfalls diesen Vorgang. In diesem Schnitt ist die Kartei ganz geöffnet. Ein Primärhebel 27 ist in der Figur bis zur Stellung, die der vollen Öffnung entspricht, heruntergedrückt dargestellt, ferner der sekundäre Hebelarm 40 in nach oben geklapptem Zustand. Er liegt am Kartenstoss 58 an und ist soweit wie möglich herausgedreht. Man sieht, dass die Zunge 44 a bei gedrücktem Primärhebel 27 etwa waagrecht gebogen wird. Die Figur zeigt ferner die Wirkung der Sperrklinke. Ist der Deckel 66 ganz aufgeklappt, so trifft die freie Hinterkante des Deckels auf den schrägstehenden Teil 25 der Sperrklinke 22 und drückt ihren freistehenden Rand 26 in eine Zahnlücke des Abtriebszahnsegmentes 41.
Versucht man daher einen weiteren Hebel zu drücken, so kann sich dieser zweite nicht drehen. Die Kartei lässt sich erst wieder betätigen, wenn der Deckel geschlossen ist und die Sperrklinke dadurch aus der Zahnlücke des Abtriebszahnsegmentes herausgefallen ist. Diese Konstruktion verhindert, dass die Kartei an einer falschen Stelle aufgeklappt wird und ebenso, dass die Sekundärhebel die Karten knicken oder zerdrücken oder dass die Kartei sich verklemmt. Die normale Ruhelage der Sperrklinke 22 zeigt Fig. 2. Hat sich der Deckel 66 beim Schliessen so weit gedreht, dass sich seine Hinterkante vom schrägstehenden Hauptteil 25 der Sperrklinke 22 abhebt, so fällt die Sperrklinke 22 durch ihr Gewicht in die normale, in Fig. 2 dargestellte Ruhelage.
Die Fig. 3 zeigt ferner die normale Lage der Zungen 44 a, die die hinteren Arme der Primärhebel 27 ständig herunterdrücken, so dass die Tasten 30 normalerweise waagrecht stehen.
In diesen Figuren sind weiter die Haken 56 zur Aufnahme der Feder und der in diese eingehängte nach unten abgebogene Falz 45 am deutlichsten dargestellt. Die Normalstellung der Primär- und Sekundärhebel ist in Fig. 3 ausgezogen gezeichnet.
Fig. 4 zeigt den Schliesshebel 36 in Normalstellung bei geöffnetem Deckel. Drückt man die Taste 30 des Schliesshebels 36, so gleitet der Nocken 43 auf der schrägen Fläche des Antriebsnockens 37 und dreht sich in umgekehrter Richtung um die Achse 34, bis er auf die Unterseite des Deckels 66 trifft. Dieser Vorgang ist gestrichelt dargestellt. Der Schliesshebel 36 ist ein Stück gedreht gezeichnet, so dass er den Nocken 43 mitnimmt. Der Nocken 43 ist in dieser Darstellung ein Stück zurückgedreht. Er drückt gegen den Deckel 66 und hat diesen dadurch etwas auf die Lage, die er im geschlossenen Zustand einnimmt, zu bewegt. Der Deckel steht so weit nach vorn, dass er mit dem Kartenstoss 58 durch sein Gewicht in die Schliessstellung fällt. Dies ist ein neues Verfahren zum Schliessen der Kartei.
Das Zuklappen kann aber auch dadurch erreicht werden, dass man den Deckel 66 genügend weit über die senkrechte Stellung hinaus schiebt oder stösst, so dass er durch sein Gewicht in die normale Schliessstellung fällt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kartei mit Auswahleinrichtung, bestehend aus einem Gehäuse und einer Anzahl von Karteikarten, von denen jede einzeln aus der Ruhestellung im geschlossenen Gehäuse in die Sichtstellung durch Betätigung eines zugehörigen, die Karte anhebenden Sekundärhebels bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass von Hand aus bedienbare, im Gehäuse schwenkbar gelagerte Primärhebel (27) an die gleichfalls im Gehäuse schwenkbar gelagerten Sekundärhebel (38) einzeln angreifen und diese betätigen sowie gegebenenfalls eine Schliessvorrichtung vorgesehen ist, die aus einem Schliessnocken (43), der unterhalb
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hebeln (27) kippbar angebracht ist, besteht.